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Apple

Apple iPhone 14

3,5

Pro

  • Top-Leistungsniveau trotz Vorjahres-Chip
  • Sehr hochwertig verarbeitet
  • Verbesserte Bild- und Videoqualität
  • Hervorragende Akkulaufzeit

Contra

  • Kaum Neuerungen
  • Mächtiger Preisanstieg von 100 Euro
  • Satelliten-Notruf nur für die USA
  • Aufladen dauert für 2022 zu lange
Foto: Handy Apple apple-iphone-14

Pros des Apple iPhone 14

  • Top-Leistungsniveau trotz Vorjahres-Chip
  • Sehr hochwertig verarbeitet
  • Verbesserte Bild- und Videoqualität
  • Hervorragende Akkulaufzeit

Contras des Apple iPhone 14

  • Kaum Neuerungen
  • Mächtiger Preisanstieg von 100 Euro
  • Satelliten-Notruf nur für die USA
  • Aufladen dauert für 2022 zu lange

Kurzfazit & Kaufen

Selten war es so schwierig, für ein neues iPhone eine Kaufempfehlung auszusprechen. Denn mit einem Quäntchen mehr Bildqualität, ein wenig mehr Akkulaufzeit und einem GPU-Kern mehr decken wir hierzulande schon fast alle Neuerungen des neuesten iPhones in der Basis-Version ab. Dass Apple in der UVP dafür gleich 100 Euro zusätzlich verlangt, ist auch nach mehreren Testtagen unverständlich.

Das iPhone 14 sieht aus wie das Vorgängermodell, es fühlt sich im Alltag genauso an und selbst in der S-Bahn sieht niemand, dass Ihr das neueste iPhone nutzt. Obwohl das neueste iPhone 14 ein sehr gutes Handy ist, wird es somit von den Vorgängermodellen und den deutlich spannenderen Pro-Modellen überrollt. Diese Iteration können Apple-Jünger getrost überspringen – oder auf die neue Plus-Variante mit größerem Display warten.

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Wollt Ihr das iPhone 14 dennoch kaufen, zahlt Ihr für die Basis-Variante mit 128 Gigabyte Speicherplatz genau 999 Euro. Die Farben Blau, Violett, Mitternacht, Polarstern und "(Product) Red" sind bereits online bei Apple, im Apple-Store Eurer Wahl oder bei Retailern verfügbar.

Apropos Farben: Apple hat kürzlich eine neue Farboption für das iPhone 14 Plus vorgestellt. Seit dem 14. März könnt Ihr die gelbe Variante im Apple Store und bei Partnern finden. Wie auf dem Bild unten zu sehen ist, behält diese Version das Premium-Design bei, wobei der Aluminiumrahmen und die Tasten einen dezent gebräunten gelben Farbton aufweisen und die Glasrückseite einen auffälligen gelben Farbton zeigt.
Abgesehen von der gelben Version ist das iPhone 14 Plus nun also in insgesamt sechs Farben erhältlich: Midnight, Purple, Starlight, (PRODUCT)RED, Blue und die verspielte gelbe Variante, die hier intern liebevoll "Das Pikachu iPhone" genannt wird (Hut ab vor dieser Idee, Antoine Engels).

Apple iPhone 14 in Gelb
Das gelbe iPhone wurde im März 2023 veröffentlicht. / © NextPit
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Design & Display: So langsam wird's alt

Eine schräge Dual-Kamera auf dem Rücken, eine tiefe Stirnfalte auf der Front – das iPhone 14 lässt sich kaum vom Vorgängermodell unterscheiden. Das 6,1 Zoll große "Super Retina XDR OLED"-Display sowie alle Knöpfe und Anschlüsse sind ebenfalls gleich geblieben. Nur in den USA erkennt Ihr, ob Ihr gerade ein iPhone 14 oder ein iPhone 13 in der Hand haltet.

Das iPhone 14 von vorne
Das "Super Retina XDR OLED-"Display des iPhone 14 hat nicht die "120 Hz Pro Motion"-Bildwiederholrate. / © NextPit

Gefällt:

  • Hohe Verarbeitungsqualität
  • Zubehör abwärtskompatibel
  • 6,1-Zoll-Format noch immer handlich
  • Bessere Reparierbarkeit

Gefällt nicht:

  • 0 Neuheits-Faktor
  • 0 Prestige-Faktor
  • Design und Technik veraltet

Apple verfolgt beim iPhone 14 die Strategie seiner SE-Serie und lässt das Design des Smartphones unverändert. Bei wem sich ein neues Handy auch gerne neu anfühlen soll, der wird enttäuscht sein. Genauso der sicher nicht kleine Anteil der Bevölkerung, die ihr Smartphone an Handyketten oder in der Bahn zur Schau stellen. Denn anders als beim Upgrade von iPhone 12 auf iPhone 13 wird niemand erkennen, dass Ihr das neueste iPhone nutzt.

iPhone 14 von vorne mit Blick auf die Notch
Das iPhone 14 verfügt nicht über die neue Dynamic-Island-Aussparung der Pro-Modelle. / © NextPit

In der Praxis weiß das kompakte Format dank 6,1-Zoll-Display aber noch immer zu überzeugen. Die gebotene Displayqualität ist dank des farbenfrohen OLED-Panels noch immer top, gleiches gilt für die Schärfe dank Retina-Auflösung, welche mit 1.170 x 2.532 Pixeln arbeitet. Nicht mehr zeitgemäß ist allerdings, dass Apple beim Basis-Modell und dem neuen Plus-Brecher mit 6,68-Zoll-Display noch immer auf 60 Hertz setzt. Apples iOS 16 läuft also nicht ganz so butterweich wie bei den aktuellen Pro-Modellen.

Bei diesen revolutioniert Apple zudem die berüchtigte Notch, die als neue "Dynamic Island" zur intelligenten Informationszentrale wird. Während sich über Geschmack streiten lässt, gibt Apple dadurch selbst zu: die Notch ist veraltet – und gehört wie der Lightning-Anschluss im Jahr 2022 abgeschafft. Den mutigen Schritt, den SIM-Karten-Schlitten rauszuschmeißen, revidiert Apple in Deutschland prompt. Na was denn nun?

Dynamic Island beim iPhone 14 Pro.
Nur in den Pro-Modellen: Die "Dynamic Island" zeigt Informationen dynamisch an. / © NextPit

Apropos mutiger Schritt: Apple hat die Konstruktion seines Basis-iPhones verbessert. Die Rückseite lässt sich nun einfacher – und vor allem kostengünstiger – austauschen. Beim iPhone 14 kostet die Reparatur der Rückseite 199 Euro – beim Vorgänger belaufen sich die Kosten bei einem Drittanbieter bereits auf 369 Euro. Begrüßenswert!

Apple iPhone 14: Software

Das iPhone 14 läuft mit iOS 16.0.1. Wir haben bereits viel über Apples neues mobiles Betriebssystem berichtet. Lest also unbedingt unsere Übersicht zu iOS 16 und auch den Beitrag zu  10 der wichtigsten iOS-Funktionen, die Ihr kennen solltet.

Die meisten Funktionen, die Apple in seiner Pro-Serie bietet, sind auch auf dem iPhone 14 zu finden. Ausgenommen des schicken Always-On-Displays, das den Modellen Pro und Pro Max vorbehalten ist.

Screenshots vom iPhone 14 Pro Max
Der Großteil der Neuerungen des iPhone 14 Pro Max betrifft die Software. / © NextPit

Ihr profitiert dennoch von den neuen Möglichkeiten, den Sperrbildschirm zu personalisieren. Die neuen iOS-Lockscreens samt Widgets sowie der Tiefeneffekt, der auf den Bildschirmhintergrund angewendet wird, sind ziemlich cool. Auch wenn letztere Funktion sehr launisch und kompliziert zu bedienen ist.

Für das iPhone 14 und die Apple Watch 8 gibt es zudem eine neue Schutzfunktion. Diese erkennt Autounfälle über eine Reihe verbesserter Sensoren, darunter Barometer, Beschleunigungsmesser und Mikrofone, um zu erkennen, wenn Ihr in einen Autounfall verwickelt wart. Anschließend setzt das iPhone einen Notruf ab, wenn Ihr diesen nicht rechtzeitig abbrecht.

Leistung: Ein Kern spaltet die Apple-Gemeinde

Apples neuestes iPhone 14 läuft mit dem SoC aus dem letzten Jahr, dem A15 Bionic. Anders als die Basis-Variante des iPhone 13 verfügt das 14er-Modell aber über einen zusätzlichen Grafikkern. Damit liegt es mit dem iPhone 13 Pro gleichauf, fällt aber hinter das diesjährige Pro-Modell mit A16 Bionic zurück. Ihr merkt wieder: Es lohnte sich kaum so sehr, in die Pro-Modelle zu investieren.

Gefällt:

  • Größerer Arbeitsspeicher als im Vorgänger
  • Leistungsniveau trotz Vorjahres-SoC sehr hoch
  • Neue Funkstandards an Bord

Gefällt nicht:

  • Erstmal kein Satelliten-Feature für Europa
  • Kaum Vorteile gegenüber iPhone 13

Seit einigen Generationen launcht Apple seine neuen Smartphones mit einem gehörigen Vorschub an Prozessorleistung. Bedeutet, es gibt zum Launch kaum Anwendungen, welche die Rechenpower ausnutzen. Aus diesem Grund wird es Euch im Alltag gar nicht auffallen, dass Apple im iPhone 14 dasselbe SoC verbaut wie im iPhone 13 Pro und iPhone 13 Pro Max. Der Chip aus dem Vorjahr war bereits leistungsstark genug, dass Ihr die nächsten Jahre keine Probleme mit der Systemstabilität bekommen solltet.

Blick auf die Seite des iPhone 14
Der Rahmen des iPhone 14 besteht aus Aluminium. / © NextPit

Diese Entscheidung Apples hätte ich sehr begrüßt, würde man dadurch auch die Kosten für ein neues iPhone senken. Aber das iPhone 14 ist 100 Euro teurer geworden – und das fehlende Prozessor-Upgrade bekommt einen faden Beigeschmack. Im Benchmark zeigt sich aber zumindest, dass Apples A15 Bionic nicht viel leistungsschwächer ist als sein Nachfolger.

Darüber hinaus verpasst Apple seinem alten Chip einen neuen Funkstandard. So findet Bluetooth 5.3 Einzug in das iPhone. Die Möglichkeit, sich in Notfällen mit dem iPhone auch über Satelliten mit Notrufzentralen zu verbinden, fällt in Deutschland bislang weg. Ob und wann das Feature kommt, ist nach wie vor unklar. Und auch in den USA ist der Satelliten-Notruf nur zwei Jahre lang kostenfrei.

  Apple iPhone 14 Apple iPhone 14 Pro Max Asus Zenfone 9 Samsung Galaxy Z Fold 4 Samsung Galaxy Z Fold 3
3D Mark Wild Life Zu leistungsstark Zu leistungsstark Zu leistungsstark 8611 5683
3D Mark Wild Life Extreme 2431 3362 - - -
3D Mark Wild Life Stress Test

Bester Loop: 9.761

Schlechtester Loop: 8.321

Bester Loop: 9599

Schlechtester Loop: 8121

Bester Loop: 10.524

Schlechtester Loop: 5.617

Bester Loop: 10.332
Schlechtester Loop: 5606
Bester Loop: 5579
Schlechtester Loop: 3435
Geekbench 5 Einfach: 1699
Mehrere: 4817
Einfach: 1885
Mehrere: 5406
Einfach: 1263
Mehrere: 3899
Einfach: 1332
Mehrere: 3947
Einfach: 1095
Mehrere: 3239

Setze ich meinen Mecker-Hut ab, muss ich aber von der Performanz des neuen iPhones schwärmen. Wie mein iPhone 13 mini, das ich sonst als Alltags-Handy nutze, gibt es beim iPhone 14 kaum Ladezeiten oder Ruckler. Mobile Games laufen par excellence und Apps parallel zu nutzen, läuft dank einem RAM-Upgrade auf nunmehr 6 statt 4 Gigabyte Arbeitsspeicher tadellos.

Kamera: Das wichtigste Argument

Die größten Änderungen gibt's bei der Kamera des iPhone 14. Apple verbessert die Lichtstärke der Hauptkameras mit größeren Sensoren und besseren Objektiven. Gleichzeitig ordnet der Gigant aus Cupertino seinen Bildverarbeitungsprozess neu an. Selfies sind dank der Frontkamera mit Autofokus zudem schärfer und Videos werden noch "cinematischer" und ruckelfreier.

Nahaufnahme von der Hauptkamera des iPhone 14
Der neue Blitz soll gleichmäßiger sein, je nachdem, welches Objektiv du verwendest. / © NextPit

Gefällt:

  • Neue Photonic Engine sorgt für bessere Nachtfotos
  • Actionmodus und Kinomodus in 4K sind eine Wucht
  • Sinnvolles Update für Frontkamera

Gefällt nicht:

  • Wieder großer Abstand zu den Pro-Modellen

Apple schafft es beim iPhone 14 erneut, größere Sensoren und lichtstärkere Objektive einzubauen. Die Änderungen sind mit einem Sensorgrößen-Upgrade von 1,7 auf 1,9 µm in der Hauptkamera und einer verbesserten Lichtstärke von f/1.6 auf f/1.5, auch Hauptkamera, aber marginal. Das Ultraweitwinkel-Modul ist gleich geblieben, Selfie-Fans freuen sich aber über einen Autofokus und ein lichtstärkeres Objektiv mit f/1.9.

Käufer des iPhone 14 schauen der Bourgeoisie mit ihren schicken Pro-Modellen aber dennoch neidisch nach. Denn hier hat Apple in diesem Jahr einen neuen 48-Megapixel-Hauptsensor integriert, der neben Pixel-Binning auch eine 2x-Zoomstufe ohne Qualitätsverlust auf das iPhone bringt. Dennoch ist es erfreulich, dass Apple vier wichtige Features flächendeckend auf alle 14er-Modelle bringt.

Der erste ist die neue Anordnung in der Bildbearbeitung, Photonic Engine genannt. Apple verarbeitet die Rohdaten der Kamerasensoren anders, wodurch bessere Bilder entstehen sollen. In der Praxis macht sich das vor allem bei Nachtaufnahmen bemerkbar, die mit besseren Details und satteren Farben in dunklen Bereichen glänzen. Aufnahmen bei Dunkelheit wirken qualitativ hochwertiger als bei meinem iPhone 13 mini.

Apple iPhone 14 Testfotos 10
Ultraweitwinkel bei Tageslicht
Quelle: NextPit
Apple iPhone 14 Testfotos 13
Porträtmodus bei Tageslicht
Quelle: NextPit
Apple iPhone 14 Testfotos 12
Weitwinkel bei Tageslicht
Quelle: NextPit
Apple iPhone 14 Testfotos 14
Weitwinkel bei Tageslicht
Quelle: NextPit
Apple iPhone 14 Testfotos 09
Ultraweitwinkel bei Tageslicht
Quelle: NextPit
Apple iPhone 14 Testfotos 08
Porträtmodus im Weitwinkel – Abstand zu groß
Quelle: NextPit
Apple iPhone 14 Testfotos 15
Weitwinkel bei Tageslicht
Quelle: NextPit
Apple iPhone 14 Testfotos 11
Porträtmodus bei Tageslicht
Quelle: NextPit
Apple iPhone 14 Testfotos 05
Ultraweitwinkel bei Tageslicht
Quelle: NextPit
Apple iPhone 14 Testfotos 02
Ultraweitwinkel mit HDR
Quelle: NextPit
Apple iPhone 14 Testfotos 07
Porträtmodus im Nachtmodus – Weitwinkel
Quelle: NextPit
Apple iPhone 14 Testfotos 04
Nachtmodus Weitwinkel
Quelle: NextPit
Apple iPhone 14 Testfotos 01
Ultraweitwinkel bei Nacht
Quelle: NextPit
Apple iPhone 14 Testfotos 06
Weitwinkel im Nachtmodus
Quelle: NextPit
Apple iPhone 14 Testfotos 03
Weitwinkel Nachtmodus
Quelle: NextPit

Die iPhone-13-Serie kam zudem mit einer derben Einschränkung im eigentlich technisch doch so beeindruckenden Kinomodus. Was im letzten Jahr nur in Full-HD und 60 Bildern pro Sekunde funktionierte, gelingt nun in "glorious 4K" bei wahlweise 30 oder 24 Bildern pro Sekunde. Vorteile ergeben sich vor allem bei gemischter Nutzung, da sich Aufnahmen mit und ohne Kinomodus nicht mehr in der Auflösung unterscheiden. Wie gut sich das digitale Bokeh im Vergleich zu anderen Modellen schlägt, lest Ihr im verlinkten Test.

Apple führt mit seinen 14er-Modellen einen Actionmodus ein. Egal ob mit der per Sensor-Shift stabilisierten Hauptkamera oder mit der unstabilisierten Ultraweitwinkelkamera, Ihr könnt Aufnahmen digital stabilisieren lassen – und das funktioniert ungefähr auf GoPro-Niveau. Sehr gut also, wenn Ihr Euer iPhone für Aufnahmen beim Mountainbiking oder Skaten nutzt. Praktisch: der Zuschnitt, den Apple für die Stabilisierung braucht, ist nur minimal. Das Zenfone 9 (zum Test) beispielsweise schneidet Eure Aufnahmen hierfür ganz schön eng zusammen.

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Zu guter Letzt noch zwei, drei Worte über Selfies: Die Frontkameras der neuen iPhone-14-Modelle sind allesamt mit einem Autofokus ausgestattet. Zwar ist die Hyperfokaldistanz, also der Abstand zwischen Motiv und Objektiv, bei dem alles scharf ist, bei 23 Millimetern Brennweite und winzigem 1/3,6-Zoll-Sensor ohnehin recht kurz – die Aufnahmen sind aber gerade im Nahbereich ein wenig schärfer. Erfreulich: Auch hier arbeitet der Kinomodus in 4K!

Fassen wir zusammen: Die Bildqualität der Hauptkameras hat sich beim Fotografieren nur marginal verbessert, Videografen erfreuen sich über zwei neue Funktionen. Selfie-Knipser werden jetzt automatisch scharf gestellt (*rrrr*) und bei mir stellt sich eine Frage: Wenn Apple denselben Chip samt desselben ISP nutzt, warum gibt es die neuen Funktionen dann nicht auch auf dem iPhone 13? Will man etwa künstlich Software-Neuerungen exklusiv halten? Womöglich wäre all das mit kleineren Sensoren und einem Kommaschritt in der Lichtstärke nicht möglich. Wer's glaubt!

Akku & Aufladen: Erstaunlich ausdauernd

Mit 3.279 Milliamperestunden ist der Akku des iPhone 14 genau 39 mAh größer als beim Vorgängermodell. Die Akkulaufzeit war im Test mit durchschnittlich zwei Tagen aber über jeden Zweifel erhaben. Dass Apple am veralteten Quick-Charging festhält, ist aber bedauerlich.

Das iPhone 14 von unten mit Lightning-Kabel
Das kabelgebundene Aufladen des iPhone 14 mit 20 W ist 2022 definitiv zu langsam. / © NextPit

Gefällt:

  • Sehr gute Akkulaufzeit
  • Wireless-Charging und Reverse-Wireless-Charging mit an Bord

Gefällt nicht:

  • Langsames Quick-Charging 
  • Lightning-Anschluss

Auch in diesem Jahr zaubert Apple durch energieeffiziente Hardware und vergleichsweise kleinen Akkus eine hervorragende Akkulaufzeit ins iPhone. Im Testzeitraum ließ sich das Smartphone in der Regel zwei Tage ohne erneutes Aufladen verwenden. Wer mehr Laufzeit benötigt, sollte sich das Plus-Modell mit größerem Akku noch einmal genauer anschauen.

Zu Bemängeln gibt es dieselben Punkte wie beim Test des iPhone 13: Apple lädt seine Smartphones nach wie vor zu langsam auf. Gleichzeitig nutzt der Hersteller mit Lightning einen Anschluss, der im Jahr 2024 in Europa endgültig verboten wird. Im Jahr 2022 ist er vor allem aus dem Grund nervig, dass die meiste Technik – selbst iPads und MacBooks von Apple selbst – bereits auf USB C setzen. Man sucht also immer zwei Kabel statt einem.

iPhone 14 wird per MagSafe geladen
Apples MagSafe-Ladegerät ist auch mit dem iPhone 14 kompatibel. / © NextPit

Kabelloses Laden funktioniert wie beim Vorgänger: Entweder per MagSafe inklusive Möglichkeit für MagSafe-Zubehör – oder über jeden Qi-Charger, den Ihr im Umfeld finden könnt.

Datenblatt

  Apple iPhone 14 Reihe
Produkt Apple iPhone 14 Plus
Farben
  • Blau, Malve, Mitternacht, Sternenlicht (weiß), Product RED und Gelb
Display
  • 6,1 Zoll Super Retina XDR OLED
  • 1200 nits peak
  • True Tone
  • Einkerbung
  • 6.7 Zoll Super Retina XDR OLED
  • 1200 nits peak
  • True Tone
  • Notch
SoC
  • Apple A15 Bionic (5 nm)
  • 6-Kern CPU
  • 5-Kern GPU
  • 16-Kern Neural Engine
Speicher
  • 128 GB, 256 GB und 512 GB
microSD
Hauptobjektiv
  • 12 MP | f1.5 Blende | 1.9 µm Größe | Sensor-Shift OIS.
Ultraweitwinkel
  • 12 MP | f/2.4 Blende | 13 mm | 120° FOV
Teleobjektiv
Video
  • 4K bei 24/30/60 FPS (Rückseite)
  • 1080p bei 30/60/120/240 FPS (Selfie)
  • Action-Modus
Selfie
  • 12 MP | Blende f/1.9 | Autofokus
  • Photonic Engine
Audio
  • Stereo
Akkulaufzeit
  • Videowiedergabe: 20 Stunden
  • Video (Streaming): 16 Stunden
  • Audio-Wiedergabe: 80 Stunden
  • Videowiedergabe (Playback): 26 Stunden
  • Video (Streaming): 20 Stunden
  • Audiowiedergabe: 100 Stunden
Schnelles Aufladen
  • 20 W (kabelgebunden)
  • 15 W (MagSafe)
  • 7,5 W (Qi)
Robustheit
  • IP68.
  • Ceramic Shield, Rahmen aus Aluminium
Connectivity
  • eSIM, 5G, Wi-Fi 6, NFC, Bluetooth 5.3, UWB, Satellit
Preis 999 € 1149 €

Abschließendes Urteil

Auch wenn sich über Apples Entscheidungen immer streiten lässt, in der Regel sind die Entscheidungen des Unternehmens nachvollziehbar. Im Jahr 2022 muss ich mich aber gehörig am Kopf kratzen, wenn ich über meine Notizen zum iPhone 14 schaue. Für 999 Euro führt das Unternehmen ein neues Modell ein, das sich nur in Details vom inzwischen knapp 800 Euro teuren Vorgängermodell unterscheidet. Dabei gibt es nicht einmal optische Änderungen, mit der sich der Kauf aus einer Art Kultgefühl begründen ließ.

iPhone 14 von hinten
Apple hat uns eine Handyhülle mitgeschickt – habt Ihr Interesse an einem Hands-On? / © NextPit

Apples iPhone 14 ist ein Statement hin zur Pro-Serie. Die wenigen Änderungen und der Preisaufschlag, der meiner Meinung nach nur in Teilen dem schwachen Euro geschuldet ist, wirken wie ein Fingerzeige auf das Pro-Modell sein, das allerdings noch einmal 299 Euro mehr kostet. Damit stehen gerade Apples treueste Kund:innen vor einer schweren Entscheidung, der ich als Technikjournalist nur eine einzige Hilfestellung beifügen kann:

Nutzt Ihr ein iPhone 13, könnt Ihr diese iPhone-Generation aussetzen – oder Euch das Pro-Modell kaufen. Nutzt Ihr ein älteres iPhone, solltet Ihr auf das iPhone 15 warten – oder Euch das Pro-Modell kaufen. Wollt Ihr Euch erstmalig ein iPhone kaufen ... solltet Ihr das iPhone 13 kaufen – oder eben das iPhone 14 Pro.

Es wirkt, als opfere Apple sein mitunter beliebtestes iPhone-Modell, um einen stärkeren Fokus auf die Pro-Modelle zu legen. Denn hier, und das bahnte sich schon im letzten Jahr an, gibt es die wirklichen Innovationen. Mit der Liebe zum Detail und der Raffinesse, wegen derer sich die meisten Menschen überhaupt ein iPhone kaufen.

Apple ist also wieder Premium – und das iPhone 14 ist ein Nicht-Premium-Handy zum Premium-Preis. Auch wenn es keine "technischen Mängel" gibt, wie in unserem Test-Chart steht, schafft es das iPhone in meinen Augen nicht über die 3,5 Sterne hinaus.


Dieser Test wurde am 19. März aktualisiert, um das seit dem 14. März erhältlichen gelben iPhone zu berücksichtigen.

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