Apple Music: Aktiviert Lossless Audio und Dolby Atmos / Spatial Audio!

Apple Music: Aktiviert Lossless Audio und Dolby Atmos / Spatial Audio!

Nach der Eröffnungs-Keynote der WWDC21, die iOS 15 gewidmet war, hat Apple nun auch seine App Apple Music aktualisiert. Jetzt ist es möglich, Songs in verlustfreier Qualität und mit dem berühmten Dolby Atmos "Spatial Audio" zu streamen. NextPit erklärt, wie Ihr diese Funktionen auf dem iPhone aktivieren könnt.

Ein Abonnement für Apples Musik-Streaming-Dienst ist offensichtlich Grundvoraussetzung, diese beiden neuen Funktionen sind aber nicht mit einer Preiserhöhung verbunden.

Inhalt:

Apple Music: So aktiviert Ihr verlustfreies Audio auf dem iPhone

Die verlustfreie Qualität bezieht sich auf die Komprimierung bzw. das eben weitgehende Fehlen einer Komprimierung des Audiosignals zwischen Eurem iPhone und Euren Kopf- oder Ohrhörern. In der Praxis soll diese Komprimierung so minimal oder bestenfalls sogar gar nicht vorhanden sein, so dass sie keinen Datenverlust verursacht und Ihr Eure Songs in optimaler Qualität anhören könnt.

Apple bietet zwei Stufen von hochauflösendem Audio: Apple Music Lossless (24 Bit/48 kHz) und Hi-Res Lossless (bis zu 24 Bit/192 kHz).

Zum Aktivieren der verlustfreien Qualität in Apple Music:

  • Geht auf dem iPhone zu Einstellungen und dann zu Musik
  • Tippt auf Audioqualität
  • Tippt dann auf Verlustfreies Audio, um die Funktion zu aktivieren/deaktivieren
apple music how to lossless quality ENG
Nicht alle Apple-Audioprodukte funktionieren mit verlustfreiem Audio / © NextPit

Ihr könnt auch die Szenarien festlegen, in denen Ihr die verlustfreie Qualität auf Apple Music verwenden möchtet: über WLAN, mit mobilen Daten und offline (heruntergeladene Songs). Da stehen dann mehrere Qualitätsstufen zur Auswahl:

  • Verlustfrei bei einer maximalen Auflösung von 24 Bit/48 kHz
  • Hi-Res Lossless für eine maximale Auflösung von 24 Bit/192 kHz

Beachtet, dass Ihr, um die Hi-Res Lossless-Qualität wirklich genießen zu können, einen separaten DAC benötigt und nicht alle Apple-Audioprodukte kompatibel sind. Dazu weiter unten mehr.

Apple Music: So aktiviert Ihr Spatial Audio auf dem iPhone

Apple Spatial Audio verwendet 5.1-, 7.1- und Dolby-Atmos-Signale. Auf diese wendet es dann direktionale Audiofilter an, die die Frequenzen, die jedes Ohr hört, so anpassen, dass Klänge praktisch überall im 3D-Raum platziert werden können. Das sorgt für ein Kino-Feeling mit einem Klang, der Euch "umgibt".

Die Technologie ist nicht neu, und tatsächlich verwendet Apple nicht einmal den Namen "Spatial Audio", sondern einfach Dolby Atmos in der iOS- und Apple-Music-Oberfläche. Das bedeutet, dass Ihr es auch mit Nicht-Apple-Kopfhörern/Kopfhörern nutzen könnt. Die Exklusivität des "Head Tracking", das Eure Kopfbewegungen verfolgt und den Klang entsprechend anpasst, bleibt jedoch vorerst der Marke Apple vorbehalten.

So aktiviert Ihr Dolby Atmos / Spatial Audio auf dem iPhone:

  • Geht zu Einstellungen und dann zu Musik
  • Dolby Atmos auswählen
  • Wählt dann Automatisch oder Always On
apple music how to spatial audio dolby atmos quality ENG
Mit der automatischen Aktivierung könnt Ihr Dolby Atmos / Spatial Audio bei allen kompatiblen Inhalten genießen (vorerst nur Apple Music und Apple TV+). / © NextPit

Apple Music: Welche iPhones unterstützen verlustfreie Qualität und Spatial Audio?

Alle iPhones, auf denen iOS 14.6 und die iOS 15 Beta laufen, sind kompatibel. Aktuell bedeutet dies, dass alle iPhone-Modelle vom iPhone 12 bis zum iPhone SE der ersten Generation (2016) dabei sind. Übrigens: Auch Android-Nutzer haben Zugriff auf die verlustfreie Audioqualität, jedoch nicht auf Dolby Atmos / Spatial Audio.

Diese Kompatibilität bedeutet nun schlicht, dass Ihr diese Funktionen auf Eurem iPhone aktivieren könnt. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass Ihr tatsächlich davon profitiert.

Zu Spatial Audio haben wir bereits gesagt, dass alle Kopf- und Ohrhörer, die die Dolby Atmos-Technologie unterstützen, kompatibel sind, egal ob sie von Apple stammen oder nicht. Der Bose QuietComfort 35ii ist zum Beispiel kompatibel, ebenso wie die AirPods Max.

Bei verlustfreier Qualität ist es dagegen etwas komplizierter, und dieses Thema würde sicherlich einen eigenen Artikel verdienen. Aber um es einfach zu machen: Weder die AirPods Pro noch die AirPods Max erlauben es Euch wirklich, verlustfreie Musik zu hören, was an den Einschränkungen der Bluetooth-Technologie liegt.

Die AirPods Max haben zwar einen analogen Audio-Klinkeneingang, um die Bluetooth-Verbindung zu umgehen, aber der analoge Eingang wandelt das Signal in ein digitales um und komprimiert gleichzeitig den Klang.

Wenn Ihr schließlich Apple-Music-Titel mit einer höheren Auflösung als 24 Bit/48 kHz auf dem iPhone, der "Hi-Res Lossless"-Auflösung, anhören möchtet, müsst Ihr einen DAC, einen externen Digital/Analog-Wandler, anschließen und ein Paar kabelgebundene Kopfhörer verwenden.

Hattet Ihr schon die Gelegenheit, Lossless und Dolby Atmos auf Apple Music zu testen? Welche Kopfhörer oder Audioprodukte verwendet Ihr, um Eure Musik verlustfrei auf Apple Music zu hören? Seid Ihr an einem speziellen Artikel über verlustfreie Qualität interessiert? Erzählt mir alles darüber in den Kommentaren!

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20 Kommentare

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  • thank you


  • Kann mir jemand sagen was der Unterschied ist zwischen dem neuen Dolby Atmos bei Apple und dem welches ist seit 2 Jahren auf dem S8 habe? Hab das Gefühl Apple zieht mal wieder nur nach...


  • Ich finde Apples Lossless immer noch mega witzig. Deren Bluetooth-Codecs sind ja nichtmal in der Lage es vernünftig wiederzugeben und eine Klinke gibt's nicht.. Habt ihr auch erwähnt, dennoch finde ich die Zusammenhänge zum schreien komisch. Es ist halt irgendwie ein Widerspruch in sich.


    • Apple kann auch nichts dafür, dass Bluetooth so langsam ist ^^ Nur deswegen kein Lossless zu bringen, wäre aber auch dämlich.


      • Naja, für deren eigene Codecs können sie sehr wohl was. Gibt ja genügend Codecs die mit lossless klarkommen, nur nutzt Apple nix dergleichen


      • Nur hat das rein gar nichts mit den Codecs zu tun. Das Problem ist Bluetooth. Es ist schlicht zu langsam.
        Apple hat einen Codec für Lossless nur ändert das nichts an Bluetooth. LDAC von Sony bspw. ist auch ein Witz, wenn es zu Dateigrößen, wie eben dem Hi-Res Lossless hier kommt.
        Also nein, auch die kommen damit nicht klar.


      • Äh, Lossless und HiRes sind nicht ein und dasselbe. HiRes geht nicht über Bluetooth, Lossless an sich aber schon. Zumindest wenn man kein iPhone hat und entsprechende Kopfhörer.


      • Losless geht über Bluetooth, z.B. Flac, und HiRes auch, z.B. LDAC und Aptx HD. Nur beides gleichzeitig ist schwierig bzw. unmöglich. Eine Möglichkeit wäre gewesen, unter Verlust von Losless in LDAC oder Aptx HD zu transkodieren, um so HiRes auf Hörern des Wettbewerbs, und später ggf. eigenen zu ermöglichen. Auch hätte man in 16 Bit losless transkodieren können, sehr einfach sogar (die niederwertigsten 8 Bit einfach weglassen und falls nötig auch die Abtastrate reduzieren). Aber da die abgeschnittenen 8 Bit ja doch eine Form von Verlust wären, wäre es schwierig gewesen, das noch als losless zu verkaufen, selbst wenn die auf 16 Bit bezogene Kompression keine weiteren Verluste mit sich bringen würde.
        Ich vermute ohnehin, dass HiRes eine größere Zugkraft hätte, als losless .


  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Ich freue mich auch darüber. Das erste Album habe ich heute schon so gehört.


  • Nextpit sollte sich in Applepit umbenennen! Von den jüngsten 12 Artikel befassen sich sage und schreibe 9 mit Apple, 2 mit Android und 1 Artikel ist neutral.

    Der Artikel nextpit.de/universal-control hat 4 (in Worten: VIER) ganze Sätze!

    Ist das nicht ein wenig übertrieben - oder gibt es dafür Kohle?!?


    • Fängt jetzt dieser Quatsch wieder an?
      Gestern fand eine, wenn nicht sogar die größte Entwicklerkonferenz des Jahres, die WWDC statt. NATÜRLICH gibt es dann einige Artikel dazu und natürlich sind es verschiedene Artikel, weil es eben verschiedene Ankündigungen gibt.

      Sobald Samsung im August / September ihr nächstes Fold und Note vorstellt, wird dann da auch wieder gemeckert, dass von 12 Artikeln 9 zu Samsung kommen?


      • ... Das würde in etwa der Marktanteile von 80 zu 20 entsprechen. ;)

        Ein Artikel der aus 4 Sätzen besteht? Sorry, aber das ist ein schlechter Witz!


      • Ach so, Samsung hat neuerdings also 80% Marktanteil. Das wäre mir aber neu.


      • Mein Ausgangspunkt war das Verhältnis Apple zu Android, was die jüngsten Artikel hier betrifft.
        Dass Du - exemplarisch - Erzfeind Samsung ins Spiel bringst, ändert nichts an den Tatsachen. Und genau deshalb, erwarte ich ein Zahlenverhältnis der Artikel Android zu Apple von 8:2 - so einfach ist das.

        Offensichtlich scheint das hier niemanden zu stören. Fanboy-Geschwurbel in 4 Sätzen.... Sorry, aber das ist alles andere als eine starke Leistung.

        Dass man aber auch immer wieder alles erklären muss - wo es doch so einfach zu verstehen wäre.


  • Schön, dass immer mehr Anbieter auf den Hi-Res-Audio-Zug aufspringen, auch wenn es nur wenige Nutzer interessieren wird.

    Wie im Artikel angedeutet, passen aber Apples Audiogeräte leider gar nicht zum neuen Lossless Format. Es fehlt ein Hi-Res-Bluetooth Codec und die einigermaßen gut klingenden Airpods Max können das Format noch nicht mal über Kabel verlustfrei abspielen. Stattdessen soll das Küchenradio alias Homepod dazu in der Lage sein. Das macht überhaupt keinen Sinn!


    • Es fehlt kein Bluetooth Codec, es fehlt generell das passende Bluetooth. Bluetooth schafft bestenfalls rund 3Mbit/s. Nicht 3MB/s, sondern nur Mbit/s. Daran scheitert es und nicht an fehlenden Codecs.
      Und natürlich macht es Sinn, dass der HomePod es kann, aber die AirPods Max nicht. Der HomePod streamt die Musik selbst direkt übers Internet. Deshalb sind auch die riesigen Daten kein Problem. Die AirPods hingegen können kein WiFi empfangen, sondern funken ausschließlich via Bluetooth.


      • Zu den Bluetooth Codecs: AAC ist ziemlich lossy, aber trotzdem kein schlechter Codec und insbesondere für einfache Geräte wie die Airpods (Pro) völlig ausreichend. Es gibt aber Geräte, die mehr könnten, wie die Airpods Max. Und hier bietet Apple weder eine adäquate Kabelverbindung an, noch bessere Bluetooth Audio Codecs, die mehr leisten als AAC. Beides wäre technisch möglich.

        Und noch zu den Homepods: Losless Audio macht nur Sinn für Geräte, die damit auch was machen können. Ein besseres Küchenradio kann ich zwar mit Losless versorgen, aber es wird nicht besser klingen. Es zeigt aber, wie überraschend wenig Apple seine Audio-Hardware mit dem neuen Streamingangebot abgestimmt hat.


  • Frage mich wie die das machen, etwas wettbewerbs verzerrend ist das schon.

    Klar ich mag hoch aufgelöste Sounds aber wenns bei Tidal teils mehr als 8000kbps sind, finde ich dies Energie / Umwelttechnisch irgendwie blöd.

    Wenn schon Full Hd you tube 0,38kwh in einer Stunde verbraucht, so ist der Stromverbrauch der dadurch real erzeugt wird bei 8000kbps noch mals deutlich höher.

    Wird so etwas dann in Zukunft auch noch in der Masse genutzt frage ich mich wie man dies Umwelt technisch verantworten kann?

    Das Videostreaming macht 80% des Stromverbrauchs des Internets aus, hi res Audio übertrifft das übliche Streaming aber noch einmal.

    Auch mal meine ehrliche Frage, ist Apple nun wirklich so grün? Sind solche Server Kapazitäten aus grünem Strom betrieben und gekühlt? Hmm

    Dabei auch noch sehr verzerrend anderen Streamern gegenüber die 30% zahlen müssen.

    Wenn ich überlege wie viel Musik bei mir läuft, die dicke Anlage zieht schon so 500w
    Mit Hi res streaming kommen da ganz locker 500w hinzu, das ist nicht wenig.

    Oder selbst wenn ein Smartphone in hi res streamt verbraucht man real dann trotzdem so viel Energie wie eine dicke Anlage. B.z.w noch mehr.🙈

    Kurz gesagt, noch mehr Rechenzentren, noch mehr Energieverbrauch.


    • Apples Server laufen alle mit 100% erneuerbaren Energien. Egal welche. Sei es iMessage, Siri oder eben Apple TV und Music.
      Angesichts dessen, dass extrem viele Songs sofort in Verlustfrei verfügbar waren, heißt, dass sie dort längst in eben diesem Format gespeichert waren. Ergo dürfte auch der Verbrauch nicht steigen und auch nicht die Menge an Servern, die Apple dafür betreibt.
      Wenn du eine Anlage mit 500W betreibst, ist das ja nicht Apples Schuld.
      Und ein Smartphone wird ganz sicher nicht so viel verbrauchen, wie eine solche Anlage. Als ob ein Smartphone plötzlich buchstäblich 100x mehr verbraucht, nur weil es Lossless streamt.


  • Hört sich einfach atemberaubend an! Wenn Apple es jetzt noch endlich auf die Reihe bekommen würde, dass man Podcasts in der Apple Podcasts-App sortiert abspielen kann, hätte mich Spotify komplett verloren!

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