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Motorola Moto G

5,0

Pro

  • Preis/Leistungs-Verhältnis
  • Verarbeitung
  • Aktuelle Android-Software mit Update-Garantie

Contra

  • Interner Speicher nicht erweiterbar (in der 3G-Variante)
  • Akku nicht wechselbar
Foto: Handy Motorola motorola-moto-g

Pros des Motorola Moto G

  • Preis/Leistungs-Verhältnis
  • Verarbeitung
  • Aktuelle Android-Software mit Update-Garantie

Contras des Motorola Moto G

  • Interner Speicher nicht erweiterbar (in der 3G-Variante)
  • Akku nicht wechselbar

Zum Abschnitt:

Motorola Moto G: Preis und Verfügbarkeit

Während das getestete Moto G (2013) mit 3G fast nirgendwo mehr verkauft wird, bekommt man noch die im Sommer 2014 vorgestellte LTE-Variante. Diese bietet neben dem 4G-Modem auch den Vorteil, dass sich ihr Speicher per microSD um bis zu 32 GB erweitern lässt. Sie kostet noch 169 Euro.

Der Nachfolger kostet nur zehn Euro mehr, ist jedoch mit 5 Zoll Bildschirmdiagonale weniger kompakt. Dafür wurde eine bessere Hauptkamera verbaut. Auch die 2014-Version des Moto G bietet eine Variante mit und eine ohne LTE-Modem. Diesmal bieten jedoch beide einen microSD-Karten-Slot. Die zehn Euro teurere LTE-Variante hat jedoch einen vergrößerten Akku.

Ab und zu bietet Aldi das Moto G besonders günstig an. Bis jetzt kam es zweimal vor, dass es um 40 oder mehr Euro günstiger erhältlich war als bei anderen Händlern üblich. In dem Fall sollte man zuschlagen, da sich für den Preis kaum eine bessere Alternative bietet.

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Motorola Moto G: Design und Verarbeitung

Das Design des getesteten Moto G folgte nicht dem damaligen Trend zu geradlinigen Formen und immer flacheren Gehäusen. An seiner dicksten Stelle ist es mit der gewölbten Rückseite fast 1,2 Zentimeter dick, am schmalen Ende misst es 6 Millimeter. Später sollte es folgende Motos und das Nexus 6 inspirieren; und wenn man zur Konkurrenz schielt, erkennt man ähnliche Wölbungen bei LG G4 und LG Magna.

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Geschwungener Rücken: Das Moto G in der Seitenansicht. / © nextpit

Die Verwandtschaft mit dem Schwestermodell Moto X ist deutlich zu sehen. Beide haben die gleiche austauschbare Rückseite aus leicht gummiertem Polycarbonat mit dem Kopfhörereingang auf der Oberseite, einer Aussparung für die Kamera und den LED-Blitz sowie dem nach innen gewölbten Motorola-Logo. Wie beim Moto X ist die Rückseite in zahlreichen Farben erhältlich. Außerdem hat Motorola etliche Schutzhüllen im Angebot.

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Dezent schwarz oder Kaugummi-Pink: Die Akkuabdeckung des Moto G gibt es in zahlreichen Farben. / © nextpit

Das Display ist von einem glatten Kunststoffrahmen umfasst, der es optisch mit dem Gehäuse verbindet. Die Front ist schlicht gehalten, der Telefonlautsprecher sowie die Frontkamera links daneben sind die einzigen Akzente. Auffällig ist das relativ hohe Gewicht des Moto G, es ist 13 Gramm schwerer als das größere Nexus 5 und immer noch 3 Gramm schwerer als das LG G2 mit seinem 5,2-Zoll-Display. Das Gewicht trägt aber neben der makellosen Verarbeitung zum insgesamt hochwertigen Eindruck bei, der in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist.

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Die Unterseite des Moto G mit dem glänzenden schwarzen Displayrahmen und der mattschwarzen Rückseite. / © nextpit

Motorola Moto G: Display

Das Display des Moto G misst 4,5 Zoll und hat eine Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln. Damit kommt es auf eine Pixeldichte von 326 ppi, was mehr als ausreichend ist, um alle Inhalte scharf darzustellen. Auch sonst sind die sichtbaren Unterschiede zwischen dem HD-Display des Moto G und den hochauflösenden Full-HD-Bildschirmen der High-End-Konkurrenz gering. Die Blickwinkelstabilität ist gut, die Helligkeit reicht nicht ganz an die Konkurrenz heran, das HTC One oder das LG G2 zum Beispiel sind deutlich leuchtstärker.

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Guter Bildschirm: Das HD-Display des getesteten Moto G ist in jeder Hinsicht überzeugend. / © nextpit

Motorola Moto G: Software

Motorola verzichtet beim getesteten Moto G auf Anpassungen der Android-Software, der eigene Herstelleraufsatz Motoblur ist Geschichte. Stattdessen kommt Android pur zum Einsatz, ausgeliefert wurde das Moto G 2013 mit Version 4.3. Das Update auf Android 5.0.2 wurde bereits ausgerollt. Auch das ist für ein Smartphone in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich. Viel zu oft werden Einsteiger-Smartphones mit einer veralteten Android-Version und ohne Aussicht auf Updates verkauft.

Bloatware und überflüssige Apps gibt es auf dem Moto G nicht, einzig die Apps Motorola Migrate, Assist, Care und ein UKW-Radio ergänzen die Android-Software. Mit Motorola Migrate (zum Test) lassen sich Inhalte wie SMS-Nachrichten, Anrufprotokolle, SIM-Kontakte und Einstellungen zu Lautstärke und Displayhelligkeit vom alten Smartphone auf das neue übertragen. Assist präsentiert sich als persönlicher Assistent, der bei Terminen oder in der Nacht das Lautstärkeprofil entsprechend automatisch anpasst und zum Beispiel das Telefon automatisch stummschaltet. Mit Care bietet Motorola ein eigenes Support- und Hilfeportal, in dem Nutzer Anworten auf ihre Fragen zum Moto G bekommen. 

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Assist übernimmt die automatische Anpassung von Lautstärkeprofilen bei Terminen und in der Nacht (links), Care bietet einen direkten Support für Fragen und Tipps zum Moto G (rechts). / © nextpit

Motorola Moto G: Performance

Der Prozessor ist ein Snapdragon 400 mit vier Kernen und einer Taktrate von 1,2 Gigahertz, die Größe des Arbeitsspeichers beträgt 1 Gigabyte. Das ist gemessen an den damaligen Standards im High-End-Bereich nicht viel, doch Software und Hardware zeigen sich im Test des Moto G (2013) gut aufeinander abgestimmt. Das System läuft flüssig und fehlerfrei. Abstürze, Mikroruckler oder Aussetzer konnte ich nicht feststellen, auch beim Spielen von Games wie Real Racing 3 macht das G anstandslos mit. Eingaben verarbeitet es zügig, Apps starten schnell, die Kamera ist auch aus dem Lockscreen binnen zwei Sekunden einsatzbereit.

Der Interne Speicher von 8 GB ist leider eine Hürde, wenn man das Moto G (2013) ein paar Monate in Verwendung hatte. Inzwischen muss man regelmäßig Apps deinstallieren, Bilder und Musik auslagern und Datenmüll entsorgen, damit App-Updates nicht mit Fehlern wie "nicht genügend Speicherplatz vorhanden" abbrechen. Falls Ihr zur LTE-Variante gegriffen habt, könnt Ihr immerhin Apps, Musik und Fotos auf die microSD-Karte auslagern.

Motorola Moto G: Kamera

Im Test des Moto G (2013) konnte seine Kamera die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen, die Motorola bei der Produktpräsentation geschürt hatte. Die Bilder der Hauptkamera haben eine Auflösung von 5 Megapixeln; Schärfe, Kontrast und Farbdarstellung sind in Ordnung. Herausragend oder überraschend gut ist die Kamera aber nicht. Damalige Top-Geräte wie das Note 2 oder das G2 waren da doch deutlich weiter. In ihrer Preisklasse gehört die Moto-G-Kamera aber zu den besten; und das hat sich beim Nachfolger sogar sichtbar gesteigert. Probleme bekommt sie vor allem bei direkt einfallendem Licht.

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Testaufnahme mit dem Moto G bei Tageslicht.
Quelle: NextPit
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Testaufnahme mit dem Moto G - ein Vergleich zwischen Normal (oben) und HDR (unten).
Quelle: NextPit
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Testaufnahme mit dem Moto G im Kunstlicht einer Imbissbude.
Quelle: NextPit
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Testaufnahme mit dem Moto G bei Kunstlicht vor dem PC-Monitor.
Quelle: NextPit
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Testaufnahme mit dem Moto G bei Kunstlicht.
Quelle: NextPit
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Testaufnahme mit dem Moto G bei Tageslicht, ein HDR-Bild.
Quelle: NextPit
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Testaufnahme mit dem Moto G bei Glühlampenlicht, eine HDR-Aufnahme.
Quelle: NextPit

Zum positiven Eindruck trägt auch die Kamera-App bei, eine sinnvolle und durchdachte Weiterentwicklung der Stock-App von Android. Ein von der linken Seite aus aufschiebbares Ringmenü bietet Einstellungsmöglichkeiten wie HDR oder Panorama, Fokuspunkt und Belichtungsmesser können im Sucherbild beliebig verschoben werden, die Belichtungsmessung funktioniert sauber und zuverlässig. Ein Tipp auf das Display löst ein Foto aus, Aufnahmen entstehen nahezu verzögerungsfrei. Der Videomodus bietet zusätzlich zur normalen Aufnahme die Möglichkeit, Videos in Zeitlupe zu filmen, jedoch mit einer deutlich schlechteren Bildqualität.

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Das Ringmenü gibt Zugang zu den Einstellungen der Moto-G-Kamera und kann komplett ausgeblendet werden. / © nextpit

Motorola Moto G: Akku

Motorola versprach 24 Stunden Laufzeit und tatsächlich ist der Akku des Moto G (2013) mit einer Kapazität von 2.070 Milliamperestunden für damalige Verhältnisse kräftig. In sieben Stunden Nutzung beim Moto-G-Test verlor der Akku rund 30 Prozent. In diesem Zeitraum war das Handy im WLAN sowie im Mobilfunknetz eingewählt, das Display stand die meiste Zeit auf voller Helligkeit. Ich habe Fotos und Videos gemacht, mein Google-Konto synchronisiert, mehrere Apps aus dem Play Store geladen und Real Racing gespielt.

Im Langzeittest zeigt sich, dass das Moto G (2013) eines der ausdauerndsten Smartphones am Markt ist. In der Preisklasse gibt es kaum ein Smartphone mit besserer Akkulaufzeit.

Motorola Moto G: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Das größte Potenzial im Mobilfunksektor steckt nicht im bereits übersättigten High-End-Bereich, sondern in den unteren Preisklassen, und genau dort hatte Googlerola (Motorola gehörte im Herbst 2013 noch zu Google) mit dem getesteten Moto G (2013) gehörig aufgemischt. Es ist ein unverschämt gutes Smartphone für unverschämt wenig Geld; genau richtig, um mit dem Android-System die nächste Milliarde Menschen zu erreichen, wie es Sundar Pichai im Rahmen der Android-4.4-Vorstellung vorgegeben hatte. Seine Erben und auch das Moto E (2015) sind nach wie vor uneingeschränkte Kaufempfehlungen. Wem Motorola nicht zusagt, der findet nur wenige Alternativen.