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Asus ZenFone 2

4,0

Pro

  • Display
  • Leistung
  • Ausgereiftes Interface
  • microSD-Slot
  • Dual SIM
  • Schnellladefeature

Contra

  • Kapazitive Knöpfe nicht beleuchtet
  • Rutschige Oberfläche
  • Geringe Display-Helligkeit im Freien
  • Fest verbauter Akku
Foto: Handy Asus asus-zenfone-2

Pros des Asus Zenfone 2

  • Display
  • Leistung
  • Ausgereiftes Interface
  • microSD-Slot
  • Dual SIM
  • Schnellladefeature

Contras des Asus Zenfone 2

  • Kapazitive Knöpfe nicht beleuchtet
  • Rutschige Oberfläche
  • Geringe Display-Helligkeit im Freien
  • Fest verbauter Akku

Zum Abschnitt:

Asus Zenfone 2: Preis und Verfügbarkeit

Am 16. November 2015 beginnt in Deutschland endlich die Auslieferung des ZenFone 2 mit der interessanten Hardware. Das Modell mit 32 GB Speicher kann man direkt bei Asus bestellen. Alternativ geht auch Amazon:

Neben dem ZenFone 2 werden auch das Akku-Monster ZenFone Max, sowie die Foto-Experten Selfie und Laser noch vor Weihnachten in Deutschland vermarktet. Diese werden auf neueren Prozessoren aufbauen, sodass Ihr mehr Auswahl haben werdet. Diese Geräte sind nicht nur wegen ihrer Spezialisierung interessant. Auch preislich sollen sie unter dem ZenFone 2 angesiedelt werden.

Damit stehen uns also eine ganze Serie von Tests ins Haus, auf die Ihr Euch freuen dürft. Asus mischt den Markt der Android-Smartphones auf, und wir finden heraus, ob es gegen die Konkurrenz ankommen kann. Bis dahin dient Euch der ZenFone 2 Test schon als kleiner Ausblick.

Asus Zenfone 2: Design und Verarbeitung

Freunde von großen Displays kommen beim ZenFone 2 voll auf ihre Kosten. Und dank des 10,9 Millimeter dicken Corpus hat man das Gefühl, etwas Grundsolides in der Hand zu halten.

Denkt man an den niedrigen Preis des ZenFone 2, erwartet man eigentlich auch nicht viel vom Aussehen. Doch neben einem LG G3 oder einem HTC One (M8) sieht es wirklich nicht schlecht aus; und die beiden zählen zu den schönsten Android-Smartphones 2014.

Asus Zenfone 2
Asus ZenFone 2 im Test: Das Gehäuse macht dem exzellenten Display keine Schande. / © nextpit

Im Gegensatz zu vielen anderen 5,5 Zoll Geräten ist beim ZenFone 2 die Größe weniger störend. Das Asus ZenPhone 2 lag bei mir, trotz des 5,5 Zoll Displays, sehr gut auch in nur einer Hand. Mit ein paar Millimetern Unterschied ist es in etwa so groß wie das LG G3.

Asus Zenfone 2
Asus ZenFone 2 im Test: Der oben angebrachte Power-Knopf ist der einzige Design-Fehler, da er die ansonsten problemlose Einhand-Bedienung unterbricht. / © nextpit

Auf lange Sicht jedoch verfliegt die anfängliche Liebe schnell, wenn man merkt, dass das Plastik-Gehäuse nach einigem Anfassen sehr rutschig wird. So rutschig, dass es mir in den Tagen, in denen ich es getestet habe, mehrfach fast schon aus der Hand geglitten wäre. Ein weiteres Problem ist der sehr hoch platzierte Schwerpunkt, sodass das ZenFone 2 im Test mehrfach fast nach vorne aus der Hand gerutscht ist.

Asus Zenfone 2
Die Sensor-Tasten sind am Tage gut sichtbar, doch mangels Hintergrundbeleuchtung nachts unsichtbar. / © nextpit
Asus Zenfone 2
Wie das LG G3 ist auch die Rückseite des ZenFone 2 aus Plastik und imitiert Metall-Look. / © nextpit

Asus Zenfone 2: Display

Das ZenFone 2 kommt mit einem sehr hellen Full-HD-Display daher, das dank IPS-Technologie die Farben kräftig und winkelstabil darstellt. Was uns im ersten Test des ZenFon 2 sofort positiv auffiel: Das Gorilla Glass 3 hat eine fettabweisende Oberfläche gegen Fingerabdrücke. Sie ist sehr glatt, was die Reibung auf ein angenehmes Minimum reduziert.

Asus Zenfone 2
Asus ZenFone 2 im Test: Das Display stellt Farben hervorragend dar, doch die Helligkeit lässt zu wünschen übrig. / © nextpit

Auf den ersten Blick sind Farbe und Kontrast optimal eingestellt. Wem die Voreinstellungen nicht zusagen, der kann in die Display-Einstellungen gehen und nach Belieben nachjustieren. Die Pixeldichte von 403 ppi ist nicht mehr die höchste, wenn man sie etwa mit der eines LG G3 vergleicht. Dennoch ist es sehr schwer, einzelne Pixel wirklich zu erkennen.

Die Touch-Empfindlichkeit ist hervorragend und auf den Punkt genau; um nicht zu sagen, eine der besten, die ich je getestet habe.

Asus Zenfone 2
Asus ZenFone 2 im Test: Im Freien versagt das Display. / © nextpit

Während Farben und Kontrast des ZenFone-2-Displays absolut glänzen, lässt die Helligkeit sehr zu wünschen übrig. Die zusätzliche Reflexion des gläsernen Bildschirms macht das Asus-Smartphone im Freien nahezu unbrauchbar.

Asus Zenfone 2: Software

Auch in Sachen Software zeigt Asus Neues. Das Lollipop-basierte ZenUI wurde komplett überarbeitet und zeigte sich in unserem Test des ZenFone 2 von oben bis unten anpassbar. Das Interface muss trotzdem nicht jedem gefallen und die Icons sind echt nicht mein Ding. Sowohl die Schnelleinstellungen, als auch die Notifications auf dem Sperrbildschirm sind eine Mischung aus dem, was man von SamsungsTouchWiz kennt.

Asus Zenfone 2
Asus ZenFone 2 im Test: Ich mag die Icons nicht, aber alles am ZenUI lässt sich anpassen. / © nextpit

Asus verspricht mit dem Zen UI 200 neu einprogrammierte Features; nicht alle von ihnen sind erwähnenswert, doch man spürt deutlich, dass Asus sich reichlich Mühe gegeben hat. Die größte Freude hatte ich mit zweien, die sich schon im Launcher des getesteten ZenFone 2 verbergen. Wischt man auf dem Startbildschirm irgendwo nach unten, klappt eine Benachrichtungsleiste auf. Wischt man nach oben, könnt Ihr den Homescreen konfigurieren. ZenMotion heißt dieses Feature und lässt sich in den Einstellungen noch weiter individualisieren.

Asus Zenfone 2
Asus ZenFone 2 im Test: Die Software basiert auf der aktuellen Android-Version 5.0 Lollipop. / © nextpit

Asus hat eine ganze Reihe eigener Apps programmiert, aber ich habe für den Test des ZenFone 2 meine zwei Favoriten ausprobiert, da sonst der Rahmen dieses Testes gesprengt wird. Zu meinen Favoriten gehört etwa der Audio Wizard, mit dem man unterschiedliche Klangmodi ausprobieren kann; der Musik-Player erinnert teilweise an eine Windows-Phone-App, ist dabei aber sehr aufgeräumt und wirklich gut gemacht. Auch die Asus-eigene Wetter-App hat mich im Test überzeugt.

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Asus ZenFone 2 im Test: Asus liefert stolze 35 Apps im eigenen Design mit. / © nextpit

Die anderen Apps sind eher von praktischer Natur oder dienen der Unterhaltung. Do It Later ist ein Aufgabenplaner, Themes gestalten das Aussehen der Software im ZenFone 2 neu, Radio FM tut, ist natürlich für den guten alten Radiogenuss, und der mitgelieferte Backup-Manager sichert Euch vor einem Datenverlust.

Asus hat das ZenFone 2 auch mit einem Kindermodus ausgestattet, mit dem Ihr Website-Filter einrichten könnt oder Dateien per Passwort schützen könnt. Ihr könnt auch festlegen, wie lange das Kind mit dem Smartphone spielen darf und ab wann das Smartphone sich sperren soll.

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Asus ZenFone 2 im Test: Das ZenUI stellt Benachrichtigungen Lollipop-typisch dar, die Schnelleinstellungen sehen aus wie bei TouchWiz. / © nextpit

Asus Zenfone 2: Performance

Anders als die meisten anderen Smartphone-Hersteller hat Asus seinen Prozessor bei Intel eingekauft. Dieser hat eine andere Rechenarchitektur als die sonst verbreiteten Chips von Qualcomm, MediaTEK und Co., sodass ein Vergleich zwischen diesen unterschiedlichen Architekturen besonders spannend ist. Aber eines Vorweg: Im Alltag und in Benchmarks ist die Leistung des Asus ZenFone 2 im Test ebenbürtig mit dem eines Galaxy S5.

Für unseren Test stand ein ZenFone 2 mit 4 GB RAM zur Verfügung. Im Inneren schlägt der Intel Atom Z3580, der vier 64-bit x86 Recheneinheiten mit bis zu 2,3 GHz und eine potente PowerVR-Grafikeinheit beherbergt. Besonders beim Multitasking macht sich der Leistungs-Überschuss bemerkbar. Bei kaum einem anderen Smartphone kann man wild zwischen fünf 3D-Spielen hin und her wechseln und zwischendurch produktive Sachen machen.

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Asus ZenFone 2 im Test: Links das AnTuTu-, rechts das Geekbench-Ergebnis. / © nextpit

Zocker aufgepasst: Die Grafikleistung des Prozessors ordnet sich zwischen der des LG G4 und der des Galaxy S6 ein, ist also in der Preisregion unschlagbar. Und überhaupt hat sich das ZenFone 2 in meinem ganzen Testzeitraum als zuverlässig schnell erwiesen, was mich sehr beeindruckt hat.

Asus Zenfone 2: Audio

Unten an der Rückseite des Gehäuses befindet sich eine breite Lochmaske, hinter der Asus den Lautsprecher verbaut. Öffnet man die Abdeckung, erkennt man, dass der Lautsprecher sich lediglich auf der linken Seite befindet. Der verbreiterte Grill hat dennoch zur Folge, dass man seltener aus Versehen den Lautsprecher mit den Fingern abdeckt und seinen Klang erstickt.

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Asus ZenFone 2 im Test: Zu dem sehr guten Gehäuselautsprecher liefert Asus auch noch gute Kopfhörer mit, die sich dank unterschiedlicher Gummikappen Eurem Gehörgang anpassen lassen. / © nextpit

Der Gehäuselautsprecher verrichtet seinen Dienst überdurchschnittlich gut. Und auch die Sprachqualität beim Telefonieren ist sehr okay. Selbst bei schwachem Empfang ist das Gesprochene beim Gegenüber gut hörbar angekommen und umgekehrt.

Asus Zenfone 2: Kamera

Asus hat versprochen, dass die ZenFone-2-Kamera vor allem bei schwachem Licht brilliert. Und wie es sich in meinem Test zeigte, hat Asus nicht zu viel versprochen, auch wenn ich den richtigen Modus für die jeweilige Situation manuell auswählen musste. Ein Samsung Galaxy S6 hätte einem diese Handarbeit abgenommen, aber das S6 kostet auch zwei bis dreimal soviel wie das ZenFone 2. Wegen des günstigen Preises drücken wir hier einmal ein Auge zu.

Asus Zenfone 2
Asus ZenFone 2 im Test: Die kapazitiven Knöpfe erinnern auffällig an die die des HTC One M8. / © nextpit

Sowohl die Hauptkamera, als auch die Selfie-Kamera bieten eine Blende von f/2.0. Zum Vergleich: Das Galaxy S6 verfügt über eine Blende von f/1.9 und das LG G4 sogar eine mit f/1.8, welches aktuell den Bestwert darstellt. Die Knipse auf der Rückseite schießt Fotos mit maximal 13 Megapixel, während die Frontkamera Bilder mit 5 Megapixeln aufnimmt.

Der LED-Flash hat zwei Weißtöne, sodass er die Farben weniger verzerren. Der Pixel Master holt Licht aus den düstersten Ecken (siehe Software), HDR ist vorhanden und über den manuellen Modus freue ich mich sehr, denn der ist bei so einem geringen Preis eine Besonderheit.

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Asus ZenFone 2 im Test: Der erste Schnappschuss im Automatikmodus. / © nextpit
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Asus ZenFone 2 im Test: Dasselbe Motiv mit aktiviertem HDR. / © nextpit
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Asus ZenFone 2 im Test: Andere Perspektive; Automatikmodus. / © nextpit
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Asus ZenFone 2 im Test: Und dasselbe noch einmal mit HDR. / © nextpit
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Asus ZenFone 2 im Test: Kamera bei Tageslicht im Normalmodus. / © nextpit
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Asus ZenFone 2 im Test: Und dasselbe im HDR-Modus. / © nextpit

In dunklen Räumen arbeitet man mit dem Asus Zenfon 2 am besten mit den Modi Super HDR oder Low Light. Ersterer reduziert zwar die Auflösung auf drei Megapixel, holt dafür das Vierfache an Lichtinformationen aus dem Motiv.

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Asus ZenFone 2 im Test: Im dunklen Zimmer versagt der Automatikmodus und erzeugt Rauschen auf dunklen Flächen. / © nextpit
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Asus ZenFone 2 im Test: Der Low-Light-Modus holt deutlich mehr Farbe aus dem Dunkel, jedoch sichtbar auf Kosten der Schärfe. / © nextpit

Die Selfie-Kamera in der Front verrichtet unter Skype und Google Hangouts wunderbar seinen Job, aber auch die Fotoqualität ist für den Preis absolut okay.

Asus Zenfone 2: Akku

In meinem Test des Asus ZenFone 2 hat der Akku überdurchschnittlich lang durchgehalten. Natürlich macht auch sein Akku irgendwann schlapp, aber Intels Energiemanagment machen sich spürbar bezahlt.

Asus Zenfone 2
Asus ZenFone 2 im Test: Seine Akkulaufzeit war genug für einen ganzen Tag intensiver Nutzung. Geht man sparsamer damit um, wird es weit in einen zweiten Tag hinein reichen. / © nextpit

Der Akku des ZenFone 2 fasst 3.000 mAh und lässt sich leider nicht auswechseln. Kommende ZenFone-Modelle machen das besser, wie wir erfahren sollten. Das Schnelllade-Feature lädt das ZenFone 2 innerhalb von 40 Minuten auf 60 Prozent.

Die gute Laufzeit verdankt es dem optimierten 64-Bit-Prozessor und dem sparsamen Full-HD-Display. Regelmäßige System-Updates optimieren die Software noch weiter, sodass die Akkulaufzeit mit Sicherheit, dank kommenden Updates, noch weiter verbessert werden kann.

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Asus ZenFone 2 im Test: Zwei SIM-Slots, ein separater microSD-Card-Reader, aber leider kein Wechselakku. / © nextpit

Asus Zenfone 2: Technische Daten

Abschließendes Urteil

In den ersten Tagen des Tests hinterlässt das ZenFone 2 einen guten Eindruck, auch wenn manche Eigenheiten bei mir einen unangenehmen Nachgeschmack hinterlassen haben. In Sachen Sound und Grafikleistung ist das ZenFone 2 großartig, aber die düsteren Hardware-Tasten oder die niedrige Display-Helligkeit nerven im Alltag sehr. Vor allem die sehr geringe Display-Helligkeit ist schade, da ansonsten das Display ein großartiges Bild abliefert.

Leistung, Features und Laufzeit sprechen absolut für das ZenFone 2. Die Software ist auf der Höhe der Zeit und Asus spendiert auch noch nützliche Tools. Und da Asus ein Premium-Smartphone zum Mittelklasse-Preis anbietet, kann ich jedem zum Kauf dieses Gerätes raten, der mit den Schwächen des ZenFone 2 leben kann. Neben den schon genannten zählt dazu auch der Vorjahres-Look und die glitschige Gehäuseoberfläche.

Doch seine starke Leistung und die Kamera-Qualität sind für diese Preisklasse hervorragend und trösten schnell über die Kritikpunkte hinweg.

Asus Zenfone 2: Wo kaufen?

Bei Amazon wird es über Drittanbieter vertrieben. Wenn das ZenFone 2 direkt über den üblichen Einzelhandel verkauft wird, werden wir Euch an dieser Stelle informieren.