Apple: Das Ökosystem "App Store" wiegt eine halbe Billion Dollar

Apple: Das Ökosystem "App Store" wiegt eine halbe Billion Dollar

Von Arcade-Games bis hin zu nützlichen Liefer-Apps bietet Apple in seinem App-Store eine große Auswahl an Service-Leistungen. Aber wie schwer ist dieses ganze Ökosystem inklusive allem, was über die ganzen Apps und Dienste umgesetzt wurde? Apple hat für das Jahr 2019 nun eine Studio veröffentlicht.

Diese Studie zu dem wirtschaftlichen Gesamtgewicht des App Store von Apple stammt von der Wirtschaftsberatungsfirma Analysis Group. Vorgelegt wurde diese durch Apple am Montag, den 15. Juni. In der Studie wird eine Gesamteinnahme von 519 Milliarden Dollar angegeben, zusammengesetzt aus physischen Produkten sowie Dienstleistungen und digitalen Gütern. 519 Milliarden Dollar! Das ist fast das Bruttosozialprodukt der Niederlande. Das Interessante an der Studie ist dabei, dass die einzelnen Posten genau aufgeschlüsselt werden.

Apple App Store: mobiler Einzelhandel erwirtschaftet am meisten

519 Milliarden Dollar ist eine unfassbar irrsinnig große Zahl – jedoch weist die Studie darauf hin, dass die Zahl nicht mit der Gesamtrechnung des App Stores übereinstimmt. So wurden beispielsweise auch jene Artikel in den Umsatz gezählt, die möglicherweise über Third-Party-Plattformen gekauft, jedoch die dazugehörigen Dienste vorrangig auf iOS-Geräten genutzt werden.

Apple zufolge machen digitale Artikel 61 Milliarden Dollar der gesamten Einnahmen aus – dazu gehören Video-Streaming, E-Books aber auch In-App-Käufe oder kostenpflichtige Apps. In-App-Werbung innerhalb mobiler Spiele soll weitere Einnahmen in Höhe von 45 Milliarden Dollar generiert haben.

Den wohl größten Umsatz brachten der Studie zufolge die sogenannte M-Commerce-Apps, die sich auf den Verkauf von Dienstleistungen und physischen Gütern konzentrieren. In diesen Bereich fallen neben Reise-Apps ebenfalls Bestelldienste für Essen und mobile Apps vom Einzelhandel. Insgesamt wurde durch diesen umfassenden Bereich 413 Milliarden Dollar eingenommen. Den größten Anteil machte dabei der Einzelhandel aus, der alleine bereits 268 Milliarden Dollar erwirtschaftete.

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Am deutlichsten profitiert Apples App Store vom Verkauf physischer Güter. / © Apple

Die Zahlen der Studie dürften Apple freuen. Immerhin repräsentieren sie nicht nur den wirtschfaftlichen Erfolg, sondern ebenfalls die Beliebtheit des Apple App Stores.

Möchtet Ihr selbst einmal einen Blick in die Studie werfen, findet Ihr diese hier gleich als Link:

Via: The Verge Quelle: Apple Newsroom

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1 Kommentar

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  •   26
    Gelöschter Account vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Nun ja, meine Erfahrung mit Studien ist eigentlich, dass Studien fast immer den Auftraggeber freuen, Apple wird sich also schon so was erwartet haben.

    Ansonsten finde ich diese indirekte Berechnung von Werten sehr schwierig. Die Studie geht leider nicht darauf ein, welche Verfahren sie genau zur Bestimmung von Verwendungsdauer und Produktpreise genommen haben.

    Ein einfaches Beispiel: Ich habe Netflix auf meinem iPhone installiert. Daher werde ich als Netflix Nutzer mitgezählt, d.h. es wird eine durchschnittliche Verwendungsdauer der Netflix-App genommen (woher kommt diese), mit einem nicht näher berechneten Netflix-Abo-Preis (keine Angaben welchen zwischen 7,99€ und 15,99€) verrechnet (keine Angaben nach welchen Verfahren) und dieser mir zugewiesen. Das ist dann ein Betrag den der AppStore laut Studie Netflix durch mich einbringt.

    Ich bin der Meinung dass da ziemlich viel Hokus Pokus dabei ist. Die großen Firmen bieten ja meist genau solche Statistiken die hier benötigt werden nicht an, d.h. wie viele Netflix Nutzer nun wie lange die Smartphone Apps (unterteilt nach Betriebssystem) verwenden und welche Tarife sie dabei bevorzugen ist nicht wirklich bekannt, sondern basiert wiederum auf den (wie auch immer abgeleiteten) Aussagen irgendwelcher Analysten.

    Am Ende kommt eine Zahl heraus, die von der halben Billion die hier dem Ökosystem zugeschrieben wird ganze 85% einnimmt. Das ist schon ein ziemlich großer Anteil Unsicherheit.