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Motorola

Motorola Moto Z3 Play

3,5

Pro

  • Akkulaufzeit
  • Kompatibel mit Moto Mods
  • Gestensteuerung

Contra

  • Keine gute Kamera
  • Kein Klinkenanschluss mehr
  • Zu hoher Preis
Foto: Handy Motorola motorola-moto-z3-play

Pros des Motorola Moto Z3 Play

  • Akkulaufzeit
  • Kompatibel mit Moto Mods
  • Gestensteuerung

Contras des Motorola Moto Z3 Play

  • Keine gute Kamera
  • Kein Klinkenanschluss mehr
  • Zu hoher Preis

Zum Abschnitt:

Kostenlosen Akku gibt es direkt dazu

Der Preis des Moto Z3 Play liegt in Deutschland bei stolzen 499 Euro. Zu diesem Preis erhält man fast schon ein OnePlus 6, die Konkurrenz ist also in dieser Preisregion ziemlich hart. Beim Kauf des Z3 Play liegt aber immerhin gleich ein Moto Mod bei, das Power Pack, welches dank 2.220 mAh für eine längere Akkulaufzeit sorgt.

Was die Farben betrifft, gibt es in unserer Region nur eine Farbe: Blue Indigo. Noch ist kein Veröffentlichungsdatum bekannt, aber das Smartphone soll noch in diesem Sommer an den Start gehen.

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Das Moto Z3 Play wird standardmäßig mit Power Pack ausgeliefert. / © NextPit
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Ein unspektakuläres Design

Fangen wir mit dem Design an: Meiner Meinung nach liegt das Moto Z3 Play genau zwischen dem neuen G6 Plus, welches sich mancher aktueller Trends angenommen hat, und dem Moto X4, das vor allem auf eine schöne Glasrückseite setzt. Die rückseitige Abdeckung des Z3 Play erinnert mehr noch an die erste Moto-Z-Serie, die auch damals aus Glas gefertigt war. Die Kamera ist erneut rund eingefasst, die Konnektoren der Moto Mods befinden sich wieder unten mittig. Anders wäre es natürlich auch unmöglich, die Mods überhaupt aufzusetzen.

Die auffälligsten visuellen Veränderungen finden auf der Front statt. Hier sticht gleich der Max-Vision-Bildschirm im 18:9-Format und mit OLED-Technologie ins Auge. Wie beim Moto G6 Plus befindet sich das Motorola-Logo unterhalb des Displays, hier fehlt allerdings diesmal der Fingerabdrucksensor. Letzteren bringt Motorola nun im Sony-Style im rechten Rand des Smartphones unter. Einen Klinkenanschluss verbaut der Hersteller leider nicht mehr, immerhin liegt dem Smartphone ein entsprechender Adapter für den USB-Typ-C-Anschluss bei.

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Das Moto Z3 Play in all seiner Pracht. / © NextPit

Festzuhalten bleibt, dass diese Veränderungen an den Maßen des Moto Z3 Play im Vergleich zum Vorgänger wenig gerüttelt haben. Die dritte Generation der Z-Serie ist eben auch wieder mit den Moto Mods kompatibel - Motorola hält also sein Versprechen, dass mindestens drei Generation unterstützt werden. Das ist auf der einen Seite natürlich positiv, auf der anderen bedeutet das aber eben auch, dass sich in Sachen Design nichts grundlegendes verändern kann.

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Auch beim Z3 Play sind die Konnektoren für die Moto Mods angebracht. / © NextPit

Die Platzierung des Power-Buttons und des Fingerabdrucksensors dürfte allerdings für Diskussionen sorgen. Der Sensor ist nämlich nicht wie bei Sony in den Power-Button integriert. Letzterer musste daher an den linken Rahmen wandern, ein ungewöhnlicher Platz dafür. Das hat sich bisher nur BlackBerry getraut.

Mich hat bisher der Fingerabdruckleser unterhalb des Displays nicht gestört, aber das ist natürlich eine Frage des Geschmacks. Dass nun aber ein Button mehr am Smartphone untergebracht werden musste, ist durchaus ärgerlich. Abgesehen von der nötigen Fingerakrobatik verstehe ich diese Entscheidung der Designer nicht. Ich hatte befürchtet, dass ich von diesem Setup enttäuscht sein werde, und genau das ist auch der Fall.

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Der Powerbutton ist nun rechts zu finden, am linken Rahmen ist der Fingerabdruckleser zu finden. /© NextPit

Insgesamt kommt das Moto Z3 Play recht klassisch daher und hebt sich nicht wirklich von der Masse ab. Es ist aber durchaus ein elegantes Smartphone, vor allem in Indigo Blue, und die Oberflächen sind hochwertig.

Eindlich auch Max Vision mit AMOLED

Der Bildschirm des Moto Z3 Play heißt Max Vision und ist nichts anderes als ein 18:9-Display mit schmalen Rändern. Es handelt sich hierbei um das erste Max-Vision-OLED-Display des Unternehmens. Er löst aber nur in Full-HD+, nicht in QHD+ auf. Die Ränder sind noch mal auffällig schmaler als beim Moto G6, was wohl vor allem am fehlenden physischen Button unterhalb des Displays liegt.

Die Größe von 6.01 Zoll ist nahezu perfekt für alle Lebenslagen . Das AMOLED-Display kann die Vorteile von Moto Display sehr gut nutzen. Motorola bietet auch die Möglichkeit, zwischen zwei Modi zu wechseln, Standard und Vibrant, um die Farbdarstellung etwas anzupassen. Ansonsten zeichnet sich das Display mit den typischen AMOLED-Vorteilen aus, wie sehr guten Schwarzwerten und einem starken Kontrast. Auch die Helligkeit und die Blickwinkel sind sehr gut. Das Moto Z3 Play bietet offiziell keine IP-Zertifizierung, es ist also nicht wasserdicht.

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Motorola setzt nun endlich auf ein AMOLED-Display. / © NextPit

Schließlich kann das AMOLED-Display überzeugen, auch wenn es mit der Qualität der Samsung-Panels nicht ganz mithalten kann. Moto Display bietet nach wie vor ein paar interessante Features, die gerade bei dieser Display-Technologie ihre Stärken ausspielen können.

Max Vision mit Oreo und P-Vorgeschmack

Motorola stattet das Z3 Play mit Android 8.1 Oreo aus. Der Hersteller hat ein paar Veränderungen gegenüber den Vorgängerversion vorgenommen. Beispielsweise wurde das Einstellungsmenü in einigen Kategorien leicht verändert, zusätzlich gibt es hier nun oben eine Suchleiste.

Interessant ist vor allem der virtuelle Button unten für die Navigation im System, welcher Android P sehr stark ähnelt. Das Moto Z3 Play setzt also schon unter Android Oreo auf eine Gestensteuerung. Sollte Euch das nicht gefallen, könnt Ihr aber in den Einstellungen nach wie vor die normalen Schaltflächen aktivieren.

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Die Benutzeroberfläche wurde überarbeitet. / © NextPit

Nach Jahren entwickelt Motorola die Moto-Reihe weiter, die nun mit Nachtmodus, Akku-Management, neuen Systemfunktionen und Moto Voice ausgestattet ist. Die Symbole im Launcher sind in einem kreisförmigen Format gehalten und der App-Drawer wird durch Wischen aufgerufen. Das macht alles einen sehr guten Eindruck, letztlich nutzt man Android 8.1 Oreo mit einem Vorgeschmack von Android P.

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Auf dem Moto Z3 Play läuft Android 8.1 Oreo. / © NextPit

Insgesamt läuft das System sehr flüssig und die Apps öffnen sich stets sehr schnell. Ich habe zwar ein paar Fehler bei Anwendungen feststellen müssen, aber nichts dramatisches. Mein einziger wirklicher Kritikpunkt betrifft die Update-Politik von Motorola, die in den letzten Monaten etwas zu wünschen übrig lässt und mir leider nicht viel Hoffnung für die Zukunft macht.

Mittelklasse-Hardware für ein Mittelklasse-Smartphone

Man muss zugeben, dass die Ausstattung des Moto Z3 Play nicht direkt beeindruckt. Sie ähnelt der des Vorgängers. Zum Einsatz kommen 4 GByte RAM und 32 bzw. 64 GByte interner Speicher. Beim Prozessor setzt der Hersteller nun auf den Snapdragon 636.

Interessant wird vielleicht die Onyx-Version des Z3 Play, die mit satten 6 GByte Arbeitsspeicher und 128 GByte internen Speicher daherkommt. Damit könnte die Performance noch etwas besser ausfallen. Leider wird es aber diese Version nicht offiziell in Europa geben. Der Akku der Play-Version enttäuscht aber leider erneut, er misst nur 3.000 mAh. Das können andere Hersteller besser.

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Wie im letzten Jahr verfügt die Play-Version über einen Akku mit 3000 mAh. / © NextPit

Insgesamt reicht die Performance dank genügend Arbeitsspeicher für den Alltag aus, einzig für Spiele könnte es manchmal etwas mehr sein. Seid Ihr also leidenschaftlicher Smartphone-Zocker, solltet Ihr lieber ein wenig mehr investieren. Immerhin überhitzt das Z3 Play zu keinem Zeitpunkt, was wohl auch an der moderaten Leistungsfähigkeit liegt.

Moto Z3 Play: Benchmarkergebnisse

 Smartphone  3D Mark Sling Shot Extreme ES 3.1 3D Mark Sling Shot ES 3.0 3D Mark Ice Storm Unlimited ES 2.0 Geekbench 4 - single core Geekbench 4 - multi core
Moto G6 442 810 12799 757 3965
Moto Z3 Play 930 1466 19336 1288 4750

Nur Durchschnittskost in Sachen Sound

Wie es mittlerweile bei Motorola Tradition ist, muss auch das Z3 Play ohne Klinkenanschluss auskommen . Das ist durchaus enttäuschend, denn die neue Version ist kein Stück dünner als der Vorgänger, auch ansonsten gibt es wenig Gründe für das Fehlen des Anschlusses. Ihr müsst daher auf einen Bluetooth-Kopfhörer setzen oder den im Lieferumfang enthaltenen Adapter nutzen, um einen kabelgebundenen Kopfhörer anschließen zu können. Aber wer mag schon Adapter ...

Ansonsten gibt es einen einzelnen Lautsprecher an der Oberseite des Smartphones. Er liefert einen ziemlich durchschnittlichen Sound, der aber ausreicht, um ein paar Videos zu gucken oder ein paar Songs zu hören. Soll es doch etwas anspruchsvoller zugehen, lohnt sich die Investition in den JBL-Mod oder in einen externen Lautsprecher.

Die Kamera kann nicht überzeugen

Das Moto Z3 Play beherbergt eine Dual-Kamera mit 12 (f/1.7) und 5 Megapixel (f/2.2). Zwar liefert das Smartphone sogar bessere Ergebnisse als das Moto Z2 Force und das Moto X4, insgesamt ist das Ganze aber doch eher enttäuschend . Motorola ist nicht dafür bekannt, die besten Kamera-Phones zu liefern, und das Z3 Play tanzt nicht aus der Reihe.

Die Software arbeitet schnell und Bilder können auf verschiedene Weisen optimiert werden (Zeitlupenmodus, Farbauswahlmodus und einige animierte Effekte stehen bereit), aber die Fotos sind leider recht durchschnittlich. Sind sind nicht schlecht, aber lassen doch zu wünschen übrig.

Das Farbmanagement ist oftmals ein Problem für das Z3 Play. Zwar sorgt das Smartphone meist für ansehnliche Farben und viele Details, Rauschen wird aber schnell sichtbar, wenn sich die Lichtverhältnisse verschlechtern. Glücklicherweise funktioniert der Portrait-Modus ganz gut. Auf der Front ist eine 8-Megapixel-Kamera mit einer Blendenöffnung von f/2.0 untergebracht. Leider steht Ihr kein LED-Blitz zur Verfügung. Insgesamt schießt sie aber gute Bilder.

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Das Bild wurde im automatischen Modus aufgenommen. / © NextPit

Positiv anzumerken ist aber, dass Videos in 4K-Auflösung mit 30 fps und Full-HD-Videos mit 60 fps aufgenommen werden können. Die Qualität der Videos ist recht gut, das Smartphone wird bei 4K-Aufnahmen aber recht warm. Google Lens ist auch vorinstalliert, kann aber aktuell noch nicht wirklich die volle Power der künstlichen Intelligenz zeigen, da schlicht weg die Daten dafür noch fehlen.

Noch immer ein kleiner Dauerläufer

Die Play-Serie von Motorola war lange Zeit für die großen Akkus und die überragenden Akkulaufzeiten bekannt. Mit der zweiten Z-Generation hatte der Hersteller seine Strategie überarbeitet und die Größe des Akkus auf 3000 mAh reduziert. Das Z3 Play setzt auf eine ähnliche Philosophie, und hat den selben Akku wie der Vorgänger. Motorola bietet auch einen externen Akku in Form des Power Packs an, der eine um 50 Prozent längere Akkulaufzeit bietet.

Durch die Kombination der beiden Akkus kommt das Z3 Play auf eine Laufzeit von zwei Tagen. Ohne dieses Zubehör erweist sich das Smartphone aber auch als ein gewisser Langläufer. Der Hersteller hat die Laufzeit mit knapp 12 Stunden angegeben. Im Alltag kann das Z3 Play diese Werte vielleicht nicht zu 100 Prozent halten, enttäuscht aber auch nicht wirklich. Auch bei intensiver Nutzung schafft es der Akku bis zum Abend . Im PCMark Batterytest hält das Z3 Play etwa 8 Stunden bei 50% Bildschirmhelligkeit durch.

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Auch wenn ihm nun der Klinkenanschluss fehlt, abgespeckt hat das Z3 Play nicht. / © NextPit

Motorola Moto Z3 Play: Technische Daten

Gutes Smartphone ohne Wow-Effekt

Das Moto Z3 Play hinterlässt ein gemischtes Gefühl. Eins muss klar gestellt werden: Es ist sicherlich kein schlechtes Smartphone. Das Z3 Play erfüllt alle Anforderungen, die man an ein Smartphone im Jahr 2018 stellt, aber es bietet letztendlich keinen wahren Mehrwert gegenüber der Konkurrenz. Außer vielleicht den Moto Mods.

Ästhetisch hat das Smartphone an Stil und Bedienkomfort gewonnen, aber unter der Haube sind die Verbesserungen eher zurückhaltend. Motorola hat sein Versprechen zu den Moto Mods gehalten, was in der Welt der Smartphone-Hersteller selten und daher sehr willkommen ist. Mit dem Z3 Play hat Motorola die dritte Generation der Z-Serie auf den Markt gebracht, und somit die vielleicht letzte, die mit den Moto Mods kompatibel ist. Die Akkulaufzeit des Z3 Play, insbesondere bei Verwendung des Power Packs, ist deal für Anwender, die ein Smartphone mit Durchhaltevermögen suchen.

Doch am Ende fehlen dem Z3 Play weitere Argumente, um ein immer anspruchsvolleres Publikum zufrieden zu stellen. Zumal die Kamera nicht besonders auffällt und der Preis im Vergleich zur Leistung der Kameras recht gesalzen erscheint.