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Realme

Realme GT 3

3,5

Pro

  • Schnellstes Laden weltweit
  • Schickes 144-Hz-Display
  • Aufregende RGB-Benachrichtigungs-LED
  • Snapdragon 8+ Gen 1

Contra

  • Keine Flaggschiff-Kamera
  • Keine IP-Zertifizierung
  • Kein kabelloses Laden
  • Keine analoge Klinkenbuchse
  • Kein microSD-Card-Support
Platzhalterbild für Handy Realme realme-gt-3

Pros des Realme GT 3

  • Schnellstes Laden weltweit
  • Schickes 144-Hz-Display
  • Aufregende RGB-Benachrichtigungs-LED
  • Snapdragon 8+ Gen 1

Contras des Realme GT 3

  • Keine Flaggschiff-Kamera
  • Keine IP-Zertifizierung
  • Kein kabelloses Laden
  • Keine analoge Klinkenbuchse
  • Kein microSD-Card-Support

Zum Abschnitt:

Kaufen und Kurzfazit

Das Realme GT3 ist die globale Version des Nokia zumindest gegen Oppo und OnePlus erwirkt hat. Eine offizielle Bestätigung dazu gibt es nicht.

Immerhin: Wir haben erfahren, dass das Realme GT 3 mit 8 GB RAM und 256 GB internen und nicht erweiterbaren Programmspeicher 649 Euro kosten wird. Unser Testgerät ist mit 16/256 GB ausgestattet – womöglich folgen hierzulande also weitere Speicher-Optionen. Farblich steht man in Europa mit Schwarz (Booster Black) und Weiß (Pulse White) in den Startlöchern. Die poppige Lila-Version ist vorab nur für das Heimatland China geplant. Sobald wir eine Bezugsquelle kennen, werden wir diesen Artikel aktualisieren.

Realme GT 3 im Test
Eigentlich recht potent ausgestattet. / © NextPit

In jedem Fall lohnt sich das Warten: Das Verkaufsargument schlechthin für das Realme GT 3 ist das mitgelieferte Netzteil, welches irre 240 SuperVooc-Watt liefert. Realme wirbt bei einer Komplett-Ladung mit einem Zeitfenster unter 10 Minuten. Das ist nach unseren Tests etwas zu optimistisch, aber zwischen 10 und 15 Minuten sind auf jeden Fall drin. Das ist natürlich der pure Wahnsinn und dürfte mit eines der Verkaufsargumente schlechthin des Realme GT 3 sein.

Der Snapdragon 8+ Gen 1 ist nur einen Hauch vom aktuellen Qualcomm-Flaggschiff entfernt und liefert mehr als genug Performance. Das 6,74 Zoll große AMOLED-Display bietet eine Auflösung von 2.772 x 1.240 Pixel und eine außergewöhnlich hohe Bildwiederholrate von 144 Hz. Dann bleibt da nur noch die Hauptkamera, welche einer Spitzenbewertung im Weg stehen könnte.

Doch auch hier liefert Realme mit seinem GT 3 erwartungsgemäß ab. Nicht in der Klasse eines Samsung Galaxy S23 Ultra (zum Kameratest) oder dem Apple iPhone 14 Pro (zum Kameratest), aber da sieht sich das GT 3 auch gar nicht. Das Smartphone ist eher ein "Semi-Flaggschiff", und als solches kann ich es Euch in meinem Kurzfazit auch bedenkenlos empfehlen. 

Design & Display

Das Realme GT3 ist vom Design her nicht spektakulär. Es hat nicht die beiden Rennstreifen des Realme GT Neo3 (Test) über die gesamte Rückseite, und auch dem Papierdesign des  Realme GT 2 Pro (Test) hat man 2023 abgeschworen. Und was soll ich sagen: Ich find's gut so! 

Gefällt:

  • Optimal positionierte Tasten
  • Bildwiederholrate eines Gaming-Smartphones (144 Hz)
  • Flacher Bildschirm
  • Maximale Helligkeit von 1.400 Nits
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Breathing Light

Gefällt nicht:

  • Keine IP-Zertifizierung

Das 163,9 x 75,8 x 8,9 mm große und 199 g leichte "Semi-Flaggschiff" der Oppo-Tochter bietet durch seine abgerundete Rückseite und die mittig positionierten Tasten eine ausgezeichnete Haptik. Unser Test-Sample kam in der Farbe Booster Black in die NextPit-Redaktion, was sich durch ein mattes und somit Fingerabdruck-resistentes Design auszeichnet. Auf der Rückseite wird bei dem weißen Modell noch deutlicher das über die gesamte Breite einnehmende Kamera-Array sichtbar. 

Realme GT 3 im Test
Alle Tasten sind da, wo sie hingehören. / © NextPit

Doch das Glas, welches auf der rechten Seite auch das sogenannte "Breathing Light" integriert, ist bündig mit der restlichen Rückseite verbaut. Nur die auf der rechten Seite in zwei kreisrunden Öffnungen untergebrachte Triple-Kamera erhebt sich samt länglichem LED-Dual-Blitzlicht aus dem Gehäuse.

Screenshot des Realme GT 3
Die Breathing-Light-Funktion ermöglicht es, die Animation und die Farbe der LED auf der Rückseite des Realme GT 3 anzupassen. / © NextPit

Das sogenannte "Breathing Light" ist eine zum Rechteck geformte Multicolor-LED, welche eingehende Benachrichtigungen oder einen schwachen Akku anzeigt oder den Ladevorgang an sich optisch begleitet. Das "Pulse Interface" bietet hier entsprechende Einstellungen. Mir persönlich gefällt die Umsetzung recht gut, da sie im ungenutzten Zustand nur schwer auszumachen ist. Man muss schon mit der Lupe kommen, um die Beschriftung und das an ein Gaming-Smartphone erinnernde Muster zu erkennen.

Realme GT3
Das "Breathing Light" auf der Rückseite des Realme GT 3 kann unterschiedlich eingesetzt werden. / © NextPit

Das AMOLED-Display des Realme GT 3 hat eine Diagonale von 6,74 Zoll und bietet eine Auflösung von 2.772 x 1.240 Pixel, was über die typische Full-HD-Plus-Resolution hinausgeht. Realme nennt es eine 1,5k-Auflösung, was im Detail betrachtet natürlich Nonsense ist. Eigentlich sind die Marketingfloskeln bei dem "flachen" Bildschirm gar nicht notwendig. Denn mit einer Bildwiederholrate von maximalen 144 Hz steht das Panel im Vergleich mit der Konkurrenz gut da.

Auch die Helligkeit beeindruckt: Das Realme GT 3 erreicht in der absoluten Spitze 1.400 Nits – also in einem kleinen Bereich des Bildschirms. Die maximale Helligkeit ohne direkte Sonneneinstrahlung beträgt beim Realme GT 3 stolze 1.100 Nits (HBM). Die typische Helligkeit wird mit 500 Nits angegeben. Das hört sich erst einmal wenig an, ist aber mehr als genug, um eine einwandfreie Lesbarkeit zu gewährleisten.

Es gibt natürlich auch das klassische Always-On-Display mit seinen unterschiedlichen Designs und optionalen zeitlichen Einstellungen. Apropos Zeit: Das GT 3 bietet auch einen sogenannten "Bedtime Modus", der die Displayhelligkeit runterregelt und die Anzeige auf Schwarzweiß wechselt. Auch werden dann nur Anrufe von ausgewählten Kontakten durchgelassen.

Realme GT 3 Screenshot
Die Realme UI 4.0 bietet wirklich viele Einstellungsmöglichkeiten, um die Farbgebung des Bildschirms und die Bildqualität anzupassen. / © NextPit

Realme bietet auch umfangreiche Einstellungen, um die Farbgebung des Bildschirms anzupassen. So gibt es beispielsweise einen Vollbild-Modus und Schärfe-Optionen und die Möglichkeit, die Bildwiederholrate manuell zu verändern. Und auch wenn im GT 3 kein Flaggschiff-typisches LTPO-Panel mit variablen 1 bis 144 Hz steckt, so sind dennoch laut Realme im "Automatic-Modus" sieben Bildwiederholraten möglich: 40, 45, 60, 72, 90, 120 und 144 Hz.

Realme GT 3 im Test
Eine Bildwiederholrate von 144 Hz ist jetzt auch kein Standard, fragt mal das iPhone 14. / © NextPit

Realme GT 3: Software

Das Realme GT 3 kommt mit ColorOS 13 zum Kunden, welches selbstredend auf Android 13 basiert. Das Google-Sicherheitsupdate ist vom 5. Februar 2023. Dabei wird die Oppo-Benutzeroberfläche nur sichtbar, wenn man etwas tiefer in den Einstellungen gräbt. Laut Smartphone läuft hier das "Realme User Interface" in der Version 4.0 (RMX3709_13.1.0.10).

Gefällt:

  • Bekannte Usability von OnePlus und Oppo
  • Akzeptable Update-Politik

Gefällt nicht:

  • Bloatware
Realme GT 3 im Test
Neben viel Bloatware gibt es auch viele Funktionen. / © NextPit

Wie bei vielen chinesischen Herstellern – siehe Xiaomi – ist die Update-Politik auch bei Realme nicht eindeutig geklärt. Auf Nachfrage haben wir erfahren, dass das Realme GT 3 mit drei Android-System-Updates und vier Jahren Google Sicherheitspatches rechnen darf. Inwieweit diese regelmäßig erscheinen, dürfte von Smartphone zu Smartphone unterschiedlich ausfallen. Meine persönliche Vermutung ist, dass dies in direkter Abhängigkeit mit den Verkaufszahlen hängen dürfte.

Das Interface ist "luftig", die verschiedenen Elemente sind gut hierarchisiert, und die Navigation ist ziemlich intuitiv. Es gibt das gleiche Shelf-Menü (von oben nach unten auf dem Startbildschirm swipen) wie bei Oppo und OnePlus. Realme bietet zudem auch dynamische Themes, welche gemeinsam mit Android und seinen vielen Personalisierungen implementiert wurde. Man kann unter anderem die dominante Farbe des Hintergrundbildes auf den Rest der Benutzeroberfläche anwenden. Theme-spezifische Icons sind hier allerdings nicht dabei.

Realme GT 3 Screenshots
Realme hat, wie Oppo, die dynamischen Android-Themes gut implementiert. / © NextPit

Realme GT 3: Performance

Das Realme GT 3 hat keinen Snapdragon 8 Gen 2 verbaut, der als aktueller Premium-Prozessor eigentlich so gut wie in jedem gegenwärtigen Flaggschiff-Smartphone verbaut ist. Nein, das BBK-Tochter-Unternehmen verbaut einen Snapdragon 8+ Gen 1, welcher im Grunde die Speerspitze des vergangenen Jahres (2022) darstellt. Das ist im Grunde eine recht schlaue Idee, welche nicht zwingend jeder Hersteller auf Anhieb verfolgt.

Gefällt:

  • Leistungsstarker Snapdragon 8+ Gen 1
  • In allen Lebenslagen ausreichend Power
  • Schneller LPDDR5x-RAM

Gefällt nicht:

  • Unklare Speicherpolitik
  • Kein microSD-Card-Support

Wer den aktuellen Flaggschiff-Prozessor von Qualcomm jetzt verbaut, muss auch an den Kunden Flaggschiff-Preise weiterreichen. Und nachdem Qualcomm so etwas wie eine Monopolstellung in Sachen Smartphone-Prozessoren innehat, kann das für den Geldbeutel hässlich enden. Insofern begrüße ich die Entscheidung, den im 4-nm-Prozess gefertigten Snapdragon 8+ Gen 1 im Realme GT 3 zu verbauen. Er hat sich anders als sein Vorgänger auch in Fragen Hitzeentwicklung bewährt und liefert mit seinem ARM-Cortex-X2-Prime-Core geschmeidige 3,2 GHz.

Da es sich um einen Octa-Core-Prozessor handelt, gibt es noch drei weitere Performance-Kerne (2,5 GHz) und vier energieeffiziente Cortex-A510-Kerne (1,8 GHz). Abgerundet wird das Paket von einer Adreno-730-GPU im Realme GT 3. Mit dieser Kombination werdet Ihr die nächsten paar Jahre keinerlei Performance-Probleme haben.

Okay, erzählen kann der MaTT ja viel, werden jetzt einige von Euch denken – und das zu Recht. Weil erzählen kann ich viel und gern; aber zählen, das tun bei einem NextPit-Test nur die harten Fakten. Und so haben wir den 3D-Mark-Wild-Life- und Geekbench-Test über das GT 3 und die verbaute CPU laufen lassen. 

  Realme GT 3 Oppo Find N2 Samsung Galaxy Z Fold 4 Huawei Mate XS 2
3D Mark Wild Life Maxed Out! Maxed Out! 8611 5793
3D Mark Wild Life Stress Test Bester Loop: 10.360
Schlechtester Loop: 6393
Bester Loop: 10.389
Schlechtester Loop: 6459
Bester Loop: 10.332
Schlechtester Loop: 5606
Bester Loop: 5782
Schlechteste Schleife: 3267
Geekbench 5 Einfach: 1386
Mehrere: 3946
Einfach: 1046
Mehrere: 3556
Einfach: 1332
Mehrere: 3947
Einfach: 840
Mehrere: 2759

Die Benchmark-Ergebnisse sehen erwartungsgemäß sehr gut aus. Dennoch war ein gewisses aggressives thermisches Herunterregeln festzustellen, was zu einem bemerkenswerten Framerate-Verlust führte. 

Screenshots des Realme GT 3
Die Leistung des Realme GT 3 kann in unserem Test überzeugen. / © NextPit

In der Kategorie Performance schauen wir uns auch noch die Verteilung des Speichers an. Wir hatten es bereits bei der Thematik Preise erwähnt: Realme redet bislang ausschließlich von 8 GB LPDDR5X RAM und 256 GB internen UFS-3.1-Speicher. Wir haben jedoch 16 GB RAM und 256 GB Programmspeicher in unserem Testgerät. Im Heimatland China hingegen bietet man auch noch 8/128, 12/256, 16/512 und sogar 16 GB RAM und 1 TB NAND-Speicher an. Warum zum Tag der offiziellen Vorstellung und Verteilung der Teststellungen noch nicht klar ist, welches Land wie viel Speicher erhält, ist uns schleierhaft.

Eine Speichererweiterung via microSD-Karte gibt es nicht. Auch wenn ich dies bei den negativen Punkten aufführe: Als echten Nachteil sehe ich das bei 256 GB Speicher nicht.

Realme GT 3: Kamera

Das Realme GT 3 hat eine Triple-Kamera auf der Rückseite verbaut, auch wenn man uns durch die zwei kreisrunden Öffnungen etwas anderes glauben machen möchte. Es gibt eine Hauptkamera mit 50 MP auf Basis eines IMX890-Bildsensors von Sony. Dazu gesellen sich eine 8-MP-Ultra-Weitwinkel- und eine 2-MP-Makro-Kamera, welche auch als Mikroskop-Kamera fungiert. Die Selfie-Kamera, die sich oben links im Display (Punch Hole) befindet, hat eine Auflösung von 16 MP.

Gefällt:

  • Irgendwie die Mikroskop-Kamera
  • Tagesaufnahmen wissen durchaus zu gefallen

Gefällt nicht:

  • Kamera-Setup-ist allgemein Mittelklasse
  • Keine Verbesserung zum Vorserien-Modell
Realme GT 3 im Test
Auch hier oben mittig, eine 16-MP-Punch-Hole-Kamera. / © NextPit

Es wird eigentlich schnell deutlich, dass sich Realme zum Kamera-Setup nicht besonders viele Gedanken gemacht hat. Es gibt die zum Vorjahresmodell identische 50-MP-Hauptkamera mit einer äquivalenten Brennweite von 24 mm, Blende von f/1.9, optischer Bildstabilisierung sowie "Phase Detection Auto Focus". Der Sensor kommt wieder im 1/1.56-Zoll-Format.

Die 8-MP-Ultra-Weitwinkel-Kamera (112 Grad) ist im Grunde schon ein Schlag ins Gesicht, wird aber noch durch eine 2-MP-Makro-Kamera getoppt. Damit das nicht allzu lächerlich wirkt, hat man ihr noch das Gimmick der Oppo-Ära vergangener Jahre spendiert. Okay, ich gebe zu, dass Realme mich mit der Mikroskop-Funktion bekommen hat, da ich die Ergebnisse einfach immer wieder faszinierend finde.

Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Tagesaufnahme mit der Hauptkamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Tagesaufnahme mit der Hauptkamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Tagesaufnahme mit der Hauptkamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Tagesaufnahme mit der Hauptkamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Tagesaufnahme mit der Hauptkamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Tagesaufnahme mit der Hauptkamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Tagesaufnahme mit der Hauptkamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Foto mit der Mikroskop-Kamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Foto mit der Mikroskop-Kamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Foto mit der Mikroskop-Kamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Foto mit der Mikroskop-Kamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Tagesaufnahme mit der Hauptkamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Ultra-Weitwinkel-Aufnahme des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Tagesaufnahme mit der Hauptkamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
2-fache mit der Hauptkamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
3-fache Vergrößerung mit der Hauptkamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
5-fache Vergrößerung mit der Hauptkamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
10-fache Vergrößerung mit der Hauptkamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
20-fache Vergrößerung mit der Hauptkamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Tagesaufnahme mit der Selfie-Kamera des Realme GT 3
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Hauptkamera des Realme GT 3 im Nachtmodus
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Hauptkamera des Realme GT 3 bei Nacht ohne Night-Mode
Quelle: NextPit
Testaufnahme mit dem Realme GT 3
Hauptkamera des Realme GT 3 im Nachtmodus
Quelle: NextPit

So sind es am Ende aber auch nur die Tagesaufnahmen, die wirklich überzeugen können. Das Foto mit dem menschenleeren Gang innerhalb eines Hochhauses zeigt, dass der Parkett-Fußboden bis zum Ende hin schön detailreich ist. Selbst die hintere Tür ist noch knackscharf zu erkennen.  

Die Weitwinkel-Aufnahmen sind für sich allein okay. Im Vergleich zu der Hauptkamera haben die Farben rein gar nichts miteinander zu tun. Zoomaufnahmen sind bis zur 5-fachen Vergrößerung noch okay. Aufnahmen in 10-facher oder sogar 20-facher Vergrößerung dienen nur noch der Aufklärung, wer oder was sich dort genau befindet.

Realme GT 3 im Test
Soll wie zwei große Kameras aussehen, sind aber drei. / © NextPit

Nachtaufnahmen sind so weit in Ordnung, aber keine große Überraschung. Somit bleibt nur zusammenfassend zu wiederholen: Die Kamera ist Durchschnitt, aber nicht mehr und auch nicht weniger.

Realme GT 3: Akku

Der Akku ist bei Kunden, zusammen mit dem Anschaffungspreis und der Kamera, eines der wichtigsten Kaufkriterien. Dessen ist sich auch Realme bewusst, was man bei einer Gesamtkapazität des fest verbauten Akkus von 4.600 mAh erst gar nicht meinen mag. Doch die Sensation ist das TÜV Rheinland zertifizierte "Safe Fast-Charge"-System mit satten 240 Watt. Hier gibt der Hersteller an, das Realme GT 3 unter 10 Minuten von 0 auf 100 Prozent aufzuladen.

Gefällt:

  • 240 Watt SuperVoocCharge
  • Gute Laufzeit von knapp 2 Tagen
  • Nochmal: 240 Watt SuperVoocCharge

Gefällt nicht:

  • Variierende Ladezeiten
  • Kein kabelloses Laden
Realme GT 3 im Test
240 Watt "SuperVoocCharge" hat bis jetzt noch keiner! / © NextPit

Die schlechte(n) Nachricht(en) zuerst: Zum einen haut das mit der angegebenen Ladezeit von unter 10 Minuten nicht wirklich hin. Zum anderen gibt es kein kabelloses Laden beim Realme GT 3. So, schon mal zwei Punkte, die nicht so genial sind. Doch je nachdem, in welcher Situation man den Akku lädt, gibt es auch unterschiedliche Ladezeiten. So konnte ich also Zeiten von 13 bis 18 Minuten ausmachen, um den Akku von 0 auf 100 Prozent aufzuladen. 

Realme selbst gibt zu, dass für die magische 10-Minuten-Schwelle diverse Umstände gewährleistet sein müssen. Beispiele: Der "Smart rapid Charge"-Mode muss eingeschaltet sein, das "Breathing Light" dafür ausgeschaltet sein und die Temperatur des Smartphones inklusive Raumtemperatur unter 25 Grad liegen. Zur Sicherheit gibt es noch ein Video für Euch, das recht gut einen Mittelwert darstellt. Allerdings startet das Video bei einer Kapazität von 10 Prozent. Die anderen Tests wurden tatsächlich erst ausgeführt, als das Smartphone von allein runtergefahren ist, weil der Akku restlos leer war.

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Zu guter Letzt habe ich natürlich auch noch die Laufzeit für Euch, wie lang der Akku denn wirklich durchhält. Denn dafür laden wir ja schließlich das gute Stück auf. Dazu verwenden wir traditionell den "Work 3.0 Battery life"-Test, der mit einer Bildschirm-Helligkeit von 200 Nits und im Flugmodus bei einer Kapazität von 100 Prozent gestartet wurde.

Und so dauerte es 13 Stunden und 34 Minuten, bis der Test bei einer Restkapazität von 20 Prozent stoppte. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy S23 kommt mit einem 3.900 mAh starken Akku auf 13 Stunden und 44 Minuten. Im täglichen Gebrauch kam ich auf knapp zwei Tage. Sprich 9 Prozent standen am Abend noch auf der Anzeige. Die Nutzung würde ich als durchschnittlich bezeichnen. Hardcore-Nutzer sollten aber sicher einen Tag schaffen.

Screenshots des Realme GT 3
Die Akkulaufzeit des Realme GT 3 sieht nach dem PCMark-Benchmark-Test solide aus. / © NextPit

Realme GT 3: Technische Daten

  Technisches Datenblatt
Gerät

Abschließendes Urteil

Realme galt lange Zeit als preiswerter Hersteller mit performancestarken Smartphones primär für den indischen Markt – fast so wie einst Xiaomi. Dem Prinzip versucht man bei einem Preis ab 649 Euro für – na sagen wir mal ein Semi-Flaggschiff – nach wie vor treu zu bleiben. 

Realme GT 3 im Test
Das Realme GT 3 ist auf seine Art und Weise etwas Besonderes. / © NextPit

Das gelingt dem Realme GT 3 bei Prozessor, 240-Watt-Schnell-Ladetechnologie, "Dolby Atmos"-Stereo-Lautsprechern und 144-Hz-Display mit 1,5K-Auflösung durchaus. Auch die Verarbeitung samt "Multicolor Breathing Light" für Benachrichtigungen gefällt. In Detailfragen, wie einer IP-Zertifizierung, der eher durchschnittlichen 50-MP-Triple-Kamera und dem fehlenden kabellosen Laden zeigt das GT3 jedoch, dass der Weg zum echten Flaggschiff weit ist.

Und so bleibt das Realme GT 3 ganz klar ein Kompromiss-Smartphone, welches seine Zielgruppe eher bei Jugendlichen sucht, welche es prinzipiell eilig haben – Jugendliche ohne Bedürfnis nach überragender Fotoqualität, aber nach Power beim Laden und beim Zocken. Somit hat das Smartphone seine Berechtigung auf dem Markt und bekommt sogar 3,5 Sterne, weil es für den Preis exakt das bietet, was man heutzutage erwarten kann. Obendrauf bietet es mit der Mikroskop-Kamera, dem 240-Watt-Charging und der smarten Benachrichtigungs-RGB-LED ein paar außergewöhnliche Features. 

Wer aber auf die eher vernachlässigten Kriterien großen Wert legt, ist vermutlich mit einem OnePlus 11 (zum Test) oder sogar dem Samsung Galaxy S23 (zum Test) besser bedient – muss dann aber auch knapp 350 Euro mehr abdrücken.

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