Aufatmen bei Huawei: Aufweichung der Sanktionen in Sicht

Aufatmen bei Huawei: Aufweichung der Sanktionen in Sicht

Seit Monaten ist Huawei nicht mehr nur software-, sondern auch hardware-seitig in der Zwickmühle. Nun gibt es aber Berichte, die zumindest eine kleine Besserung andeuten.

Das chinesische Unternehmen Huawei leidet weiterhin unter den Sanktionen der US-Regierung. Einerseits ist es unter anderem nicht erlaubt, beispielsweise Smartphones mit Googles Play Store auszuliefern. Andererseits dürfen Chip-Hersteller wie Qualcomm keine Prozessoren an Huawei verkaufen.

Ein aktueller Bericht von 36Kr besagt nun, dass sich zumindest Letzteres nun offenbar wieder zum Besseren ändern könnte. Eine Huawei-nahe Quelle will erfahren haben, dass Qualcomm eine Lizenz erhalten habe, um Chips an die Chinesen zu liefern. High-End-Smartphones könnten damit in Zukunft mit den jüngsten Snapdragon-Chips ausgestattet werden. Konkret erwähnt der Bericht die P- und Mate-Serie, die im Inneren über Qualcomms Technik verfügen könnte.

AndroidPIT huawei p40 pro app gallery np3
Das P40 Pro muss mit Huaweis AppGallery auskommen, Googles Apps sind Fehlanzeige. / © NextPIT

Qualcomm-Chips in zukünftigen Huawei-Geräten?

Am 5. November veröffentlichte Qualcomm die aktuellen Quartalszahlen. Darin enthalten war auch eine einmalige Gebührenzahlung in Höhe von 1,8 Milliarden US-Dollar von Huawei. Eine offizielle Bestätigung, dass Qualcomm seine Chips wirklich an das chinesische Unternehmen liefern darf, steht aber noch aus.

Im Mai 2019 wurden Huawei und viele weitere Unternehmen, die eng mit Huawei zusammenarbeiten, auf die sogenannte „Entity List“ der USA gesetzt. Dies limitierte den Zugang des Unternehmens zu US-Technologien. Als Folge mussten beispielsweise Googles Anwendungen von neuen Smartphones verschwinden. Im August 2020 wurden die Sanktionen dann erneut verschärft, sodass auch Chip-Lieferungen nicht länger erlaubt waren.

Weitere Berichte besagen, dass auch Unternehmen wie Intel, AMD, Samsung Display oder Sony die notwendige Erlaubnis erhalten haben sollen, um wieder Huawei handeln zu dürfen. Des Weiteren soll TSMC mittlerweile wieder Chips für das Unternehmen fertigen.

Weitere Meldungen bei NextPit

Via: SeekDevice Quelle: 36Kr

Neueste Artikel bei NextPit

Empfohlene Artikel bei NextPit

9 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Mehr oder weniger, wollen die Amis nur huawei den Nutzen von 5g verhindern /verbieten. Dann hört man das Huawei die meisten Patiente in der 5G Technologie hat. Komisch


  • Huawei braucht eine Aufhebung der Sanktionen gegen deren Kernbusiness und das ist Netzwerktechnik und IT Infrastruktur.


  • Die Kirin SOCs wurden bisher von TSMC in Taiwan gefertigt, aber mit
    Ami-Maschinen/Technologien, daher steht die TSMC noch unter dem Liefer-Bann der Amis.

    Das wird auch unter Biden so fortbestehen, die NSA weiss warum und wenn sich die sturen
    🇨🇳 Fanboys hier etwas einlesen würden, dann ...🕯 Nein es liegt nicht nur am 'bösen DT' !


    • Die Maschinen kommen nicht aus den USA, sondern aus den Niederlanden. Sie enthalten aber Technologien, die noch in den USA entwickelt und patentiert wurden (vermutlich PerkinElmer u. Cymer). Ausserdem stammen Zulieferteile von US-Firmen, bzw. Firmenteilen in den USA. Das reicht offenbar mit ein paar Gesetzesänderungen, um ihren Einsatz für Huawei zu verbieten und mit Sanktionen zu bedrohen.

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/ASML

      Quelle: wikipedia.org

      Cario


  • Huawei benötigt keine Qualcomm SOC, die eigenen Kirin Serie SOC sind genauso gut. Viel nötiger bräuchte Huawei die Aufhebung des Banns von den Google Play Services und vielleicht noch die Möglichkeit aktuelle ARM Designs zu lizensieren. Aber kommerzielle Vernunft setzt sich jetzt wohl doch durch. Wenn Huawei Komponenten einkaufen kann, ist das eine Win/Win/Win Situation: Intel, AMD, Samsung Display, Sony und TMSC können Geld verdienen, Huawei bleibt im Geschäft, was gut für den Wettbewerb ist, und es wird verzögert, dass China die benötigten Technologien selbst entwickelt.


  • Qualcomm aus SanDiego ist der Ami-Datenabgreifer schlechthin, jeder deiner Klicks wird gesendet/registriert/gespeichert, vermute unter Permissions-Ordner/Arbeitsspeicher com.qualcomm.atfwd, somit wird das 'wieder 4G-Chip liefern' jetzt etwas verständlicher, denn 'Huawei-Phones' können so von der NSA locker ausgespäht werden !

    @ Marcus J. (Huawei-Verteidiger) ...lesen und begreifen sind ansch. 2 paar Schuhe 😉
    offensichtlich Info-faul denn Quelle mit dem Permissions-Ordner ist nicht zu übersehen.


  • Liegt vielleicht daran,weil Trump abdankt...

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!