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OnePlus

OnePlus X

4,0

Pro

  • Exzellente Verarbeitung
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Speicherkartenschacht
  • Schlanke Software

Contra

  • Schwache Kamera-Leistung
  • Durchschnittliche Akkulaufzeit
  • Anfänglich träge Software
Foto: Handy OnePlus oneplus-x

Pros des OnePlus X

  • Exzellente Verarbeitung
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Speicherkartenschacht
  • Schlanke Software

Contras des OnePlus X

  • Schwache Kamera-Leistung
  • Durchschnittliche Akkulaufzeit
  • Anfänglich träge Software

Zum Abschnitt:

OnePlus X: Preis und Verfügbarkeit

Das OnePlus X wurde im Sommer 2016 vom Hersteller vom Markt genommen, da man keinen Nachfolger für dieses Smartphone plante. Bis dahin galt es als Preis-Leistungs-Tipp. Jetzt ist das OnePlus X wieder erhältlich und kann über den Shop von OnePlus wieder für 239,- Euro erworben werden.

Ähnliche Leistung und einen vergleichbaren Formfaktor, mehr Akkulaufzeit und dafür ein simpleres Display hat das Xperia Z3 Compact. Eine ähnlich gute Verarbeitung, mehr Akkulaufzeit aber einen erheblich größeren Formfaktor hat das Honor 5X.

OnePlus X: Design und Verarbeitung

Für ein Smartphone unter 300 Euro ist das OnePlus X erstaunlich schön designt und hochwertig verarbeitet. Man hat das Gefühl, ein wesentlich teureres Smartphone in der Hand zu halten. Leider ist das OnePlus X so glatt, dass es oft von Oberflächen abrutscht. Abhilfe schafft die kostenlos mitgelieferte Schutzhülle aus Gummi.

Schon der große und leistungsfähigere Bruder OnePlus 2 sah sehr gut aus. Aber das günstigere OnePlus X fühlt sich noch hochwertiger an. Vor allem die Glasrückseite ist ein Augenschmeichler. Dabei erwecken beide Farbvarianten einen edlen Eindruck, ob nun in glänzendem Schwarz oder in mattem Keramik-Gewand.

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Das OnePlus X ist das erste in der Familie mit Glasrücken. / © nextpit

Dank der kompakten Bauform von fünf Zoll liegt das OnePlus X sehr gut in der Hand. Der Powerbutton und die Lautstärkewippe sind radial geschliffen und fügen sich sehr schön in den Look des Rahmens ein. Sie sind am rechten Rand auf mittlerer Höhe angebracht und lassen sich mit dem rechten Daumen oder mit Zeige- und Mittelfinger der linken Hand exzellent bedienen.

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17 säuregeätzte Rillen am Rand sorgen für Grip. / © nextpit

Der Rahmen des OnePlus X besteht aus eloxiertem Metall, in das 17 haarfeine Linien mit Säure hinein geätzt wurden. Die Onyx-Version wiegt 138 Gramm und das Keramik-Modell 160 Gramm. Beide Varianten ziehen fettige Fingerabdrücke geradezu magisch an, wie sich herausgestellt hat.

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Die Keramik-Edition (links) sorgt für rundere Haptik. / © nextpit

Der Unterschied zwischen den beiden OnePlus-X-Editionen ist größer als man auf den ersten Blick sieht. Er liegt nicht nur beim Metallrahmen. Das Keramik-Modell hat außerdem einen etwas abgewinkelten Rand. Die Onyx-Version hingegen hat abgerundetes Display-Glas aus Gorilla Glass 3. Jenes ähnelt stark dem 2,5D-Glas, wie wir es vom Nexus 6 oder vom HTC One A9 kennen. Der gerippte Rand sorgt für mehr Griffigkeit. Und die ist essenziell, da man das empfindliche Glas-Metall-Smartphone gewiss nicht fallen lassen will.

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Der Hybrid-Doppelschlitten macht aus einem Dual-SIM-Handy ein Speichermonster; oder umgekehrt. / © nextpit

In den SIM-Karten-Doppelschlitten lassen sich entweder zwei SIM-Karten oder eine SIM-Karte und eine microSD-Karte einstecken. Damit hat OnePlus einen Fehler des OnePlus Two nicht wiederholt. Jenem fehlt die Möglichkeit der Speichererweiterung. Das wäre beim OnePlus X fatal gewesen, denn seine 16 GB interner Speicher werden gewiss schnell gefüllt sein. Doch mittels entsprechendem Kartenschacht lassen sich bis zu 128 GB nachrüsten.

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Die kapazitiven Buttons sind nahezu unsichtbar unter dem Display. / © nextpit

Der doppelte Grill am unteren Rand lässt Stereo-Lautsprecher vermuten. Doch nur eine seiner Hälften emittiert Sound. Die andere verbirgt nur das Mikrofon. Weitere Abstriche gegenüber dem großen Bruder entdecken wir am unteren Ende des OnePlus-X-Gehäuses. Nur das große Modell bietet einen Fingerabdruck-Sensor, der dem OnePlus X fehlt.

Das OnePlus X verwendet kapazitive Tasten für die Navigation. So spart man ein paar Quadratzentimeter auf dem Bildschirm, da man keine Software-Tasten anzeigen muss. Wenn letztere Euch lieber sind, könnt Ihr sie in den Optionen aktivieren.

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Der Schieber stellt das OnePlus X mit einem Handgriff stumm. / © nextpit

Der Benachrichtigungs-Schieber des OnePlus 2 am linken Rand kommt auch beim OnePlus X vor. Er sorgt schnell für Ruhe, da Ihr das OnePlus X mit ihm stummschalten könnt. Das geht schneller als der Weg über die Menüs.

Die Benachrichtigungs-LED lässt sich, im Gegensatz zu der vieler anderer Smartphones, frei konfigurieren. So könnt Ihr die Farben für jede App ändern und schneller erkennen, um was für eine Benachrichtigung es sich handelt.

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Der Rücken des OnePlus X ist absolut plan. / © nextpit

Auf der Rückseite stellen wir erfreut fest, dass die Kameralinse plan ins Gehäuse eingefasst wurde. Viele andere Hersteller haben hervorstehende Optiken verbaut, die einen empfindlichen Nachteil bergen. Solche Geräte kann man nicht flach auf den Tisch legen, außer, man legt sie aufs Display.

Für beide Varianten des OnePlus X gibt es passende Schutzhüllen in etlichen Farben. Eine transparente Weichplastikhülle liegt kostenlos bei und macht das OnePlus X weniger rutschig. Im Katalog findet Ihr neben hübscheren Hüllen auch ein passendes Paar In-Ear-Kopfhörer, das vorzüglich klingen soll.

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Das OnePlus X lässt sich in etlichen Variationen verhüllen. / © nextpit

OnePlus X: Display

Das OnePlus X ist das erste OnePlus-Gerät mit einem AMOLED-Display. Es ist nur fünf Zoll groß und damit das kompakteste in der Familie. OnePlus war pfiffig und hat die Benutzeroberfläche sehr dunkel gestaltet. So kommen die hervorragenden Schwarzwerte der Display-Technologie ganz zur Geltung. Wenn Ihr viele Videos guckt, reduziert sich die Akkulaufzeit leider erheblich.

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Der Kontrast des OLED-Displays ist grandios. / © nextpit

Passend zum OLED-Display gibt es nun den optionalen Ambient-Display-Modus. Das von Motorola bekannte Feature zeigt Benachrichtigungen auf dem Display an, wenn Ihr Eure Hand über den Näherungssensor (bei der Selfie-Cam) haltet. Nur ein kleiner Bereich erstrahlt dann im „Duo-Ton“, wie OnePlus es nennt, während der Rest finster bleibt und keinen Strom verbraucht.

Natürlich müsst Ihr nicht das besagte, dunkle Theme nutzen. Ihr könnt die Farbpalette und das komplette Design der Benutzeroberfläche anpassen. OnePlus hat die dazu passenden Bordmittel vorinstalliert. Jedoch haben wir gemerkt, dass das Display sehr energiehungrig ist und den Akku beim Spielen oder Videos-Gucken enorm beansprucht. Nach rund vier Stunden ist Schluss und das OnePlus X muss wieder aufgeladen werden.

OnePlus X: Software

Die Software des OnePlus X heißt Oxygen OS und basiert auf Android 5.1.1. Sie wird mit erfreulich wenig Zusatz-Software ausgestattet und lässt Euch knapp neun Gigabyte freien Speicher für eigene Apps und Fotos. OnePlus beschränkt sich auf Apps, die man tatsächlich im Alltag verwendet. Die Zusätze konzentrieren sich an die Anpassung der Benutzeroberfläche. Ihr könnt Skins verwenden und das Verhalten des Interface an einigen Stellen anpassen.

  • Software-Updates des OnePlus X im Überblick
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Die OnePlus-X-Software heißt Oxygen OS und basiert auf Android 5.1.1. / © nextpit

Ihr könnt etwa die Farbtemperatur des Displays nachjustieren oder die Farben einzelner Akzente verändern. Ein Dark-Theme gibt der gesamten Oberfläche einen sehr finsteren, kontrastreichen Look. Für das ausgeschaltete Display könnt Ihr Gesten konfigurieren, die das OnePlus X in bestimmten Modi aus dem Standby wecken.

Ihr könnt zwischen kapazitiven Hardware-Tasten oder Software-Tasten wählen. Die Software-Tasten könnt Ihr tauschen und erweitern. Dasselbe gilt für die Schnelleinstellungs-Einträge. Diese Vielfalt ist OnePlus-typisch, aber im Vergleich zu anderen Smartphones üppig.

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Das Dark Theme verfinstert alle nicht-essenziellen Bildschirmbereiche. / © nextpit

Links vom Homescreen befindet sich in Oxygen OS das Shelf. In ihm findet Ihr Wetter-Infos, Eure häufig aufgerufenen Apps, Kontakte und Weiteres. Es könnte sich im Laufe der Zeit in ein nützliches Feature verwandeln. Ihr könnt die Zusatz-Seite aber auch deaktivieren.

Das OnePlus X verwendet noch nicht die eigentlich aktuelle Android-Version 6.0 Marshmallow. Dennoch wird es regelmäßig mit Sicherheitsupdates versorgt und es bietet bereits Marshmallow-Features. So besitzt Oxygen OS einen Berechtigungs-Manager, mit dem Ihr Apps auch nach der Installation Berechtigungen entziehen könnt.

Modifizieren leicht gemacht

Anders als viele andere Smartphones lassen sich die Geräte von OnePlus sehr leicht entsperren. Eine Anleitung im offiziellen Forum zeigt Euch Schritt für Schritt, wie Ihr das OnePus X entsperren, rooten, mit einer Custom-Recovery und mit Drittanbieter-Firmware ausstatten könnt. Das macht das OnePlus X zu einem begehrten Smartphone für Modder.

OnePlus X: Performance

Das OnePlus X hat für sein Preissegment eine hervorragende Leistung. In ihm steckt die Hardware der Flaggschiffe aus dem Jahr 2014. Damit hat es in Spielen Top-Leistung und gute Grafik. Dank 3 GB RAM ist seine Multitasking-Leistung glänzend. Auch Dauerstress bringt es nicht ins Schwitzen, sodass die Leistung konstant bleibt. Der interne 16-GByte-Flash-Speicher ist mit verbleibenden neun Gigabyte zu knapp, lässt sich aber per microSD-Karte erweitern.

Im Benchmark-Parcours reiht sich das OnePlus X in etwa auf Augenhöhe mit den 2014er-Flaggschiffen OnePlus One und Nexus 6 ein. Im Vergleich mit aktuell gleich teuren Smartphones schneidet es überragend ab. Aber die theoretische Leistung wird von einem unangenehmen Effekt zu Beginn seiner Nutzungszeit überschattet.

Das OnePlus X hat eine gewisse Anlaufzeit, bis es flüssig läuft. Es stottert während und nach der ersten Einrichtung gelegentlich. Wenn jedoch die Apps einmal eingerichtet sind und sich im System eine Routine einschleicht, verhält sich das OnePlus X erheblich besser.

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Im Vellamo-Benchmark ist das OnePlus X auf dem Level des OnePlus One (Metal). / © nextpit

OnePlus X: Audio

Nur aus einem der zwei Grills am unteren Rand des OnePlus X ertönt Klang. Dieser ist Mono-Klang ist ausreichend; mehr aber nicht. Doch man muss anmerken, dass es trotzdem eine überdurchschnittliche Lautstärke und Klangqualität bietet, die in der Preisklasse seinesgleichen sucht.

Die Klangqualität bei Telefonaten reicht vollkommen aus, doch auch hier dürft Ihr nicht zu viel erwarten. Zum Telefonieren reicht es, aber nach einer guten Geräuschunterdrückung oder einem Premium-Mikrofon könnt Ihr lange suchen. Bei dem Preis ist das aber mehr als akzeptabel.

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Nur aus einem dieser Grills kommt Klang. / © nextpit

Nach Anstecken eines Headsets (es wird keines mitgeliefert) bekommt Ihr Zugriff auf ein UKW-Radio. Der vorinstallierte Tuner ist gar nicht mal so übel.

OnePlus X: Kamera

Die OnePlus-X-Kamera liefert mittelgute Ergebnisse ab. Die Hauptkamera verzieht leicht ins Rötliche, braucht viel Licht und eine ruhige Hand. Die Selfie-Cam hingegen lässt Gesichter leicht verblassen. Videos lassen sich in Slow-Motion oder im Zeitraffer aufzeichnen.

Die OnePlus-X-Kamera wird mit einem 13-Megapixel-ISOCELL-Sensor von Samsung ausgestattet. Seine f/2.2-Blende ist nicht sehr lichtdurchlässig und sorgt in dunklen Umgebungen für Rauschen. Dieses Rauschen wird von der Nachbearbeitung in der Kamera-App nicht gut ausgeglichen. Bei der Frontkamera verwendet OnePlus einen 8-Megapixel-Sensor mit noch kleinerer f/2.4-Blende.

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Bilder im Dunkeln werden unglaublich verrauscht. / © nextpit

Für die Video-Fans zeichnet die Kamera Full-HD-Videos auf. Zeitlupenaufnahmen werden mit 120 Bildern pro Sekunde bei HD-Auflösung gemacht. Wie schon beim OnePlus 2 gibt es Schnellstart-Optionen für die Kamera, die Ihr entweder durch Gesten über den Sperrbildschirm oder über die Belegung einer Taste am OnePlus X auslöst.

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Das OnePlus X schießt detail- und dynamikarme Bilder. / © nextpit

Abgesehen vom Rauschen leidet die OnePlus-X-Kamera unter einem recht schwachen Dynamikumfang. Bei Szenen wie im oberen Bild muss man sich für komplett schwarzes Wasser oder einen komplett weißen Schwan entscheiden. Es will der Kamera auch im HDR-Modus nicht gelingen, die Details der hellen und dunklen Bereiche gleichermaßen festzuhalten. Jedoch war die Kamera in Sonys teurer Xperia-Z5-Familie die einzige Smartphone-Kamera, die diese Disziplin wirklich gut meistern konnte.

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Die Kamera des OnePlus X knipst passable Bilder bei den richtigen Lichtverhältnissen. / © nextpit

OnePlus X: Akku

Die Akkulaufzeit des OnePlus X liegt im Mittelmaß. Einen kompletten Tag bekommt man mit dem Akku hin. Vier Stunden Bildschirm-an-Zeit sind auf dem Smartphone-Markt nichts besonderes, aber in Anbetracht der guten Leistung des OnePlus X zu verschmerzen. Der Akku lässt sich nicht austauschen und unterstützt keine Schnellladetechnologie.

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Das OnePlus X hat keinen Quick-Charge-Support. / © nextpit

Die fehlende Quick-Charge-Unterstützung ist verdrießlich. Zwar ist sie in dieser Preisklasse auch nicht üblich, jedoch wäre sie mit dem verbauten Snapdragon-801-Prozessor theoretisch verfügbar gewesen. Mit ihr hätte sich die träge Ladezeit des OnePlus X von rund zwei Stunden auf wenig mehr als eine Stunde reduziert.

OnePlus X: Technische Daten

Abschließendes Urteil

In unserer Redaktion nutzen zwei Kollegen das OnePlus X seit mehreren Monaten ständig. Beide würden es wieder kaufen oder es Freunden zum Kauf empfehlen. Design und Verarbeitung lassen niemanden ahnen, dass es sich beim OnePlus X um ein so günstiges Smartphone handelt.

Auch in Sachen Leistung kann in dieser Preisklasse kein Konkurrent mithalten. Bessere Fotos schießt man allerdings mit dem Moto G (2015). Und mehr Akkulaufzeit bekommt man mit dem Samsung Galaxy A3 (2016 Edition).

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