Gewinner und Verlierer: Huaweis neuer Markt und Spotifys Macht

Gewinner und Verlierer: Huaweis neuer Markt und Spotifys Macht

Julia hatte in dieser Woche die Chance, mit den Huawei FreeBuds Studio einen neuen Markteinstieg am eigenen Leib zu erfahren. Denn der Hersteller bietet mit den Kopfhörern seine ersten Over-Ear-Kopfhörer mit ANC an und zielt dabei auf Bose, Sony & Co. Mit Spotify hingegen hatte David ein regelrechtes Hühnchen zu rupfen.

Musiker haben es aktuell sehr schwer. Denn während Restaurants und Kiosks sich während des zweiten Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie zumindest mit Takeaway-Angeboten über Wasser halten können, bleiben viele Künstler auf der Strecke. Konzerte können nicht stattfinden und damit bricht vor allem das wichtige Merchandise-Geschäft weg, mit dem sich in Zeiten von Musikstreamingdiensten oftmals am meisten Geld verdienen lässt. Spotify, noch immer Marktführer bei den Online-Musikdatenbanken, etablierte in dieser Woche eine ziemlich kontroverse neue Funktion. Doch bevor ich verrate, warum sich Spotify zum Verlierer der Woche qualifiziert, schauen wir uns Julias brandneuen Kopfhörer-Tipp an.

Gewinner der Woche: Huawei und seine FreeBuds Studio

Denn meine Kollegin konnte in dieser Woche die neuen FreeBuds Studio von Huawei testen. Dabei sieht das Logo des chinesischen Unternehmens auf der Seite der neuen Kopfhörer erst einmal ungewohnt aus, wie ich finde. Denn normalerweise thronten auf kabellosen Over-Ear-Kopfhörern mit ANC und einem Preisschild um 300 Euro Namen wie Bose, Sony und seit einiger Zeit auch Microsoft. Nun drängt Huawei auf den Markt, orientiert sich bei der Namensgebung bei den vielerorts spekulierten Apple AirPods Studio und liefert einen überraschend soliden Erstauftritt ab.

Julia findet nach ihrem Test, die Huawei FreeBuds Studio klängen für die unverbindliche Preisempfehlung von 299 Euro hervorragend und machten vor allem in puncto Akku und Komfort etwas her. Denn im Vergleich der bereits etwas in die Jahre gekommenen Sony WH-1000XM3 sei die Akkulaufzeit hervorragend und die Kopfhörer ließen sich dank der Schnellladefunktion auch innerhalb kürzester Zeit wieder mit Energie füllen. Auf Julias Kopf passten die FreeBuds Studio wie Faust auf Auge und sie erzählt in ihrem Test, dass sie die schwarzen Kopfhörer nach wenigen Minuten kaum noch spürte. Ihr Fazit in Kürze:

Alles in allem bekommt Ihr für das Geld sehr gute Kopfhörer mit einer überragenden Akkulaufzeit. Bravo, Huawei! Das ist ein toller Einstieg in den Over-Ear-Markt.

Die ausführliche Version ihres Kopfhörer-Reviews findet Ihr im Testbericht zu den Huawei FreeBuds Studio.

Verlierer der Woche: Spotifys neuer Song-Booster-Service

Habt Ihr die FreeBuds Studio bereits vorbestellt (der Release ist erst am 9. November), könnt Ihr den Kopfhörer per Bluetooth mit Eurem Smartphone verbinden. Somit bietet es sich an, Musik-Streaming-Apps zu nutzen doch David empfiehlt diese Woche einen kleinen Boykott der Plattform. Denn diese stellte mit dem neuen Song-Booster-Service eine Funktion vor, die für Künstler zum Problem werden könnte. Im Grunde genommen geht es um eine neue Möglichkeit, mit seiner Musik an Reichweite zu gewinnen. Titel, die einem Musiker besonders wichtig sind, seine Paradestücke, kann er mit wenigen Klicks einem potenziell größeren Publikum anbieten.

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So weiß Spotify, welche Musik Ihr am liebsten hört. / © Spotify

Die Wahrscheinlichkeit, so Spotify, dass der Song in die begehrten Playlisten gelangt, sei somit höher. An und für sich klingt das sehr gut, doch geht die Ausschreibung für den Song-Boost-Service zu Kosten der Tantiemen, die Spotify an seine Künstler bezahlt. Da diese im Vergleich zu andere Musik-Streaming-Anbietern ohnehin schon schwindend gering ist, werden die Einnahmen gerade für kleine Künstler zur Farce. In seinem Artikel beschreibt David den Sachverhalt noch genauer und freut sich natürlich über Eure Meinung zu dem Thema. Spannend ist hier, dass sich ein Künstler in den Kommentaren selbst zu Wort meldet.

Wie, wann und wo hört Ihr am liebsten Musik? Besitzt Ihr noch CDs und Vinyls oder vertraut Ihr voll und ganz auf Streaming-Dienste?

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