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Huawei Mate 10 Lite

4,0

Pro

  • Robustes Design
  • 64 GByte interner Speicher
  • Doppelkamera mit Bokeh-Effekt
  • Dual-SIM

Contra

  • Micro-USB-Anschluss
  • Noch immer Android 7.0
  • Kein Spritzwasserschutz
Foto: Handy Huawei huawei-mate-10-lite

Pros des Huawei Mate 10 Lite

  • Robustes Design
  • 64 GByte interner Speicher
  • Doppelkamera mit Bokeh-Effekt
  • Dual-SIM

Contras des Huawei Mate 10 Lite

  • Micro-USB-Anschluss
  • Noch immer Android 7.0
  • Kein Spritzwasserschutz

Zum Abschnitt:

Huawei Mate 10 Lite: Preis und Verfügbarkeit

Das Huawei Mate 10 Lite wurde am 16. Oktober an der Seite des Mate 10 Pro vorgestellt. Es ist für 349 Euro in den drei Farben Blau, Schwarz und Gold verfügbar. Das Mate 10 Lite ist genauso teuer wie es seinerzeit das Huawei P10 Lite oder das LG Q6 waren. Beide älteren Smartphones sind mittlerweile aber online für gut 100 Euro weniger zu haben.

Das Mate 10 Lite ist nur in einer Version mit 4 GByte RAM und 64 GByte Speicher erhältlich.

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Das Mate 10 Lite gibt es bei uns nur mit 4 GByte RAM und 64 GByte Hauptspeicher für 349 Euro. / © NextPit

Huawei Mate 10 Lite: Design und Verarbeitung

Die abgerundeten Ecken des Mate 10 Lite machen, dass es bequem ihn in der Hand zu halten, wenngleich leicht rutschig ist. Abhilfe schafft hier die mitgelieferte Klarsichthülle aus Kunststoff. Mit einem Body von 156,2 x 75 x 7,5 mm und 164 Gramm Gewicht gehört das Mate 10 Lite zu den Phablets.

Das Smartphone macht sofort einen soliden und langlebigen Eindruck. Nach etwas über einer Woche Nutzung zeigt es in der Tat keine Spuren auf seinem Aluminiumgehäuse. Die einzigen Kratzer konzentrieren sich um die Anhebung der Kamera, wo sich der Staub leicht einschleichen kann.

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Der Kameraausschnitt ragt aus dem Aluminiumgehäuse heraus. / © NextPit

Zu den Details, die ich am Mate 10 Lite nicht besonders schätze, gehört die hervorstehende Hauptkamera. Immerhin ist sie hinten in der Mitte positioniert ist, so dass das Smartphone auf dem Tisch nicht wackelt. Die physischen Tasten, die sich alle auf der rechten Seite befinden, sind leicht zugänglich. Der kreisförmige Fingerabdrucksensor befindet sich unterhalb des Kamerateils und ist ebenso leicht zugänglich. Er arbeitet Huawei-typisch schnell und präzise. Apropos Fingerabdruck: Das matte Gehäuse zieht Fettfinger nicht so sehr an wie Geräte aus Glas.

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Der Micro-USB-Anschluss und der 3,5-mm-Klinkenanschluss befinden sich unten. / © NextPit

Huaweis Handschrift ist inzwischen unverkennbar. Dementsprechend fügt sich das Mate 10 Lite nahtlos in die bestehende Produktpalette von Huawei und Honor ein; einzig die insgesamt vier Kameras, zwei vorne sowie zwei hinten, machen das neue Modell buchstäblich zum Hingucker. Neben den Frontkameras befindet sich übrigens eine Benachrichtigungs-LED, auch wenn diese zunächst unsichtbar ist.

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Rechts findet Ihr die Power- und Lautstärke-Tasten. / © NextPit

Die Kopfhörer-Buchse befindet sich unten neben dem Lautsprecher und dem Micro-USB-Port (USB 2.0). Das Mate 10 Lite hat also noch keinen Typ-C-Anschluss, wie er bei anderen Geräten auch dieser Preiskategorie inzwischen üblich wurde. Slots für SIM- und microSD-Karten befinden sich auf der linken Seite. Der Dual-SIM-Betrieb ist möglich. Aber nur eine der Karten arbeitet dann mit 4G, die andere ist auf 2G beschränkt.

Die Verarbeitung und Ergonomie des Mate 10 Lite ist insgesamt angenehm. Es erweckt erfolgreich den High-End-Anschein, nur dass eben auf Glas zu verzichtet wurde.

Huawei Mate 10 Lite: Display

Mit dem Mate 10 Lite müsst Ihr nicht auf Huaweis neues FullView-Display verzichten. Jenes besticht durch besonders schmale Rahmen zu allen vier Seiten. Jenes Feature war bis dato dem High-End-Segment sowie dem Wiko View vorbehalten.

Das Display hat eine Diagonale von 5,9 Zoll im 18:9-Format. Die Auflösung beträgt 2.160 x 1.080 Pixel, wie beim Mate 10 Pro und sie ergibt damit 409 ppi. Es handelt sich jedoch um ein IPS-LC-Display und nicht um ein AMOLED. Auch wenn die Leuchtkraft gut ist, werden die Kontraste bei schrägen Blickwinkeln deutlich schlechter.

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Das 18:9-Display des Mate 10 Lite hat modern-schmale Ränder. / © NextPit

Huawei Mate 10 Lite: Software

Die Software des Mate 10 Lite weicht von der der restlichen Mate-10-Linie ab. Statt EMUI 8.0 auf Basis von Android 8.0 Oreo arbeitet der Mittelklasse-Ableger noch mit EMUI 5.1 auf Basis von Android 7.0 Nougat. Es werde zwar ein Update auf und EMUI 8.0 kommen, doch ist uns dafür noch kein Termin bekannt.

Viel von der vorinstallierten Bloatware kann einfach deinstalliert werden, so wie etwa die Spiele. Die Benutzeroberfläche ist (abgesehen von der Version) identisch mit der der anderen Geräte der Marke. Die Software läuft reibungslos und bietet Features wie App-Twin (für WhatsApp- und Facebook-Doppel-Accounts), Phone Clone (fürs Übertragen Eures Back-ups vom alten Smartphone) und Eye Protection (für den Nachtlesemodus), die Markenfans bereits kennen. Als kleines extra gibt es eine UKW-Radio-App.

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Der Fingerabdrucksensor dient auch als Auslöser für die Kamera-App. / © NextPit

Huawei Mate 10 Lite: Performance

Im Vergleich zu manchen High-End-Geräten in derselben Preisklasse, vergeht beim Öffnen der Apps mit dem Mate 10 Lite regelmäßig eine halbe Gedenksekunde. Dies ist der leicht reduzierten Hardware geschuldet. Der verbaute Chipsatz HiSilicon Kirin 659 bietet zwar acht Kerne, jedoch sind es 4 x Cortex-A53 mit 2,36 GHz und 4 Cortex-A53 mit 1,7 GHz. Die Kirin 970 fehlen.

Die Grafik wird von einer Mali-T830-MP2-GPU berechnet, wie sie auch im Samsung Galaxy J7 steckt. Auch sie ist erheblich schwächer als die GPU in den großen Brüdern; Asphalt 8 ist damit dennoch spielbar. Immerhin: Mit 4 GByte Arbeitsspeicher und 64 GByte internem Speicher ist das Mate 10 Lite gut für den Alltag gerüstet. Ihr könnt microSDs bis 256 GByte einsetzen.

Huawei Mate 10 Lite im Benchmark-Test

  3D Mark Sling Shot ES 3.1 3D Mark Sling Shot ES 3.0 3D Mark Ice Storm Unlimited ES 2.0 Geekbench CPU - Single-Core Geekbench CPU - Multi-Core PC Mark Work Performance PC Mark Storage
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Huawei Mate 10 Lite: Audio

Der Klang des Mate 10 Lite bleibt im Bereich der Erwartung: Der Mono-Lautsprecher liefert recht schwachen Sound für Spiele. Bei Telefonaten schlägt sich die Sprachqualität gut. Auch die Klangqualität per Bluetooth oder per Klinkenstecker ist normal gut, auch wenn hier keine außergewöhnlichen Features (Codecs, DACs) zum Einsatz kommen.

Huawei Mate 10 Lite: Kamera

Das Besondere am Mate 10 Lite sind die vier Kameras: Zwei auf der Rückseite mit einmal 16 Megapixeln und f/2,2 und einmal 2 Megapixeln und f/2,0 sowie zwei auf der Vorderseite mit einmal 13 Megapixeln und f/2,0 und einmal 2 Megapixeln; auch mit Selfie-Blitz. Die zwei 2-Megapixel-Sensoren sollen Tiefenschärfe-Info einholen beziehungsweise vorne das Selfie optimieren. Einen optischen Bildstabilisator gibt es nicht.

Der Selfie-Blitz soll die natürliche Hautfarbe erhalten. Huaweis Beauty-Modus lässt sich inzwischen besser manuell einstellen. Zusätzliche AR-Effekte sorgen für witzige Spielereien.

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Luca probiert die AR-Features der Kamera-App des Mate 10 Lite aus. / © NextPit

Die interessanteste Funktion der Mate-10-Lite-Kameras ist aber meiner Meinung der Bokeh-Effekt, der bei diesem Gerät vorne und hinten verfügbar ist. Die damit erzielten Ergebnisse sind auch recht ansehnlich. Das gilt jedoch nur, wenn Ihr das Smartphone ruhig haltet. Aber insbesondere wenn das Umgebungslicht nicht ausreicht, kommt es vermehrt zu unscharfen Aufnahmen oder Detailverlust.

Die Kamera-App ist einfach zu bedienen. Das Menü mit den Einstellungen und Modi lässt sich vom Bildschirmrand herbeiwischen. Es bietet sowohl für Fotos als auch für Videos einen Pro-Modus. Hinzu kommen Filter, Effekte, HDR, Panorama, Nachtsicht oder Zeitraffer; weitere sind online erhältlich. Screenshots lassen sich nachbearbeiten. Fotos lassen sich mit einer Animation aufnehmen. Videos werden in Full-HD aufgezeichnet.

Wie immer baten wir unseren Experten Stefan Möllenhoff, sich die Kamera etwas genauer anzusehen. Das sagt er dazu:

"In hellen Umgebungen macht das Mate 10 Lite solide Bilder mit schönen Farben, guten Details und einem vernünftigen Weißabgleich. Der HDR-Automatikmodus ist nicht vorhanden, und wenn starke Kontraste auftreten, zeigen die Fotos unscharfe oder überbelichtete Bereiche.

Schlecht beleuchtete Räume sind eine Herausforderung für das Mate 10 Lite. Falls Huawei, wovon wir ausgehen, die Sony-16-MP-Sensoren verwendet, haben diese relativ kleine Pixel. Kleine Pixel bedeuten weniger eingefangenes Licht und erhöhen damit die Anfälligkeit für Bildrauschen. Eine Öffnung von nur f/2,2 für den Hauptsensor ist dabei keine große Hilfe.

Wenn das Gerät gezwungen ist, eine ISO größer als 800 zu verwenden, nutzt es eine starke Rauschunterdrückung. Dies führt einerseits zu recht sauberen Bildern mit scharfen Details und akzeptablen Farben. Andererseits weisen die Objektkanten oder Teile davon einige Mängel auf. Die Farbwiedergabe ist jedoch auch bei hohen ISO-Werten recht gut.

Im Portrait-Modus verringert sich die Bildqualität in schlecht beleuchteten Umgebungen (mehr Rauschen und weniger Details). Im Allgemeinen verwendet das Mate 10 Lite optimistische Verschlusszeiten, da es keinen Bildstabilisator bietet. Die niedrigste Geschwindigkeit, die wir gefunden haben, ist 1/13, was ruhige Hände und ein stilles Motiv erfordert.

Der 13-Megapixel-Sensor der Selfie-Cam leistet gute Arbeit, auch wenn die Fotos unschärfer sind als die der Hauptkamera. In kontrastreichen Szenarien ist der Dynamikumfang nicht sehr gut."

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Das Mate 10 Lite hat vorne und hinten eine Doppelkamera. / © NextPit

Huawei Mate 10 Lite: Akku

Der 3.340-mAh-Akku des Mate 10 Lite ist nicht schlecht. Auch bei intensiver Nutzung hält das Gerät einen ganzen Tag lang durch, also mit Fotos, Videos, Social Media, Anrufen, WhatsApp, E-Mail, Video- und Musikwiedergabe. Es gibt zusätzliche Energiesparmodi normal und ultra.

In den Einstellungen und per Benachrichtigung könnt Ihr sehen, welche Apps im Hintergrund Strom verbrauchen. Ihr entscheidet, ob Ihr sie schließen wollt. Die Software gibt Euch die Kontrolle über den Verbrauch und schließt Apps nicht mehr so aggressiv wie frühere Ausgaben von Huawei EMUI. Dies war mit ausbleibenden Sofortnachrichten einhergegangen und stieß bei vielen Anwendern auf Kritik.

In Benchmark-Tests hielt das Mate 10 Lite gute 7 Stunden und 20 Minuten durch (Helligkeit auf 50 %, keine WLAN- oder Datenverbindung).

Huawei Mate 10 Lite: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Für 349 Euro bekommt Ihr ein Phablet im Premium-Look. Im täglichen Gebrauch werdet Ihr jedoch öfter spüren, dass es sich doch nur um ein Gerät der Mittelklasse handelt. Die Akkulaufzeit und die Ausstattung sowie die recht gute Leistung machen es dennoch zu einem Kauftipp. Das gilt umso mehr, sollte es noch in einem Vorweihnachts-Angebot unter die 300-Euro-Marke rutschen. 

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