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HTC

HTC U Ultra

Pro

Contra

Foto: Handy HTC htc-u-ultra

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HTC U Ultra: Preis und Verfügbarkeit

HTC hat es eilig, denn das U Ultra wird noch vor dem Mobile World Congress erhältlich sein. Ab dem 20. Februar kommt das neue Smartphone in den Handel. Zum Start sind die Farben Brilliant Black, Sapphire Blue und Ice White verfügbar. Das U Ultra wird zunächst nur in der 64-GByte-Variante zu kaufen sein. Die größere Version mit 128 GByte Hauptspeicher wird erst später in den Handel kommen.

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Das HTC U Ultra wird zum Verkaufsstart in Schwarz und Blau verfügbar sein. Rosa und Weiß werden später nachgereicht. / © NextPit

Wer es lieber etwas auffälliger mag, für den wird es künftig auch ein rosa-farbenes HTC U Ultra geben. Wann diese Variante auf den Markt kommen wird, ist noch nicht bekannt. Die Version mit 128 GB und Saphir Glas soll 849,- Euro kosten - allerdings ist noch nicht bekannt, wann diese Luxus-Edition des HTC U Ultra erscheinen wird. Immerhin ist das U Ultra preislich günstiger als das Google Pixel XL, das ähnliche technische Ausstattung zu bieten hat.

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HTC U Ultra: Design und Verarbeitung

Vergesst alles, was Ihr zuvor mit HTC verbunden habt. HTC verabschiedet sich mit der U-Serie vom Vollmetal-Unibody-Gehäuse. Jahrelang hielt HTC an dieser Art von Smartphone-Gehäusen fest, während immer mehr konkurrierende Hersteller, darunter auch Apple mit dem iPhone 6, Ihre Produkte ebenfalls in Metallgehäuse fassten. HTC, in Vertretung von Fabian Nappenbach, Produktdirektor bei HTC Deutschland hat uns während der Präsentation des HTC U Ultra gesagt, dass in dem neuen Design immerhin zwei Jahre Entwicklungszeit stecken. Grund für die lange Prozedur war, dass man erst einmal ein Herstellungsverfahren für die zu allen Seiten abgerundeten Kanten und Ecken aus Gorilla Glass 5 entwickeln musste. Auch musste das Saphir Glas in der Größe, die HTC benötigt, hergestellt werden können.

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Das Gorilla Glass 5 geht fließend an allen Seiten in den Rahmen über. / © NextPit

Zwischen Front und Rückseite zieht sich ein Aluminum-Rahmen um das HTC U Ultra, an deren Seiten finden sich die gewohnten Lautstärketasten, Ein- und Ausschalter, sowie der USB-Typ-C-Anschluss und ein Lautsprechergrill am unteren Rahmen. Einen Kopfhöreranschluss in Form eines 3,5-mm-Klinkenanschluss entfällt wie schon beim HTC 10 Evo. Dafür liefert HTC aber die vom Evo bekannten In-Ear-Kopfhörer mit.

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Die vier Farbvarianten wechseln je nach Lichtverhältnissen die Optik. / © NextPit

Insgesamt hat das HTC U Ultra einen sehr gut verarbeiten Eindruck hinterlassen. Kein Knarzen und Knirschen, die Tasten haben alle einen angenehmen Druckpunkt. Die Übergänge von der Front zum Rahmen bis hin zur Rückseite fielen angenehm aus. HTC lässt die Übergänge an allen Seiten fast nahtlos ineinanderfließen.

Beim genauen Betrachten des HTC U Ultra wird man schnell vier kleine Bohrungen erkennen, jeweils einen auf der Rück- und Frontseite und jeweils einen oben und unten im Gehäuserahmen. HTC verbaut im U Ultra insgesamt vier Mikrofone, die für die Sprachsteuerung genutzt werden. Jedes der Mikrofone ist ein omnidirektionales Mikrofon, fast schon ähnlich wie bei Amazons Echo und Echo Dot. In einem Umkreis von zwei Metern um das U Ultra soll dann das Smartphone dank dieser Mikrofone verlässlich Sprachbefehle erkennen und Aktionen auslösen können. Leider ist die Software auf den Hands-on-Geräten noch nicht final gewesen, so dass wir die Funktion nicht testen konnten.

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Die kleinen Bohrungen gehören zu den vier Mikrofonen, die rundum im U Ultra verbaut worden. / © NextPit

Eine weitere Besonderheit ist in der Front des HTC U Ultra zu finden. Wie beim LG V20 verbaut auch HTC im U Ultra ein kleines zweites Display. Alles zu den beiden Displays erfahrt Ihr im nächsten Abschnitt. 

HTC U Ultra: Display

Das Hauptdisplay des HTC U Ultra misst in der Diagonalen satte 5,7 Zoll und bietet eine Auflösung von QHD (1.440 x 2.560 Pixeln). Die Pixeldichte liegt hier wie beim ähnlich konzipierten LG V20 bei 513 ppi. Das zweite Display oberhalb des Hauptdisplays und neben der Frontkamera löst mit 1.040 x 160 Bildpunkten auf.

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Diesen zweiten Bildschirm kennt man schon vom LG V20. / © NextPit

Ähnlich wie beim LG V20 werden auf dem zweiten Display kontextbasierte Informationen abgebildet. Aber HTC füttert das Display über die HTC Sense Companion genannte künstliche Intelligenz mit häufig genutzten Informationen und kombiniert diese mit Informationen aus Apps, die auf dem Smartphone installiert sind. Ein Beispiel gefällig? Ist der Akku zum Beispiel bei 50 Prozent und Ihr habt im Kalender am gleichen Tag noch einen Langstreckenflug geplant, dann erinnert Euch der Sense Companion, dass Ihr das Smartphone doch noch mal schnell laden solltet. Oder es ist Mittagspausenzeit, dann empfiehlt Euch der Companion gute Restaurants in der Gegend. HTC versteht in der KI Namens Sense Companion einen Art Butler, der Euch den Alltag simplifizieren soll. In der kurzen Hands-on-Sitzung konnten wir mangels Zeit und auch der noch nicht finalen Software diese Funktion noch nicht ausgiebig testen. Das reichen wir Euch aber nach sobald uns die finale Software samt Smartphone für einen ausgiebigen Test zur Verfügung steht.

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Im HTC U Ultra füttert der Sense Companion den zweiten Bildschirm intelligent mit Informationen.! / © NextPit

HTC U Ultra: Software

Ab Werk liefert HTC das U Ultra mit Android 7.0 und der eigenen HTC-Sense-Oberfläche aus. Der Sense Companion wird, wie schon andere HTC Software-Komponenten, als App vorinstalliert. Aktuell ist noch nicht sicher, ob der Companion auch auf ältere HTC Smartphone als App nachgereicht wird. Diese Möglichkeit besteht; die Software-Abteilung bei HTC testet intern die Möglichkeiten, so Fabian Nappenbach, während der Präsentation des U-Serie.

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Der Sense Companion könnt als App künftig auch auf ältere HTC-Smartphones verteilt werden. / © NextPit

Da wir während des Hands-ons gebeten wurden auf Grund des Status der Software nicht tiefer auf die Besonderheiten wie Sprachsteuerung und der KI einzugehen, können wir Euch für dieses Hands-on noch keine Eindrücke liefern.

HTC U Ultra: Performance

Technische Daten stehen bei HTC bei der U-Serie nicht so sehr im Vordergrund. Nichtsdestotrotz wollen viele von Euch wissen, welche Komponenten im HTC U Ultra werkeln. Kurz gesagt: Viele Komponenten kennen wir aus dem Google Pixel und Pixel XL, die schließlich auch von HTC produziert werden. Das Gehirn bildet also ein Qualcomm Snapdragon 821 mit 4 GByte RAM. 64 GByte bzw. 128 GByte interner Speicher stehen für Apps und persönliche Daten zur Verfügung. Dank MicroSD-Kartenslot lassen sich diese aber um bis zu 2 Terabyte erweitern.

Da die Hardware ähnlich der des Pixel XL ist, gehen wir davon aus, dass die Leistung ähnlich zu dem Top-Smartphone von Google und anderen vom Snapdragon 821 befeuerten Smartphones befindet. Überprüfen werden wir das in einem Test mit einem Seriengerät und -software in ein paar Wochen.   

HTC U Ultra: Audio

Wie ist der Klang beim HTC U Ultra? BoomSound ist selbstverständlich trotz komplett neuem Design immer noch vorhanden. Dabei setzt HTC auf das System, das wir schon aus dem HTC 10 und 10 Evo kennen. Ein Lautsprecher ist nach unten gerichtet, während der zweite sich in dem Gesprächslautsprecher für Telefonate versteckt.

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Kopfhörer können an den USB-Typ-C-Anschluss gehängt werden. Ein passendes liefert HTC mit. / © NextPit

Den Klang der mitgelieferten HTC USonic Kopfhörer müssen wir noch im finalen Test prüfen, aber wie schon im HTC 10 Evo sind in den In-Ear-Kopfhörern zwei kleine Mikrofone verbaut worden, die akustisch die Gehörgänge scannen und somit den Klang individuell anpassen. 

HTC U Ultra: Kamera

Dass HTC-Smartphones nicht mehr unterirdisch in der Disziplin der Kameraqualität ist, haben die Taiwaner spätestens mit dem HTC 10 bewiesen. Auch das Google Pixel und Pixel XL zeigen, dass HTC bei der Wahl der Kameramodule aus der Vergangenheit gelernt hat und nicht noch mal die Fehler eines One M8 oder M9 begehen will. Im U Ultra verbaut HTC dementsprechend das Kameramodul aus dem Google Pixel und Pixel XL.

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Die Hauptkamera ist im Grunde dem Google Pixel entnommen, nur verfügt dieser im U Ultra über OIS statt EIS. / © NextPit

Der Bildsensor schießt Fotos mit maximal 12 Megapixel und Videos in 4K. Dank der vier Mikrofone kann während der Videoaufzeichnung auch 3D Audio aufgezeichnet werden. Die Pixelgröße ist mit 1,55μm groß ausgelegt und sollten auch im Low-Light-Bereich noch für gute Bilder sorgen. Beim Fokussieren setzt HTC auf das Dreiergespann aus Laser-, Kontrast- und Phasen-Autofokus. Anders als bei den Google-Pixel-Phones verbaut HTC ein Objektiv mit optischer Bildstabilisierung, verzichtet aber auf eine elektronische Version. Ob das eine gute Entscheidung war, werden wir im finalen Test mit Sicherheit nachreichen.

Die Frontkamera kann Fotos mit maximal 16 Megapixeln schießen, während Videos mit Full-HD erfasst werden. Interessanterweise kann die Frontkamera bei schlechten Lichtverhältnissen per Pixel Binning vier Pixel zusammenfassen, um Rauschen zu verringern. Die maximale Auflösung reduziert sich dann aber auch um den Faktor vier, so dass rechnerisch nur noch 4 Megapixel Selfies zur Verfügung steht. Mangels nicht finalisierter Software können wir Euch noch nicht sagen, ob dieser UltraPixel-Modus sinnvoll ist und tatsächlich Bildrauschen minimiert. Der finale Test wird hierüber sicher Aufschluss geben.

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Selfies können mit maximal 16 Megapixel geschossen werden. Im UltraPixel-Modus werden vier Pixel zu einem großen zusammengefasst. / © NextPit

Neben dem UltraPixel-Modus gibt es auch noch einen Panorama-Modus für Selfies. Durch kippen nach links und rechts während der Aufnahme könnt Ihr somit ein breiteres Sichtfeld aufnehmen. Spannend ist dieser Modus sicher für die Gruppen-Selfies.   

HTC U Ultra: Akku

Die Energiezelle des HTC U Ultra fasst nicht gerade umwerfende 3.000 mAh. HTC gibt an, dass dieser für Gesprächszeiten in 3G/4G-Netzwerken von bis zu 26 Stunden und Standby-Zeiten von bis zu 13 Tagen reicht. Es wurde uns auch gesagt, dass der HTC Sense Companion samt den vier im Always-on-Betrieb arbeitenden Mikrofonen maximal ein Prozent des gesamten Akku-Verbrauchs frisst. Das sind selbstverständlich nur Angaben von HTC und wir müssen das im finalen Test und im Alltag nachvollziehen. 

HTC U Ultra: Technische Daten

Vorläufiges Urteil

HTC läutet für sich selbst mit der U-Serie eine neue Ära ein. Statt mit technischen Daten, immer schnellerer Hardware, größeren und höher auflösenden Display den Nutzer zu ködern, will man mit dem U Ultra dem Besitzer ein Smartphone an die Hand geben, das einem den Alltag erleichtert und einen Mehrwert bietet.

Theoretisch bietet HTC Sense Companion im Zusammenspiel mit dem zweiten Display durchaus Ansätze, dass endlich ein Smartphone daherkommt, dass einem als Nutzer den Alltag erleichtern kann. Statt "simply brillant" werden künftige HTC-Produkte einfach für uns, die Nutzer, sein. Ansätze dazu bietet das U Ultra. Ob es als Serienprodukt und mit finaler Software diese Versprechen einlöst, steht aber noch in den Sternen.

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