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LG G Flex

3,0

Pro

  • Innovativ
  • Gute Ideen
  • LG-Oberfläche

Contra

  • Niedrige Displayauflösung
  • Hoher Preis
Foto: Handy LG lg-g-flex

Pros des LG G Flex

  • Innovativ
  • Gute Ideen
  • LG-Oberfläche

Contras des LG G Flex

  • Niedrige Displayauflösung
  • Hoher Preis

Zum Abschnitt:

LG G Flex: Design und Verarbeitung

Das G Flex sticht nicht nur mit seinem riesigen 6-Zoll-Display heraus. Vor allem das bananenförmige Gehäuse ist ein echter Blickfang. In der Hand liegt es dadurch tatsächlich angenehm und lädt trotz seiner Größe zur einhändigen Bedienung ein. Laut LG passt sich das gebogene Gerät besonders gut an die menschliche Kopfform an, außerdem sitzt das G Flex durch die Biegung besonders gut in der Gesäßtasche.

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Von der Seite erkennt man den Biegungsgrad des LG G Flex erst richtig. / © NextPit

Ein größerer Vorteil ist aber die Biegsamkeit des Screens: Das Display dürfte im Alltagsgebrauch deutlich weniger schnell Sprünge oder Risse kriegen, als es bei anderen Handys der Fall ist. In unserem Test haben wir das Gerät in alle Richtungen zu biegen versucht, die Krafteinwirkungen hat es unbeschadet überstanden. 

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Die Benachrichtigungs-LED ist direkt im Power-Button integriert. / © NextPit

Lautstärke- und Power-Taste sind wie schon beim G2 auf der Rückseite des Geräts verbaut. Die Benachrichtigungs-LED ist im Power-Button integriert und leuchtet gut sichtbar. Kopfhörer-Eingang und Micro-USB-Steckplatz sind auf der Unterseite zu finden, der Steckplatz für die Micro-SIM-Karte liegt links, auf der Rückseite sitzt ein Mono-Lautsprecher. Die Akkuabdeckung ist nicht abnehmbar und verfügt über eine selbstheilende Beschichtung.

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Magische Selbstheilungskräfte schlummern in der unscheinbaren Beschichtung. / © NextPit

Die Verarbeitung und Stabilität des G Flex ist tadellos, die Ecken mögen allerdings für manche Geschmäcker etwas zu scharfkantig sein. Trotz seiner innovativen Formensprache und Materialwahl fehlt dem Phablet allerdings das Design-Sahnehäubchen, insgesamt wirkt die Gehäusegestaltung nicht besonders originell. 

LG G Flex: Display

Gebogene Displays sind bei Fernsehern der Trend des Jahres, mit dem G Flex will LG dieses angeblich besonders eindrucksvolle Seherlebnis in den mobilen Bereich bringen. Wir konnten in unserem Test jedoch keinen wirklichen Unterschied zu einem herkömmlichen, flachen Display feststellen. Die schiere Größe des Displays und die schmalen Ränder machen es aber natürlich zu einem Vergnügen, Videos auf dem G Flex zu schauen. 

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Die Auflösung des Displays ist mit 1.280 x 720 Pixel nur Mittelmaß. / © NextPit

Ansonsten ist das Display aber leider nicht viel besser als der Durchschnitt: Die Auflösung des OLED-Panels ist mit 1.280 x 720 Pixeln und einer Pixeldichte von 245 ppi nicht besonders. Das ist überraschend für ein LG-Smartphone, das symbolhaft für LGs Innovationswillen und Expertise stehen soll. Die niedrige Auflösung hat sicherlich mit den technischen Einschränkungen zu tun, die ein gebogenes Display mit sich bringt, doch Fakt ist, dass das G Flex so mit anderen aktuellen High-End-Geräten nicht mithalten kann. 

LG G Flex: Software

Das G Flex kommt mit Android 4.2.2 und LGs eigener Benutzeroberfläche, deren bunter und verspielter Look wie immer Geschmackssache ist. Einige Features, die wir vom G2 und dem G Pad 8.3 kennen, haben es auch auf das G Flex geschafft, zum Beispiel die Multitasking-Optionen QSlide und Slide Aside. Auch KnockOn, die Anklopffunktion zum Entsperren des Displays, ist beim G Flex dabei, ebenso der Guest Mode, mit dem verschiedenen Nutzern anhand verschiedener Entsperrmuster jeweils unterschiedliche Profile zugewiesen werden können. Im Einstellungsmenü gibt es zudem eine Reihe von Anpassungsmöglichkeiten, die die Einhandbedienung vereinfachen. Dazu gehört auch die Anordnung der kapazitiven Tasten auf der linken oder rechten Displayseite. 

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Optionen zur Einhandbedienung und zum Gästemodus auf dem G Flex. / © NextPit

Als besonders praktisch erwiesen sich im Test die verschiedenen Multitasking-Optionen. Zwei Fenster auf einem Display sind wir mittlerweile gewohnt, aber auf dem G Flex wurde dieses Prinzip etwas ausgeweitet. Ein Beispiel: Klickt man beim Lesen eines Artikels auf einen darin enthaltenen YouTube-Link, öffnet sich automatisch ein neues Fenster, so dass man weiterlesen kann, während das Video lädt. 

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Auswahl der QSlide-Apps sowie ein Beispiel für die Videowiedergabe, die sich automatisch in einem neuen Fenster öffnet. / © NextPit

Dem Sperrbildschirm hat LG die Funktion QTheater hinzugefügt. Dahinter verbergen sich Shortcuts zu Fotos, Videos oder zu YouTube, die durch gleichzeitiges Wischen nach links und rechts erreicht werden - eben so, wie wenn man einen Theatervorhang öffnet.

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Vorhang auf: QTheatre bietet direkten Zugriff auf Fotos, Videos oder YouTube aus dem Sperrbildschirm. / © NextPit

Insgesamt präsentiert LG auf dem G Flex eine innovative und durchdachte Software mit nützlichen Features, die das Benutzererlebnis sinnvoll verbessern. Erfreulich ist darüber hinaus auch die schlüssige Menüführung und die flüssige, ruckelfreie Navigation durchs Menü. 

LG G Flex: Performance

Das G Flex ist mit angemessen leistungsstarker Hardware ausgestattet und zeigt sich im Test entsprechend flink und flüssig. Die Kombination aus dem Snapdragon-800-Prozessor mit einer Taktrate von 2.26 Gigahertz und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher verschafft ihm in jeder Situation genügend Reserven, um schnell auf Eingaben zu reagieren, Apps schnell zu starten und ruckelfrei und flott im Netz zu surfen. Als Indikator für die Hardware-Power soll hier das Ergebnis des AnTuTu-Benchmark-Tests dienen, in dem das G Flex besser abschnitt als das leistungsstarke Galaxy Note 3.

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© NextPit

LG G Flex: Kamera

Die Kamera des G Flex leistet gute Arbeit, erzielt aber keine herausragenden Ergebnisse. Die Bildqualität ist gut, solange die Szenerie gut ausgeleuchtet ist, bei Tageslicht gelingen entsprechend ansprechende Bilder, die Farbdarstellung ist aber oft etwas blass. 

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Innenaufnahme bei Kunstlicht, ohne Blitz. / © NextPit
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Blick aus dem Fenster bei Tageslicht, ebenfalls ohne Blitz. / © NextPit

Die Kamera-Software bringt die üblichen Modi wie Panorama, HDR oder Beauty-Shot. Interessant ist die Zoom-Tracking-Funktion für Video-Aufnahmen. In diesem Modus wird mit dem Videobild gleichzeitig ein kleineres Bild eingeblendet, das ein Detail in Nahaufnahme zeigt.

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Zoom-Tracking bei der Videoaufnahme: Zwei Bilder in einem. / © NextPit

LG G Flex: Akku

Während der zweitägigen Testzeit habe ich das G Flex wie mein eigenens Smartphone genutzt, also zum Fotografieren und zum Surfen im Internet, außerdem für Videos und Smartphone-Games. Das Gerät war die gesamte Zeit im WLAN oder im mobilen Netz, die Snychronisierung meiner Google-Konten lief im Hintergrund. Die Laufzeit des Akkus erwies sich in dieser Zeit als exzellent. Damit überzeugt der Akku mit 3.500 Milliamperestunden nicht nur dadurch, dass er der erste gebogene Smartphone-Akku ist, sondern auch durch seine überraschend gute Leistung.  

LG G Flex: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Das G Flex ist in vieler Hinsicht ein besonderes Smartphone - nicht nur aufgrund seiner kurvigen Form und dem flexiblen Display. Die Leistung ist hervorragend, das G Flex läuft butterweich, und die Software bringt einige nützliche Funktionen mit sich, die einen echten Mehrwert darstellen. Wie gut die Selbstheilungskräfte der Rückseite tatsächlich funktionieren, muss sich erst noch beweisen. Im Gegensatz zur mutigen Silhouette und zur potenten Hardware stehen aber vor allem das eher brave und uninspirierte Design sowie die niedrige Display-Auflösung, die dafür sorgen, dass sich trotz des hohen Preises von aktuell über 800 Euro ein echtes Premiumgefühl nicht so recht einstellen will. So ist das G Flex ein Gerät, mit dem die Koreaner zwar Mut und Innovationswillen beweisen, das letztendlich jedoch nicht genug überzeugen kann, um ein Verkaufserfolg zu werden.