Einblick in die KI: Samsung zeigt Kamera-Magie der S21-Serie

Einblick in die KI: Samsung zeigt Kamera-Magie der S21-Serie

In unseren Testberichten konnten das Galaxy S21 Ultra und zum Teil auch das S21+ mit sehr guten Smartphone-Kameras glänzen. Dabei geizt Samsung nicht an der Nachbearbeitung und verrät nun auch, wie genau die AI-gestützte Software-Bearbeitung funktioniert. Samsung, lehre uns Deine Foto-Magie.

  • Samsung verrät genauere Details über die AI-Nachbearbeitung seiner Fotos
  • Die Kamera erkennt dabei Gesichter und separiert diese vor der Bearbeitung von der Umgebung
  • Unscharfe Hintergründe bei Porträts sind zudem genauer und weisen einen Schärferverlauf auf

Zu sehen, mit welcher Technologie Smartphone-Hersteller die Bilder ihrer neusten Smartphones verbessern, ist immer spannend. Denn ganz nach dem Vorbild Googles, die auf ihrem AI-Blog immer wieder die Prozesse von "Künstlicher Intelligenz", eigentlich sind es eher Algorithmen zur Bilderkennung und -verbesserung, zeigen. Samsung konzentriert sich in seinem Blog-Post vom 2. Februar allerdings eher auf Porträtaufnahmen.

Behind the Snapshot S21 AI main1
Mit Masken separiert die Software Gesichter und verbessert die feinen Details. / © Samsung

Dabei geht es erst einmal darum, Gesichter gleichzeitig natürlich und ein wenig aus dem Motiv herausstechend abzubilden. Die Software erkennt dabei die beiden Gesichter der Motive und separiert diese zur Nachbearbeitung vom restlichen Bild. Anschließend nutzt Samsung "natürliche Verbesserungen", um beispielsweise die Augen, die Haare, die Gesichtsform und den Weißabgleich zu optimieren, um natürliche Gesichter zu kreieren. Hier geht Samsung im Grunde genommen wie bei der manuellen, digitalen Bildbearbeitung vor, bei der man ebenfalls mit Masken arbeitet, um nur bestimmte Bildbereiche zu optimieren.

Genauer Porträtmodus mit Schärfeverlauf

Um Masken geht es auch bei der Unscharfzeichnung von Hintergründen. Seit einigen Jahren ist es ein Trend in Kamera-Smartphones, die Schärfentiefe von Porträtobjektiven mit einer geringen Offenblende nachzuahmen und tatsächlich funktionierte das in meinem Testbericht zum Galaxy S21+ sehr gut. Bei Porträts macht sich Samsung die Tiefeninformationen zunutze, die beim S21 Ultra aus dem Time-of-Flight-Sensor und beim S21+ aus den zusätzlichen und leicht unterschiedlich positionierten Kameras gewonnen werden.

Wie bei den Gesichtern im ersten Beispiel erstellt Samsungs Kamera-Software eine Maske und optimiert den Übergang zwischen Motiv und Hintergrund anschließend. Durch eine Tri-Maske, bestehend aus Hintergrund, Motiv und dem Bereich des Übergangs, kann Samsung zudem Haare mit höherer Genauigkeit identifizieren und diese beim Unscharfzeichnen auslassen.

Hauswand Portraet Galaxy S21 Plus
Auch wenn Samsung die Gitterstäbe links im Bild verhunzt, der Schärfeverlauf ist klasse! / © NextPit

Gleichzeitig segmentiert die Software Motive, wenn diese mit unterschiedlichem Abstand zur Kamera stehen. So erklärt sich der recht natürlich wirkende Schärfeverlauf, den Ihr auf meinem Testfoto des Galaxy S21 sehen könnt. Den gesamten, ausführlichen Blog-Eintrag von Samsung findet Ihr an verlinkter Stelle. Alternativ haben wir Euch die Kamera-Funktionen der S21-Serie noch einmal gesondert vorgestellt.

Quelle: Samsung

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19 Kommentare

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  • Ich habe die ersten mit der S21 Ultra Kamera gefertigten Fotos gesehen. Enttäuschend.
    Da werkelt immer noch die grottenschlechte Bildverarbeitungs-Software, wie schon seit Jahren:
    unnatürliche Farben und Tonwerte
    Schlechte Auflösung von Textur
    Verschmieren feiner Textur durch die Kamerasoftware
    Dazu kommt noch eine Verschlechterung gegenüber dem S10: einseitig unscharfe Ränder.
    Samsung hat die größere Optik speziell bei der Hauptkamera nicht im Griff. Das ist nicht sauber justiert.
    Samsung hat leider nicht verstanden, wo nachgebessert werden muss.

    Faktisch kann man jetzt miese Qualität mit 10-fach-Zoom bekommen.

    So ungefähr wie bei den Herstellern der traditionellen Systemkameras: Dort kann man jetzt miese Tonwerte und Farben, grottige JPEGs in 50 Mpx und gigantischen High ISO (üer die Smartphonefotografen nur lachen können) so 20 Bildern je Sekunde bekommen.

    Ich habe mir von S10 kommend ein Google Pixel 5 gekauft. Da liegen in der Bildqualität wirklich Welten. Das einzige, was Samsung besser macht, ist der Umgang mit Spitzlichtern und dem Weißabgleich nachts. Und die Nachfolger der S10-Reihe scheinen alle schlechter zu sein, weil die Qualität der Optiken durchwachsen ist.

    Warum hat Samsung das S10 nicht gezielt da verbessert, wo etwas gemacht werden musste? Das waren im Wesentlichen zwei Dinge: 1. bessere Ultraweitwinkelkamera, 2. bessere Bildbearbeitung. Genau dort hat man fast nichts getan. die Ultraweitwinkelkamera ist besser. Die bekommt man aber nur mit einer Verschlechterung des Rests. Die dringend verbesserungswürdige Bildbearbeitung ist faktisch diesselbe geblieben.

    Es ist absehbar, dass auch das Samsung Galaxy S21-Serie nicht der gewünschte Verkaufsrenner sein wird, weil die Kamera zu schlecht ist und der Preis mit zahlreichen Sinnlosfeatures wie 5G, 120 Hz Display (nur für Gamer sinnvoll) oder kabelloses Laden aufgebläht wurde.
    Das war schon bei der S20 Serie vorhersehbar und ist dann so gekommen. Und das wird auch bei der S21 Serie so sein, weil Samsung das Wichtige nicht verbessert hat.


    • Ohne dir im Rest per se zu widersprechen, 120Hz ist nicht nur für Gamer sinnvoll.
      Es ist einfach eine höhere Qualität und sorgt für ein flüssigeres Gefühl beim verwenden des Gerätes.
      Alle Freunde, die ein Handy mit höherer Hz Rate haben schwärmen davon. Nicht wegen Gaming, sondern beim Scrollen etc... Einfach immer wenn auf dem Display Bewegung ist. Es ist nur so, das man aktuell an 60Hz gewöhnt ist und deshalb nicht sieht, wie gut es sein könnte.
      Das menschliche Gehirn nimmt ab 25 Bildern pro Sekunde etwas als bewegt war, das heisst aber nicht dass das Gehirn den Unterschied darüber hinaus nicht stark wahr nimmt.
      Man gewöhnt sich einfach schnell an eine gewisse Hz Rate, aber Luft nach oben ist immer. Es ist einfach ein angenehmes i-Tüpfelchen. Die meisten Leute sind keine Fotografen, da werden die Bilder per WhatsApp komprimiert verschickt und es geht primär um den Inhalt. Die merken dann mehr, ob es flüssiger scrollt als wie natürlich die Farben usw im Kamerabild sind. Deshalb bauen die Hersteller das sicher vermehrt ein.


      • Ja aber - wenn ich kein Gamer bin und an die Fotos und an Video keine hohen Ansprüche habe - was sollte denn dann der Grund sein, Flaggenschiffpreise zu zahlen?


  • Beim Normalen s20 hat sich mit dem letzten Update auch enorm viel getan, denke es profitiert auch von der neuen Kamera Software. Kein Vergleich zu vorher.


    Bin gerade wieder richtig begeistert von der Cam, da sieht man mal wieder deutlich wie viel die Kamera Software aus macht.

    Besonders Nachts wurde sie besser, war heute mal wieder beeindruckt wie gut die Cam Fotos nachts mit gegenlicht und sich schnell bewegenden Wasserdampf aussahen.

    Ein Kumpel von mir der ein Iphone 12 Minnie hat, war von den Fotos auch sehr angetan und meinte nur, was eine geile Kamera.

    Verwette auch meinen Arsch darauf das die s21 Kamera die nächsten Monate noch um einiges besser werden wird, das war bei allen letzten Galaxys so, das man da bei der Erscheinung noch lange nicht auf Top Niveau ist.

    @Androidpit ääh sorry Nextpit,

    ich fände es cool wenn Ihr Kamera Vergleiche round two machen würdet.

    z.b in einem halben Jahr noch mal s21 ultra gegen Iphone12 pro.

    Bin schon der Meinung das Mittlerweile die Karten oft neu gelegt werden müssen eben nur wegen Software updates.

    Z.b fände ich es heute sehr interessant, wie sich z.b nun ein s20 gegen ein Huawei p40 schlägt, oder das Ihr mal versucht zu analysieren was sich bei welchem Hersteller so tut, wenn ein Gerät schon ein Jahr auf dem Markt ist.

    Sah Allgemein z.b viele erst Tests vom s20 zur Erscheinung, dann wurden die erstem Testbilder mit anderen Geräten verglichen die Monate später auf den Markt kamen, obwohl man den Test wegen neuer Kamera Firmware eigentlich neu machen müsste.

    Ähnliches bei der Exynos Geschichte 2020, die meisten Tests und vergleiche zwischen Exynos und snapi S20 wurden am Anfang gemacht, nicht aber 6 monate später oder gar 11 Monate später nach einem Major Update.

    Nicht bei jedem Hersteller tut sich via Updates viel, bei Samsung tut sich da aber doch enorm viel. Von daher sollte man immer vorsichtig sein wenn man sich veraltete Tests oder vergleiche an guckt die eigentlich oft keine Gültigkeit mehr haben.


    Und was mich brennend interessieren würde, wäre mal ein Kameravergleich zwischen dem kleinen s20 und dem neuem kleinen s21, stimmt es das es sich um die selben Sensoren handelt oder sind sie nur ähnlich, wäre auch mal interessant zu wissen was sich bei den nicht Ultras getan hat oder auch nicht.


    • Das mit den Updates erinnert an unfertige Produkte - und das für enorme Preise.


      • Geht so Sabrina, Software und Ki's werden nunmal ständig besser, bei den Mobilen Kameras ganz besonders.

        Bei vielen Herstellern bleiben die Produkte so zu sagen auf dem erststand.

        Also kann man es auch positiv sehen das Samsung etwas ältere Flagschiffe auch von neuen Softwares wie Kamera Firmwares mit profitieren lässt und eben nicht nur die neusten Geräte.

        Kann man auch so sehen das man dafür mit bezahlt.

        z.b hat das neue kleine s21 so ziemlich die selbe Cam woe das s20. Die Software hat sich weiter entwickelt, ist doch super das auch das s20 und s10 noch immer mit profitieren.

        Kenne genug Hersteller wo sich dann bei den älteren Modellen rein garnichts mehr tut, nur bei den neuen...


      • Über Apple wurde berichtet, dass sie mit Updates die Geräte verschlechtern, damit die Leute neu kaufen.
        Und wie macht man dann den Reset auf die Version vor dem Update?

        Ich halte nichts von Updates, über die ich keine Kontrolle habe.


      • Die Loppreisungen sind mamchmal garnicht so berechtigt, mit den Updates das haben die wirklich mal gemacht.

        Bei Samsung ist es wenigstens anders rum und die Geräte werden über die Nutzungszeit immer besser.

        Auch sehr schön das z.b s10, note 10, s20 die neusten Kamera Features vom s21 bekommen haben und von der neueren Softwareverarbeitung bei Fotos profitieren auch die älteren Generationen.

        Das machen auch nicht viele Hersteller so, die lassen die älteren Geräte bewusst schlechter als die neuen.


  • Da klickt man das Video an und - nichts von dem in der Überschrift. Nur dieser Hipster - Hansel.


  • Tim vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Unterm Strich die gleichen Fortschritte gegenüber vor ein paar Jahren wie bei allen anderen Herstellern auch. Und einen Tiefenverlauf ist auch nichts besonderes. Auch bei Samsung nicht. Bei iPhones gibt's das seit mindestens dem iPhone 8/X und um den Zeitraum hatte Samsung sowas auch.

    Das Beispielbild ist aber auch komisch. Was bringt ein toller Schärfeverlauf, wenn buchstäblich das halbe Bild durch das fehlerhafte Ausschneiden komplett versaut wird? 😅 Das erinnert mich an die Portraitbilder, mit denen das Pixel 2 und 3 damals so extrem in den Himmel gelobt wurden, obwohl bei mindestens der Hälfte der Bildern die Software kompletten Mist fabriziert hat, ganze Arme als weit entfernter Hintergrund unscharf gemacht wurden usw...
    Da scheint LiDAR bei den iPhones einen besseren Job zu machen, von dem was ich bisher so gesehen habe


    • Jeder Hersteller wirbt mit den Fortschritten, die er gemacht hat, was grundsätzlich legitim ist. Dabei wird von allen auch gelegentlich übertrieben. Soweit ich das mitbekommen habe, bringt Lidar allenfalls was bei schlechten Lichtverhältnissen, wenn überhaupt und ist eher für AR hilfreich.

      PS: Die Pixels waren über Jahre führend beim Thema Computational Photography und die anderen Hersteller brauchten einige Zeit, diesen Vorsprung aufzuholen.


      • Tim vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        LiDAR wird immer bei Portraits benutzt. Nicht nur bei schlechtem Licht. Und das sieht man deutlich, wenn man sich mal Vergleiche beim Portrait-Modus zwischen iPhone 12 und 12 Pro ansieht

        Und sorry, aber beim Thema Portraits - und nur darüber rede ich - waren die Pixels NIE führend. Nur wurde das nie eingesehen. Alle Medien haben die Bilder vom Pixel 2 und 3 in den Himmel gelobt, angehangen von "Beweisbildern" die aber jedes Mal nur gezeigt haben, dass es eben NICHT das ist, was da zwei Zeilen darüber noch beschrieben wurde.
        Ich habe unzählige Videos und Tests zu den Pixel Kameras damals gelesen und überall wurde genau das Gegenteil von dem erzählt und beschrieben, was die Bilder dann am Ende hervorgebracht haben.


      • Als Besitzer eines Pixel 3 kann ich die von dir beschriebenen Fehler nicht nachvollziehen und hatte nie derartige Probleme. Ich habe im Gegenteil immer viele Komplimente für die schönen Portraits erhalten, die ich mit der Kamera gemacht habe. Dass manchmal die Bilder in Testberichten nicht zu den Texten passen stimmt allerdings.

        Wer jetzt den besten Portrait Modus hat ist schwer zu sagen, weil alle zwischenzeitlich nah beieinander liegen. Beispielsweise hat MKBHD in seinem letzten Test die Galaxys zum Sieger in dieser Disziplin erklärt - auch ohne Lidar.


      • Benjamin Lucks
        • Admin
        • Staff
        vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Ich finde die Porträts beim Pixel auch sehr gut - zumindest was die Natürlichkeit der Hauttöne und die Belichtung angeht.

        Bei der Abgrenzung zum weichgezeichneten Hintergrund muss ich Tim aber Recht geben. Da kann vor allem mein Pixel 3 XL mit der Single-Cam auf der Rückseite nicht mehr mithalten.


      • Beim Pixel war es ja hauptsächlich die Software, was auch okay ist, denn das Resultat zählt.

        Ich finde die Schritte bei den Kameras im ganzen Jahr für Jahr schon sehr groß.

        Wenn ich mir da meine Bilder angucke s5,s6,s7,s9,s10,s20.

        Bei gutem Licht hingegen sind die Unterschiede marginal, da finde ich auch heute noch Sommer bilder die ich machte ganz toll.

        Aber habe mal etwas schlechteres Licht, alles verwackelt mangels ois, bildrauschen u.s.w

        Ziehe ich nun aber einen Vergleich zwischen s9 und s20 aber auch s10 zu s20, so finde ich die Verbesserungen schon enorm.

        Es wird immer beeindruckender was die Dinger können.

        Letztens noch Fotos von meinem Nokia 3650 betrachtet in Vga, das waren noch Zeiten da muss ich schon schmunzeln, da gab es noch ein wow weil ich mittels root länger als 30 sekunden filmen konnte.


      • Ich habe mir das Pixel 5 zugelegt. Wenn man von Spitzlichtern nachts absieht, ist die Bildqualität gegenüber dem Galaxy S10 sehr viel besser. Schaue ich mir die Bilder der Nachfolgeserien S10 und S21 an, so sieht das genauso aus wie aus dem S10. Nicht schlecht aber eben auch nicht wirklich gut. Leichter Gelbstich, glattgebügelte feine Textur, unnatürliche, übersättigte Farben und ein auch etwas flach erscheinendes Bild. Deswegen habe ich mich ja auch für das Pixel entschieden (und nicht für eine erneutes Galaxy), bei dem die Bilder wesentlich näher an der Realität sind. Bei Samsung hingegen sieht das aus wie aus dem Kinderbuch. Und da habe ich schon die Szenenverhunzung, die die Bilder völlig zerstört mit extrem übersättigten Farben, deaktiviert.


    • So ist das halt Tim, letztes Jahr setzte das s20 einen neuen Benchmark geht man nach dox, danach kamen ein paar Geräte die es noch übertrumpfen konnten. Das s21 wird wohl jetzt auch einen neuen Benchmark setzen. Definitiv der beste zoom den man derzeit bekommen kann, mag sein das du die vielen mp schlecht redest, das Resultat ist aber durchaus ein neuer Best Benchmark.

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