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Gerüchte um Werbung in OneUI 2.5: Ich bezahle mein Smartphone an der Kasse!

Gerüchte um Werbung in OneUI 2.5: Ich bezahle mein Smartphone an der Kasse!

Xiaomi schaltet in seinen Smartphones bereits Werbung – und als nächstes ist Samsungs OneUI an der Reihe? Das zumindest behauptet ein Screenshot, der eine Anzeige auf dem Startbildschirm eines Samsung-Smartphones zeigt. Das Gerücht wurde schnell als Ente entlarvt, doch die Reaktionen seitens der Nutzer waren eindeutig: Bei dieser Form der Monetarisierung ist eine Grenze überschritten.

Aufgetaucht war der angebliche Leak zuerst bei der indischen Tech-Seite Tizen Help und fand von dort aus am 9. Juni durch amerikanische Seiten wie Android Central und Android Authority internationale Beachtung. Der Inhalt des Leaks: Samsung plant womöglich, in Version 2.5 seiner OneUI-Oberfläche Werbe-Overlays auszuspielen. Auf dem Screenshot der an ein Galaxy S20 erinnert, wird der Startbildschirm durch eine Anzeige mit 15-Sekunden-Timer blockiert.

Zum Hintergrund von Tizen Help: Der indische Tech-Blog hat wenige Referenzen aufzuweisen und wird von zwei Unbekannten in der Technosphäre betrieben.

publicite one ui 2 5 tizen help
Demnächst auch auf Ihrem Smartphone? Die Montage, die von einem Mitglied des koreanischen Forums von Samsung gemachte wurde, ist kein wirklicher Leak. / © Samsung-Forum

Werbeanzeigen in OneUI 2.5: falsches Gerücht teilweise entlarvt

Stellt Euch eine Anzeige vor, die Euch daran hindert, Euer Smartphone zu entsperren, wenn Ihr sie nicht anklickt oder 15 Sekunden wartet, bevor sie verschwindet. Ist das der Weg, den die Welt jetzt geht? Besonders wenn man bedenkt, dass Samsung-Smartphones für über 1.300 Euro verkauft werden und dass OneUI eine der beliebtesten Android-Oberflächen auf dem Markt ist?

Logischerweise wurde die Tech-Sphäre aufgemischt – aber wie die Samsung-Website SamMobile zeigt zu unrecht. Was für so gewaltigen Wirbel sorgte, war nämlich zunächst schlicht und ergreifend ein Witz in Samsungs koreanischem Forum. Wie eine umgekehrte Google-Suche des vermeintlichen Leak-Bilds zeigt, geht die Kontroverse auf eine Diskussion auf eine Anzeige in Samsungs einheimischer Wetter-App zurück.

samsung oneui ads forum
Screenshots aus Samsungs koreanischem Forum (links, mitte) inklusive der Collage, die das falsche Leak verursacht hat (rechts). / © Samsung-Forum

Auf den beiden – authentischen – Screenshots links und in der Mitte ist jeweils eine Bannerwerbung auf dem Startbildschirm der Wetter-App zu sehen. Die Diskussion selbst zielte dann darauf ab, ob diese Anzeige direkt von Samsung geschaltet wurde oder nicht. Denn die Firma "Weather News", die Samsung Wetterdaten für ihre App zur Verfügung stellt, könnte diese Werbung durchaus selbst integriert haben.

Wie auch immer: Dieser spezielle Fall einer koreanischen Anzeige in der koreanischen Wetter-App eines koreanischen Samsung-Smartphones ist kein Fake. Der von der US-amerikanischen und europäischen Presse so stark geteilte Fake-Screenshot rechts im Bild war nur als Parodie gedacht. Und so wurde aus der Karikatur des Werbe-Faux-pas in der Wetter-App, ein Fall von "Lost in Translation".

Die Beschreibung des Fake-Leak-Bilds enthält übrigens auch den Zusatz "예시", was laut Google Translate wörtlich übersetzt "Beispiel" bedeutet. 

Ein falsch übersetzter Witz voller Bedeutung

Ja, SamMobiles Bericht und der Ursprung des Screenshots machen es deutlich: Falscher Alarm, es war eine Ente. Fakt ist jedoch, dass andere Hersteller Anzeigen in nativen Apps ihres Betriebssystems unterbringen.

Xiaomi macht das schon seit Langem auf seinen Smartphones, auch wenn einige Länder von diesem Geschäftsmodell vorerst verschont bleiben. Und obwohl man gezielte Anzeigen auf Android deaktivieren kann, wie der XDA-Journalist Max Weinbach am Dienstag auf Twitter bemerkte, "kann man das Tracking deaktivieren, aber die Anzeigen sind immer noch da".

Diese Praxis erlaubt es den Herstellern, ihre Smartphones auf zweitem Wege zu monetarisieren und damit den Preis drastisch zu senken. Die erwähnten Xiaomi-Smartphones erreichen womöglich erst so eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse auf dem Markt. Und auch Amazon verfolgt das Geschäftsmodell bereits seit längerem mit seinen Geräten der Kindle-Reihe.

"Wenn ein Produkt kostenlos ist, sind wir das Produkt", wir alle kennen dieses Sprichwort, das mittlerweile alltäglich geworden ist. Diese Logik trifft jedoch auf Freemium- oder Gratismodelle im Web zu, die sich ausschließlich auf Werbung oder die Monetarisierung von Benutzerdaten stützen, um zu überleben.

Wir sprechen hier jedoch nicht über Candy Crush, sondern über fertige Produkte. Über Smartphones, für die man einen hohen Preis zahlt. Diese Art und Weise, um ein Produkt überhaupt erst profitabel zu machen – zusätzlich zum Kaufpreis wohlgemerkt – erschreckt mich! Es sollte keine Werbung in mitgelieferten Android-Smartphone-Anwendungen geben. Und diesem Hype sollte nicht mit Preiserpressung begegnet werden à la: "Ihr wollt ein billigeres Smartphone? Dann müssen wir die entgangenen Einnahmen mit Werbung ausgleichen".

Ein Smartphone wird an der Kasse bezahlt, Punkt!

Eine ebenso perverse Logik ist der Plan von Apple, der diese Woche enthüllt wurde. Demnach sollen Inhaber einer Apple Card zinslose Darlehen erhalten, um neue iPhones oder Macs zu kaufen. Natürlich: Das kann man als nette Initiative aus Cupertino sehen, um seinen Kunden Bankgebühren und Zinsen zu ersparen.

Meiner Meinung nach ist das Ziel aber, möglichst viele Menschen dazu zu bringen, ein Smartphone für 1.000 Euro zu kaufen – und gleichzeitig einen Banking-Dienst zu verbreiten, für den sich viele Kunden sonst nie angemeldet hätten. Ich schweife ab und schließe besser diese Klammer.

Die intensiven Reaktionen auf dieses falsche Gerücht von OneUI-2.5-Anzeigen haben ein Gutes: Sie erinnern uns daran, dass ein echter Mangel an Kontrolle über Produkte herrscht. Über jene Produkte, die wir teuer bezahlt haben, und die wir daher von Rechts wegen besitzen sollten, ohne dass wir Werbung ertragen müssen.

Diese Praxis macht keinen Sinn. "La gratuité, ça se pair" (was übersetzt soviel bedeutet wie: "Kostenloses hat seinen Preis", auf Deutsch) – das war der Titel meiner Master-Arbeit über die Monetarisierung kostenloser Online-Medien durch Werbung. Aber ein Smartphone sollte nur an der Kasse bezahlt werden, nicht durch Banner.

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Top-Kommentare der Community

  • Olaf Gutrun vor 2 Monaten

    Allgemein sehe ich wieder immer mehr Gründe zum rooten und sich frei zu machen.

    Geht ja schon los mit bloadware doe man nicht löschen kann die ungenutzt dennoch Wakeloks erzeugen und die Hersteller bekommen Geld dafür.

    Auf meinem s20 ist z.b Netflix als zwangsapp drauf was ich eine Frechheit finde, würde mich interessieren wie viel Geld Samsung dafür bekommt.

  • Nobody vor 2 Monaten

    Und warum sind dann die Geräte der anderen Hersteller mittlerweile genauso teuer obwohl sie diese ganzen ich sage mal zwangsapps vorinstalliert haben?

65 Kommentare

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  • > Ich bezahle mein Smartphone an der Kasse!

    Bist Du sicher?

    Werbung ist nicht nur, wenn Werbung angezeigt wird. Auch ohne Anzeige senden Smart Devices Daten, die sich zu Geld machen lassen.

    lolo


    • Richtig! Meiner Meinung nach sind es vor allem die gesammelten Daten, die die Spottpreise für manche Geräte (z.B. Chinahandys und Sprachassistenten) ausgleichen.
      Wobei die ja auch hauptsächlich für personalisierte Werbung genutzt werden und da wären wir dann wieder beim Thema...


  • Aufdringlicher geht es kaum. Wäre eine Frechheit, da man eh schon überall anders Werbung bekommt.


  • Bisher hab ich bei MIUI keine Werbung entdeckt, weder bei der globalen, noch bei der xiaomi.eu ROM. Entweder die ist nur in Apps die ich eh nicht nutze oder nur in bestimmten Regionen (China vermutlich) vorhanden.

    Gelöschter Account


    •   75
      Gelöschter Account vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Stimmt. Bei mir auch keine Werbung auf einem Xioami Smartphone. Aktuell ein Redmi Note 8 pro.


  • Ich hasse Werbung und bezahle für die Freiheit (YouTube Premium, Netflix, Apps etc.).
    Never ever werde ich mir das gefallen lassen.


    • Ich glaube, man würde sich wundern wo überall Werbung auf einen einprasselt obwohl man weiß, daß es nicht nur durch Werbeclips und Banner auf einen einwirkt.

      Wenn z.B. ein Youtuber seine Roomtour mit affiliate links bringt ist das nichs anderes als eine Verkaufsveranstaltung.


  • lolo vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Ich sehe es ziemlich kritisch, dass die Hersteller versuchen, immer billiger zu werden, dafür aber deutlich mehr Daten sammeln und Werbung schalten, ohne dass das vorher offen gesagt wird.


    •   75
      Gelöschter Account vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Wichtig ist das man selber noch die Wahl hat. Entweder eine günstiges Smartphone /gratis Apps dafür mit Werbung. Oder Werbefrei und dafür etwas bezahlen.


  • Uff, Uff bin scheinbar Lichtjahre hinter dem Mond. Hab noch gar nicht gewusst das auch Haushaltsgeräte vernetzt sein können, Bzw über irgendwelche Software verfügen die auch noch geuppt werden sollte. Brauch man das tatsächlich ? Hab weder Kaffee noch Irgendeine Küchenmaschiene, schätze mein Beutelstaubsauger ist noch normal. Und mein Föhn auch. Leuchtmittel müssen nicht vernetzt sein, noch kann ich den Schalter von Hand bedienen, Auto fahr ich nicht. Die einzigen Geräte mit Netz sind mein Tab und Meine Smartphones, mobiles Netz versteht sich. Bin deswegen nicht unglücklich.


  • Allgemein sehe ich wieder immer mehr Gründe zum rooten und sich frei zu machen.

    Geht ja schon los mit bloadware doe man nicht löschen kann die ungenutzt dennoch Wakeloks erzeugen und die Hersteller bekommen Geld dafür.

    Auf meinem s20 ist z.b Netflix als zwangsapp drauf was ich eine Frechheit finde, würde mich interessieren wie viel Geld Samsung dafür bekommt.


    • lolo vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Genauso wie die Facebook-App, die ist auch in der Regel Zwang. Mich nervt vor allem die.


    • Rooten ist schon lange nicht mehr nötig:
      https://www.xda-developers.com/disable-system-app-bloatware-android/

      Bei Google findet man die komplette Dokumentation zum Package Manager.


      • @Aries, dann ist sie aber noch immer nicht gelöscht und nur deaktiviert.

        Erfreulich ist bei Samsung, das man neuerdings unter App Energie Management Apps nicht nur in den Standby schicken kann sondern auch im den Tiefen standby zwingen kann ohne viel Aufwand, das ust wenigstens etwas.

        Ohne Root z.b einen Autostart verhindern geht nicht und ich machte die Erfahrung das dies auch unglaublich viel bringt, es starten wirklich viele Apps nutzlos immer mit, z.b youtube, kann aber alles normal nutzen auch ohne Autostart. Und das geht nunmal nur mit root.

        Auch die Google Dienste habe ich via root stark kastriert, nur das nötigste der Google Dienste ist bei mir aktiv, die meisten receiver habe ich platt gemacht.

        Für die, die die Erfahrung nicht haben, gibt es ja auch debloat tools die man drüber flasht, dann gehts meistens mit wenig Arbeit.

        Ich finde es traurig das bei Android so wenig daraif geachtet wird. Immer sparsamere Hardware und größere Akkus, aber keine oder nur kleine Verbesserungen.

        Mein s20 braucht z.b in einer Nacht von 12h gerade mal 1-2% Akku original sind es gerne mal 1-3% pro Stunde.

        Auch wenn man behaupten Apple wäre besser abgestimmt also soft und Hardware, ich sehe das zwar anders, denn Android läuft wenns denn bereinigt ist genauso Effizient.

        Schon mein s5 schaffte beteinigt 10h Dot original vllt 4-5h

        Bei Android geht definitiv zu viel im Hintergrund ab...
        Hersteller und Google jukt es scheinbar überhaupt nicht.

        Gelöschter Account


    • Netflix ist auch auf dem Oneplus 8pro drauf und lässt sich nicht einfach deinstallieren. Facebook und der FB Massenger dagegen schon.


      • Gerade Facebook rennen die Nutzer weg, und dann wird es so versucht, aber gabz ehrlich da regt sich doch jeder drüber auf seid dem es Android gibt.

        Eigentlich wollte auch die eu das schon lange unterbunden haben.

        Geht garnicht und wen Netflix bei sowas mit macht, benutze ich das erst recht nicht, so einfach ist das. Antiwerbung ist so etwas bei mir.

        Bei Samsung ist das in jedem Land anders, denke die bekommen da schon ordentlich Kohle für...


      • Ansich wirkt das auf mich genau so. Es ist aufdringlich und das ist kein guter Weg um sich bei mir als App beliebt zu machen.

        Das blöde ist nur, daß es z.B. für Facebook, Whatsapp mMn keine sinnvolle Alternativen gibt. Technisch sind diese Alternativen vorhanden. Ich nutze ja auch Telegram. Aber wenn jeder Whatsapp nutzt und nur ein Teil Telegram, muß man sich auch überlegen was einem wichtiger ist.
        Ich habe noch nie Facebook genutzt und mir ist vieles an dem Konzern auch zuwieder aber denke öfter mal darüber nach um mal zu gucken, ob ich den einen oder andere ganz alten Kontakt wieder aufleben lassen kann.

        Wenn man mit dem Zug zur Arbeit will, nutzt man ja auch die Bahn ob man will oder nicht.


      • @Beton Scheitel
        Naja, es ist schon möglich, ohne Whatsapp auszukommen, allerdings muss man auch wirklich viel Willenskraft mitbringen und es wirklich wollen. Ich z.B. nutze bis jetzt kein Whatsapp und werde es voraussichtlich in den nächsten Jahren auch nicht tun, obwohl ich schon mit einigen Sticheleien deswegen leben muss. Aber ein paar meiner Freunde konnte ich wirklich überzeugen zu Signal zu kommen und darüber zu chatten.
        Und wenn man für manche Sachen gar nicht um Whatsapp drumherumkommt kann man sich für die z.B. auf einem ausrangierten Zweithandy auch Whatsapp installieren ohne zu viele Daten preiszugeben.


  • Ich kann mich dem Autor nur anschließen.
    Wenn ich ein Smartphone egal von wem kaufe, wo ich weit mehr als 1000,- Euro hinlegen muss, will ich keine Werbung auf dem Betriebssystem oder hauseigenen, nicht deinstallierbaren Apps haben. Und da habe ich mich bewusst gegen den mitunter zweifelhaften Chinamist entschieden.
    Und da stinkt mir Samsung mittlerweile gewaltig. Es fängt hier scheibchenweise in verschiedenen Apps an, besonders krass im Galaxy Store, wo einem schon beim Öffnen Werbung über fast den ganzen Bildschirm aufpoppt.
    Geht das so weiter, werde ich mich von Samsung verabschieden, in der Hoffnung, das es noch einen Hersteller gibt, wo das nicht der Fall ist.


    • Im Galaxy Store Werbung, hatge ich noch nie...
      Klar werden da Apps vorgestellt, ist ja auch ei Store.
      Samsung Browser bietet zudem gute werbeblocker.

      Naja es geht nichts über root, bei mir kommt gar keine Werbung durch. 0


  • So rigoros wie der Autor sehe ich es nicht. Wie störend und nervend Werbung ist, hängt stark davon ab, wie nervend und störend sie platziert wird, und wie umfangreich sie ist.
    Für das öffentlich-rechtliche Fernsehen zahlt man Haushaltsabgabe und trotzdem wird im Abendprogramm Werbung gezeigt. Ich hatte mal kostenpflichtiges Pay-TV. Trotzdem wurde auch da Werbung gezeigt.
    In Streaming-Diensten, die ich bezahle, wird auch gelegentlich Werbung gezeigt.
    Den Grund sprechen zumindest die ÖR offen aus:
    Die Werbung trägt zur Finanzierung bei, ohne müssten die Beiträge noch höher sein.
    Während aber bei ÖR, Pay-TV und Streaming-Diensten die Werbung nur wohl dosiert und meistens nicht Filme unterbrechend dargeboten wird (Filmunterbrechungen im Abendprogramm der ÖR's hab ich aber auch schon erlebt), zeigen die Privatsender, wie es nicht sein sollte: endlose und häufig mehrfache Filmunterbrechungen, und für die HD-Ausstrahlung soll man noch extra bezahlen.
    Auch in durch die Abo-Gebühren bezahlten Zeitschriften, Zeitungen und sogar Fachpublikationen findet sich zusätzliche Werbung, in letzteren können Werbeanzeigen sogar ausgesprochenen nützlich und informativ sein. Wenn man Mischfinanzierung bei solchen Diensten zugunsten günstigerer Preise akzeptiert, warum sollte man Konsumgüter davon ausnehmen?
    Amazon zeigt hier auch Möglichkeiten es Werbeablehnern leicht zu machen:
    Bei zwei Tablets des Herstellers, die ich gekauft habe, hätte man die "Spezialangebote" gegen einen geringen Aufpreis deaktivieren lassen können. Ich hab es nicht gemacht, und bis heute nicht bereut. Die Werbung auf dem Sperrbildschirm stört mich überhaupt nicht, und ist in weniger als 1 Sekunden weggewischt. Durch den eingesparten Aufpreis ließen sich die Geräte gleich mit einer SD-Karte aufrüsten.
    Werbung zur vollständigen oder teilweisen Finanzierung von Produkten und Dienstleistungen ist lediglich ein Geschäftsmodell, das auch dem Käufer bzw. Kunden Vorteile bringen kann. Gestaltet der Anbieter die Werbeplatzierungen in einer für den Kunden akzeptablen Art und Weise, und bekommt der eine angemessene Gegenleistung, z.B. in Form eines Preisnachlasses, sehe ich keinen Grund, dieses Geschäftsmodell abzulehnen.


    • @Michael mit öffentlichen Radio läuft es in mrw so richtig dreist.

      In den Zeiten wo die Arbeitende Gesellschaft zur Arbeit fährt wird man extrem mit Autowerbung zu geballert.

      Und dann so hohe gez gebühren, ging mir als pendler richtig auf den Sack, richtige gehirnwäsche, zwischen 6 und 8 Uhr andauernd werbung, rest vom Tag, fast nicht. Im Feierabendcerkehr dann wieder...

      Dreister gehts kaum.


  • Im Grunde hätte ich nicht mal generell etwas gegen Werbung, wenn man mich tatsächlich über Dinge informieren würde, die mich interessieren. Aber trotz aller Datensammelei, -auswertung und "tollster und modernster" KI, bekomme ich fast ausschließlich Werbung für Dinge, die mich nicht interessieren, die ich nicht brauche oder die ich sogar schon habe. Ich bin viel im Netz unterwegs und suche sehr oft nach neuen Dingen, aber nichts davon bekomme ich in irgendeiner Werbung vorgeschlagen.


    • @Tenten geht mir auch so, außer bei Instagramm, die wissen scheinbar bestens über mich bescheid. Richtig coole werbung die mich interessiert dort, teils ecbt coole Produkte und so.

      Naja nicht nur mir viel es auf, Kumpels auch:

      z.b Redete ich mal von einem Gaming Laptop, habe nichts gegooglet nichts im Internet darüber geguckt und am nächsten Tag bei instagramm drei Gaming Laptop anzeigen hintereinander!

      Mein Kumpel hatte ähnliches und wir sind uns ziemlich sicher, das gesprochenes ausgewertet wurde.


    • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Bestes Beispiel dafür ist bei mir YouTube.
      Ich habe in meinem Leben noch nie Alkohol getrunken (ich denke ehrlich gesagt mal Google und Co. wissen das 😅) und werde es auch nie. Und trotzdem ist buchstäblich jede zweite Werbung von irgendeinem neuen Wodka oder sonstiges. Und auch die Werbungen mit Daumen runter bewerten (was nur vereinzelt geht) oder Werbung melden bringt absolut gar nichts und beim nächsten neu laden wird sie direkt wieder angezeigt.


  • Im Moment kommen wir noch mit Stillegung einiger penetranter Apps davon. Der Unterdrückung von Bixby und anderer Nervensägen wie Alexa. Wenn das aber nicht mehr geht suche ich mir einen Hersteller ohne. Versprochen. Das mache ich auch so bei anderen Konsumgütern. Ich sehe mir an wo sie herkommen, wo sie gebaut werden und wie der Service abläuft (Testanruf beim Service, sehr zu empfehlen!). Ebenso klopfe ich die Zusatzkosten ab: was kosten Akkuwechsel, Ersatzteile oder Verbrauchsmaterial. Da erlebt man oft sein blaues Wunder! So läuft es dann auch beim Smartphone. Dann geht es nicht mehr nach Vorliebe. Ich hasse Werbung.
    Bei den Apps bezahle ich auch lieber als diese neue nervige displaygroße Werbung über mich ergehen zu lassen. Der Rest fliegt raus.
    Man muss nicht alles haben.


  • Die Idee liegt mit Sicherheit bei einigen Herstellern in der Schublade. Wer weiß, vielleicht schaltet Google selbst in Zukunft Werbeanzeigen in Android


    • @Daniel
      Hoffentlich nicht.


      • Deswegeb habe ich wieder gerootet.

        Lasse mich nicht mehr bevormunden, wenn mir etwas nicht passt, bastel ich es halt selber raus. Nur root bietet die perfekte 100% Werbeblockung.

        Sollten mal Corona apps oder so zum zwang werden, moddet man sich halt alles um.

        Meine Freundin wollte der arbeitgeber auch zwingen eine app davon auf ihrem phone zu installieren ( Ihrer Hardware )
        Hat richtig zicken gemacht der Chef, habe die App dann so kaputt gemacht, das Fehler kamen 😂
        Ihre perfekte ausrede dann...

        Schlimm oder das Arbeitgeber sogar mit kündigung drohen wenn man die app des arbeitgebers nicht nutzt. Auch wenns ohne grhndlage war, den Ärger hatte sie.


      • <<< Hat richtig zicken gemacht der Chef >>>
        Den hätte ich vors Arbeitsgericht gezerrt. Und obendrein vorm Zivilgericht auf Schmerzensgeld und Schadenersatz nach DSGVO verklagt.


      • Ich meine mit Blokada oder AdGuard wird man so ziemlich jede Werbung los, hat nach meinen Erfahrungen wunderbar funktioniert, auch ohne Root. Für Apps die dann rumzicken wie Amazon wird halt ein Eintrag in die Whitelist gepackt. Mittlerweile reicht mir der eingebaute Adblocker in Vivaldi, sowohl unterwegs als auch zuhause, der funktioniert recht gut.


  • Früher (nach Kauf):
    Küchenmaschine - voll benutzbar
    Auto - voll benutzbar
    Computerspiele - voll spielbar
    Heute (auch nach Kauf):
    Küchenmaschine - benutzbar, voller Umfang wird erst nach Kauf weiterer Features freigeschaltet (Beispiel: Thermomix)
    Auto - nutzbar, gewisse Sonderfunktionen sind schon eingebaut, funktionieren aber nur per Abo oder einmaligen Extra-Kosten, die auf einen weiteren Käufer wieder freigeschaltet werden müssen (Beispiel: Tesla)
    Computerspiele: auch nach Kauf hat man oft kaum eine Chance, bis zu Ende zu spielen, sondern muss/kann Features dazukaufen
    .
    Und nun sieht es bei Smartphones nicht viel anders aus: für vollen Funktionsumfang reicht wohl bald der Kauf der reinen Hardware nicht mehr. Und wie ich den Trend sehe, passiert das eher bei hochpreisigen Geräten. Denn Tesla und Vorwerk mit dem Thermomix sind nun wirklich keine Billigheimer.
    .
    Das ist ja so ähnlich, als müsste ich nach dem Kauf einer Wohnung (inkl. Rolläden und Durchlauferhitzer) auch noch monatlich Geld für die Benutzung der Rolläden oder des Durchlauferhitzers zahlen. Nennt mich altmodisch, doch dieser ganze Abo-Kram geht mir richtig auf den Zwirn. Wenn nun Smartphones derart penetrant mit Werbung nerven, schau ich mich bei anderen Herstellern um bzw. hole mein altes Nokia N900 wieder aus der Schublade.


    • Dein Kommentar strotzt vor schlechten Beispielen.

      Thermomix: Das Geräte ist voll funktionstüchtig, so wie es beworben wird. Dass eine gepflegte und ständig erweiterte Datenbank mit Tausenden von Rezepten nicht kostenlos ist, sollte wohl einleuchten.

      Tesla: Das ist nichts anderes, als Software, die bezahlt werden muss. Du kannst einen PC mit Software für 3000 Euro kaufen – oder exakt dasselbe Modell ohne Software für 1500 Euro. Und nun? Willst du die Software trotzdem gratis dazu, weil sie ja schon entwickelt ist und das Gerät “unfertig geliefert wurde”?

      Spiele. Ein voll bezahltes Spiel, das neben einer tollen Hauptmission auch noch kostenpflichtige DLCs in derselben Qualität anbietet? (Horizon, Witcher usw.) Immer her damit; jeder Kinobesuch ist teurer.

      Es gibt Geschäftsmodelle, bei denen man nachzahlen muss – und die trotzdem gut und fair sind. Man muss sie als Konsument nur verstehen, statt gleich aus Prinzip rumzumeckern.

      Doch wenn du ein billiges China-Smartphone kaufst (oder ein teures) und dann mit Werbung genervt wirst … nun ja; in einigen Technik-Bereichen ist das absehbar – aber nicht bei deinen Beispielen.


      • Naja, man muss da differenzieren, auch deine Beispiele passen nicht unbedingt alle. Wenn zum Beispiel wie bei der Switch auf der Packung zwei Spiele stehen, du aber eines nur als Download bekommst, dann ist das durchaus ärgerlich.
        Das ist wie bei Abomodellen, es gibt durchaus sinnvolle, bei denen Mieten besser als Kaufen ist, es gibt aber auch etliche, bei denen man sich als Kunde abgezockt fühlt. Prinzipiell aber bin ich dafür, dass man für neuere Software auch extra zur Kasse gebeten wird.


      • @ Tenten: Tatsache ist einfach, dass sich die Geschäftsmodelle verschieben. Daran müssen sich einige Leute gewöhnen, aber es wird sich nicht mehr ändern.

        Früher gab es keine kostenlosen Computerspiele; und heute bezahlt man halt via In-App-Kauf oder Werbung. Software ist drecksbillig geworden, dafür kommt sie im Abo. Damit habe ich keine Mühe, wenn ich daran denke, was ich früher für Software bezahlt habe.

        Beispiel 1: Microsoft Word 1.0 hat mich etwa so viel gekostet, wie ein Microsoft-365-Abo für die Familie – für etwa 11 Jahre. Und da sind auch noch 6×1 TB OneDrive-Speicher dabei!

        Beispiel 2: Adobe Photoshop kostete früher in der Schachtel so viel, wie heute die ganze Creative Suite für zweieinhalb Jahre als Abo – und damit deckst du einen Grafiker-Arbeitsplatz komplett ein, egal für welche Projekte.

        Es geht einfach darum, dass viele Leute bei den Stichworten “Abo” oder “In-App-Kauf” sofort den Beissreflex auspacken – ohne dabei darüber nachzudenken, was alles geboten wird. Dabei leben wir in paradiesischen Zeiten.


      • Da gebe ich dir in allen Punkten recht. Wenn ich überlege, wieviel Geld ich früher für Software, Musik oder Filme ausgegeben habe, die ich heute im Abo bekomme, dann spare ich da wirklich unglaublich viel. 200 € im Monat für CDs waren da keine Seltenheit, heute zahle ich zehn Euro für Spotify und kaufe noch ab und zu das, was es dort nicht gibt. Ich begrüße Abos, das habe ich ja schon gesagt. Für manchen sind Abos nichts, weil er sie vielleicht nicht oft genug nutzt, aber das ist ja ok, man hat ja Alternativen und kann sich seine Sachen nach wie vor wie früher kaufen. Ich glaube, König Frank ging es eher um die Fälle, bei denen einem der Hersteller Käufe aufzwingt und man eben keine Alternative hat, außer der, entweder noch einmal zu bezahlen oder das Gerät oder die Software/das Spiel nicht weiter nutzen zu können. Und das kommt halt leider auch immer wieder mal vor.


      • "Früher gab es keine kostenlosen Computerspiele; und heute bezahlt man halt via In-App-Kauf oder Werbung. Software ist drecksbillig geworden, dafür kommt sie im Abo. Damit habe ich keine Mühe, wenn ich daran denke, was ich früher für Software bezahlt habe."
        - Wenn die Software, die ich meine, wenigstens kostenlos wäre, würde ich dir zustimmen. Jedoch gibt es Software, wie bspw. WeatherPro, da zahlte man für die Pro-Version in Google Play und nun muss man seit einigen Monaten trotzdem ein zusätzliches Abo abschließen, um sie weiterhin als Pro-Version nutzen zu können. Das ist - wie ich finde - Abzockerei. Und nein, in diesem Abo sind keine weiteren Features als in der damaligen Pro-Version enthalten. Dies ist auch nur 1 Beispiel von vielen.
        .
        "Thermomix: Das Geräte ist voll funktionstüchtig, so wie es beworben wird. Dass eine gepflegte und ständig erweiterte Datenbank mit Tausenden von Rezepten nicht kostenlos ist, sollte wohl einleuchten."
        - Der Thermomix wird ja gerade damit beworben, dass er keine doofe Küchenmaschine ist, sondern viele Rezepte hat und dass es zusätzliche Rezepte gibt. Nur bei weiterer Recherche stellt man fest, dass die beiliegenden Rezepte auf Papier gedruckt sind (oder per App abrufbar) und die zusätzlichen Rezepte auf einem sog. Cook-Key sind, der knapp 100 EUR kostet (und das bei einem Gerät, das über 1.000 EUR kostet! Bei den vorigen Varianten des Geräts waren diese inklusive!). Dann sollte von mir aus die Werbung davon sprechen, dass zusätzliche Rezepte grundsätzlich Geld kosten. Das wäre ehrlich. Obendrein sind nahezu die gleiche Anzahl an Rezepten bei billigeren Kopien der Maschine direkt dabei - ohne zusätzliche Kosten.
        .
        "Tesla: Das ist nichts anderes, als Software, die bezahlt werden muss. Du kannst einen PC mit Software für 3000 Euro kaufen – oder exakt dasselbe Modell ohne Software für 1500 Euro. Und nun? Willst du die Software trotzdem gratis dazu, weil sie ja schon entwickelt ist und das Gerät “unfertig geliefert wurde”?"
        - In Autos steckt heutzutage sehr viel Programmierarbeit. Features, die ohnehin schon da sind, sollten auch freigeschaltet sein. Besagte Software ist ja auf den Teslas drauf und wird gegen Geld freigeschaltet (und diese "Lizenz" gilt nicht für den Wagen, sondern nur für den Käufer der "Lizenz", d. h. bei Weiterverkauf wird dieses Feature aus der Ferne deaktiviert). Und wenn man schon sehr viel Geld in die Hand nimmt, erwartet man auch, dass die Vollausstattung bereits inklusive ist. Sonst könnte man ja zu einem Billigheimer gehen. Ich habe kein solches Auto und kann, ohne etwas zuzuzahlen, alle Features nutzen, die von Werk an eingebaut / programmiert wurden. Alles andere empfände ich als dreiste Abzocke.
        Ja, ich finde solche Art der Abo-Modelle bzw. Freischalten von ohnehin vorhandener Features gegen Geld bzw. irreführende Werbung echt daneben. Meine Meinung dazu kann man auch nicht invertieren.


      • Beim Thermomix kann ich zustimmen, beim Tesla nicht. Natürlich ist die Software da, aber es steht dem Hersteller doch frei, dafür auch etwas zu verlangen und zwar bei jedem Verkauf und nicht nur solange, bis die Entwicklung der Software abbezahlt ist. Ein Musiker kann für seine CDs und Downloads ja auch jedesmal Geld verlangen, obwohl die Lieder längst da sind und auch als fertige Aufnahme vorliegen. Möchte man etwas haben, muss man dafür etwas geben, so funktioniert Kapitalismus nun mal. Ist ja alles freiwillig.


      • @ König Frank: Ich kann deine Argumente nicht nachvollziehen. Aber ja, es gibt üble Abzocke bei den Auto-Herstellern. So will zum Beispiel BMW nicht nur Geld, weil sie Apples CarPlay integriert haben. Sie wollen auch nach drei Jahren, dass du im Abo weiterhin dafür bezahlst oder dich für ein paar Hunderter freikaufst – für eine Technik, die Sie nicht einmal selbst entwickelt haben!

        DAS würde mich stinkig machen! Aber wer kauft schon einen BMW …


      • @Tenten:
        Musik ist ein Beispiel, für das es andere Methoden gibt, den Kunden zu veräppeln. Man erwirbt bei keinem Streaming-Dienst-Anbieter die Musik selbst (wie eine CD bspw.), sondern bestenfalls das einschränkbare Recht, sich diese anhören zu dürfen - wie auch bei eBooks. Daraus ergibt sich für den Kunden jedoch kein Vorteil.
        Im Nachhinein können Inhalte verändert werden (wie es bspw. Amazon mit eBooks tat), Alben oder Künstler ersatzlos gestrichen werden, usw. Und wenn der Streaming-Dienst-Anbieter seine Arbeit einstellt, steht man ganz ohne Musik da. Google Music ist da ein Beispiel, bei dem nicht alles auf YouTube Music übertragen werden kann.
        Und zu Tesla: die Autos bestechen nicht gerade durch aggressive Preispolitik und dann werden Dinge einem vorenthalten bzw. erst gegen Gebühr freigeschaltet, die schon da sind? Na, wer sich so ein Auto leisten kann, soll mit solch einem Unsinn glücklich werden. Hätte mir der Verkäufer gesagt, dass ich die Klimaanlage erst nutzen kann, wenn ich jeden Monat 10 EUR bezahle, hätte ich ihm Schwachsinn unterstellt.
        @Black Mac:
        meine Argumente enthalten eine Behauptung, eine Begründung, einen Beleg (bzw. Beispiel) und ggf. Relevanz. Was daran nicht nachvollziehbar sein soll, verstehe ich nicht.
        Zum Thema Navi: im Prospekt meines PKW hieß es, dass lebenslange Kartenupdates inkludiert sind. Erst in der Anleitung wird darauf hingewiesen, dass dies nur für 5 Jahre nach Kauf gilt und dann pro Jahr knapp 90 EUR fällig werden. Zum Glück nutze ich Waze per Android Auto und nicht die HU, sonst hätte mein Händler schon was zu hören bekommen.


      • Ich kann nicht nachvollziehen, wo man bei einem Streamingdienst wie Spotify veräppelt wird. Natürlich gehört einem die Musik nicht, aber dafür zahle ich ja auch nur zehn Euro im Monat und kann Musik für tausende Euro hören. Ich will ja auch gar nicht, dass mir die Musik gehört. Und wenn mir etwas so gut gefällt, dass ich es besitzen muss, kann ich mir ja immer noch die CD kaufen. Aber Musik, die ich mir nur einmal anhöre, weil sie mich interessiert oder Musik, von der ich weiß, dass ich sie höchstens ein paar Mal im Jahr anhöre, die muss ich wirklich nicht besitzen. Also wo soll da das Problem sein, sollte Spotify eines Tages schließen? Gehe ich halt zu einem anderen Anbieter. Wenn ich mal überlege, was ich für die rund tausend CDs, die ich jetzt noch zuhause rumstehen habe mal bezahlt habe, dafür kann ich weit über 100 Jahre Spotify hören. Also ist das doch wesentlich billiger für mich und ich habe diese Musik trotzdem rund um die Uhr verfügbar. Und wie gesagt, sollte mal etwas fehlen, kann ich mir das von dem gesparten Geld immer noch kaufen. Klar, wer kaum Musik konsumiert und sich fünf CDs im Jahr kauft (solche Leute solls geben), für den lohnt sich Spotify vielleicht nicht. Aber der kann ja nach wie vor seine CDs kaufen und braucht sich über Streamingdienste dann auch nicht aufregen. Ist mit eBooks im Übrigen auch nicht anders. Wieviele Bücher liest man, die man sich auch zuhause ins Regal stellen muss? Die wenigsten Bücher liest man zweimal im Leben und volle Bücherregale, die nur unendlich viel Platz weggenommen haben, hatte ich jahrelang genug. Von Wert sind die übrigens auch nicht, ich habe beim letzten Umzug zig Kisten ins Altpapier geworfen, weil keiner diese Bücher wollte. Ich kaufe inzwischen wo immer möglich nur noch eBooks, erstens ist es bequemer, zweitens günstiger und nimmt keinen Platz weg. Auch da ist es so, wenn ich denke, ein Buch ist so besonders, dass ich es mir ins Regal stellen muss, kaufe ich es halt im Laden. Aber all die zig Bücher, die man nur einmal liest, kaufe ich gerne als eBook. Und auch da wäre es für mich überhaupt kein Drama, würde Amazon von heute auf morgen schließen, denn ich habe diese Bücher ja bereits gelesen. Abgesehen davon halte ich das auch für sehr unwahrscheinlich. Ansonsten muss man halt woanders kaufen, da kannst du deine eBooks auch herunterladen. Ich habe im Lauf der Zeit festgestellt, dass meist nur die Leute über eBooks schimpfen, die ohnehin nur alle Jubeljahre mal ein Buch lesen. Alle anderen freuen sich, dass man nicht alles besitzen und aufheben muss. Bei mir kommt es übrigens sogar vor, dass ich gelegentlich meine Kindlebibliothek durchgehe und gekaufte Bücher lösche, einfach weil ich weiß, dass ich diese nie wieder lesen werde, weil sie schlecht waren oder aus anderen Gründen.
        Ich für meinen Teil kann also nur sagen, dass ich von Abos und Streaming deutlich profitiere und Geld spare. Aber das hängt natürlich von der jeweiligen Nutzung ab.


      • @ König Frank
        Was du über den Thermomix sagst ist nicht ganz korrekt.
        Der sog. Cookidoo ist ein zusätzliches Gadget was man sich kaufen kann wenn man möchte. Darauf sind aber keine zusätzlichen Rezepte gespeichert. Man kann damit lediglich die Rezepte aus der Datenbank auf den Thermomix überspielen und es sind alle Rezeptbücher die Online kostenlos verfügbar sind nutzbar.
        Der Thermomix ist aber ohne den Cookidoo vollumfänglich funktionsfähig.
        Übrigens gab es beim Vorgänger nur eine Art Chip auf die man Rezepte per PC überspielen konnte.
        Der Cookidoo kann das alles per WLAN.
        Solche Gadget gibt es in der Regel nicht kostenlos geschenkt.
        Oder findest du es auch unverschämt das ein Smartphone Hersteller dir nicht einfach kostenlos einen Premium Bluetooth Kopfhörer mit kostenlosem Spotify Premium Account schenkt?


    • Andererseits kann man nicht erwarten dass alle digitalen Dienste kostenlos sind. Und dass mancher Nutzer sie nicht möchte, also auch nicht mitbezahlen möchten wie z. B. erweiterte Dienste im Auto (Navi). Ich spreche nicht von Tesla. Und der Rest nervt gewaltig da gebe ich dir Recht. Gott sei Dank bin ich schon Rentnerin und brauche das nicht mehr lange mitmachen 🤣 wer weiß was da noch kommt.


      • Meine Beispiele zeigen aber, dass wir in der Vergangenheit solche Dinge nicht für möglich gehalten hätten und heute stillschweigend in Kauf nehmen bzw. es sogar Claqueure gibt, die das auch noch verteidigen.
        Nun echauffiert man sich über Werbung, wie sie im Artikel beschrieben wird. Es wird m. E. nicht mehr lang dauern, dann nehmen wir dies auch hin und es wird wieder jemanden geben, der das verteidigt (à la "die Entwicklung der Smartphones und die Hardware kosten viel und da soll der Kunde ruhig in die Tasche greifen, um ein werbefreies Smartphone zu bekommen"). Und das finde ich bedenklich. Auch dass Top-Smartphones immer teurer werden, obwohl ein enormes Wissen & Können bei den Herstellern vorherrscht, finde ich seltsam. Mein erster PC kostete 4.000 DM, hatte bei weitem nicht die Funktionen wie ein heutiger Einsteiger-PC und dieser müsste, analog zur Smartphone-Entwicklung, heute so teuer sein wie eine Luxuskarosse.


  • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Genau genommen installiert Samsung (und viele andere) doch längst Werbung auf den Geräten und das stört niemanden.
    Eine vorinstallierte Netflix-, Facebook-, Instagram-App (allesamt nicht deinstallierbar) sind Werbung. Nichts anderes. Das sollte genauso nicht sein. Vor allem eben bei den 1000€+ Flaggschiffen. Genau das ist aber der Fall.


    • Das wird aber noch akzeptiert, weil man die Apps deaktivieren kann und in einen Ordner packen, wo man sie nie sieht. Ärgerlich ist es aber trotzdem. Vor allem, wenn wertvoller Speicher dafür verbraucht wird.


    • Stimmt Tim, macht aber nicht nur Samsung, ich denke das ist seid dem bestehen von Android ein Problem.

      Eigentlich sollte die Eu das schon lange verboten haben, rege mich auch tierisch üners vor i stallierte Netflix auf, auch wenn man es deaktivieren kann, der Speicher ist trotzdem belegt.

      Einfach nur frech, ich denke da fließen nicht unerhebliche Beträge.

      Naja bei Samsung kann man sich aber die freie i ternationale Version drauf flashen ( ohne Garantieverlust ) und da ist fast kein Müll drauf.

      Mom sehe ich bei Android root eh als Notwendig an. Mein bereinigtes s20 schaft nun 3h mehr Display on Zeit als Original, komme auf locker 10h dot. ( Root machts moglich )


  •   31
    Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Abgesehen von der nervigen Werbung:
    Ich habe auch nie verstanden warum auch bei Premiumgeräten, die ein Schweine-Geld kosten, Bloatware vorinstalliert sein muss - egal ob am Smartphone, Laptop oder PC.

    Beim Rundfunk habe ich schon vor Jahren reagiert. Bei der morgendlichen Fahrt zur Arbeit ist es mittlerweile unerträglich geworden einen Radiosender einzuschalten. Nach jedem Song kommt ein mehrminütiger Werbeblock.....da hilft nur soforiges und nachhaltiges Abschalten. Das mache ich auch bei Webseiten, die es mit Popups und Werbemüll übertreiben. Hier auf A-Pit ist die Gesamtsituation für mich gerade noch vertretbar, ich habe aber eine Mozilla-Erweiterung die hier wahre Horden an Tracking-Müll herausfiltert.


    • Interessant! Ich habe z. B. eine neue Email App mit Schutzfuntionen (Verschlüsselung, Tracking usw.). Jetzt merke ich erstmal was im Hintergrund von ein paar doofen Emails so los ist. Da staunt der Laie gewaltig.

      Gelöschter Account


  • Werbung in Apps sowie Smartphones ist/wäre für mich ein No-Go! 😠

    Deshalb verwende ich seit Jahren sowieso nur die "nötigsten" Apps und vermeide Facebook und Co. vollständig 😄📱

    TimGelöschter AccountTenten


  • 9 Werbeblocks in diesem Artikel...
    Absicht oder nur purer Wahnsinn?
    Euch kann ich ja ein klitzekleines bißchen verstehen, Ihr müsst leben.
    Aber ein Smartphone mit, nicht abschaltbar, Werbung, ist für mich undenkbar.
    Ist denn in jedem Xiaomi Werbung drin? 🤔


    • Also ich hab auf meinem Xiaomi Mi9 tatsächlich schon Werbung gesehen. Aber das ist nur in ihren eigenen vorinstallierten Apps und sie nutzen hauptsächlich Flächen, die sowieso leer wären. Stört also eigentlich überhaupt nicht. Konnte es aber trotzdem abschalten und habe seit dem nie wieder was gesehen.


    • >>9 Werbeblocks in diesem Artikel...<<

      44 hier bei mir!!


    • Ich hab bisher eigentlich keine Werbung bei meinem Mi 9T Pro gesehen, zumindest nix störendes, sonst wäre mir das aufgefallen. Nutze aber auch hauptsächlich meine eigenen Apps bzw die xiaomi.eu ROM. Bloatware kann man wenn ich mich recht erinnere problemlos deinstallieren, solange es keine Xiaomi App ist und selbst davon kann man meine ich ein paar Apps deinstallieren. Die xiaomi.eu ROM ist generell debloated und hat keine Werbung.


  • Ohne wieder einen Betriebssystem-Rassenkrieg loszutreten: Als iOS-Nutzer lacht man sich bei solchen Artikel schon ein bisschen ins Fäustchen. ;-)

    Tim


    • Warum?
      Ich nutze auch iOS und musste nicht lachen.
      Ich habe das Gerücht allerdings sowieso nicht für voll genommen.
      Samsung ist mit Sicherheit bewusst welchen Shitstorm das auslösen würde, da ist es ziemlich unwahrscheinlich das sie sich die Kunden ihrer Top Geräte auf diese Weise vergraulen.


    • Ist ja bei dem Sozialverein Apple auch undenkbar...
      🤦‍♂️


      •   31
        Gelöschter Account vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Der Ausdruck "Sozialverein Apple" ist sehr tendenziös und klingt für mich nach grobschlächtiger Stammtisch-Weisheit. Ich denke nicht, dass Apple einerseits ein Verein ist, andererseits aber auch nicht, dass der Konzern sonderlich sozial ist. Jedenfalls soll Steve Jobs im Umgang mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein recht schlimmer Finger gewesen und im Umgang mit Erzeugerfirmen sehr rüde verfahren sein. Ohne Ausbeutung von Mitarbeitern wird man in der Welt des Wachstums nicht so groß wie Amazon, Apple, Samsung....


      • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        "Sozialverein"? Nö.
        Aber Werbung ist bei Apple in der Form undenkbar, das stimmt. Bei iPhones wirst du sowas definitiv niemals finden und auch keine vorinstallierten (nicht deinstallierbaren) Drittanbieter-Apps, wie sie bei Samsung, Huawei etc. - trotz oft höherer Preise, als bei iPhones - Standard sind.


      • Weil du diese "Werbefreiheit" ja auch bei Apple mitbezahlst. Oder warum glaubt ihr sind die Geräte so teuer? Da ist ja kein Gold drin. Höchstens Goldstaub. 🤗


      • Und warum sind dann die Geräte der anderen Hersteller mittlerweile genauso teuer obwohl sie diese ganzen ich sage mal zwangsapps vorinstalliert haben?


      • Hahaha würde ja sagen @Nobody hats auf den Punkt gebracht. ;-)


      • @Nobody
        Eigentlich hast du ja nicht Unrecht, aber wenn man es genau nimmt sind auf dem iPhone auch jede Menge Zwangsapps installiert, nämlich die hauseigenen vorinstallierten.
        Die konnte man auch jahrelang nicht deinstallieren und teilweise geht es heute noch nicht. Das hat mich beim iPhone genauso geärgert wie jetzt bei Android.


      • @route9 Herzerfrischend! :D

        Gelöschter Account

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