Fortnite-Streit: Apple zieht Epics Stecker

Fortnite-Streit: Apple zieht Epics Stecker

Nachdem Apple vor einigen Wochen damit gedroht hatte, das Entwicklerkonto von Epic zu entfernen, hat man diesen Schritt nun offiziell vollzogen. Damit sind Updates und auch erneute Downloads des Spiels unmöglich.

Wie The Verge berichtet, hat Apple am vergangenen Freitagabend die Entwicklerzugänge des Fortnite-Entwicklers „terminiert“. Dies betrifft bislang nur das Konto des Fortnite-Accounts. Epic hat weiterhin Zugriff auf andere Entwicklerkonten. Das Gericht hatte in einem ersten Schritt entschieden, dass Apple nicht alle Konten von Epic sperren oder löschen darf. Die Unreal Engine ist damit bis auf Weiteres nicht betroffen und kann von Epic weiterentwickelt werden.

Für Fortnite-Spieler auf iPhone und iPad bedeutet dies vor allem zwei Dinge. So wird es in absehbarer Zukunft keine Updates des Spieles geben. Gleichzeitig können Fortnite – und andere Titel des Entwicklers wie zum Beispiel Infinity Blade – nicht länger erneut heruntergeladen werden.

Ist das Spiel allerdings noch auf iPhone oder iPad installiert, kann dies zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin gestartet werden. Wer das Spiel – wenn auch ohne aktuelle Inhalte – weiterhin spielen möchte, sollte es daher nicht vom Smartphone oder Tablet entfernen. Laut Apple ist es allerdings nicht länger möglich, In-App-Käufe im Spiel zu tätigen.

Fortnite-Streit: Neue Statements von Epic und Apple

Apple sagte in einem Statement, dass man es bedauert, das Konto von Epic Games im App Store kündigen zu müssen. Epic habe wiederholt Fortnite-Updates eingereicht, welche gegen die App-Store-Regeln verstoßen. Man hofft außerdem, dass man in Zukunft wieder zusammenarbeiten kann, heute sei dies aber leider nicht möglich, so Apple weiter.

Epics Tim Sweeney reagierte auf Apples Statement via Twitter. Er sagte in seinem Tweet, dass man lediglich drei Updates eingereicht habe. In der angehängten Notiz weisen die Entwickler jedoch explizit darauf hin, dass das jüngste Update weiterhin einen direkten Kauf bei Epic von In-App-Elementen ermöglicht. Diese Option verstößt gegen die App-Store-Regeln, was der ursprüngliche Grund für den Streit zwischen Epic und Apple – sowie Epic und Google – war.

Quelle: The Verge

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8 Kommentare

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  • Im Galaxy Store gibt es das Spiel weiterhin.


  • Epic sollte es darauf ankommen lassen und nur für Android weiter entwickeln. Wenn die Gamer dann von Apple Abstand nehmen wird man ggf. bei Apple wach werden. Ich finde 30% ist ziemlich unverschämt die Apple verlangt.


  • Ich verstehe nicht viel von Spielen und spiele auch nicht - aus verschiedenen Gründen.
    In diesem Fall halte ich aber auch Appels Einstellung als wenig sympathisch. Überhaupt alle Multis in dieser Branche. Sie haben ein fast schon unverschämtes Geschäftsmodell aber viele Speziallisten die ihre Nötigungen schön in Worte verpacken können. Ich hoffe das wenigstens Spotifiy's Anstrengungen vor der EU Gerichtsbarkeit etwas bringt.


  • Die Unreal-Engine wird so oder so weiterentwickelt. Nur eben nicht mehr fuer die entsprechenden Appleabhaengigkeiten. Ihr tut hier laufend so, als wuerde die Unreal-Engine unter Applekommando stehen.


  • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    "they didn't have to."
    Doch. Dieser Sweeney will jetzt also genau das, was sie Apple unterstellen. Für Epic soll jetzt plötzlich eine Ausnahme gemacht werden und trotz des Regelbruchs nicht der Account gelöscht werden.
    Tja, kommt halt davon, wenn man die Regeln akzeptiert und dann willentlich bricht. Hat Apple genau richtig so gemacht.


  • Richtig so, versteh es noch immer nicht. Ich mache doch auch keinen Handyvertrag und zahle dann auf einmal nicht mehr weil mir der Betrag doch zu hoch ist.

    Man müsste aber halt auch wissen was Cook hier meint
    "Demnach begnügt sich Apple bei Amazon mit 15 Prozent Provision auf Abo-Verlängerungen in der iOS-App, während es bei anderen digitalen Inhalten 30 Prozent sind. Cook hatte in der Anhörung beteuert, ein solcher Deal stünde allen Content-Lieferanten offen, die "die Voraussetzungen erfüllen", ohne näher zu erläutern, worin diese Voraussetzungen bestehen."

    internetworld.de/e-commerce/apple/unternehmen-fordern-rabatt-apple-2566842.html


    • Diese "Voraussetzungen" sind die Marktmacht von Amazon. Nicht mehr, nicht weniger.

      Davon abgesehen: Ich habe einen Vertrag mit einem Fernwärmeversorger, den ich nutzen muss, wenn ich hier nicht auf eigene Kosten z. B. einen Öltank oder so einbauen möchte, jüngst verlängert. Trotzdem hindert dieser Vertrag mich und die Nachbarschaft nicht, diesen derzeit gerichtlich prüfen zu lassen, weil er zu teuer ist und unserer Meinung nach gegen das Wettbewerbsrecht verstößt. Und in einer ersten Instanz wurde uns sogar Recht gegeben. Bei der ganzen Geschichte gehe ich auch auf Konfrontationskurs, koste es, was es wolle. Lediglich das Abschalten des Wärmeanschlusses kann ich mir natürlich nicht erlauben. Hätte ich Epics Finanzkraft, sähe das aber anders aus. So what?


    • All our partners are equal .... but some are more equal !

      Das ist ganz offensichtlich die Apfelmoral.

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