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Oppo F1

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Foto: Handy Oppo oppo-f1

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Oppo F1: Preis und Verfügbarkeit

Oppo hat das F1 schon vor wenigen Tagen angekündigt, aber die offizielle Produktvorstellung wird erst Ende Januar 2016 in Indien stattfinden. Warum gerade Indien? Für Oppo ist der indische Markt, nach dem Heimatmarkt China,  der zweitwichtigste und somit ist es nicht verwunderlich, dass gerade dort das F1 vorgestellt wird. 

Wer aber schon jetzt weiß, dass das Oppo F1 genau das richtige Smartphone für die eigenen Bedürfnisse ist, der kann das Smartphone schon heute für 229 Euro inklusive Steuern vorbestellen. Die Auslieferung des Smartphones beginnt dann im Februar 2016. 

Oppo F1: Design und Verarbeitung

Das Design des 5 Zoll große Oppo F1 ist eher schlicht gehalten. Die Front ziert ein HD-Display mit sehr breiten oberen und unteren Rahmen. Der Grund für die breiten Rahmen liegt in den unterhalb des Displays eingelassenen kapazitiven Tasten. Solche Sensortasten haben den Vorteil, dass die volle Bildschirmauflösung für die Darstellung von Inhalten genutzt werden kann anstatt durch virtuelle Tasten reduziert zu werden. In der Preisklasse des Oppo F1 sind sie noch eher eine Ausnahme.

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Oppo nutzt beim F1 kapazitive Tasten. Dadurch werden die Bildschirmrahmen an der Front breiter, aber es steht einem dann der volle Bildschirm zur Verfügung. / © nextpit

Als Display Glass nutzt OPPO das neue Gorilla Glas 4 mit sogenannten 2,5D Glaskanten. Diese abgerundeten Kanten sorgen für die sehr angenehme Haptik des kompakten Mittelklasse-Smartphones. 

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Es ist nicht alles Metall, was wie Metall aussieht. Die farblich abgesetzten Kappen im oberen und unteren Teil der Rückseite bestehen aus Plastik. / © nextpit

Bei der Materialwahl für das restliche Gehäuse setzt Oppo auf Metall. Vollständig aus Metall ist das Oppo F1 aber nicht. Wie schon bei vielen anderen "Vollmetall-Smartphones", wie zum Beispiel dem Honor 7, bestehen die oberen und unteren Teile der Rückseite aus Plastik. Dort befinden sich dann die zahlreichen Antennen für GSM, LTE, WLAN, Bluetooth und Co. 

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Das Gehäuse des Oppo F1 ist nicht aus einem Guss. Rahmen und Rückseite sind zwei getrennte Einheiten. / © nextpit

Der Rahmen des Oppo F1 ist ein eigenständiges Bauteil. Einfach ausgedrückt: Rückseite und Rahmen sind zwei getrennte Einheiten. Es ist keine Unibody-Konstruktion, bei dem Rahmen und Rückseite aus einem Block Metall gefertigt wird. Am Übergang von der Rückseite zum Rahmen des Smartphones ist merklich ein Übergang zwischen beiden Teilen zu ertasten und zu sehen. Aber die Verarbeitung ist sehr gut und es knirscht und knarz nichts am Oppo F1. 

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Die Übergänge von der Rückseite zum Rahmen sind merklich, aber die Verarbeitung ist von sehr guter Qualität. / © nextpit
Langweiliges Design, aber gut verarbeitet.

Oppo F1: Display

Das 5 Zoll große IPS-Panel löst zwar nur mit HD, also mit 720 x 1.280 Bildpunkten auf, aber das ist bei der Größe des Displays vollkommen ausreichend. Auch ist das Display frei von Farbverschiebungen, wenn man das Smartphone seitlich neigt und aus einem flachen Blickwinkel auf den Bildschirm schaut. 

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Das 5 Zoll große IPS-Panel des Oppo F1 ist hell und frei von Farbverschiebungen. / © nextpit
Solides Display mit IPS-Panel ohne große Schwächen und Stärken.

Oppo F1: Software

Als Software kommt, wie ist es auch anders von Oppo zu erwarten, das hauseigene Color OS in der Version 2.1.0i zum Einsatz. Als Basis wird Android 5.1.1 Lollipop verwendet, das von Oppo mit dem Herstelleraufsatz versehen wurde. Typisch für Herstelleraufsätze von chinesischen Herstellern ist hierbei das komplette Fehlen eines App-Drawers. Alle Apps die auf dem Oppo F1 installiert werden, landen auf den Homescreens und man muss selbst durch anlegen von Ordern für Übersicht sorgen. Wem das nicht gefällt, der kann immer noch einen alternativen Launcher installieren. Eine schöne Übersicht an Launchern haben wir im nachfolgenden Artikel für Euch zusammengestellt.

  • Die besten Android-Launcher
Oppo F1 ColorOS 1
Einen App-Drawer werdet Ihr bei ColorOS von Oppo nicht finden. Satt dessen werden alle Apps auf den Homescreens abgelegt. / © nextpit
Oppo F1 ColorOS 2
ColorOS 2.1 basiert auf Android 5.1.1 Lollipop. / © nextpit
Gewöhnungsbedürftige Software mit iOS Charme

Oppo F1: Performance

Das uns zur Verfügung gestellte Oppo F1 war mit einem 1,5 GHz schnellem Qualcomm Snapdragon 616, 3 GB Arbeitsspeicher und 16 GB internem Speicher ausgestattet. Während des Hands-on-Tests konnten wir für eine Performance-Bewertung drei unserer Benchmark-Apps installieren: AnTuTu 6.0.1, GeekBench 3 und Vellamo 3.2. Die Leistung des Oppo F1 entsprach in alle diesen drei Benchmarks denen des HTC One A9. Der Unterschied zwischen dem Snapdragon 616 im F1 und dem 617 im One A9 ist kaum wahrzunehmen. 

Oppo F1 im Benchmark-Vergleich

 
Benchmark Oppo F1 HTC One A9
GeekBench 3 (Single-Core) 687 748
GeekBench 3 (Multi-Core) 3063 3051
Vellamo 3.2 Multi-Core 1771 1448
Vellamo 3.2 Metal 1191 1121
AnTuTu 6.0.1 36.664 35.715
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Das Oppo F1 reiht sich in den Benchmark-Werten bei den Mittelklasse-Smartphones ein. / © nextpit
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Leistungsmässig ist das Oppo F1 vergleichbar mit einem HTC One A9. / © nextpit
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Keine Traumwerte, aber flott genug für den Smartphone-Alltag. / © nextpit

Während unserer Zeit mit dem Oppo F1 konnten wir im normalen Einsatz keine störenden Ruckler und Lags ausmachen. Die Bedienung war durchweg flüssig und dank des 3 GB großen Arbeitsspeichers kann man auch zwischen den zahlreichen Apps hin und her wechseln.

Oppo F1: Audio

Beim Lautsprecher kann man beim Oppo F1 keine Wunder erwarten, denn der eine kleine Mono-Lautsprecher befindet sich auf der Rückseite des Smartphones. Liegt es also auf dem Schreibtisch, dann wird die Ausgabe blockiert. Ist aber der Lautsprecher frei, dann kommt da ordentlich Lärm raus. Gute Bässe und klare und briliante Höhen kann man aber nicht erwarten.

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Die Lautsprecher sind keine Offenbarung. / © nextpit

Wer mit dem Oppo F1 unbedingt musikalische Untermalung benötigt, der sollte Kopfhörer anschliessen. Über einen Software-Equalizer ist es Euch dann möglich Höhen, Mitten und Bässe dem eigenen Geschmack anzupassen.

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Über den Equalizer lässt sich der Kopfhörer-Ausgang dem eigenen Klanggeschmack anpassen. / © nextpit

Über die Audioqualität während eines Telefonates können wir noch keine Aussage treffen, da es sich bei dem Oppo F1 noch um ein Vorseriengerät handelte. Wir erwarten aber ein finales Testmuster gegen Ende Januar 2016 und werden dann diesen Aspekt für Euch noch nachtesten. 

Oppo F1: Kamera

Das Highlight soll laut Oppo die verbauten Kameras sein. Für die Hauptkamera im F1 nutzt der chinesische Hersteller einen mit 13 Megapixeln auflösenden Isocell-Sensor von Samsung mit einer Blende von f/2.2. Selfie-Fans können sich über eine 8-Megapixel-Frontkamera mit einer f/2.0-Blende freuen. Laut Oppo soll sie mehr Licht pro Pixel eingefangen werden können und das Oppo F1 auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch gute Selfies produzieren. 

Im Vorabtest hat sich die Kamera-App von Oppo als wahres Feature-Monster erwiesen: HDR, Panorama, Live-Filter und manueller Modus gehören genauso zum Repertoire wie die ungewöhnliche GIF-Animation und der UltraHD-Modus. Hinter letzterem verbirgt sich eine interessantes Feature für Hobby-Fotografen die ein Maximum an Details aus den Objekten herausholen wollen. Bei dieser Funktion werden sechs Bilder in Serie geschossen und zu einem hochauflösenden Bild mit 50 Megapixel verschmolzen.

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Das Oppo F1 soll ein Smartphone für ambitionierte Fotografen sein, dass merkt man auch schon den den zahlreichen Modi. / © nextpit

Selbstverständlichen könnten wir uns während des Vorabtests mit dem Vorserienmodell des F1 den UltraHD-Modus anschauen und ein nahezu identisches Bild in diesem Modus schiessen. Nachfolgend könnt ihr euch ein Bildausschnitt im Standard-Modus mit 13 Megapixel und einem Bildausschnitt im UltraHD-Modus anschauen. Es ist klar zusehen, dass auf dem UltraHD-Modus-Bildauschnitt die Details besser zu erkennen sind und weniger Bildrauschen zu sehen ist. Beide Bilder haben wir auch in voller Auflösung für Euch hier zum Download bereitgestellt, damit Ihr Euch selbst von der Qualität überzeugen könnt.

Oppo F1 normal crop
Dieser Bildausschnitt stammt aus der Oppo F1 aufgenommen im Standard-Modus mit 13 Megapixel. / © nextpit
Oppo F1 UltraHD crop
Zum Vergleich: Dieser Bildausschnitt stammt aus dem Oppo F1 im UltraHD-Modus mit 50 Megapixel. / © nextpit

Die Qualität ist im UltraHD-Modus besser als im Standard-Modus, aber für die in Serie geschossenen Bilder braucht man eine ruhige Hand, oder noch besser ein Stativ. Ein weiterer Nachteil vom UltraHD-Modus ist, dass diese Bilder mehr Speicherplatz benötigen. 

Für eine finale Einschätzung der Kamera müssen wir aber noch auf unser Testgerät warten. Sobald wir dann die finale Version des Oppo F1 getestet haben, reichen wir unsere Einschätzung hier nach.

Oppo F1: Akku

Der Akku im Oppo F1 ist festverbaut und verfügt über eine Kapazität von 2.500 mAh. Das ist für ein Smartphone der 5-Zoll-Klasse gar nicht mal so schlecht. Das HTC One A9 kann hier nur mit 2.150 mAh aufweisen. Für den kurzen Hands-on-Test zum Oppo F1 konnten wir leider nicht unser Batterie-Testprogramm installieren. Aber wir werden das später im finalen Test nachholen und diesen Abschnitt dann aktualisieren.

Im Schnitt reicht der Akku aus, um über den Tag zukommen.

Oppo F1: Technische Daten

Vorläufiges Urteil

Das Oppo F1 hinterlässt in unserem Vorab-Test einen guten Ersteindruck. Es ist qualitativ gut verarbeiten, glänzt mit einer hochwertigen Haptik und kann auch bei der Kamera-Ausstattung punkten. Diese Punkte gewinnen noch einmal an Wert, wenn man sich den Preis von nur 229,- Euro vor Augen führt. Ein HTC One A9 kostet aktuell im freien Handel immer noch knapp 400,- Euro und kann nicht viel mehr als das hier getestet Oppo F1. 

Für eine finale Beurteilung fehlen uns aber noch die Erfahrungswerte in Sachen Akkulaufzeit und die Kamera des Oppo F1 muss noch ausführlicher von unseren Fotografen Irina und Toni getestet werden. Sobald wir diese Tests mit einem finalem Testgerät durchgeführt haben, reichen wir unsere Eindrücke und abschliessende Wertung nach.