Testbericht Acer Liquid E700 Trio

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01.10.2014, 11:39:49 via Website

Super, dass meine Bewerbung um das Acer E700 Trio erfolgreich war. Der Zeitpunkt war zudem ideal, da einige Tage zuvor mein Samsung Galaxy S3 zu Tode gestürzt ist. Zwar habe ich ein Ersatzhandy, aber ein altes Nokia Klapphandy ist halt kein hinreichender Ersatz für ein Smartphone. Zwar hält mich der AndroidPit Newsletter up to date bzgl. der aktuellen Entwicklungen, trotzdem kann mir nur mein dahingeschiedenes Galaxy S3 als Vergleichsgrundlage dienen.

Hier nun mein Testbericht:

1) Lieferumfang

Das Smartphone kam gut geschützt in einer ansprechenden Verpackung, umweltfreundlich ganz aus Pappe. Darin enthalten ist natürlich das Gerät, In-Ear-Kopfhörer, Bedienungsanleitungen und ein aus zwei Teilen bestehendes Ladegerät (Netzstecker + Lade- bzw. Datenkabel). Alle Oberflächen waren durch Folien gut geschützt. Dem Gerät liegt eine Kurzanleitung bei, die ihrem Namen alle Ehre macht, nach zwei Doppelseiten ist Schluss. Bis hier also noch keine Überraschungen.

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2) Design, Optik, Haptik und Verarbeitung

Mir wurde das Gerät in burgunderrot zur Verfügung gestellt. Das Design macht auf mich einen edlen Eindruck und die Verarbeitung wirkt sehr hochwertig. Ober- und unterhalb des Displays befinden sich jeweils die Hörmuschel und der Lautsprecher. Das Frontdesign erinnert etwas an das HTC one, beim Acer sind die Lautsprecherbdeckungen allerdings schwarz. In der Mitte des Displayrahmens steht das Acer-Logo. Seitlich vom oberen Lautsprecher ist der „Selfie-Blitz“, der Näherungs- und Lichtsensor, sowie eine 2 Megapixel Front-Kamera. Die Rückseite besteht aus einem matten Kunststoff. Die Optik erinnert an farbig eloxiertes Aluminium. Die Oberfläche ist unempfindlich gegen Fingerabdrücke und sorgt dafür, dass das Gerät gut und sicher in der Hand liegt. Die Oberfläche meines Galaxy S3 war dagegen so glatt, dass es einem regelrecht aus der Hand flutscht.
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Acer setzt beim Liquid E3 Plus nicht auf On-Screen Tasten, sondern auf beleuchtete Touch-Sensoren (v.l.n.r „Zurück“, „Home“ und „zuletzt aufgerufene Anwendungen sowie Acer-eigene Funktionen). Am oberen Rand befinden sich rechts die Sleep&Wake-Taste und links der 3,5mm-Klinkeneingang, am rechten Rand findet man die Lautstärke-Wippe.
Auf der Rückseite des Acer Liquid 700 Trio Plus befindet sich eine zusätzliche Taste, um den sog. „Rapid-Mode“ zu aktivieren. Durch längeres Drücken kann die Kamera-Applikation gestartet werden, durch kurzes Drücken kann man eine zuvor festgelegte App starten (z. B. Musikplayer-App). In einer App wie beispielsweise "Google Play Music" kann man durch Drücken des Rapid-Knopfes Musik starten und anhalten. Weiterhin kann man damit das Smartphone aufwecken, Anrufe entgegen nehmen und Gespräche beenden.
Im Geräteinnern finden sich der Micro-SD-Kartenslot für Karten bis max. 32 GB und gleich drei (!!!) Steckplätze für SIM-Karten, die jedoch mikroskopisch klein beschriftet (durchnummeriert) sind. Die Kurzanleitung hilft jedoch in diesem Punkt hinreichend. Das Gerät lässt sich gut öffnen und mit den Karten bestücken.

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Auf der Rückseite befinden sich eine 8 MP Kamera, ein LED-Blitz, ein weiteres Mikrophon zur aktiven Geräuschunterdrückung, ein weiteres Acer-Logo sowie der sog. Acer-Rapid-Knopf Alle Knöpfe haben einen sehr guten und soliden Druckpunkt und nichts wackelt.

3) Performance

Das Acer Liquid 700 Trio ist mit einem Quad-Core Mediatek MT6582, 1,2 GHz und 2 GB RAM ausgestattet. Das reicht locker zum flüssigen Arbeiten, ich konnte keinerlei Ruckler feststellen. Allerdings wurde die Hardware auch nicht mit aufwändigen Spielen an ihre Grenzen gebracht. Ich sehe ein Mobiltelefon weder als Ersatz für eine Spielkonsole noch als Ersatz für eine Kamera. Die Kamera des Acer Liquid 700 Trio ist mit 8 MP nicht ganz auf der Höhe des technisch Machbaren, reicht aber für ordentliche Fotos in typischer Handyqualität. Der interne Speicher von 16 GB ist üblich für aktuelle Smartphones, nur die Spitzenmodelle der Konkurrenz sind auch mit 32 GB zu haben. Bauartbedingte Nachteile wie kleine Sensoren, sehr begrenzte Brennweite und Tiefenschärfe sind für mich Grund genug, mit Mobiltelefonen nur im Absoluten Notfall Fotos zu machen. Ähnlich ist es mit Spielen: Portable Spielkonsolen können alles besser als ein Mobiltelefon, warum sollte ich also ein besonderes Augenmerk auf die Spielperformance eines Mobiltelefons legen?
Der Akku ist fest verbaut, ist aber mit 3.500 mAh üppig bemessen. Die Akkulaufzeit ist dementsprechend überdurchschnittlich. Dass ich ein Gerät nur alle 2-3 Tage laden muss, ist eine ganz neue Erfahrung für mich.
Gleich nach dem Einschalten und dem ersten Einrichten wird das Update auf Android 4.4.2 vollzogen, auch von Acer wird ein Update heruntergeladen.
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Das 5 Zoll HD-Display (IPS-Display / Displayauflösung: 1.280 x 720 Pixel) ist gut ablesbar und hell genug.
Bezüglich der Benutzeroberfläche macht das E3 plus seinen Namen alle Ehre und zeigt sich sehr liquide. Schon der Sperrbildschirm sieht aus als wäre er zur Hälfte mit Wasser gefüllt, das je nach Neigung des Gerätes an die entsprechende Seite schwappt, sehr cool.

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Das Einstellungsmenü ist sehr übersichtlich, man findet sich sofort zurecht. Besonders gefällt auch die intuitive Darstellung der Weckfunktion als Analoguhr.

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Aber wo Licht ist, ist auch Schatten: So sind manche Meldungen und Masken englisch. So kann man die Kontakte auf der SIM-Karte in deutschsprachige Kategorien einteilen, bei den Kontakten im Telefonspeicher sind es dann Englischsprachige Kategorien wie „Colleagues, Friends, Family etc.. Auch manche Meldungen erhält man nur auf Englisch wie z.B. „Access denied“. Der Deutsch-Englich-Mix wirkt wenig professionell und wird hoffentlich mit einem Firmware-Update beseitigt. Kurios ist auch die Verwaltung der Kontakte. So zeigt z.B. Whatsapp die Namen der Kontakte nur an, wenn sie auf der SIM-Karte gespeichert sind. Wenn sie im Telefonspeicher abgelegt sind, wird nur die Nummer angezeigt. Dadurch ist man gezwungen, die meisten Kontakte doppelt anzulegen.

Positiv überrascht bin ich vom Sound des Liquid 700 Trio. Die mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer im Zusammenspiel mit dem DTS Studio Sound (mit guten EQ-Einstellmöglichkeiten) lassen die Herzen der Musikliebhaber höher schlagen. Musikhören macht mit dem Gerät viel Spaß und wird im Zusammenspiel mit dem üppigen Akku auch kein kurzes Vergnügen. Acer verspricht bis zu 12 Stunden Musikwiedergabe. Die Lautsprecher des Geräts sind (wie bei fast allen Smartphones) dagegen nicht zum Musikhören nicht gedacht. Klingel- und Signaltöne klingen aber trotzdem sehr ausgewogen. Viel wichtiger ist aber die Sprachqualität beim Telefonieren, auch hier gibt es nichts auszusetzen.
Im Gegensatz zu anderen Herstellern packt Acer das Smartphone nicht mit unnötigen vorinstallierten Apps voll. Nett ist dagegen eine eigene Cloud Anwendung (Acer Cloud).

4) Fazit

Das Acer Liquid 700 Trio ist ein schönes Smartphone, das den meisten Ansprüchen gerecht werden sollte. Farbe und Design sind gelungen und ziehen interessierte bis neidische Blicke auf sich. Die Kamera ist nicht ganz up to date, aber ich stelle ohnehin keine großen Ansprüche an eine Telefonkamera. Eigentlich benutze ich sie fast nur, um schnell mittels Camscanner-App Dokumente zu scannen. Eine NFC Funktionalität hätte Acer jedoch ruhig spendieren können.
Alleinstellungsmerkmal des Acer Liquid E700 Trio ist jedoch die Möglichkeit, gleich 3 SIM-Karten einzusetzen. Andere Hersteller verlangen für ihre Dual-SIM Versionen saftige Aufpreise, Acer bietet das E700 Trio zu einem regelrechten Kampfpreis an. Es ist im Internet bereits für 179,- EUR zu haben. Man fragt sich ernsthaft, warum man für die vergleichbar großen Modelle der Marktführer das Doppelte zahlen muss. Die 3 SIM-Plätze haben jedenfalls schon eine Kollegin überzeugt, sich das Acer Liquid E700 Trio zu bestellen. Insofern hat sich die Testaktion für Acer bereits gelohnt. ;)
Der Zubehörmarkt beschränkt sich jedoch leider auf die Volumenmodelle der anderen Hersteller. Man hat es daher z.B. schwer, ansprechende Schutzhüllen zu finden. Leider lässt auch Acer seine Kunden im Stich, über die Homepage gibt es weder Zubehör für das E700 noch ausführliche Handbücher oder nennenswerten Support.

Michael Pelz

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01.10.2014, 18:44:45 via App

schöner Bericht, THX :)

L.G. Erwin
..................
Wissen ist Macht. Nichts wissen macht nichts.
Wer einen Rechtschreibfehler findet darf ihn behalten.
Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.
Hat dir mein Beitrag gefallen? Dann würde ich mich über ein Danke freuen.
(cool)

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02.07.2015, 13:42:55 via Website

"Positiv überrascht bin ich vom Sound des Liquid 700 Trio. Die mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer im Zusammenspiel mit dem DTS Studio Sound (mit guten EQ-Einstellmöglichkeiten) lassen die Herzen der Musikliebhaber höher schlagen."

Also ich hab keine Ahnung was für ein e700 Du getestet hast:
Die In Ear Kopfhörer sind völlig indiskutabel vom Klang und haben nicht mal eine R/L Markierung.
Das DTS Soundsystem beinhaltet lediglich eine Treble (Höhen) und eine Bass Einstellung in 7 Stufen wobei beim Bass klangmäßig bei max. Stufe 5 Ende ist, weil es sonst dröhnt. Außerdem gibts für Musik 5 und für Film 3 Voreinstellungen, welche allesamt Klangtechnisch nicht besonders hervorstechen. (Meine Empfehlung: DTS auf Flat einstellen und den EQ von Google Play nutzen, da läßt sich unter anderem ein FX-Verstärker, Bass und Surround einstellen. Damit und mit anständigen Kopfhörern sollte dann eine 'vernünftige' Musikwiedergabe möglich sein.)
Ansonsten allerdings stimme ich deinem Test zu, mit der Ausnahme das der MediaTek mit 4x1,3Ghz taktet.
Trotzdem Danke für den Test.
Ach so, Die Kamera läßt sich mit der GoogleCam auch ein wenig optimieren.

MfG

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