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Motorola Moto X4

4,0

Pro

  • Schönes Design
  • Blitz auch für die Frontkamera
  • Schnelles Aufladen
  • Bluetooth mit Tempow-Technologie
  • Moto-Display und Moto-Actions

Contra

  • Die Navigationstaste kann verwirrend sein
  • Etwas wenig Power
  • Langsame Kamera mit durchwachsenen Resultaten
  • Hoher Preis
Foto: Handy Motorola motorola-moto-x4

Pros des Motorola Moto X4

  • Schönes Design
  • Blitz auch für die Frontkamera
  • Schnelles Aufladen
  • Bluetooth mit Tempow-Technologie
  • Moto-Display und Moto-Actions

Contras des Motorola Moto X4

  • Die Navigationstaste kann verwirrend sein
  • Etwas wenig Power
  • Langsame Kamera mit durchwachsenen Resultaten
  • Hoher Preis

Zum Abschnitt:

Motorola Moto X4: Preis und Verfügbarkeit

Das Moto X4 ist in den Farben Silber und Schwarz erhältlich. Mit einem ursprünglichen Preis von 399 Euro sortiert sich das Motorola Moto X4 in der heiß umkämpften Mittelklasse ein und dürfte dort auf starke Konkurrenz treffen. Mittlerweile hat der Hersteller schon reagiert und den Preis des Smartphone um 50 Euro auf 349 Euro gesenkt. Auch bei Amazon und Co. ist der Preis nicht niedriger.

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Motorola Moto X4: Design und Verarbeitung

Das Moto X4 hat ein anderes Design als andere Motorola-Smartphones. Statt eines Metall-Unibodys kommt hier eine Glasrückseite zum Einsatz, um die Ergonomie zu verbessern. Das silberne Modell erinnert mich etwas an das Honor 9, das eine ähnliche Farbe trug, in der Hand fühlt sich das Moto X4 schnell wie mein altes, aber noch immer geliebtes Galaxy S7 an.

Wie bei allen Smartphones mit Glasrückseite, sind die auftretenden Fingerabdrücke ein Alptraum, auch wenn sie bei der silbernen Version nicht ganz so sehr auffallen. Das Glas scheint aber mit einer oleophoben Schicht überzogen zu sein, die Reinigung geht nämlich schnell und einfach von der Hand. Die Kamera trägt eine ähnliche Form wie die der Z-Serie, die Moto-Mods sind aber nicht mit dem Moto X4 kompatibel.

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Das Moto X4 sieht richtig gut aus. / © NextPit

Insgesamt ist die Verarbeitung des Moto X4 sehr gut und sorgt für ein Premium-Feeling, das typisch für die Spitzen-Smartphones des letzten Jahres ist. Erwartet aber kein 18:9-Display oder einen gebogenen Bildschirm. Das X4 behält einen klassischen Look bei, der mir aber wirklich sehr gut gefällt. Es ist tatsächlich mittlerweile schwierig, ein so handliches und zugleich hochwertiges Smartphone wie das Moto X4 zu finden. Das Gewicht ist mit 163 Gramm nicht besonders hoch, fühlt sich aber dennoch wertig an. Schuld daran sind nicht zuletzt die gewählten Materialien.

Die Tasten, alle drei befinden sich am rechten Rahmen, haben einen angenehmen Druckpunkt, der Power-Button trägt eine Gravur, damit er besser zu ertasten ist. Das Moto X4 ist mit IP68 zertifiziert, was nicht mal die Spitzenmodelle des Unternehmens von sich behaupten können.

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Mit dem Moto X4 führt ein umgefallenes Wasserglases nicht gleich zur Katastrophe. / © NextPit

Motorola Moto X4: Display

Der Bildschirm des Moto X4 ist mit 5,2 Zoll kleiner als bei den Moto-Z-Smartphones und bringt es auf Full-HD-Auflösung und eine Pixeldichte von 424 ppi. Ich war überrascht, dass Motorola hier kein AMOLED-Display einsetzt, sondern ein IPS-Panel. Die Moto-X-Serie war bisher immer durch ein OLED-Display gekennzeichnet, vor allem um die Moto-Display-Funktion auszunutzen. Hier hat Motorola leider einen Schritt zurück gemacht.

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Das Display zeigt kräftige Farben und ist blickwinkelstabil. / © NextPit

Das bedeutet allerdings nicht, dass das Display des Moto X4 schlecht ist. Ganz im Gegenteil, angesichts der relativ gesättigten Farbkalibrierung (die aber durch die Einstellungen verändert werden kann) war ich überzeugt, dass ich es nicht mit einem IPS-Panel zu tun habe. Ich bemerkte den Unterschied erst, als ich nach Hause kam, im Dunkeln, um mir die nicht ganz so guten Schwarzwerte auffielen. Die Helligkeit ist aber sehr gut und das Display ist sehr blickwinkelstabil.

Leider ist der Bildschirm nicht mit Premium-Features wie einer QHD-Auflösung oder der Unterstützung von HDR-Inhalten ausgestattet. Im Großen und Ganzen haben wir es hier aber mit einem wirklich tollen Display zu tun, kein Grund zur Beschwerde also.

Motorola Moto X4: Besonderheiten

Obwohl die X-Serie nicht die Top-Produktlinie des Herstellers ist, sind die gleichen Software-Features enthalten wie bei der teureren Z-Serie. Die Moto-App beinhaltet alle bekannten Funktionen der Z-Serie, und die bereiten mitunter richtig Spaß.

Moto Display

Eine Vorläuferfunktion des Always-on-Display, die wir heute auf vielen Topmodellen (und nicht nur) finden, hat sich im Laufe der Jahre nicht viel verändert. Wenn Euer Smartphone merkt, dass es bewegt wird (z. B. indem es vom Schreibtisch genommen oder aus der Tasche genommen wird) oder wenn es feststellt, dass Eure Hand über den Annäherungssensor fährt, wird das Display für kurze Zeit eingeschaltet und zeigt die Uhr, den Prozentsatz des Akkus und die Benachrichtigungssymbole an.

Auf Benachrichtigungen kann dann direkt reagiert werden oder durch einen Wisch entfernt werden. Schade allerdings, dass durch das IPS-Panel im Dunkeln die Funktion das gesamte Panel einschaltet, was in der Dunkelheit eines Kinos oder Wohnzimmers am Abend nicht sehr angenehm ist.

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Moto Display ist ein interessantes Feature, Lösungen anderer Hersteller können mittlerweile aber teilweise mehr. / © NextPit

Moto Actions

Moto Actions ist der Name, den Motorola den verschiedenen Gesten des Moto X4 gegeben hat.Ihr könnt das Telefon zweimal schütteln, um die Taschenlampe ein- oder auszuschalten. Ihr könnt das Handgelenk zweimal drehen, um schnell auf die Kamera zuzugreifen. Es gibt auch vordefinierte Bewegungen, um einen ankommenden Anruf stumm zu schalten oder den Einhandmodus zu aktivieren. Das ist allerdings alles nichts neues und wir kennen diese Gesten schon von bisherigen Moto-Smartphones.

Moto Voice

Dies ist eine der Funktionen, die sich im Laufe der Jahre am meisten verändert hat. In den alten Moto X-Smartphones konnte man Moto Voice mit dem Sprachbefehl “Ok, Moto” starten und verschiedene Aktionen ausführen, wie z. B. ein Selfie aufnehmen oder eine Kurznachricht versenden. Die Funktion wurde deutlich eingeschränkt und kennt nun nur noch die Möglichkeit nach bestimmten Informationen zu fragen.

Moto Voice kann Euch so Euren Kalender zeigen, die nächsten Meetings aufzählen, einen Wetterbericht geben oder eine App öffnen. Viel mehr ist leider nicht mehr möglich. Dafür kann man durchaus etwas Verständnis haben, da die weiteren Aufgaben seit einiger Zeit vom Google Assistant erfolgreich übernommen werden.

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Die Features von Moto Voice sind gut erklärt und sortiert. / © NextPit

Moto Key

Moto Key ist vielleicht eines der am meisten unterbewerteten Features von Motorola-Geräten. Es ist aber keine wirklich neue Funktion, auch die Top-Modelle von Samsung bringen ein ähnliches Feature mit. Kurz gesagt, kann das Smartphone zum Einloggen in Websites und Apps auf dem PC genutzt werden.

Hierbei wird dann der Fingerabdrucksensor des Smartphones für den Zugang genutzt. Es muss also kein Benutzername und Kennwort mehr eingegeben werden, sondern einfach nur der Finger auf den Sensor des Moto X4 gelegt werden. Die Zugangsdaten werden in der App hinterlegt.

Motorola Moto X4: Software

Das Motorola Moto X4 ist von Haus aus mit Android 7.1.1 Nougat ausgestattet und zum Zeitpunkt dieses Tests ist der Sicherheitspatch von November noch nicht angekommen. Der aktuelle Stand ist noch September. Das ist zwar keine Tragödie, aber damit spielt das Moto-Smartphone eben nicht in der oberen Liga mit. Ein Update auf Android 8.0 Oreo wird natürlich kommen, ein Zeitpunkt für den Release steht aber noch nicht fest.

Das Interface von Motorola ist sehr nah an Stock-Android. Die einzigen Änderungen betreffen die schon benannten Moto-Apps, den leicht modifizierten Launcher mit dunklen Schattierungen, einige veränderte Icons und die Installation von zwei Drittanbieteranwendungen, die nicht deinstalliert werden können, Outlook und LinkedIn. Das ist zwar nicht unbedingt erfreulich, aber bei der geringen Anzahl durchaus zu verschmerzen.

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Motorolas permanenten Benachrichtigungen können nervig sein und stehlen Platz für wichtigere Informationen. / © NextPit

Eine weitere sehr ärgerliche Sache ist meiner Meinung nach die Implementierung der Navigationstasten von Motorola. Wir haben zwei Möglichkeiten: die klassischen On-Screen-Tasten oder ein Gestensystem für den Fingerabdrucksensor. Im ersten Fall funktionieren die Bildschirmtasten genau wie erwartet, während der Fingerabdruckleser komplett deaktiviert ist (abgesehen vom Scannen des Fingerabdrucks natürlich). Das ist eher nervig, da er nach wie vor aussieht wie ein Home-Button, aber nicht so agiert.

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Eine Übersicht der vorinstallierten Apps (links), der standardmäßige aktivierte Dateimanager (Mitte) und eine nützliche Anzeige, wie lange es noch regnet (rechts) / © NextPit

Nutzt man den Fingerabdrucksensor zur Navigation wird es dann zunächst etwas nachvollziehbarer. Mit einem einfachen Tippen kommt man wie gewohnt zurück auf den Homescreen, ein Wisch nach links ruft die Zurück-Funktion auf und ein Wisch nach Rechts für zur Multitasking-Funktion.

Mit einem längeren Druck auf den Sensor wird der Bildschirm ausgeschaltet. Hält man ihn allerdings noch länger gedrückt, startet der Google Assistant. Leider werden die Gesten für Multitasking und Zurück immer wieder für einfaches Tippen gehalten, insgesamt wirkt das ganze System undurchdacht und verwirrend. Eine Navigationsleiste auf dem Bildschirm zu haben und den Sensor ohne Gesten aktiviert zu lassen, wäre meiner Meinung nach eine kohärentere Lösung gewesen.

Motorola Moto X4: Performance

Hier kommen wir zum wunden Punkt des Moto X4. Man fragt sich unweigerlich, warum Motorola diese Entscheidung getroffen hat. War die X-Serie in der Vergangenheit mit leistungsstarker Hardware ausgestattet war, verkommt das Moto X4 zum reinen Mittelklasse-Smartphone. Wie es dazu kam, werden wir wohl nie erfahren.

Das Smartphone ist mit einem Qualcomm Snapdragon 630 Prozessor ausgestattet, der mit acht Kernen der Marke Cortex A53 mit einer maximalen Taktfrequenz von 2,2 GHz arbeitet. Zur Verfügung stehen weiterhin 3 GByte RAM. Diese Daten würden nicht weiter stören, wenn wir über ein Smartphone der G-Serie sprechen würden, aber hier geht es um ein Smartphone, dass mit dem verlangten Kaufpreis mindestens in die obere Mittelklasse gehört.

Motorola Moto X4: Benchmark-Ergebnisse

  3D Mark Sling Shot ES 3.1 3D Mark Sling Shot ES 3.0 3D Mark Ice Storm Unlimited ES 2.0 Geekbench CPU - single core Geekbench CPU - multicore PC Mark Work Performance PC Mark Storage
Asus ZenFone 4 820 1336 16735 860 4097 5012 3260
BQ Aquaris X 465 845 14014 914 4559 5426 4311
Motorola Moto X4 836 1371 16746 862 4116 4944 6508

Das Smartphone läuft im normalen Betrieb flüssig und zufriedenstellend, aber sobald man es durch stärkeres Multitasking etwas unter Stress setzt, zeigen sich sofort Verzögerungen bei der Verarbeitung von Eingaben. Spiele laufen gut, so lange die CPU nicht von Hintergrund-Anwendungen beansprucht wird. Tatsache bleibt, dass ich für einen Preis von gut 400 Euro etwas mehr Leistung erwartet hätte, vielleicht auch ein Snapdragon 820 oder 821. Diese Prozessoren sind zwar nicht so aktuell wie ein Snapdragon 630, sind aber deutlich leistungsstärker.

Der Speicher ist mit 32 GByte nicht besonders groß, aber auch nicht zu klein. Immerhin kann er auch per MicroSD-Karte erweitert werden. Die Dual-SIM-Funktion wird hierbei nicht beeinträchtigt.

Motorola Moto X4: Audio

In Sachen Audio geht Motorola einen ganz anderen Weg als andere Hersteller. In der Tat befindet sich der Lautsprecher oben auf der Front, eben da wo sich auch der Lautsprecher für Telefonate befindet. Nirgends sonst ist bei diesem Smartphone ein weiterer Lautsprecher untergebracht.

Einerseits ist das eine tolle Idee, da man nicht Gefahr läuft, den Ausgang ungewollt abzudecken, wenn wir das Moto X4 im Querformat halten. Das ist bei anderen Smartphones leider recht häufig ein Problem. Des Weiteren befindet er sich eben auf der Front und somit dem Nutzer entgegen gerichtet. Auf der anderen Seite ist der Lautsprecher aber recht klein ausgefallen und auch wenig leistungsstark. Das Moto X4 produziert auch nur Mono- und keinen Stereo-Sound.

Der Klang ist aber ganz gut, der Bass ist satt und der Ton rund. Die Lautstärke ist aber nicht zufriedenstellend, Kopfhörer sind daher äußerst empfehlenswert. Glücklicherweise verbaut Motorola beim Moto X4 noch einen 3,5-mm-Klinkenanschluss. Hier ist der Sound sehr gut.

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Der gute alte Klinkenanschluss ist noch vorhanden! / © NextPit

 Das Besondere am Moto X4 ist die Bluetooth-Audiotechnologie. Motorola hat eine Neuheit implementiert, die in Zusammenarbeit mit Tempow entwickelt wurde. Das Moto X4 kann bis zu vier Bluetooth-Audiogeräte gleichzeitig steuern, was wirklich großartig ist.

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Auf der Front befindet sich der einzige Lautsprecher des Moto X4. / © NextPit

Die Verbindung wird schnell aufgebaut, die Kalibrierung ist aber nur einer geräuscharmen Umgebung möglich. Es war nicht ganz einfach, alle vier Bluetooth-Lautsprecher mit dem Moto X4 zu verbinden. Warum es zu Problemen kam, konnte ich während meiner Testphase leider nicht feststellen.

Motorola Moto X4: Kamera

Wie das Moto Z2 Force verfügt auch das Moto X4 über eine Dualkamera auf der Rückseite. Im Gegensatz zu seinem älteren Bruder hat dieses Smartphone ein normales Objektiv mit einem 12-Megapixel-Sensor und einem 8-Megapixel-Weitwinkelobjektiv mit 120-Grad-Aufnahmewinkel.

Das Umschalten zwischen den beiden Optiken braucht leider immer etwas Zeit. Ich persönlich finde es aber deutlich nützlicher, ein Weitwinkel- und ein Teleobjektiv zur Verfügung zu haben, als einen monochromen Sensor, wie er beim Moto Z2 Force verwendet ist. Die Verzerrungen an den Seiten von Weitwinkelaufnahmen sind spürbar, ergeben aber einen Fischaugen-Effekt, der durchaus seinen Charme hat.

Die Kamera-App verfügt über einen Live-Vorschaumodus für den Bokeh-Effekt (dessen Verwendung ich Euch nur bei perfekter Helligkeit und mit einfachen Motiven empfehle) und erkennt auf Wunsch Objekte, Touristenattraktionen, liest QR-Codes oder digitalisiert Visitenkarten.

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Die Kamera steht etwas ab, das originelle Design gefällt mir aber sehr. / © NextPit

Während meiner Testphase mit dem Moto X4 wurde schnell klar, dass die Kamera leider nicht die schnellste ist. Eine Aufnahme zieht sich über knapp 2 Sekunden, und danach wird das Foto noch kurz im Hintergrund bearbeitet. Das wird wohl auch an dem verwendeten Prozessor liegen, der nicht genügend Leistung hat, um schneller Bilder zu bearbeiten. Aber auch schlecht optimierte Kamera-Software kann hier der Schuldige sein.

In der Kamera-App steht ein automatischer HDR-Modus, ein manueller Modus und eine Farbflecken-Funktion zur Verfügung. Bei letzter kann eine Farbe im Vorschaubild bestimmt werden, die dann in Graustufen verwandelt wird.

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Motorolas Kamera App ist langsam, aber immerhin unterhaltsam. / © NextPit

Das Moto X4 unterstützt 4K-Videoaufnahmen mit 30 Bildern pro Sekunde. In Full HD sind 60 FPS möglich. Die Frontkamera löst mit 16 Megapixeln auf und besitzt sogar einen LED-Blitz.

Motorola Moto X4: Akku

Das Moto X4 ist mit einem 3.000 mAh starken Akku ausgestattet. Das ist zwar nicht wirklich viel, aber für dieses Smartphone ausreichend. Das Moto X4 hält einen Tag mit vier bis fünf Stunden Screen-On-Time durch. Die typische Laufzeit lag bei rund 15 Stunden.

Sollte diese Laufzeit mal nicht reichen, kann das Moto X4 mit dem im Lieferumfang vorhandenen Turbolader aufgeladen werden. Dieser unterstützt natürlich eine Schnellladetechnologie. Damit geht das Aufladen wirklich fix, knapp 40 Prozent Akkuladung sind damit in nur 30 Minuten erreicht.

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Das Moto X4 enttäuscht nicht, überrascht aber auch nicht bei der Akkulaufzeit. / © NextPit

In unserem typischen Akkutest, dem PCMark Battery Test 2.0, hielt das Moto X4 knapp sechs Stunden und bestätigte damit meine bisherigen Eindrücke. Trotz Glasrückseite unterstützt das Smartphone kein kabelloses Laden.

Motorola Moto X4: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Die Moto-X-Serie ist wieder da, aber nicht im alten Stil. Das Smartphone zeigt ein sehr schönes Design, ist tadellos verarbeitet und lässt sich auch mit nur einer Hand bequem bedienen. Die kleinen Tricks von Motorola sind interessant, aber nicht weltbewegend, und trotz allem sind die Kameras gut genug und machen Spaß, solange man die nötige Geduld hat.

In einer Sache enttäuscht das neue Moto X4 allerdings, und das ist bei der technischen Ausrüstung. Leider haben Lenovo und Motorola hier entschieden, etwas zu sparen und das Smartphone dann dennoch in der oberen Mittelklasse zu platzieren. Mir ist bewusst, dass man sich über die Preise fast aller Smartphone auf dem Markt beschweren könnte, und auch in der 400-Euro-Klasse gibt es wenige deutlich leistungsstärkere Smartphones. Es sind aber ein paar Modelle am Markt, die mitunter sogar mehr Leistung für weniger Geld bieten, was für das Moto X4 natürlich nicht förderlich ist.

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Das Aufnahme-Mikrofon unten verglich ein Kollege direkt mit Marilyn Monroes Alleinstellungsmerkmal. / © NextPit

Ihr sucht ein Smartphone mit klassischem und elegantem Aussehen, das aber keine großen Ansprüche an die Performance stellt? Dann könnte das Moto X4 durchaus das passende Smartphone sein. Solltet Ihr aber auf der Suche nach einem Gerät sein, dass jeden Euro seines Kaufpreises wert ist und beim Fotografieren richtig Spaß macht, dann könnte ein LG G6 z. B. eine klügere und zufriedenstellendere Wahl sein.

Angesichts des Abwärtstrends beim Wert von Smartphones könnte das Moto X4 aber noch richtig interessant werden. Sobald es die Marke von 300 Euro erreicht hat, ist es wirklich ein empfehlenswertes Gerät. Insgesamt machte das Moto X4 nämlich einen guten Eindruck im Test und keine echten Dealbreaker zeigte.

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