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Huawei Mate 9 Porsche Design

3,0

Pro

  • Tolles Display mit Always-on
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Tolle Kamera
  • Gute Akkulaufzeit
  • Gutes Handling und Ergonomie

Contra

  • Übertriebener Preis
  • Keine Daydream-Unterstützung
Foto: Handy Huawei huawei-mate-9-porsche-design

Pros des Huawei Mate 9 Porsche Design

  • Tolles Display mit Always-on
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Tolle Kamera
  • Gute Akkulaufzeit
  • Gutes Handling und Ergonomie

Contras des Huawei Mate 9 Porsche Design

  • Übertriebener Preis
  • Keine Daydream-Unterstützung

Zum Abschnitt:

Huawei Mate 9 Porsche Design: Preis und Verfügbarkeit

Huawei hat zeitgleich mit der Vorstellung des Mate 9 auch eine edle Variante des Phablets vorgestellt. Dieses wird als Porsche Design Huawei Mate 9 nur in Porsche Design Stores und auch nur in einer Farbe erhältlich sein. 

Beim Preis muss man sich aber hinsetzen und tief durchatmen. Satte 1.395 Euro ruft die Design-Abteilung von der Zuffenhausener Sportwagenschmiede aus. Zum Vergleich: das normale Mate 9 liegt bei 699,- Euro. Der Lieferumfang ist neben der technischen Ausstattung und der Haptik beim Porsche Design Mate 9 Pro selbstverständlich besser, als bei seinem schlichteren Bruder. So gibt es im Lieferumfang ein Headset, dass ebenfalls mit dem Porsche Design Logo versehen wurde, ein USB-Typ-C Ladekabel, einen kleinen Adapter von MicroUSB auf USB-Typ-C und gleich zwei Netzteile mit Huaweis SuperCharge-Technologie.

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Edles Smartphone mit viel Zubehör. / © NextPit

Huawei Mate 9 Porsche Design: Design und Verarbeitung

Wenn man Porsche Design hört, dann denkt man automatisch an den 911er, einen 356er, James Dean und zahlreiche Rennsport-Triumphe, darunter WM-Titel mit McLaren in der Formel 1 oder Triumphe beim berüchtigten 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Aber ein Smartphone? Huawei ist nicht der erste Partner von Porsche Design, denn zuvor hat die Lizenzgesellschaft der Sportwagenschmiede mit BlackBerry zahlreiche Smartphones auf den Markt gebracht, darunter das Porsche Design P'9981, das P’9982 und zuletzt das P'9983.

Vor BlackBerry durfte Sagem für Porsche Design Smartphones produzieren. Das Klapphandy Porsche Design P9521 glänzte mit hochwertiger Haptik, einem drehbaren AMOLED-Display und Fingerdruckscanner. Das waren in 2007 Ausstattungsmerkmale, die man kaum bei herkömmlichen Handys kannte.

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Fast könnte man meinen, dass dieses Smartphone aus Südkorea stammt. / © NextPit

Jetzt also produziert Huawei für Porsche Design Smartphones. In Zusammenarbeit mit den Designern hat Huawei dieses Mate 9 äusserlich komplett umgemodelt. Die klassische Mate-Serie erkennt man nicht mehr. Der Fingerabdrucksensor wurde untypisch für Huawei nach vorne unter das Display gebracht. Flankiert wird der Homebutton Links und Rechts von kapazitiven Tasten. In den Einstellungen kann man die Funktion der Tasten belegen, oder die gesamte Fläche als ein Gestengesteuertes Element verwenden.

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Aber nein, Porsche Design hat dieses Smartphone mit Huawei kreiiert / © NextPit

Insgesamt kann die Haptik und Verarbeitung des Huawei Mate 9 in der Porsche Design Edition überzeugen. Das Unibody-Gehäuse ist nicht mit einem Hochglanz-Klarlack überzogen. So kann man das hochwertige gebürstete Aluminum auch spühren und persönlich empfinde ich das Porsche Design Mate 9 als griffiger und weniger rutschig wie das konventionelle Mate 9. 

Schicker hat Porsche Design auch die Rückseite konzipiert. Statt den Antennen-Kunststoffabdeckungen gibt es nun wie beim iPhone 6s oder HTC 10 Antennenstreifen.

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Das Design, die Verarbeitung und auch die Haptik ist besser als beim eigentlichen Mate 9 / © NextPit

Huawei Mate 9 Porsche Design: Display

Endlich hält man mit dem Porsche Design Smartphone von Huawei ein Gerät in der Hand, dessen Display mit WQHD (1.440 x 2.560 Bildpunkten) auflöst. Damit kommt das 5,5 Zoll große AMOLED-Display auf eine Pixeldichte von 534 ppi.  Eigentlich soll das Display, ähnlich dem des Galaxy S7 Edge, seitlich gebogen sein. Aber wenn man genau hinschaut, dann ist nur das Glas seitlich gebogen. Bei eingeschaltetem Display erkennt man dann einen 1 Millimeter starken Rand, der im Alltag nicht so sehr auffällt.

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Curved Display? Nur eine optische Täuschung. / © NextPit

Interessanterweise verfügt das PD Huawei Mate 9, dank AMOLED-Technologie, auch über die Always-on-Funktion. Im Standy werden hier die Uhrzeit, Datum, Wetterdaten und Akkustatus angezeigt. Eine ähnliche Funktion bietet Samsung ab Werk in den neuen Galaxy A3, A5 und dem eingestelltem Note 7 an. Das S7 und S7 Edge erhielten diese Funktionalität erst mit dem Update auf Android 7.0 Nougat. Leider ist die Always-on-Funktion von Huawei noch nicht in der Lage Benachrichtigungen anzuzeigen. Diese Funktion hat Samsung in seinen aktuellen Modellen schon implementiert.

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Dank AMOLED-Panel liess sich hier ein Always-on-Funktion integrieren. / © NextPit

Insgesamt wirkt das Display aber sehr hell, das Schwarz ist satt und die Farben wirken intensiv. Über die Einstellungen lässt sich die Farbtemperatur nach dem eigenen Geschmack anpassen und auch den hier als Eye-Comfort beszeichneten Nachtmodus einstellen. In diesem Modus wird der Blauanteil des Displays reduziert, um den Einschlafprozess nicht zu stören.  

Huawei Mate 9 Porsche Design: Software

Bei der Software hatte Porsche Design nicht sehr viel Mitspracherecht. Android 7.0 mit Huaweis EMUI 5 ist hier vorinstalliert wie bei der Standardversion des Mate 9. Beide Smartphones sind bei den Sicherheitspatches noch auf dem Stand von Dezember 2016. 

Eigentlich gibt es keine Unterschiede zwischen der Software auf einem Huawei Mate 9 und dem des Porsche-Design-Zwillings. Es sind nur kleine Zusatzfunktionen, wie Always-on oder die Navigationsleiste, die die Software beider Mate 9 Versionen unterscheiden. Über die Vor- und Nachteile von EMUI gegenüber Stock Android hat mein Kollege Eric schon in einem anderen Artikel geschrieben. Diesen könnt Ihr hinter dem nachfolgenden Link nachlesen: 

  • Was EMUI 5 besser macht als Stock-Android

Huawei Mate 9 Porsche Design: Performance

Für das Porsche Design Huawei Mate 9 hat der chinesische Hersteller die technische Basis der Standardversion aufgebohrt. Statt vier gibt es nun sechs GByte RAM und statt 64 satte 256 GByte an internen Speicher. Unverändert bleibt aber der SoC, denn Huawei vertraut hier weiterhin auf den HiSilicon Kirin 960 SoC mit der Mali-G71 MP8 GPU. Trotz des um zwei GByte größeren Arbeitsspeichers ist die Gesamt-Performance in unserem Benchmark-Parcour nicht besser als beim Schwestermodell, dem Huawei Mate 9

  3D Mark Sling Shot ES 3.1 3D Mark Sling Shot ES 3.0 3D Mark Ice Storm Unlimited ES 2.0 Geekbench CPU - single core Geekbench CPU - multicore PC Mark Work Performance PC Mark Storage Google Octane 2.0
Huawei PD Mate 9 2112

2398

27415 1950 5695

7473

9564

10805
Huawei Mate 9 2093 2308 25392 1930 5604 7675 7106 10935
Samsung Galaxy S7 Edge 1977 2362 30310 2018 6248 5077 4607 10292
Google Pixel 2559 3329 27702 1574 3980 5263 5076 8791

Im normalen täglichen Einsatz verhält sich das Porsche Mate 9 wie ein normales Mate 9. Nur mit dem Vorteil, dass im Porsche Design Speicherplatz satt vorhanden ist, so dass man Apps, Musik und Videos mit sich transportieren kann, ohne sich Sorgen machen zu müssen, irgendwann wichtige Dinge löschen zu müssen. 

Der zweite Vorteil ist sicher das Display, es steht zwar eine geringere Bildschirmdiagonale zur Verfügung, aber die höhere Auflösung und das AMOLED-Display sorgen aus meiner Sicht für ein angenehmeres und produktiveres Arbeiten.

Huawei Mate 9 Porsche Design: Kamera

Auch in dem Porsche-Smartphone steckt selbstverständlich die zweite Generation der Leica-Dual-Kamera. Diese wurde gegenüber der des normalen Mate 9 technisch nicht verändert. Was geändert wurde, sind die Platzierungen des Dual-LED-Blitzes und des Laser-Autofokussystems. Diese flankieren nun ober- und unterhalb der Dual-Kamera-Optik, statt links und rechts wie beim Mate 9. Auf die Qualität der Bilder hat es aber keine Auswirkungen. Mehr über die unterschiedlichen Dual-Kamera-Techniken in aktuellen Smartphones, haben wir in einem gesonderten Artikel für Euch zusammengefasst.

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Technisch wurde die Kamera des Mate 9 in das Porsche Design implentiert. / © NextPit

Wenn Ihr Testfotos sehen wollt, dann empfehle ich einfach mal den Test zum Huawei Mate 9

Huawei Mate 9 Porsche Design: Akku

Auch in Sachen Akku gehen Standard-Mate-9 und Porsche Design Huawei Mate 9 im Gleichschritt. Der Akku fasst eine Kapazität von 4.000 mAh und kann per USB-Typ-C-Anschluss und Huaweis SuperCharge Netzteilen binnen von 100 Minuten komplett aufladen. Leider ist die Ladetechnologie nicht zu Qualcomms QuickCharge kompatibel, so dass man darauf achten sollte das im Lieferumfang enthaltene Netzteil mitzunehmen. Ansonsten könnte nach einem ganzen Tag intensiver Nutzung der Saft ausgehen. Was nur durchschnittlich ist, für ein Smartphone, dass immerhin einen 4.000 mAh Akku besitzt.

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Per USB-Typ-C und SuperCharge wird der 4.000 mAh Akku binnen 100 Minuten voll aufgeladen. / © NextPit

Um die Laufzeit aber zu verlängern steckt in den Energie-Einstellungen noch ein weiterer kleiner, aber effektiver Schalter. Dank des AMOLED-Displays kann man beim Porsche Design Huawei Mate 9 in einen Dark Mode schalten, so dass die ansonsten hellen Menüflächen in energiesparendem Schwarz angezeigt werden. Selbstverständlich wird diese kleine Optimierung nicht dazu führen, dass man nun weitere 8 Stunden Displayzeit herausholen kann, aber entscheidende Minuten sind es schon. Wer die Laufzeit noch weiter optimieren will, der kann in den Einstellungen zwei Stromsparmodi wählen, wobei der Ultra-Modi aus dem schicken Smartphone nur noch ein Handy mit Touchdisplay macht. Telefonieren und SMS versenden und empfangen ist noch drin, aber mehr auch nicht.

Huawei Mate 9 Porsche Design: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Das Porsche Design Huawei Mate 9 ist ein sehr starkes Smartphone und ist meiner Meinung nach sogar das bessere Mate 9. Dank des AMOLED-Display mit der höheren Auflösung vermisst man die geringere Bildschirmgröße nicht mehr. Außerdem liegt das 5,5 Zoll große PD Mate 9 besser in der Hand. Die Platzierung des Fingerabdrucksensors unterhalb des Displays auf der Front ist für Autofahrer sicher besser, falls man im Stau mal das Smartphone in der KFZ-Halterung entsperren muss um Emails zu checken.

Das Mehr an RAM zeigt zwar keine Wirkung im Alltag, aber der interne Speicher von 256 GByte sorgt dafür, dass man nicht so schnell an die Daten-Aufnahmefähigkeit dieses Smartphones gelangt. Alles im allen ist aus der Verbindung Porsche Design und Huawei ein Spitzen-Smartphone entstanden, aber der Zuffenhausener-Preisaufschlag ist immens. Statt 699 Euro für die Standardversion muss man satte 1.395 Euro auf den Tisch legen. Zum Glück gibt es aber einen Weg um günstiger an das Porsche Design Huawei Mate 9 zu kommen. Dafür muss man aber auf den Schriftzug Porsche Design als Statussymbol verzichten können.

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Eigentlich muss es kein Porsche Design sein, denn es ist ein Huawei Mate 9 Pro mit Logos aus Zuffenhausen. / © NextPit

Wenn Ihr das könnt, dann greift zum Huawei Mate 9 Pro, das nicht nur in China verkauft wird, sondern auch bei unseren nördlichen Nachbarn in Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland. Anscheinend gilt das Lizenzgeschäft zwischen Huawei und Porsche Design nicht bei unseren nordischen Nachbarn, so dass man das Mate 9 Pro ganz einfach auf einer kleinen Wochenend-Tour erwerben kann oder einfach beim dänischen Händler ProShop bestellen. Dort gibt es das Huawei Mate 9 Pro in Gold und auch Grau für nur 799 Euro inklusive Versand. Dem Mate 9 Pro fehlt bis auf das Zuffenhausener-Logo noch das zweite Netzteil, das Smart View Cover und es ist nur mit 128 GByte internen Speicher erhältlich. Dafür spart man dann 596 Euro. Noch Fragen? 

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