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Huawei Mate S

4,0

Pro

  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Gute Leistung
  • Gute Kamera
  • Exzellenter Fingerabdrucksensor

Contra

  • Relativ hoher Preis
  • Geringe Akkukapazität
  • Vermutlich späte Software-Updates
Foto: Handy Huawei huawei-mate-s

Pros des Huawei Mate S

  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Gute Leistung
  • Gute Kamera
  • Exzellenter Fingerabdrucksensor

Contras des Huawei Mate S

  • Relativ hoher Preis
  • Geringe Akkukapazität
  • Vermutlich späte Software-Updates

Zum Abschnitt:

Huawei Mate S: Preis und Verfügbarkeit

Das Huawei Mate S mit 32 GB und ohne Force Touch kann zu einem Preis von 649 Euro im Huawei VMALL-Onlineshop bestellt werden. Dabei habt Ihr die die Wahl zwischen den Farbvarianten Mystic Champagne und Titanium Grey. Andere Händler bieten das Mate S mittlerweile schon für deutlich weniger an.

Fraglich ist, ob es die Version mit 64 GB überhaupt nach Europa schaffen wird, denn in der Vergangenheit hat Huawei immer nur eine Speichervariante seiner Smartphones nach Europa gebracht. Anders als erwartet hat es die Force-Touch-Variante mit satten 128 GB des Mate S nicht mehr bis zum Ende 2015 nach Deutschland geschafft. Der Preis für diese Variante wird mindestens 799 Euro betragen, wenn nicht sogar dadrüber liegen. Vermutlich wird sie nun im Laufe des ersten Quartals 2016 ausgeliefert. 

Für Kunden praktisch: Ab dem 13. Januar 2016 bietet Huaweis Kundendienst während der Garantiezeit einen kostenlosen Schnellaustausch für das Mate S an. Bei einem Garantieschaden sollen Kunden das neue Gerät mittels Premium Swap Service binnen ein bis zwei Tagen erhalten. Möglich ist die Lieferung Werktags vor oder nach 12:00 Uhr sowie Samstags vor 12:00 Uhr. Das defekte Gerät nimmt der Paketdienst dann gleich mit.

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Huawei Mate S: Design und Verarbeitung

Edel geht die Welt zugrunde! Man muss es ganz klar sagen: Das Mate S gehört zum Edelsten, was ich je gesehen oder gefühlt habe. Wie man es dreht oder hält, schreit das Mate S Premium. An allen Ecken und Kanten glänzt es. Überall lächeln den Nutzer geschliffene Aluminiumkanten an, sei es am Rahmen, rund um die Kamera oder um den Fingerabdrucksensor herum.

Solltet Ihr Begeisterung heraushören, ist das kein Zufall, das Mate S hat mich in Sachen Design seit dem ersten Blick begeistert. Es liegt trotz des Metalls gut in der Hand, die geschliffenen Kanten stören nicht, die Buttons sind gut zu erreichen und der rückseitig angebrachte Fingerabdrucksensor ist sinnvoll platziert.

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Immer noch sehr sinnvoll: der Fingerabdrucksensor auf der Gehäuserückseite. / © ANROIDPIT

Vom Design her ist das Mate S eine Mischung aus Huaweis Phablet-Reihe, konkret dem Mate 7, und der Design-Reihe, genauer gesagt, dem Huawei P8 (zum Test). Es vereint die ästhetischen Vorzüge beider Modelle in sich, wirkt dabei jedoch noch hochwertiger und ästhetisch ansprechender. Und die Verarbeitung lässt sich nur als tadellos beschreiben.

Die Rückseite des Mate S ist minimal gebogen, was man erkennt, wenn man sich die Ober- und Unterseite des Gerätes ansieht. Die beiden Lautsprecher am Geräteboden werden ob ihrer Platzierung nicht jeden glücklich machen, doch die Bohrungen im unteren Gehäuse gehören mittlerweile fast schon zum guten Ton (siehe Galaxy S6, iPhone 6 und Co.).

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Das leicht geschwungene Unibody-Gehäuse schmiegt sich gut in die Hand. / © ANROIDPIT

Die Mate-S-Kamera steht leicht hervor - auch das wird nicht allen gefallen. Dabei fällt sie aber nicht so stark auf wie die Kamera des Galaxy S6 und stört nicht, wenn man das Gerät auf dem Rücken ablegt. Übrigens: Trotz der leichten Kurve liegt das Mate S ziemlich stabil auf seinem vertikalen Schwerpunkt und kann auch auf dem Tisch liegend ohne Probleme bedient werden.

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Der doppelte Diamantkantenschliff verleiht dem Huawei Mate S einen edlen Look. / © ANROIDPIT

Also, wer edel sucht, kommt nicht umhin, das Huawei Mate S wenigstens in Erwägung zu ziehen, denn aktuell gibt es kein Smartphone auf dem Markt, das den Edel-Chinesen in den Schatten stellen könnte.

Huawei Mate S: Display

Das Mate-S-Display kommt in Full-HD daher, was bei 5,5 Zoll Diagonale auf ausreichende aber im Kontext ihrer Zeit moderate 401 ppi hinausläuft. Wer meint, mehr zu brauchen, dem sei gesagt, dass der helle und blickwinkelstabile Bildschirm des Mate S keinerlei Pixel vernehmen lässt und buchstäblich brilliert. Selbst bei sehr naher Betrachtung bleiben Pixel unsichtbar. 

Was aber entscheidender ist, ist der eigentliche Darstellungscharakter. Entscheidet selber per Schieberegler, ob Euch die Farbtemperatur zu warm oder zu kalt ist (ich empfehle jedoch den Standardwert).

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Das Huawei Mate S kommt Netzteil, Kopfhörer und einem Schutzhülle in den Handel. / © ANROIDPIT

Die Displaykanten sind zum Rand hin leicht abgerundet, was seit dem iPhone 6 als 2.5D-Glas bezeichnet wird. Nur ein kleines Detail, doch es wirkt, wenn auch nur rein ästhetisch.

5,5 Zoll mögen heute Standard sein, doch für kleine Hände stellen sie ein Problem dar, zumindest, wenn man das Gerät mit einer Hand bedient. Ich bin einer dieser Nutzer, die auf Einhandbedienung bestehen, weshalb ich auf dieses Kriterium achte. In meinem ersten Mate-S-Test fiel mir sofort positiv auf, dass 5,5 Zoll in diesem Modell nicht unangenehm groß wirken. Tatsächlich hätte ich mir auch vorstellen können, dass es sich “nur” um 5,2 Zoll handelt.

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Leider hat Huawei aus unerfindlichen Gründen die Dual-SIM-Funktionalität beim Mate S gestrichen. Eine microSD-Karte nimmt es aber trotzdem auf. / © nextpit

Huawei Mate S: Besonderheiten

Ein Feature, das meinem Testgerät zwar fehlt, das wir jedoch auf der IFA bestaunen konnten, ist Force Touch, also ein drucksensibles Display. Alle Welt dachte, dass Apple dieses clevere Bedienungselement in seinem iPhone 6s der Smartphone-Welt vorstellen würde, doch Huawei kam ihm zuvor.

Force Touch bedeutet, dass Ihr beispielsweise alleine über einen stärkeren Druck des Fingers in Bilder hineinzoomen könnt oder dass Ihr die Bildschirmtasten verschwinden lassen könnt und stattdessen einfach dort, wo die Buttons normalerweise wären, kurz stärker drückt. Andere Features wie die “Magic Corners” erlauben den Schnellstart von Apps über ein stärkeres Drücken auf die Displayecken.

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Das Zoomen via Force Touch ist eines der brandneuen und wirklich innovativen Features des Huawei Mate S. / © nextpit

Ein weiteres Feature, das man heutzutage womöglich nicht mehr als “besonders” bezeichnen kann, das aber besonders gut funktioniert, ist der Fingerabdrucksensor. Die Einrichtung gelang beim ersten Anlauf innerhalb von Sekunden und der Entsperrvorgang geht derart schnell und unproblematisch vonstatten, dass ich es ernsthaft nicht geschafft habe, dass der Sensor meinen Finger nicht erkannte, egal wie sauber oder unsauber ich den Finger auflegte. Aktuell ist mir kein Smartphone bekannt, dessen Fingerabdrucksensor schneller arbeitet.

Aus meiner Sicht ist die Platzierung am Rücken ideal, auch wenn Sonys Lösung an der Geräteseite ebenfalls viel Sinn ergibt. Doch der Finger wandert automatisch in die Gegend, in der der Sensor angebracht ist, und so braucht es mehr oder weniger null Übung, um sich an seine Nutzung zu gewöhnen.

Und das lohnt sich, denn der Fingerabdrucksensor ist vielseitig einsetzbar, sei es zum Entsperren, zum Bezahlen, zum Entgegennehmen von Anrufen, zum Auslösen der Kamera, zum Öffnen der Benachrichtigungsleiste und - ganz besonders - zum Navigieren, etwa zum Wischen durch Bildergalerien.

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Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite des Mate S reagierte in unserem Test schnell und präzise. / © ANROIDPIT

Huawei Mate S: Software

Auf dem Mate S läuft Android 5.1.1 Lollipop samt Herstelleraufsatz EMUI 3.1. Das entspricht genau der Software des Honor 7, der Zweitmarke von Huawei. Einzige Unterscheidung zwischen der Honor- und Huawei-Version sind die vorinstallierten Apps und die Themes. Beim Huawei Mate S sind die Themes der Farbe des Huawei Mate S angepasst. In unserem Fall erstrahlte die ganze Software mit güldenen Akzenten und Icons, passend zum äußeren Erscheinungsbild des champagnerfarbenen Mate S. 

Alle Besonderheiten von Huaweis EMUI-Herstelleraufsatz könnt Ihr Euch im Test des Huawei P8 noch einmal zu Gemüte führen, sodass ich sie Euch hier erspare. Einen Tipp will ich Euch aber nicht vorenthalten: Wenn Ihr einen alternativen Launcher installieren wollt, wie zum Beispiel den Google Now Launcher, dann reicht leider nicht das reine Downloaden und Installieren des Launchers, sondern Ihr müsst in Einstellungen > Apps verwalten auf App-Standardeinstellungen klicken und dann dort in Übersicht reingehen. Erst hier kann man einen alternativen Launcher aktivieren. Das ist nicht weiter tragisch, aber durchaus ein wenig komplizierter als auf anderen Geräten.

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Huaweis Emotion UI ist stark an Apples iOS angelehnt und muss ohne App Drawer auskommen. / © nextpit

EMUI hat leider ein kleines Problem und das liegt im Update-Zyklus. Huaweis EMUI zählt wohl zu den am stärksten angepassten Herstelleraufsätzen und in der Vergangenheit liefen die Smartphones des chinesischen Herstellers in Sachen Android-Version mehrere Monate hinter Google her. In einem Gespräch mit Huawei während der IFA 2015 in Berlin hat der Hersteller aber Besserung gelobt. Wir hoffen stark, dass Huawei somit Android 6.0 Marshmallow zügig nach Release auf den eigenen Smartphones ausrollt.

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Knuckle Sense ist keine eigene Entwicklung von Huawei, sondern eine zugekaufte Technologie. / © nextpit

Huawei Mate S: Performance

Das Mate S ist mit der nahezu identischen Hardware ausgestattet wie das günstigere Honor 7. Im Inneren sorgt ein HiSilicon Kirin 935 für mehr als ausreichend Leistung in nahezu allen Umständen. Vier der acht Kerne des hauseigenen Prozessors takten mit maximal 2,2 GHz während die restlichen vier mit maximal 1,5 GHz getaktet werden.

Huawei Mate S Benchmark
Der HiSilicon Kirin 935 ist gut, aber er kommt nicht an die Leistung eines Snapdragon 810 oder Exynos 7420 heran. / © nextpit

Der interne Speicher von 32 GB kann beim Huawei Mate S per microSD-Karten um bis zu 128 GB erweitert werden. Leider hat Huawei beim Mate S die Dual-SIM-Fähigkeit weggelassen, so dass man nicht wie beim Honor 7 einen Kombi-Slot für microSD und Nano-SIM hat. Schade, denn dieses Feature hätte weder mehr Platz benötigt, noch den Preis des gesamten Smartphones hochgetrieben.

Die Prozessoren von Huawei zählen nicht zur absoluten Spitzenklasse in Sachen Leistung, hier haben Smartphones mit Qualcomm Snapdragon 810 oder Samsungs Exynos 7420 eindeutig die Nase vorne. Im AnTuTu-Benchmark schafft das Mate S gute 52.000 Punkte. Zum Vergleich: das OnePlus 2 mit einem Snapdragon 810 schafft etwas mehr als 62.000 und Samsungs Galaxy S6 Edge mit einem Exynos 7420 ist mit 67.000 Punkten der absolute Leistungs-König.

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Anders als beim Honor 7 nimmt das Mate S keine zwei SIM-Karten auf sondern nur eine SIM- und eine microSD-Karte. / © nextpit

Benchmark-Werte sind das eine, viel wichtiger ist aber das allgemeine Gefühl im Alltag eines Smartphone-Nutzers. Nerven einen vielleicht eine ruckelige Darstellung der Homescreens? Ist die Ladezeit von Apps unerträglich lang und heizt sich vielleicht das Smartphone unter Last auf, z.B. bei grafikintensiven Spielen? Fast alles kann man beim Mate S verneinen, bis auf den Punkt der Wärmeentwicklung. Die ist deutlich bei intensiver Nutzung spürbar, aber man verbrennt sich noch lange nicht die Finger am Mate S. Auch Abstürze, bedingt durch einen Wärmestau im Inneren des Smartphones, konnten wir während des ganzen Testzeitraums nicht bemerken. 

Huawei Mate S: Audio

Wie auch schon beim P8 ist das Mate S ein kleiner Blender in Sachen Lautsprecher, denn hinter den unteren Gehäusebohrungen verstecken sich nicht etwas zwei Lautsprecher sondern nur einer. Trotzdem ist der eine Mono-Lautsprecher an der linken Geräte-Unterseite laut und kann von der Qualität her für ein Smartphone durchaus als gut bezeichnet werden.

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Von wegen Stereo: Es gibt nur einen Lautsprecher im Huawei Mate S. / © ANROIDPIT

Positiv fällt auch die Sprachqualität auf, diese ist nämlich kristallklar, auch in schwierigen Geräuschumgebungen wie der U-Bahn. Egal, ob in einer ruhigen oder lauten Umgebung, wie zum Beispiel in einem überfüllten Lokal, die Gesprächspartner haben sich niemals über unverständliche Gesprächsqualität beschwert.

Huawei Mate S: Kamera

Huawei ist nicht für herausragende Kameras bekannt, aber seit dem P8 hat Huawei einen Schritt nach vorne gemacht. Einen erneuten Schritt in Sachen Bildqualität hat Huawei mit dem Mate S aber nicht folgen lassen, denn die Chinesen haben ganz einfach die 13-MP-Kamera (IMX278) mit einer Blende von f/2.0 des Huawei P8 ins Mate S transplantiert. Als Unterstützung bei schlechten Lichtverhältnissen sind zwei LEDs mit unterschiedlichen Farbtemperaturen verbaut worden.

Es ist auch nicht verwunderlich, dass das Mate S ähnlich gute Bilder wie das P8 abliefert. Wohl gemerkt: Die Bilder sind gut, aber nicht sehr gut. Ein Samsung Galaxy S6 oder ein LG G4 bieten für den ambitionierten Smartphone-Fotografen mehr.

Huawei Mate S review
Photos taken in daylight are generally strong. / © ANDROIDPIT
Quelle: NextPit
Huawei Mate S review
The autofocus reacts reasonably quickly. / © ANDROIDPIT
Quelle: NextPit
Huawei Mate S review
A photo taken with HDR enabled. / © ANDROIDPIT
Quelle: NextPit
Huawei Mate S review
In low light, there is some apparent noise. / © ANDROIDPIT
Quelle: NextPit
Huawei Mate S review
Moving objects are captured without blur. / © ANDROIDPIT
Quelle: NextPit
Huawei Mate S review
The Huawei beautify function was dialed up on this picture. / © ANDROIDPIT
Quelle: NextPit
Huawei Mate S review
The Mate S focus depth is strong. / © ANDROIDPIT
Quelle: NextPit

Selfie-Besessene werden sich über die statten 8 MP der Frontkamera und den nicht zuletzt durch Huawei popularisierten Beauty-Shot-Modus freuen, der selbst aus vom Leben gezeichneten Senioren aalglatte, blutjunge Anime-Charaktere macht. Anfangs werden Euch die Ergebnisse Alpträume bescheren, doch nach ein paar Versuchen werdet Ihr Eure Selfies nicht mehr in Natura sehen wollen.

Praktisch für den Selfie-Fan ist auch der Frontblitz, der auf eine kurze Distanz sehr gut das Bild aufhellen kann. So kann man während einer Party in der dunklen Diskothek praktischerweise noch gut Selfies knipsen, auf denen tatsächlich auch etwas zu erkennen ist. 

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Die Front-LED hellt sehr gut die Person auf. Dieses Bild entstand in einem komplett dunkeln Raum. / © nextpit

Huawei Mate S: Akku

Der fest verbaute Akku ist zumindest auf dem Papier betrachtet die wohl größte Schwäche des Mate S. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Huawei selber sein neues Flaggschiff als auf dem Mate 7 basierend beschreibt, welches für seinen monströsen Akku von 4.100 mAh bekannt ist. Mit 2,700 mAh Kapazität ist der Mate-S-Akku hingegen unterdurchschnittlich groß oder, wie heutzutage passender scheint, überdurchschnittlich klein.

  • Das Ende längerer Akkulaufzeiten: Willkommen in der Stagnation

Dass das nicht zu schlechten Laufzeiten führen muss, beweisen Geräte wie das Galaxy S6, die mit noch kleineren Akkus auskommen, und schon das Huawei P8 mit seinen 2.680 mAh hat uns ins Sachen Laufzeit überrascht. Im Test des Huawei Mate S enttäuschte das Gerät jedenfalls nicht: Nach einem 12-Stunden-Tag normaler Nutzung betrug der Akku immer noch über 45 Prozent. Unter "normaler Nutzung" verstehe ich mehrere geschossene Fotos, ungefähr eine Stunde Telefonieren, das Abrufen von E-Mails, Internet-Surfen, Nachrichten Versenden, Fotos Bearbeiten und natürlich das ein und andere Spiel wie Real Racing 3. 

Geht einem doch mal die Puste aus, dann kann das Huawei Mate S dank Quick Charge binnen 10 Minuten Ladezeit wieder mit Saft für 2 Stunden versorgt werden. Leider verfügt das Mate S aber nicht über kabelloses Laden, wie es zum Beispiel das Galaxy S6 hat. Aber das ist dem Umstand geschuldet, dass der Hersteller ein Metall-Unibody-Gehäuse verbaut hat. 

Huawei Mate S: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Aus ästhetischer und haptischer Sicht spricht alles für das Huawei Mate S. Es ist fast perfekt verarbeitet und auch die Haptik entspricht absolut der Preisklasse. In Sachen Performance gibt es nichts zu beanstanden, auch die allgemeine Ausstattung in Hard- und Software, genau wie die Fotoqualität, geht in Ordnung. 

Leider schwirrte während des Huawei-Mate-S-Tests ständig das Honor 7 in meinem Kopf herum. Das Flaggschiff der Zweitmarke Honor kostet mit 349 Euro fast nur die Hälfte, wartet mit einem Metallgehäuse auf und bietet eine deutlich bessere Kamera. Zusätzlich verpasste Honor dem 7er Modell auch noch einen sehr nützlichen Shortcut-Button (Schnellzugriff per Knopfdruck) an der linke Gehäuseseite, der sich im Alltag durchaus als nützlich erweist. Sicher, die Verarbeitung ist hier nicht ganz so edel, doch unterm Strich schlägt es das Mate S in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis um Längen.

Doch um das Honor 7 geht es hier nicht: Für sich betrachtet, ist das Mate S ein sehr attraktives Smartphone, das einen völlig vergessen lässt, dass es Samsung, HTC und Sony überhaupt gibt. Weiter so, Huawei!