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Huawei P30 Pro

4,5

Pro

  • Makellose Verarbeitung
  • Enorm vielseitige Kamera
  • Tolle Low-Light-Fotos
  • Extrem starker Akku

Contra

  • Display verkratzt schnell
  • Zu viele unnötige Apps
  • Aggressives RAM-Management
Foto: Handy Huawei huawei-p30-pro

Pros des Huawei P30 Pro

  • Makellose Verarbeitung
  • Enorm vielseitige Kamera
  • Tolle Low-Light-Fotos
  • Extrem starker Akku

Contras des Huawei P30 Pro

  • Display verkratzt schnell
  • Zu viele unnötige Apps
  • Aggressives RAM-Management

Zum Abschnitt:

Huawei P30 Pro: Preis und Verfügbarkeit

Das Wichtigste schon mal vorweg: Huawei wird das P30 Pro noch im April in den deutschen Handel bringen. Erhältlich wird das Huawei P30 Pro in zwei Konfigurationen sein: Die günstige Variante mit 128 GByte Speicher kostet 999 Euro. Für das P30 Pro mit 256 GByte internem Speicher werden 1.099 Euro fällig. Beide Speichergrößen werden in Deutschland in drei Farben angeboten: Schwarz, Breathing Crystal und Aurora. Die Farbversion Amber Sunrise gibt es nur in der 8/128 GByte Version.

Für Schnellentschlossene gibt es einen zusätzlichen Kaufanreiz: Wer das Huawei P30 oder P30 Pro in der Zeit zwischen dem 26. März und dem 4. April 2019 vorbestellt, der erhält einen Sonos One Smart Speaker gratis dazu.  

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Optischer Feinschliff

In Sachen Optik und Haptik hat sich bei Huaweis Top-Smartphone in den vergangenen Jahren sehr viel getan. Vor allem bei den Farben bewies der chinesische Hersteller sehr viel Mut. Und dieser Mut wurde in 2018 mit insgesamt 16 Millionen verkauften Huawei P20 und P20 Pros belohnt. In Großbritannien, Italien und Portugal verkaufte sich die Twilight-Farbvariante am besten.

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Optisch erinnert das Huawei P30 Pro an seinen Vorgänger. / © NextPit

Für den Nachfolger, dem Huawei P30 Pro, erweitert der Hersteller die mit einem Farbverlauf versehenen Varianten. Statt einer gibt es nun satte drei schillernde Ausführungen. Die Palette reicht vom klassischen Schwarz über Breathing Crystal (weiß), Amber Sunlight (orange-rot) bis hin zu Aurora (blau). Welche Farbvariante in welchen Ländern angeboten wird, ist unterschiedlich.

Abgesehen von den Farbversionen ist das Huawei P30 Pro ein ziemlich großes Smartphone. Das hat auch einen Grund, denn Huawei verpasst dem neuen Modell ein 6,47 Zoll großes AMOLED-Panel, das seitlich gebogen ist. Damit das P30 Pro im Profil schlanker wirkt, wurden die Seitenkanten der Rückseite ebenfalls gebogen.

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Das ist das Huawei P30 Pro in Breathing Crystal. / © NextPit

Das ist gut am Design des Huawei P30 Pro

Die neuen Farben sehen toll aus, vor allem die orange-rote Variante des Huawei-Smartphones ist ein Hingucker. Abseits der reinen Optik ist die Verarbeitung beeindruckend, das P30 Pro wirkt sehr hochwertig. Die IP68-Zertifizierung wird zwar immer mehr zum Standard, ist mir aber immer noch ein Lob wert.

Das ist schlecht am Design des Huawei P30 Pro

Da wäre einmal die Form, denn das P30 Pro ist ziemlich breit und damit ein wenig unhandlicher als etwa das Mate 20 Pro. Daran gewöhnt man sich aber schnell. Mehr Sorgen macht mir, dass das Smartphone ziemlich schnell feine Kratzer ansammelt, und zwar sowohl auf dem Rücken als auch am Display. Ich rate deshalb dringend dazu, dem P30 Pro eine passende Hülle zu spendieren.

Gewaltiges Display mit kleinerer Notch

Das Display des Huawei P30 Pro löst zwar nur mit Full HD+ auf, bietet aber trotz der gewaltigen Bildschirm-Diagonale von 6,47 Zoll ein sehr scharfes Bild. Die AMOLED-Technologie sorgt dann noch für intensive Farben und sehr gute Schwarzwerte, was typisch für diese Art von Panels ist. Die Helligkeit ist enorm hoch ausgefallen und auch die Blickwinkelstabilität gibt keinen Anlass zu Kritik.

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Ein Hauch von Mate 20 Pro findet sich nun in Form des Displays auf dem P30 Pro wieder. / © NextPit

Deutlich kleiner ist die Notch beim P30 Pro geworden. Der Grund hierfür liegt darin, dass Huawei die beim Mate 20 Pro verbaute Gesichtserkennungs-Technologie in 3D nicht verbaut.  Außerdem werdet Ihr hier auch keine herkömmliche Hörmuschel finden. Stattdessen versetzt Huawei das Display in Schwingung und nutzt einen Teil des Bildschirms quasi als Lautsprecher.

Das ist gut am Display des Huawei P30 Pro

Huawei verwendet im P30 Pro ein qualitativ ausgezeichnetes AMOLED-Panel, und dessen Stärken spielt es voll aus: Kontraste und Farben. Die Schärfe ist so gut, dass mir eine höhere Auflösung nicht fehlt. Das riesige Display eignet sich zudem ausgezeichnet für Filme und Spiele.

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Am Display des P30 Pro gibt es kaum etwas zu meckern. / © NextPit

Das ist schlecht am Display des Huawei P30 Pro

Es sind nur Kleinigkeiten, die ich am Display des P30 Pro zu bemängeln habe. Die minimale Helligkeit ist mir in wirklich dunklen Räumen noch zu hell. Die leichte Biegung an den Kanten könnte sich Huawei zudem sparen, da sie hier und da ein wenig das Bild verzerrt. Im Großen und Ganzen ist das Display aber ausgezeichnet.

Mit EMUI kocht Huawei sein eigenes Süppchen

Keine großen Überraschungen gibt es in Sachen Software, denn Huawei setzt beim P30 Pro selbstverständlich den eigenen Herstelleraufsatz EMUI ein. Dieser liegt beim P30 Pro in der Version 9.1 vor und basiert auf Android 9 Pie. EMUI greift vergleichsweise stark in Android ein und sorgt nicht nur mit seiner Optik, sondern auch vielen eigenen Funktionen dafür, dass die Oberfläche nicht bei allen Nutzern gut ankommt. Viele bevorzugen den aufgeräumten Look des nackten Android und brauchen viele der EMUI-eigenen Funktionen einfach nicht.

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Keine Überraschung: Huawei liefert das P30 Pro mit der aktuellsten EMUI Version auf Basis von Android 9 aus. / © NextPit

Huawei spart sich nach wie vor einen eigenen Sprachassistenten als Alternative zum Google Assistant, einzig in China bietet der Hersteller so ein System an. Für die Kunden in Europa ist das genau die richtige Entscheidung.

Einige Funktionen, die beim Launch des Huawei P30 Pro gezeigt wurden, sind zum Start noch nicht an Bord, werden aber in den kommenden Wochen nachgeliefert. Dazu zählt auch die Video-Funktion, bei der mit Zoom und normaler Brennweite gleichzeitig gefilmt wird. Vorbildlich: Huawei kommunizierte das bei der Vorstellung deutlich und proaktiv. Das macht nicht jeder Hersteller.

Das ist gut an der Software des Huawei P30 Pro

Mit der Version 9 hat Huawei EMUI deutlich verschlankt, schneller gemacht und den Bedienkomfort erhöht. Damit ist das System besser bedienbar als früher. Auch die Anpassbarkeit mag ich. Mit den meisten Dingen in EMUI habe ich mich mit der Zeit arrangiert.

Das ist schlecht an der Software des Huawei P30 Pro

Huawei setzt immer mehr auf eigene Apps für nahezu alle Dinge, die auch Google in den Pflicht-Apps für Android anbietet. Sogar ein eigener Browser ist im Huawei P30 Pro an Bord, ebenso ein eigener App Store. Das würde mich alles weniger stören, wenn man diese Apps deinstallieren oder wenigstens deaktivieren könnte, das geht aber nicht. Eine unverständliche Strategie, die dem Hersteller unnötig Arbeit macht und mir als Kunde keinen Mehrwert bietet.

Noch immer ein Thema in EMUI ist außerdem das recht aggressive RAM-Management, das dazu führt, dass Apps vergleichsweise schnell im Hintergrund geschlossen werden und dann unter Umständen nicht mehr richtig funktionieren. Das lässt sich zwar meist mit den richtigen Einstellungen beheben, die sind aber weit in den Menüs vergraben. Insgesamt ist EMUI nicht unbedingt das schnellste System, in dieser Beziehung könnte Huawei von OnePlus noch einiges lernen.

Huaweis Baukastensystem

Die technische Grundplattform für das Huawei P30 Pro liefert das Mate 20 Pro. Der Kirin 980 inklusive Dual NPU, Mali G76 MP10 GPU und 8 GByte RAM dient als Antrieb. Je nach Version stehen dann noch ein interner Speicher von 128, 256 oder gar 512 GByte zur Verfügung. Wer den Speicher erweitern will, der muss wie auch beim Mate 20 Pro zur neuen Nano-Memory-Karte greifen. Diese gibt es aktuell nur von Huawei selbst. Mit dieser Ausstattung liegt das Huawei P30 Pro leistungstechnisch auf Augenhöhe mit dem Mate 20 Pro.

Betrachtet man die Benchmark-Ergebnisse des P30 Pro im Vergleich mit dem Galaxy S10+ von Samsung sieht man, dass der Kirin 980 in den meisten Disziplinen hinter dem neueren Exynos 9820 liegt. Das ist aber nur auf dem Papier entscheidend, in der Praxis ist das neue Huawei-Smartphone im Test immer Herr der Lage und flott unterwegs.

Huawei P30 im Benchmark-Vergleich

 
  Huawei P30 Pro Samsung Galaxy S10+
3DMark Sling Shot Extreme 3.990 4.371
3DMark Sling Shot Vulkan 3.995 4.276
3DMark Sling Shot 3.228 4.503
3DMark Ice Storm Unlimited 35.981 56.128
Geekbench 4 (Single / Multi Core) 3.283 / 9.750 4.175 / 10.031
PassMark Memory 30.190 19.777

Das ist gut an der Performance des Huawei P30 Pro

Eigentlich alles, wenn man die Leistung im Alltag betrachtet. Das Smartphone reagiert schnell und flüssig, zeigt keine nervigen Aussetzer oder Gedenksekunden und macht alles, was es soll. Apps starten ohne Verzögerung, ich habe im Test beim Huawei P30 Pro keine Abstürze oder ähnlich unschönen Dinge erlebt. Auch Spiele machen Spaß. Mit diesem Smartphone wird man auch in zwei, drei Jahren noch Freude haben.

Das ist schlecht an der Performance des Huawei P30 Pro

Während die Leistung bei der Benutzung des Smartphones jederzeit stimmt, muss ich Huawei den Verzicht auf die 3D-Gesichtserkennung ankreiden. Das P30 Pro scannt nur in 2D über die Frontkamera, und das ist weniger zuverlässig und ein wenig langsamer als beim Mate 20 Pro. In der Dunkelheit kann man den Face Scan getrost vergessen, und auch mit Sonnenbrille erkennt mich das Smartphone nicht.

Die Alternative heißt Fingerabdruck. Leider arbeitet auch der nicht besonders zuverlässig und erkennt meinen Finger nur mit einer Erfolgsrate von etwa 70 Prozent. So richtig zufrieden bin ich mit diesem gemischten Doppel auf Seiten der Biometrie deshalb nicht.

Nur Mono-Sound, dafür Klinke

In Sachen Audio verzichtet Huawei ganz dem Zeitgeist entsprechend auf die Klinkenbuchse, legt aber ein USB-C-Headset und einen Adapter mit in den Karton. Beide sind von durchschnittlicher Qualität, aber besser als nichts . Die in das Display integrierte Hörmuschel funktioniert beim Telefonieren problemlos, die Sprachqualität passt. Wer am Smartphone Musik hört, muss dadurch aber mit einem Mono-Lautsprecher Vorlieb nehmen. Der sitzt jetzt wieder neben dem USB-Anschluss statt darin. Das kommt dem Klang zugute.

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Der Lautsprecher hat jetzt wieder einen eigenen Ausgang. / © NextPit

Die Kamera des P30 Pro ist allzeit bereit

Seit dem P9 steht die P-Serie von Huawei für Smartphones, die auf Fotografie ausgelegt ist. Das ist auch beim P30 Pro wieder so. Die Hauptkamera besteht nun aus vier Bild erfassenden Komponenten:

  • 40 MP Super Spectrum Sensor, 27 mm Brennweite, f/1.6-Blende, optische Bildstabilisierung
  • 20 MP Ultraweitwinkel-Kamera (über 120 Grad FOV), 16 mm Brennweite, f/2.4-Blende
  • 8 MP Zoom-Kamera (5fach optisch / 10x hybrid), 125 mm Brennweite, f/3.4-Blende, OIS
  • Time of Flight (ToF) Kamera für Tiefeninfomationen

Um nicht nur mit vielen Megapixel, großer Blende und noch mehr Kamerasensoren auf Kundenfang zu gehen, hat sich Huawei überlegt, mit alten Bildsensor-Traditionen zu brechen. Der neue Super Spectrum Sensor ist zwar in der Basis ein typischer Bildsensor mit Bayerfilter, aber um die Lichtempfindlichkeit schon auf Sensorebene zu erhöhen, tauscht man die grünen Pixel gegen gelbe Pixel aus.

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Links: der klassische Bayer-Filter mit Rot, Grün und Blau. Rechts: Huaweis Super Spectrum Sensor, bei dem die grünen Pixel gegen gelbe ausgetauscht wurden. / © NextPit

Das Resultat wird in dem wahnwitzigen ISO Wert von 409.600 ersichtlich. Zum Vergleich: das Huawei P20 Pro oder gar eine Canon 5D Mark IV erreichen einen maximalen ISO Wert von 102.400. Nur eine Sony Alpha A7S Mark II mit einem Vollfomatsensor kann mit solch einem ISO-Wert mithalten.

Aber wieso kam bisher denn kein anderer Hersteller, egal ob von Smartphones oder vollwertigen Kameras darauf, statt grünen einfach gelbe Pixel zu nutzen? Und warum sollte man die gewohnte Bayer-Matrix verändern, wenn das Prinzip sich über Jahrzehnte bewährt hat? Weil wahrscheinlich der Aufwand in der Entwicklung, Produktion und auch im Alltag bei der Rückberechnung des Grünanteils zu hoch war. Huawei muss also die grünen Farbinformationen die den rohen Sensordaten fehlen mithilfe der Signalprozessoren und Softwarealgorithmen wieder reinrechen.

AndroidPIT huawei p30 pro front camera l3tg2Schau mir in die Augen! Mit drei Kameras fängt das P30 Pro jedes Motiv, von nah bis richtig fern, ein.  / © NextPit

Von Panorama, Tele bis hin zu Makro-Fotografie ist alles dabei

Der neue Super-Spectrum-Sensor ist nur eine Neuerung des Huawei P30 Pro. Vom Huawei Mate 20 Pro übernimmt es die Ultraweitwinkel-Kamera mit 20 Megapixel. Damit lassen sich dank des über 120 Grad großen Bildwinkels schöne Panorama-Aufnahmen machen. Mit dieser Kameraeinheit lassen sich aber auch Makroaufnahmen, bei dem das Objektiv nur 2,5 cm vom Motiv weg ist, schießen. Die Time-of-Flight-Kamera ermöglicht es, schöne Bilder mit Tiefenschärfe-Effekten zu machen und kann als Vermessungsinstrument genutzt werden.

Spannend wird es mit dem neuen Tele-Objektiv. Da Zoom-Objektive aus dickeren Linsen-Elementen bestehen, musste Huawei sich für eine ungewöhnliche Bauweise entscheiden, da ansonsten der Kamera-Buckel deutlich größer ausgefallen wäre als gewünscht. Der Trick liegt in einem Prisma, das vor dem eigentlichen Objektiv platziert ist.

Das lenkt das einfallende Licht im 90-Grad-Winkel um, sodass es auf liegend platzierte Linsen und den Sensor trifft. Ganz neu ist der Trick nicht, denn Oppo hat solch eine Lösung als Technologie-Vorschau bereits auf dem MWC 2017 präsentiert und auf dem MWC 2019 die Serienproduktion verkündet. Bei der Huawei-Lösung entsteht dadurch ein 5-fach optischer Zoom, bis zu 10-facher Hybrid-Zoom und sogar ein 50-facher digitaler Zoom. Um zumindest leichte Verwackler zu minimieren, verfügt das Zoomobjektiv über einen optischen Bildstabilisator.

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Endlich lässt sich die Master AI direkt aus der Kamera-App aktivieren oder deaktivieren. / © NextPit

Erfreulich ist eine auf den ersten Blick wie eine Kleinigkeit wirkende Änderung für den Alltag. In der Kamera-App kann man nun sofort entscheiden, ob man ein Foto mit Unterstützung der künstlichen Intelligenz knipsen will oder nicht. Vorbei sind also die Zeiten, in denen man jedes Mal in die Einstellungen der App eintauchen musste, um die Master-AI zu deaktivieren.

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Diese Kamera ist beeindruckend! / © NextPit

Das ist gut an der Kamera des Huawei P30 Pro

Mit den drei verschiedenen Brennweiten, zu denen noch der Hybrid-Zoom und die fünfzigfache digitale Vergrößerung kommen, machen die Kamera des P30 pro unglaublich vielseitig. Außerdem ist die Qualität vor allem der Zoom-Aufnahmen für dieses Maß an Vergrößerung und die Tatsache, dass wir hier immer noch von einer Smartphone-Kamera reden, einfach überragend. Es macht einfach unfassbar viel Spaß, mit dem P30 Pro Fotos zu machen.

Das liegt auch an der zweiten Disziplin, in der Huawei Maßstäbe setzt: Low Light. Der Nachtmodus von Google ist bereits beeindruckend, aber Huawei setzt beim P30 Pro noch einmal einen drauf, und das ganz ohne eigenen Modus. Die Kamera des P30 Pro zaubert bei fast kompletter Dunkelheit Bilder auf den Sensor, dass es eine wahre Freude ist. Den Nachtmodus, den Huawei immer noch besitzt, könnt Ihr getrost vergessen. Diese Kamera ist in Sachen Low-Light ein Quantensprung.

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Die Kamera des P30 Pro ist auch bei wenig Licht immer Herr der Lage. / © NextPit

Mehr dazu lest Ihr in unserem Kamera-Test des Huawei P30 Pro. Viele Bilder, die wir mit dem P30 Pro gemacht haben, sind unter dem folgenden Link zu finden:

  • Testbilder in voller Größe anschauen

Das ist schlecht an der Kamera des Huawei P30 Pro

Wenn ich etwas bemängeln muss an der Kamera des P30 Pro, dann die Video-Funktionen. Hier machen andere Hersteller immer noch einen besseren Job, auch wenn Huawei die Bildstabilisierung verbessert hat. Außerdem würde ich mir wie bei Honor wünschen, dass Huawei mir die Möglichkeit gibt, die AI-Effekte auch nachträglich in der Galerie auszuschalten.

Dem Akku des P30 Pro geht die Luft nicht aus

Damit dem dem P30 Pro nicht so schnell der Saft ausgeht, spendiert Huawei dem Smartphone einen 4.200 mAh großen Akku, der per Kabel mit  40 Watt und drahtlos mit 15 Watt geladen wird. Die Reverse-Charge-Funktion aus dem Mate 20 Pro ist ebenfalls an Bord. In der Theorie müsste das Huawei P30 Pro damit auf eine hervorragende Laufzeit kommen - und das tut es tatsächlich. Über 14 Stunden im Akku-Benchmark von PCMark bei mittlerer Helligkeit sind enorm, selbst bei voll aufgedrehtem Display sind es noch knapp neun Stunden. Da kann kaum ein Smartphone mithalten. Im Test muss das P30 Pro regelmäßig erst nach zwei Tagen ans Ladegerät - das ist eine echte Wohltat.

Das ist gut am Akku des Huawei P30 Pro

Die Laufzeit des P30 Pro mit einer Akku-Ladung ist fantastisch, vor allem wenn man - wie ich - vorher ein Smartphone benutzt hat, das dabei so richtig enttäuscht hat. Huaweis Schnelllade-Technologie ist rasend schnell und hat mir schon mehr als einmal den Tag - oder meistens eher den Abend - gerettet. Reverse Wireless Charging ist ein nettes Gimmick, wenn man jemanden beeindrucken möchte, was das eigene Smartphone so alles kann.

Das ist schlecht am Akku des Huawei P30 Pro

Nichts. Wirklich nicht.

Huawei P30 Pro: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Das P30 Pro hat die Messlatte in Sachen Smartphone-Kamera extrem hoch gelegt. Die Konkurrenten, also etwa das Google Pixel 3 XL, Apple iPhone XS oder die neuen Galaxy-S10-Modelle von Samsung müssen sich strecken, um da dran zu bleiben. Egal ob Zoom-Bereich, AI-Funktionen oder - vor allem - Low-Light, Huawei scheint den Mitbewerbern in diesem Punkt einen ganzen Schritt voraus zu sein. Dass die Video-Leistung da nicht ganz mithalten kann, verkrafte ich leicht, denn wir reden hier immer noch von einem richtig guten Niveau.

Die Kamera ist aber nicht alles. Das P30 Pro sieht verführerisch gut aus, hat eine aktuelle und regelmäßig gepflegte Android-Version, jede Menge Speicher und Leistung satt. Die Akku-Leistung ist im Vergleich mit den anderen Top-Smartphone überragend. Einzig die Software hinkt ein bisschen hinter der Hardware her. Hier verschenkt Huawei noch ein gewisses Potenzial. Wenn die Chinesen das auch noch in den Griff kriegen, können sich die anderen warm anziehen.

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