Motorola Moto G6 Play: Preis und Verfügbarkeit

Das neue Moto G6 Play wird noch Anfang Mai im Handel erscheinen. Das Schwestermodell G6 wird ab dem 03. Mai zum Kauf bereit stehen, das G6 Play und G6 Plus sollen kurz darauf folgen. Der Preis des günstigsten Modells beläuft sich auf 199 Euro.

Empfohlener redaktioneller Inhalt
Dieser externe Inhalt von YouTube wurde von der nextpit Redaktion ausgewählt und ergänzt den Artikel. Du hast die Wahl, ob du diesen Inhalt laden möchtest.
Externen Inhalt erlauben
Ich bin damit einverstanden, dass externer Inhalt geladen wird. Personenbezogene Daten werden womöglich an Drittplattformen übermittelt. Nähere Informationen enthält die Datenschutzerklärung.

Design wie aus der oberen Mittelklasse

Scheinbar ist Motorola auf das Design des Moto X4 sehr stolz und hat sich entschieden, die neuen Merkmale auf die G6-Reihe zu übertragen. Das G6 Play stellt hier keine Ausnahme dar. Auch hier setzt der Hersteller auf eine Glasrückseite, die durch die Linienführung tolle Lichteffekte erzeugt.

Es ist tatsächlich nicht schlimm, dass das G6 Play an das X4 erinnert, eher im Gegenteil. Das Design wurde zu dem weiter verfeinert. Die Rahmen um das Display herum sind auffällig geschrumpft, von rahmenlos kann aber noch nicht die Rede sein. Für ein Smartphone in dieser Preisklasse ist das aber ok, gut sieht das G6 Play allemal aus.

20180419 124811
Die Rückseite spielt mit dem Licht. / © NextPit

Die geschrumpften Ränder sorgen auch für ein besseres Handling, da das Smartphone insgesamt kleiner geworden ist und die Fläche besser ausgenutzt wird. Der Fingerabdrucksensor ist bei diesem Modell auf die Rückseite gewandert. Ich persönlich begrüße diese Veränderung, aber das ist wie so oft Geschmackssache. Viele Hersteller, die den Sensor in der Vergangenheit auf der Front platziert haben, lassen ihn nun auf die Rückseite wandern, um Platz auf der Front zu sparen.

Insgesamt hinterlässt das Moto G6 Play einen grundsoliden Eindruck. Es wirkt deutlich erwachsener als sein wahrer Vorgänger, das Moto G4 Play, allein schon weil deutlich weniger Kunststoff verbaut wurde.

Ein modernes Display

Mit der Moto-G6-Serie führt Motorola auch das trendige Bildschirmverhältnis von 18:9 in seiner Mittelklasse ein. Motorola nennt das Display nun “Max Vision”. Damit will der Hersteller die Multimedia-Fähigkeiten des Bildschirms unterstreichen. Und ganz ehrlich: Wenn ein Smartphone schon den Namen “Play” trägt, sollte der Bildschirm keine Nachteile im Bereich Multimedia mitbringen.

20180419 124759
Auch beim G6 Play kommt ein 18:9-Bildschirm zum Einsatz. / © NextPit

Die Auflösung ist mit HD+ nichts Besonderes, handelt es sich dabei doch um eine 720p-Auflösung, bei dem die vertikalen Pixel dem Bildschirmverhältnis entsprechend erweitert werden. Das IPS-LCD-Panel misst 5,7 Zoll - eine angenehme Größe für ein solches Smartphone.

Von Haus aus Oreo

Die gesamte Moto-G-Serie des Jahres 2018 ist von Haus aus mit Android Oreo ausgestattet. Das sollten wir allerdings mittlerweile auch erwarten können.

Infos zu einem Update auf Android P gibt es aktuell noch nicht, wir dürfen aber natürlich damit rechnen. Visuell verändert Motorola zur Oreo-Version auf dem Moto X4 nichts. Es erinnert nach wie vor stark an Stock-Android, der Hersteller verändert allerdings ein paar Dinge wie z.B. die Icons. Zusätzlich installiert Motorola die sogenannte Moto App, die ein paar zusätzlich Features mit sich bringt.

Neue Ausstattung

Motorola schrieb mit dem Moto G im Jahr 2013 regelrecht Geschichte, war es doch eines der ersten Smartphones in der unteren Mittelklasse mit annehmbarer Hardware. Damals standen uns 1 GByte RAM zu Verfügung, jetzt, 5 Jahre später, ist der Arbeitsspeicher auf satte 3 GByte in der Grundversion des G6 Play gewachsen. Das klingt auf Anhieb nicht nach sehr viel, aber das ist mehr als genug, um für eine anständige Performance zu sorgen, die dem normalen Nutzer völlig ausreichen sollte.

WhatsApp, Instagram und Co. stellen das G6 Play vor keine Probleme, auch das ein oder andere Spiel läuft sauber. Der eindeutige Flaschenhals ist hier leider die CPU, nicht der RAM oder der mit 32 GByte gut bemessene Hauptspeicher. Der Sprung vom Snapdragon 410 zum Snapdragon 430 bringt wahrlich nicht viel Verbesserung mit sich.

20180419 125020
Das Moto G6 Play kommt mit Android Oreo. / © NextPit

Natürlich müssen wir uns die Performance noch im Detail ansehen, aber in unserem kurzen Hands-on hat sie nicht enttäuscht. Ein weiteres Upgrade hat die Play-Serie bei der Kamera erfahren. Motorola setzt auf einen 13-Megapixel-Sensor. Videos können wie bei den Geschwistermodellen mit Slow Motion aufgenommen werden - vor 2 Jahren in dieser Klasse undenkbar. Die Blende beträgt f/2.0, zusätzlich stehen der Kamera verschiedene Modi wie der manuelle und der Panorama-Modus zur Verfügung.

Motorola spendiert der 8-Megapixel-Frontkamera die selben Features. Zusätzlich steht hier noch ein Beauty-Modus zu Verfügung. Slow-Motion-Videos können auch hier aufgenommen werden. Auf dem Blatt versprechen die Kameras einiges. Die Sensoren sind gut ausgestattet und die Software macht einen ausgereifteren Eindruck als bisher.

20180419 124848
Motorola hat den Kameras viel Aufmerksamkeit geschenkt. / © NextPit

36 Stunden voller Spaß

Motorola legt wie eingangs erwähnt viel Wert auf die Akkulaufzeit der Play-Modelle. Laut Hersteller liefert das Moto G6 Play deutlich mehr als einen Tag Laufzeit. Genauer gesagt 36 Stunden, was fast doppelt so lange ist als noch beim G4 Play. Das neue Moto G6 Play unterstützt auch eine Schnellladetechnologie, Turbo Power, und das nötige Netzteil liegt dem Smartphone direkt bei. Schnelles Laden ist bei einem 4000-mAh-Akku auch bitter nötig, würde es sonst viel zu lange dauern, ihn komplett aufzuladen.

Natürlich müssen die Angaben der Hersteller immer mit Vorsicht betrachtet werden. 24 Stunden Laufzeit sollten mit diesem Modell aber kein Problem sein. Wer also nach einem Smartphone mit besonderer Ausdauer Ausschau hält, sollte das G6 Play im Hinterkopf behalten.

20180419 124957
Mehr als 24 Stunden Laufzeit? Mit dem G6 Play sollte das kein Problem sein. / © NextPit

Dass Motorola die Play-Version wieder mit einem besonders großen Akku ausstattet, sorgt auch für mehr Auswahl in diesem Markt. Auch Asus hat in dieser Preisklasse Smartphones mit Akkus zwischen 4.000 und 5.000 mAh im Angebot. Der etwas leistungsschwächere Prozessor Snapdragon 430 sollte auch für eine gute Laufzeit sorgen. In jedem Falle gewinnt der Anwender, denn längere Akkulaufzeiten sind immer willkommen.

Motorola Moto G6 Play: Technische Daten

Erstes Zwischenfazit

Das Moto G6 Play hat klare Verkaufsargumente, wie das ansprechende Design, die vielversprechenden Kameras, den modernen Bildschirm, und, allem voran, die lange Akkulaufzeit. Das kurze Hands-on war sehr positiv, manche Eindrücke können sich aber natürlich beim ausführlichen Tests des neuen Smartphones noch verändern.

Aber wie sagt man so schön? Der erste Eindruck zählt. Ganz ehrlich, das Moto G6 Play ist ein klasse Mittelklasse-Gerät, das ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mitbringt.