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Asus Zenfone 8

4,0

Pro

  • Das kompakte und sehr schlanke Design
  • Das 120Hz-Amoled-Display
  • Leistung des Snapdragon 888
  • Geringer Preis für ein Flaggschiff
  • IP68
  • 3
  • 5 mm HRA-Buchse + LDAC-Codec

Contra

  • Kameramodul nicht sehr vielseitig
  • Überhitzungsprobleme
  • Schnellladung auf 30 Watt begrenzt
  • Ordentliche Akkulaufzeit
  • aber nicht auf dem Niveau der Konkurrenz
Foto: Handy Asus asus-zenfone-8

Pros des Asus Zenfone 8

  • Das kompakte und sehr schlanke Design
  • Das 120Hz-Amoled-Display
  • Leistung des Snapdragon 888
  • Geringer Preis für ein Flaggschiff
  • IP68, 3,5 mm HRA-Buchse + LDAC-Codec

Contras des Asus Zenfone 8

  • Kameramodul nicht sehr vielseitig
  • Überhitzungsprobleme
  • Schnellladung auf 30 Watt begrenzt
  • Ordentliche Akkulaufzeit, aber nicht auf dem Niveau der Konkurrenz

Zum Abschnitt:

Kurzfazit zum Asus Zenfone 8

Das Asus Zenfone 8 gibt es in den drei Speicherkonfigurationen mit 8/128 GB, 8/256 GB und 16/256 GB für 669, 729 und 799 Euro. Die Basisversion mit 8/128 GB bekommt man zum Release sogar vorübergehend zum Sonderpreis von 599 Euro im offiziellen Asus Store.

599 Euro kostete auch das OnePlus 8T bei seinem Release im Oktober 2020. Damit sind wir bei einem Flaggschiff-Preispunkt, den selbst Xiaomi mit seinem Xiaomi Mi 11 nicht mehr erreichen kann.

Aber das Preis-Leistungs-Verhältnis ist seltsamerweise nicht das Hauptargument, das Asus hervorheben wollte. Nein, der Hersteller legt den Fokus auf den kompakten Formfaktor des Zenfone 8. Über Bord wirft der Hersteller die Flip-Kamera, die recht viel Platz einnahm und nun in der "Pro"-Version, dem Zenfone 8 Flip, zu finden ist.

Verschwunden sind auch die überflüssigen Kamerasensoren, deren einziger Zweck es ist, das Datenblatt künstlich aufzublähen. Aber wir müssen auch einen recht kleinen 4000-mAh-Akku in einem Flaggschiff in Kauf nehmen.

Kurz gesagt, Asus bietet mit dem Zenfone 8 einen Gegenentwurf zu allen Superlativen und anderen Marketing-Phantasien, die es bei Android-Flaggschiffen. The Verge bezeichnete das Zenfone 8 in seinem Test als das Android-iPhone 12 Mini. Ich würde aber eher sagen, es ist das Anti-Android-Flaggschiff. Und das macht in der Praxis echt Spaß!

NextPit Asus Zenfone 8 display
Das Zenfone 8 ist ein Flaggschiff, dass sich im Jahr 2021 gegen den Markttrend positioniert. / © NextPit

Design: Kompakt, schlank und "pixelig"

Das Asus Zenfone 8 sieht einem Google Pixel sehr ähnlich. Es ist etwas weniger kompakt als das Pixel 5 (Zenfone 8: 148 x 68,5 x 8,9 mm und 169 g / Pixel 5: 144,7 x 70,4 x 8 mm und 151 g). Aber es ist im Vergleich zu den 200 Gramm schweren High-End-Boliden eindeutig ein Leichtgewicht.

Was mir gefällt:

  • Das kompakte und elegante Design
  • Das reaktionsschnelle und gut kalibrierte 120-Hz-Amoled-Display
  • Die 3,5-mm-Klinkenbuchse
  • Die IP68-Zertifizierung

Was mir nicht gefällt:

  • Die Größe des Displays ist zuerst ungewöhnlich
  • Der nicht erweiterbare Speicher
  • Fingerabdruckleser ein wenig zu hoch

Das flache Amoled-Display samt Punch-Hole-Notch, die abgerundeten Ecken, das recht präsente Kinn, die matte Glasrückseite und das unscheinbare Dual-Kamera-Modul ... all das kennen wir von Googles aktuellem Pixel-Lineup. Und erfreulicherweise finden wir auch hier einen guten Grip vor, der Googles Handys auszeichnet.

NextPit Asus Zenfone 8 jack
Das Zenfone 8 ist Hi-Res Audio zertifiziert / © NextPit

Ich habe mich ja schon häufiger zu diesem Thema geäußert, aber dieser Formfaktor hat den großen Vorteil, den für die Finger erreichbaren Bereich (die "reachable area") zu maximieren. Ein Punkt, den immer mehr Hersteller auch in ihren Software-Overlays berücksichtigen. Kurzum: Die Idee ist es, die Bedienung mit einer Hand zu erleichtern. Und in diesem Punkt ist Asus mit dem Zenfone 8 absolut erfolgreich.

NextPit Asus Zenfone 8 side
Das Design des Asus Zenfone 8 erinnert sehr an das Google Pixel 4 und Pixel 5 / © NextPit

Das Display ist wie bei den meisten Flaggschiffen im Jahr 2021 vor allem eins: sehr flüssig! Denn hier sehen wir mal wieder ein 120-Hertz-AMOLED-Panel und die zusätzlichen FPS funktionieren auch auf einem "kleinen" Bildschirm.

Das Full-HD+-Panel bietet eine maximale Helligkeit von 1100 nits, was nicht wirklich außergewöhnlich ist. Selbiges gilt für die Touch-Abtastrate von 240 Hz für Mobile Games. Denn sie liegt genau im Durchschnitt dessen, was wir in dieser Preisklasse finden. Nicht mehr und nicht weniger. Ich fand die Farben im Standard-Modus etwas stumpf, aber sobald ich in den Lebhaft-Modus gewechselt habe, hat mich die Farbmetrik zufriedengestellt.

NextPit Asus Zenfone 8 front camera
Der flache 120-Hz-Amoled-Screen ist angenehm zu bedienen / © NextPit

Insgesamt tritt Asus in die Fußstapfen Apples beim Revival der kompakten Smartphones, wenn auch ein bisschen verspätet. Aber das ist okay, da kaum ein anderer Android-Hersteller bislang auf die Idee gekommen ist. Das Asus Zenfone 8 begnügt sich zudem nicht damit, kompakt zu sein, sondern zeigt sich auch sehr stilvoll mit einem nüchternen Look, einem ausgezeichneten Grip und einem gut kalibrierten Bildschirm, der mit einer Hand bedient werden kann!

Leistung: Snapdragon 888 mit Hitzeproblemen

Wie irgendwie jedes Android-Flaggschiff im Jahr 2021 wird auch das Asus Zenfone 8 vom Qualcomm Snapdragon 888 SoC angetrieben. Für diesen Testbericht stellte mir Asus die Version mit 16 GB LPDDR-5-RAM und 256 GB UFS-3.1-Speicher zur Verfügung.

Was mir gefällt:

  • Sehr solide Grundleistung
  • Konkurriert mit größeren und teureren Flaggschiffen 
  • Das geniale Spiele-Menü, das vom ROG Phone 5 beerbt wurde

Was mir nicht gefällt:

  • zu starke Überhitzung

Asus Zenfone 8

Grafik-Benchmarks
Benchmarks Asus Zenfone 8 OnePlus 9 Xiaomi Mi 11 OnePlus 8T
3D-Mark Wild Life 5753 5683 5702 3812
3D Mark Wild Life Stresstest 5825 5716 5697 3792
Geekbench 5 (Einzel / Multi) 1124/3738

1119/3657

1085/3490

887/3113

PassMark Speicher

32247 32124 26.333 27766

PassMark-Disk

112318 115311 120.430 98574

Auf dem Papier übertrifft das Zenfone 8 seine direkten Konkurrenten wie das OnePlus 9 oder das Xiaomi Mi 11 bei den reinen Benchmark-Ergebnissen. Es überrascht nicht, dass das Smartphone alle denkbaren Nutzungsszenarien ohne Probleme bewältigt.

Ich ließ die Benchmarks Wild Life und Wild Life Stress Test von 3DMark laufen, die eine intensive Spielesitzung von einer  bzw. 20 Minuten simulieren. Seit dem ersten Auspacken in der Redaktion hat das Handy aber ein Update bekommen und ich wiederholte daher meinen Test. Dieser besteht immer aus drei Sitzungen jedes Benchmarks im Abstand von jeweils etwa fünfzehn Minuten besteht, um dem Smartphone Zeit zum Abkühlen zu geben.

Im 1-Minuten-Test erwärmte sich das Zenfone 8 überhaupt nicht und hielt eine Framerate, die im Durchschnitt immer über 30 FPS lag.

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Das Zenfone 8 bewältigte die kurze, intensive Session ohne Probleme / © NextPit

Beim 20-Minuten-Test erwärmte sich das Smartphone aber dann sehr stark und erreichte zwischenzeitlich eine Temperatur von 50° C. Ich konnte es nicht länger als ein paar Sekunden in der Hand halten. Die Stabilität hat sich erst in der zweiten Hälfte des Protokolls wirklich verschlechtert. Im konkreten Spieleinsatz habe ich eine solche Überhitzung nicht bemerkt, aber das Zenfone 8 erwärmt sich tatsächlich nach einer Viertelstunde Zocken. 

Ich denke, es ist einfach eine Frage des Formfaktors. Der Snapdragon 888 ist dafür bekannt, dass er sich stark erwärmt, und das Zenfone 8 hat einfach nicht genug Platz, um die Wärme effektiv abzuführen.

asus zenfone 8 performance benchmark
Bei der längeren Sitzung erwärmte sich das Smartphone stark / © NextPit

Insgesamt bin ich weiterhin von der Leistung des Zenfone 8 überzeugt. Ich war angenehm überrascht, dass es teurere Konkurrenten in Bezug auf die rohen Pferdestärken übertrifft. Aber die Überhitzung könnte zum Problem werden, wenn man dieses Smartphone für Spiele nutzen möchte.

Kamera: Ein Dual-Kameramodul, das ein wenig zu "Zen" ist

Nicht nur in puncto Design sieht das Zenfone 8 aus wie ein Pixel. Wie Googles Kamera-Smartphones begnügt sich auch das Asus Zenfone 8 mit zwei Linsen, Weitwinkel und Ultraweitwinkel. Nur, dass es nicht Google ist, der will. Mein ausführlicher Test widersprach nicht meinen mehr als gemischten ersten Eindrücken vom letztlich eher eingeschränkten Fotoerlebnis des Zenfone 8.

Was mir gefällt: 

  • ordentliche Fotos mit der Hauptkamera
  • Zoom ohne Tele, dennoch ordentlich
  • effizienter Nachtmodus

Was mir nicht gefällt: 

  • mangelnde Vielseitigkeit
  • kein Teleobjektiv
  • enttäuschender Ultra-Weitwinkel
NextPit Asus Zenfone 8 camera
Das 64+12-MP-Dual-Kamera-Modul des Asus Zenfone 8 / © NextPit

Asus Zenfone 8

Foto-Modul
Linsen Specs
64 MP Hauptobjektiv Sony IMX 686, 1/1,7-Zoll-Sensorgröße, f/1,8-Blende, 2x1 OCL, OIS
12 MP Ultra-Weitwinkelobjektiv Sony IXM 363, 1/2,55-Zoll-Sensorgröße, f/2.2 Blende, 113° FOV Dual PDAF, EIS
12 MP Selfie Sony IXM 663, 1/2,93-Zoll-Sensorgröße, f/2,45-Blende, Dual PDAF

Zenfone 8 Weitwinkel- und Ultraweitwinkelfotos

Bei Tag und guten Lichtverhältnissen bietet der Hauptsensor einen hohen Detailgrad, einen recht großen Dynamikumfang sowie eine recht natürliche Farbgebung. 

Doch im Ultraweitwinkelbereich läuft einiges schief. Das Objektiv hat einen großen Bildwinkel und es kommt zu Randverzerrungen. Bei den komplexeren Elementen meiner bisherigen Aufnahmen ist mir sofort ein Mangel an Details aufgefallen (die Blätter an den Bäumen sind sehr unscharf) und der Dynamikbereich ist ziemlich schlecht gehandhabt. Das erste Foto ist zur Hälfte ausgeleuchtet, das darunter liegende ist völlig überbelichtet.

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Oben: 12 MP x0,6 Ultra-Weitwinkelobjektiv; unten: 64/4 MP x1 Hauptobjektiv / © NextPit
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Oben: 12 MP x0,6 Ultra-Weitwinkelobjektiv; unten: 64/4 MP x1 Hauptobjektiv. / © NextPit

Ich finde auch, dass es den beiden Sensoren an Farbkonsistenz mangelt. Ich habe den Eindruck, dass die Sättigung im Ultraweitwinkel ausgeprägter ist – eigentlich zu ausgeprägt – als beim Hauptsensor. Schließlich muss man sagen, dass das Sichtfeld mit 113° unter dem Marktstandard liegt, der bei 120° angesiedelt ist.

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Oben: 12 MP x0,6 Ultraweitwinkelobjektiv; unten: 64/4 MP x1 Hauptobjektiv. / © NextPit
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Oben: 12 MP x0,6 Ultraweitwinkelobjektiv; unten: 64/4 MP x1 Hauptobjektiv. / © NextPit

Zoom-Fotos des Zenfone 8

Auf der Zoom-Seite ist das Zenfone 8 eines dedizierten Teleobjektivs beraubt worden. Damit handelt es sich beim Zoomen streng genommen nur um ein Re-Cropping und eine digitale Vergrößerung. Dabei werden die Fotos des Hauptsensors genutzt. Man sollte natürlich keine Wunder erwarten, wenn man über die 2-fache Vergrößerung hinausgehen, die maximale Vergrößerung liegt aber bei x8 liegt.

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Von links nach rechts: x2, x5, x8 Zoom. / © NextPit
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Die x8-Fotos sind nicht sehr überzeugend. / © NextPit

Aber die Bilder, die ich knipsen konnte, waren jetzt alles andere als katastrophal. Nicht wirklich überraschend, dass es Asus schafft, bei eher geringen Zoom-Stufen. Aber besser ein kleines Versprechen, das gehalten wird, als ein großes, das gebrochen wird, oder?

Der beste Zoom sind immer noch die Füße, sagt man und sagt auch Ben in seinen Kamera-Tipps! Ich konnte sogar ganz brauchbare Fotos mit dem x8-Zoom machen, wie das Reiterstandbild des Königs von Preußen Friedrich Wilhelm IV. vor der alten Nationalgalerie oder dieses grüne Gesicht am Rande des Neptunbrunnens in Berlin.

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Von links nach rechts: 64/4 MP x1, x2 und x8 Weitwinkel. / © NextPit
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Von links nach rechts: 64/4 MP x1, x2 und x8 Weitwinkel. / © NextPit

Selbst in x8 fand ich, dass die Fotos eine gewisse Schärfe behielten, obwohl die Glättung verheerende Auswirkungen hat, wie man auf der Höhe des Ornaments über dem Eingang zum Berliner Dom sehen kann.    

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Von links nach rechts: 64/4 MP x1, x2 und x8 Weitwinkel. / © NextPit
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Von links nach rechts: 64/4 MP x1, x2 und x8 Weitwinkel. / © NextPit

Die Nacht-Fotos des Zenfone 8

In der Nacht verhält sich das Zenfone 8 genau wie das ROG Phone 5. Sein Nachtmodus ist automatisch und aktiviert sich je nach Lichtverhältnissen (obwohl Ihr ihn auch leicht manuell aktivieren könnt). 

Ihr habt die Wahl zwischen zwei Verschlusszeiten von 4 oder 7 Sekunden. Standardmäßig leuchten Nachtaufnahmen mit einer Belichtungszeit von 4 Sekunden die Szene sehr gut aus. Der Flare-Effekt der Stadtbeleuchtung wird korrekt begrenzt, die Belichtung ist ausgewogen und die Detailtreue zufriedenstellend. 

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Links: Weitwinkel x1 ohne Nachtmodus; rechts: Weitwinkel x1 mit Nachtmodus. / © NextPit

Insgesamt ist das Kamera-Angebot des Zenfone 8 eindeutig nicht sein bestes Verkaufsargument. Ohne Zoom und mit einem engen Ultraweitwinkel stoßen wir mit diesem Kameramodul schnell an Grenzen. Die Ergebnisse sind in Ordnung, in manchen Fällen sogar gut, aber mich hat die fehlende Vielseitigkeit letztlich etwas gelangweilt, was das Nutzererlebnis angeht. Aber ich habe eindeutig Schlimmeres erwartet. 

Akku: Recht kleiner 4000-mAh-Akku

Das Asus Zenfone 8 hat einen 4000-mAh-Akku bei 30 Watt. Das ist ein recht kleiner Akku für ein Android-Flaggschiff im Jahr 2021 und der muss sowohl ein SoC als auch ein sehr gieriges Display aushalten. 

Im konkreten Einsatz konnte ich mit dem Zenfone 8 mehr als 24 Stunden durchhalten, darunter 4:45 Stunden Display-Zeit mit der bei 120 Hz blockierten Bildwiederholrate. Das ist respektabel, aber es liegt unter dem, was andere Android-Flaggschiffe mit größeren Akkus bieten. 

Für einen normalen Nutzer, der nicht 2 Stunden am Tag spielt oder sein Smartphone nicht als Hauptvideo-Streaming-Medium nutzt, ist eine Akkulaufzeit von einem ganzen Tag aber mehr als ausreichend. 

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Der Akku des Zenfone 8 nach moderater Nutzung. / © NextPit

Wie das ROG Phone 5 nutzt der Akku des Zenfone 8 die STP-Technologie (Specific Tab Process), die den Akku von der Mitte zur Außenseite der Zelle und nicht von einem Ende zum anderen lädt. Das reduziert die Impedanz
und den Temperaturanstieg beim Laden.

Asus verspricht, dass sein 30-W-HyperCharge-Ladegerät den Akku des Zenfone 8 von 0-60 % in 25 Minuten, 0-80 % in 38 Minuten und 0-100 % in 1 Stunde und 20 Minuten aufladen kann. Das beste Ergebnis, das ich erzielen konnte, waren 1 Stunde und 22 Minuten. Das scheint mir nahe genug dran, um das Versprechen als erfüllt zu betrachten

Auch hier gilt: Oppo, OnePlus oder Xiaomi machen es offensichtlich besser. Asus selbst schneidet mit seinem ROG Phone 5 ebenfalls besser ab. Die Akkulaufzeit des Zenfone 8 ist natürlich nicht spektakulär, aber auch nicht schlecht. Allerdings müssen wir zugeben, dass es nicht sehr nach "Flaggschiff" aussieht.

Asus Zenfone 8: Technische Daten

Asus Zenfone 8

Technische Daten
Specs Asus Zenfone 8 Flip
Prozessor Qualcomm Snapdragon 888
Speicher
  • 8/128 GB
  • 8/256 GB
  • 16/256 GB
  • LPDDR 5/UFS 3.1
Erweiterbarer Speicher? Nein
Bildschirm
  • 5,9-Zoll-Amoled
  • Full HD+ 1080 x 2400, oder 445 ppi
  • 120 Hz Bildwiederholrate
  • 240 Hz Touch-Abtastrate
  • 1100 nits maximale Helligkeit
Kamera-Modul
  • 64 MP Hauptobjektiv: Sony IMX 686, Blende f/1.8, 2x1 OCL PDAF, OIS
  • Ultra-Weitwinkel 12 MP: Sony IMX363, f/2.2 Blende, 113° FOV, Dual PDAF
  • 12 MP Selfie: Sony IMX663, f/2.45 Blende, 76.5° FOV, Dual PDAF
Video
  • 8K UHD (7680x4320) bei 24 FPS + EIS für Hauptobjektiv
  • 4K UHD (3840x2160) bei 30/60 FPS + EIS für Ultraweitwinkel
  • 1080p FHD bei 30/60 FPS mit HyperSteady-Modus
  • 720p bei 30 FPS
Batterie
  • 4000 mAh
  • HyperCharge 30W Schnellladung
  • Inklusive Ladegerät
OS ZenUI 8 basierend auf Android 11
Audio
  • Zwei Stereolautsprecher mit Dirac HD Sound
  • 3,5 mm Klinke mit Qualcomm WCD9385 Aqstic Codec (Hifi DAC)
  • Bluetooth LDAC + aptX HD / aptX adaptiv / AAC-Codec
Konnektivität Wifi 6E / Bluetooth 5.2 / NFC / LTE / 5G / Dual SIM / Dual nano SIM
IP-Zertifizierung IP68
Abmessungen & Gewicht
  • 148 x 68,5 x 8,9 mm
  • 169 g
Farben Obsidian Schwarz / Horizon Silber
Preis 599 €

Erste Eindrücke

Insgesamt gefällt mir das Konzept des Zenfone 8 sehr gut! Es ist beruhigend zu sehen, dass ein Hersteller wie Asus sich nicht dem Dogma von marktgängigem Bullshit und Spec-Sheets in ihren schönsten Ausgehklamotten beugt. Zumal Asus bestätigt hat, dass es 2 Jahre lang Android-Updates und Sicherheitspatches geben wird. 

Es ist vor allem der Wunsch von Asus, ein möglichst komplettes High-End-Smartphone in einem kleinen Format anzubieten, der mich überzeugt. Ein Versuch, den aktuell noch kein anderer Android-Hersteller unternommen hat. Auch wenn wir anfangs fast alle eine Flutwelle von kompakten Smartphones erwarteten, nachdem Apple diesen Formfaktor mit dem "iPhone 12 Mini" wieder in Mode gebracht hat. 

Mit dem Zenfone 8 haben wir nun eine echt komplette Flaggschiff-Option für unter 700 Euro! Die Grundleistung ist dabei hervorragend. Das Amoled 120 Hz Display in Full HD + ist ebenfalls sehr gut. Ebenso überzeugen das sehr saubere Design und die Tatsache, dass es leicht in einer Hand zu halten ist.

Allerdings kommt das Smartphone nicht ohne Abstriche. Das Smartphone überhitzt recht stark, dem Kameramodul fehlt es an Vielseitigkeit und die Akkulaufzeit ist nicht spektakulär. 

Ich persönlich würde mir das Zenfone 8 durchaus kaufen, wenn ich aktuell nach einem neuen Handy suche. Dabei wäre mein Wunsch erfüllt, wenn ich ein High-End-Android-Smartphone suchen würde, das nicht überteuert und vor allem kompakt ist. Und ich denke, dass diese Zielgruppe weit davon entfernt ist, eine Nische zu sein – im Gegenteil. Für anspruchsvolles Zocken oder die Kameranutzung würde ich mich allerdings anders entscheiden.