Meizu
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Meizu M2 Note

4,0

Pro

  • Günstiger Preis
  • Sehr gute Akkulaufzeit
  • Vielseitige Gestensteuerung
  • Dual-SIM-fähig

Contra

  • Kein LTE 800 MHz
  • Software nicht komplett lokalisiert
  • Google Play Store nicht vorinstalliert
  • Kein App Drawer
Foto: Handy Meizu meizu-m2-note

Pros des MEIZU M2 Note

  • Günstiger Preis
  • Sehr gute Akkulaufzeit
  • Vielseitige Gestensteuerung
  • Dual-SIM-fähig

Contras des MEIZU M2 Note

  • Kein LTE 800 MHz
  • Software nicht komplett lokalisiert
  • Google Play Store nicht vorinstalliert
  • Kein App Drawer

Zum Abschnitt:

MEIZU M2 Note: Preis und Verfügbarkeit

Der hierzulande relativ unbekannte Hersteller Meizu hat im Juli mit dem Meizu M2 Note ein interessantes und vor allem günstiges Phablet auf den Markt gebracht, das sich durchaus noch als Preis-Leistungswunder herausstellen kann. Bei zahlreichen Importeuren wird das Meizu M2 Note schon für 150 bis 200 Euro angeboten. Damit unterbietet das Meizu M2 Note das einstige Preis-Leistungswunder von Motorola, die Moto-G-Reihe, locker, vor allem die neueste Reinkarnation Moto G (2015) (zum Test)

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MEIZU M2 Note: Design und Verarbeitung

Wenn man das Meizu M2 Note das erste Mal auspackt und betrachtet, dann fällt einem sofort das Unibody-Gehäuse auf. Da unser M2 Note in der dezenten Farbe Grau ausgeliefert wurde, denkt man auf den ersten Blick, dass das M2 Note ein Gehäuse aus Metall besitzt, aber dem ist nicht so. Bei solch einem niedrigen Preis ist es nicht verwunderlich, dass Meizu beim M2 Note auf ein Gehäuse aus Kunststoff setzt.

meizu m2 note back
Auf den ersten Blick sieht das Gehäuse des Meizu M2 Note aus wie aus Metall gefertigt, aber in Wirklichkeit ist es aus Plastik. / © nextpit

Aber Kunststoff hat einen Vorteil gegenüber Metall: er ist leichter, sodass das Meizu M2 Note bei seiner stattlichen Größe von 151 x 75 x 8,7 mm nur auf ein Gewicht von 149 Gramm kommt. Andere Smartphones ähnlicher Größe, aber mit Premium-Materialien, wiegen locker 160 bis 170 Gramm, und den Unterschied merkt man.

meizu m2 note sim
Ungewöhnlich für ein Smartphone: Beim Meizu M2 Note ist die Rechte Seite frei von Tasten. / © nextpit

Ungewöhnlich ist beim Meizu M2 Note aber die Unterbringung der Tasten. Die Lautstärke-Wippe und auch der Ein- und Ausschalter befindet sich auf der linken Seite des Gehäuses. An diesen Umstand hat man sich beim M2 Note aber schnell gewöhnt.

meizu m2 note side volume
Alle Tasten befinden sich beim Meizu auf der linken Seite. / © nextpit

Apropos ungewöhnlich: Auch mit dem physischen Homebutton und dem Fehlen von von Softkeys links und rechts neben dem Homebutton muss man sich anfreunden. Dafür ist der zentrale Knopf unterhalb des Displays nicht nur als physischer Button, den man drücken kann, ausgelegt, sondern auch als Softkey. Eingefleischte Stock-Android-Nutzer werden an dieser Stelle natürlich Meizu verfluchen, aber ich finde die Umsetzung im M2 Note gar nicht so schlecht, denn durch das Drücken des Homebuttons gelangt man von überall im System auf den Homescreen und durch ein sanftes Tappen auf diesen geht man einen Schritt zurück.

meizu m2 note fingerprint
Der Homebutton beim Meizu M2 Note ist nicht nur ein physischer Button, sondern auch ein Softkey. / © nextpit

MEIZU M2 Note: Display

Es ist schon interessant, dass gerade die nicht sehr hochgewachsenen Chinesen ein großes Faible für gewaltige Smartphones haben. Das Meizu M2 Note mit seinem 5,5 Zoll großen IGZO-Display verfügt über eine Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und bedient damit genau Hauptzielgruppe am Heimmarkt. Aber auch in unserem Test zum Meizu M2 Note kann dieses Display durchaus mit einer hohen Detailgenauigkeit und natürlich wirkenden Farben überzeugen. Selbst aus flachen Blickwinkeln blieben die dargestellten Farben sehr naturgetreu. 

meizu m2 note display screen front
Das 5,5 Zoll große Full-HD-Display des M2 Note kann sich durchaus sehen lassen. / © nextpit

Einziger Kritikpunkt, der aber mittlerweile für alle Smartphones gilt, ist, dass das Displayglas des Meizu M2 Note im Test stark spiegelte. Außerdem scheint Meizu bei der Beschichtung einige Cent eingespart zu haben, denn Fingerabdrücke sammeln sich auf diesem schneller und stärker an, als auf anderen Smartphones. Ein häufiges Putzen des Displays ist also definitiv angesagt.

MEIZU M2 Note: Software

Meizu liefert das M2 Note mit seinem sehr stark angepassten Flyme OS 4.5 aus. Dieser Herstelleraufsatz basiert dabei auf Android 5.1, aber an keiner Ecke des Systems erkennt man auch nur ansatzweise, dass hier Android 5.1 zu Grunde liegt. Das ist aber typisch für China-Smartphones, denn auch Huawei und Honor mit dem EMUI oder Xiaomi mit dem MIUI gehen fast den gleichen Weg.

meizu flyme os 4 5
Typisch für Herstelleraufsätze von China-Smartphones: Auch wenn Android 5.1 bei Flyme OS 4.5 als Basis verwendet wird, so erkennt man kein Stückchen Android mehr. / © nextpit

Typisch für die chinesischen Herstelleraufsätze ist aber auch das Fehlen sämtlicher Google Apps und Dienste. Aber im App Center von Meizus Flyme OS kann man diese schnell nach installieren. Dazu muss man nur nach der Google Installer App suchen. Nach der Installation dieses Installers steht dann auch der Play Store zur Verfügung und all Eure geliebten Android Apps können nach installiert werden. 

Zu den Besonderheiten von Flyme OS zählt, dass sich einzelne Apps mit einem PIN-Code oder Passwort vor unbefugten Zugriffen schützen lassen und es ist auch, wie im Hands-on-Video demonstriert, möglich, das M2 Note aus dem Standby per Doppel-Tap, Gesten oder Wischbewegung aus dem Schlafzustand zu erwecken.

miezu m2 note multi task
Die Multitasking-Übersicht lässt sich mit einem Wisch vom unteren Displayrand nach oben öffnen. / © nextpit

Wie Apples iPhone verfügt auch das Meizu M2 Note nur über eine einzige Taste zur Bedienung unterhalb des Displays. Dieser ist, wie im Abschnitt "Design" schon erwähnt und auch im Hands-On-Video demonstriert, mit mehreren Funktionen belegt. Durch das Drücken der Taste gelangt Ihr immer zum Homescreen, ein sanftes Tippen auf den Button und Ihr geht jeweils einen Schritt zurück und ein längeres Drücken löst die Sprachsteuerung aus. Letztere versteht leider noch kein Deutsch. Um zur Multitasking-Übersicht zu gelangen, wischt man vom unteren Displayrand einfach hoch.

MEIZU M2 Note: Performance

Für einen Gerätepreis, der südlich der 200-Euro-Marke angesiedelt ist, kann man natürlich keinen High-End-Prozessor erwarten. Im M2 Note pocht deshalb aus Kostengründen „nur“ der Achtkern-Prozessor MT6753 von MediaTek mit 1,3 Gigahertz Taktung. Der Prozessor wird von einem Mali-T720-Grafikchip sowie zwei Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt. Diese Kombination verhilft dem Meizu im AnTuTu-Benchmark zu einem Wert von knapp 32.000 Punkten. Mit diesem Wert liegt das Meizu M2 Note zwar mit Abstand hinter dem Xiaomi Mi4i, aber weit vor dem Moto G (2015). 

Meizu Benchmark antutu
Die Hardware des Meizu M2 Note liefert unter AnTuTu gute Werte ab. / © nextpit

Benchmark-Werte geben zwar einen guten Hinweis darauf, wie potent die Hardware insgesamt ist, aber meistens spiegeln sie nicht wieder, wie flüssig die Benutzeroberfläche ist. Meizus Flyme OS 4.5 ist in dieser Hinsicht sehr flüssig geraten und insgesamt halten sich die Ladezeiten von Apps im alltagstauglichen Rahmen und Spiele lassen sich noch ruckelfrei spielen, so lange man wie bei Asphalt 8 nicht die maximale Detailstufe wählt.

MEIZU M2 Note: Kamera

Die Kamera-Ausstattung des Meizu M2 Note ist auf dem Papier anständig, denn die Hauptkamera schafft immerhin 13 Megapixel und die Frontkamera schießt Selfies mit 5 Megapixel. Mit solchen Kamerawerten kann auch das Xiaomi Mi4i oder ein Huawei P8 Lite (zum Test) aufwarten. Aber in der Kamera-App findet man versteckt einen Modus, den nicht jedes Smartphone dieser Preisklasse hat: den Lichtfeld-Modus. Bilder, die man in diesem Modus schießt, lassen sich nach der Aufnahme in Sachen Fokussierung verändern. Das klappt natürlich nur gut, wenn man auf dem geschossenen Bild auch Gegenstände in unterschiedlicher Entfernung abgelichtet hat.

meizu m2 note camera
Die 13-Megapixel-Kamera verspricht auf dem Papier gute Bilder. / © nextpit

Wie gut die Bedienung der Kamera und des Lichtfeld-Effektes ist, könnt ihr Euch im Hands-On-Video noch einmal genauer anschauen.

MEIZU M2 Note: Akku

Der Akku des Meizu M2 Note fasst satte 3.100 mAh und ist im Inneren des Unibody-Gehäuses fest verbaut. Es besteht also keine Chance, diesen auszutauschen. Aber immerhin ist die Kapazität des Akkus mit 3.100 mAh sehr groß dimensioniert, wenn man das mal mit einem Moto G (2015) vergleicht, denn dessen Akku hat nur 2.470 mAh. Der Akku kann bei normaler Nutzung locker zwei Tage das Meizu M2 Note am Leben halten. Das ist ein sehr guter Wert und wer einen Dauerläufer sucht, der kann bedenkenlos zum Meizu M2 Note greifen. 

MEIZU M2 Note: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Das günstige Meizu M2 Note macht im Test einen erstaunlich guten Eindruck, vor allem wenn man stetig im Kopf behält, dass das günstige 5,5 Zoll große Smartphone rund 150 Euro kostet. Klar mögen viele eingefleischte Stock-Android-Nutzer die chinesischen Herstelleraufsätze nicht, weil zum einen der App Drawer fehlt und zum anderen der ganze Stock-Android-Look verloren gegangen ist. Aber dafür haben Meizus Software-Entwickler sich Gedanken gemacht, wie man ohne die zwei Software-Buttons rechts und links vom Homebutton auskommen kann. Der Ansatz mit den Gesten ist sehr gut umgesetzt und man hat es schnell verinnerlicht.  

Abgesehen von der Software ist das Meizu M2 Note für den Preis von unter 200 Euro durchaus einen Blick wert. Wer den Import eines chinesischen Smartphones nicht scheut und auch gewillt ist, sich auf Flyme OS von Meizu einzulassen, der wird eine echte Alternative zum Huawei P8 Lite und dem Motorola Moto G im Meizu M2 Note finden.