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Samsung Galaxy A3 (2016)

3,5

Pro

  • Design
  • Akkulaufzeit
  • microSD-Slot

Contra

  • Preis
  • Performance
  • Kamera
Foto: Handy Samsung samsung-galaxy-a3-2016

Pros des Samsung Galaxy A3 (2016)

  • Design
  • Akkulaufzeit
  • microSD-Slot

Contras des Samsung Galaxy A3 (2016)

  • Preis
  • Performance
  • Kamera

Zum Abschnitt:

Samsung Galaxy A3 (2016): Preis und Verfügbarkeit

Das Galaxy A3 (2016) stellt auf dem deutschen Markt die Mittelklasse des des Galaxy-Portfolios 2016 dar und reiht sich zwischen der teuren S-Klasse und der preiswerten J-Klasse ein. Technisch und beim Aussehen ist es eine Aufwertung gegenüber dem A3 aus dem Jahr 2015.

In diesem Jahr wird die A-Serie als Nachfolger des S5 mini beworben. Prinzipiell stellt das neue A3 den Nachfolger des gleich großen (wenngleich schnelleren und teureren) Galaxy Alpha dar. Erfreulicherweise platziert Samsung den Verkaufspreis des A3 (2016) bei 329 Euro in der Nähe des alten A3 und nicht in der Nähe des S5 mini oder Galaxy Alpha. Jene gingen mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 449 Euro respektive 649 Euro an den Start.

Die günstigsten Angebote kurz nach Release des Galaxy A3 (2016) am 18. Januar 2016 pendeln sich bei rund 300 Euro ein. In dieser Preisklasse liegen auch das OnePlus X oder das Moto G (2015).

Samsung Galaxy A3 (2016): Design und Verarbeitung

Das Galaxy A3 ist eine Augenweide und ein Hingucker. Der Aluminiumrahmen und das widerstandsfähige Gorilla Glass 4 auf Vorder- und Rückseite erinnern stark an den großen Bruder Galaxy S6. Der Metallrahmen ist anfällig für Kerben und Dellen, aber die grundsätzliche Verarbeitung ist sehr solide.

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Die Ähnlichkeit des A3 zum Galaxy S6 ist unleugbar. / © nextpit

Im mehrtägigen Test des Galaxy A3 (2016) erlitt sein weicher Metallrahmen bereits erste Macken. Zwar verkraftet es kleine Stürze ohne gravierende Schäden gut, jedoch gehen sie nicht ganz spurlos an dem Winzling vorüber.

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2.5D-Glas verleiht dem A3 (2016) eine runde Haptik. / © nextpit

Dank der gebogenen Glaskanten (2.5D-Glas) gehen die Scheiben der Vorder- und Rückseite sehr geschmeidig in den Rahmen über. Das 132 Gramm leichte 4,7-Zoll-Gehäuse liegt sehr angenehm in der Hand. Die glatten Oberflächen machen leider, dass das Galaxy A3 (2016) leicht ins Rutschen gerät und eventuell zu Boden fällt.

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Auch Buttons und die Blende des SIM-Schlittens sind aus Metall. / © nextpit

Die seitlichen Buttons für Standby und Lautstärke wurden aus Aluminium gefertigt. Die Lauter-/Leiser-Knöpfe sind für meinen Geschmack etwas weit oben angebracht. Sie lassen sich nur schwierig bedienen, wenn man das Galaxy A3 (2016) in der rechten Hand hält und auf ihren kleinen Finger stützt.

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Unser Testmuster des Galaxy A5 kam in weiß. / © nextpit

Als Farbvarianten werden derzeit neben Schwarz und Weiß auch Gold und Pink angeboten. Im Samsung-Shop seht Ihr Bilder aller Farben.

Samsung Galaxy A3 (2016): Display

Das Display des Galaxy A3 (2016) hat einen hervorragenden Kontrastumfang, stellt Farben satt dar und lässt sich sowohl sehr dunkel als auch sehr hell regeln. Damit ist es für alle Alltagssituationen geeignet und empfehlenswert.

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Das Display des A3 (2016) ist fast tadellos. / © nextpit

Es handelt sich beim A3-Display um ein 4,71 Zoll (11,95 cm) großes Super AMOLED mit HD-Auflösung (1.280 x 720 Pixel). Beim genauen Draufschauen erkennt man tatsächlich einzelne Pixel. Jedoch steht dies der Lesbarkeit kleiner Schriften nicht im Wege.

Samsung Galaxy A3 (2016): Software

Samsung hat bei vielen seiner vorinstallierten Apps den Rotstift angesetzt. Dies ist sehr erfreulich, denn die Software ist sehr schlank und schnell geworden. So erleichtert man das Ausliefern früher Updates und sorgt für erhöhte Sicherheit des Systems gegen unbefugte Zugriffe.

Im Auslieferungszustand erhalten wir beim deutschen Modell A310F eine auf Android 5.1.1 Lollipop (Build LMY47X) basierende Software. Die Software-Oberfläche heißt TouchWiz und besteht aus einem Launcher, dem Samsung-typischen Satz aus akustischen Signalen sowie einer Theme-Engine für variable Designs.

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Der Smart Manager liefert Optimierungs-Werkzeuge; der S Planner einen Exchange-fähigen Kalender. / © nextpit

Die Liste der nicht löschbaren Zusatz-Apps ist inzwischen erfreulich kurz geworden. Neben den Google-Apps sind es eine Reihe von Microsoft-Apps (Excel, OneDrive, OneNote, PowerPoint, Skype, Word) sowie folgende Samsung-Apps:

  • Diktiergerät
  • Eigene Dateien
  • Memo (Notiz-App)
  • Galaxy Apps (App Store)
  • Galerie
  • Kamera
  • Nachrichten
  • Radio
  • S Planner (Kalender)
  • S Voice (Sprachsteuerung)
  • Smart Manager (Optimierung)
  • Uhr

Abseits der Apps bietet Samsungs TouchWiz-Oberfläche einige Bedienvorteile gegenüber Googles nackter Original-Vorlage Stock-Android. Die Schnelleinstellungen lassen sich einfacher Anpassen. Und App-Icons bekommen kleine Zählmarken bei eintreffenden Nachrichten (wie beim iPhone).

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Zählmarken über App-Icons und individuelle Schnelleinstellungen machen TouchWiz bequemer. / © nextpit

Samsung Galaxy A3 (2016): Performance

In den synthetischen Benchmarks unseres Testparcours schneidet das Galaxy A3 (2016) unterdurchschnittlich ab. In der Praxis kommt es mitunter zu merklichen Ladezeiten. Ab und zu stürzt eine App ab, während man sie ein zweites Mal öffnet.

  Vellamo Metal 3.2.3 Vellamo Multicore 3.2.3 AnTuTu 6.0.1 Geekbench 3.3.2 single core Geekbench 3.3.2 multi core Basemark X Medium Basemark X High  
Samsung Galaxy A3 1024 1585 35735 683 2030 9169 3965  
OnePlus X 1546 1743 47818 910 2390 20207 11746  

Weder Spieler noch ungeduldige Menschen werden an dem Galaxy A3 eine wahre Freude haben. In der Preisklasse greift man lieber zum OnePlus X. Das hat zwar ältere Komponenten, arbeitet jedoch deutlich flotter.

Samsung hat dem Galaxy A3 (2016) den eigens entwickelten Vierkerner Exynos 7578 spendiert. Er taktet mit maximal 1,5 GHz und greift auf mäßige 1,5 GB Arbeitsspeicher zurück. Beim Multitasken zwischen Chrome, Facebook, WhatsApp und Twitter fallen bereits Ladezeiten auf.

Der interne Speicher von 16 GB ist nach der Installation der nötigsten Apps sehr schnell bis auf neun Gigabyte gefüllt. Das lässt Platz für 3.000 Fotos mit der verbauten Kamera. Braucht Ihr mehr Platz, könnt Ihr microSD-Karten bis 128 GB (laut Herstellerangabe) einsetzen.

Samsung Galaxy A3 (2016): Audio

Der Klang des internen Lautsprechers ist schön fest und auf klare Mitten für eine deutliche Sprachausgabe abgemischt. Das mitgelieferte Headset verfügt über einen Knopf für Annehmen/Auflegen oder Play/Pause sowie eine Lautstärkewippe. Die In-Ear-Lautsprecher werden mit genau einem Satz Aufsätze geliefert und dichten gut ab, wenn sie passen.

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Mikrofone befinden sich am oberen und unteren Ende des Galaxy A3 (2016). / © nextpit

Samsung versieht auch das Galaxy A3 (2016) mit einem Software-Equalizer. Dem SoundAlive-Equalizer werden in den Audio-Optionen zusätzliche Optimierungen namens SoundAlive+ und Röhrendverstärker zur Seite gestellt, wenn Ihr das Headset anschließt.

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Empfehlung: Kompensiert im Equalizer die Mittenlastigkeit des integrierten Speakers. / © nextpit

Samsung Galaxy A3 (2016): Kamera

Eine Enttäuschung ist leider die Kamera. Schnelle Schnappschüsse gelingen nur bei sehr starkem Licht und mit ruhigen Händen. Zückt man die Kamera in Innenräumen, arbeitet der Fokus selten schnell genug und es kommt zu verwackelten Ergebnissen. Hat man jedoch viel Licht und eine Armstütze, gelingen vereinzelt schöne Motive.

samsung galaxy a3 2016 camera test
Farbwiedergabe und Details gelingen bei starkem Licht. / © nextpit

Die Hauptkamera löst 13 Megapixel im 4:3- oder 10 Megapixel im 16:9-Format auf und verfügt über eine F1.9-Blende. Die Frontkamera erreicht 5 Megapixel durch eine F1.9-Blende. Ein zweifaches Tippen des physischen Homebuttons löst den Kameraschnellstart aus.

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Schnappschüsse im Fast-Dunkeln wollen einfach nicht gelingen. / © nextpit

Gute Alternativen in dieser Preisregion wären das Moto G (2015) oder das LG G3. Letzteres ist ein auslaufendes High-End-Gerät und bietet überdies einen austauschbaren Akku.

Samsung Galaxy A3 (2016): Akku

Die Akkulufzeit ist eine überragende Stärke des Samsung Galaxy A3 (2016). Sie beträgt rund zwei Tage und hält auch starker Nutzung stand. Integrierte Enegiesparmechanismen greifen schonend und überlassen Euch Kontrolle darüber, welche Apps im Standby deaktiviert werden.

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Die Akkulaufzeit des Galaxy A3 2016 ist bemerkenswert. / © nextpit

Mit dreizehn Stunden Display-on-Time (auf niedriger, adaptiver Helligkeit) ist das Galaxy A3 ein echter Dauerläufer. Eine Schnellladefunktion oder drahtloses Aufladen bietet das A3 leider nicht, jedoch ist der Akku dennoch in knapp 90 Minuten komplett voll aufgeladen.

Der Akku fasst 2.300 mAh und lässt sich nicht einfach austauschen. Er wird über eine Micro-USB-Schnittstelle aufgeladen. Ein passendes USB-Kabel sowie ein Netzteil mit 1,55 Ampère liegen der Packung bei.

Samsung Galaxy A3 (2016): Technische Daten

Abschließendes Urteil

Ich war vom neuen Samsung Galaxy A3 (2016) nicht so enttäuscht wie vom alten A3 (2015) und nicht so beeindruckt wie vom Galaxy S5 mini. Die Performance ist nicht überragend, aber für den Preis angemessen. Sie wird jedoch durch eine mehr als akzeptable Akkulaufzeit wieder wettgemacht. Der Speicherplatz könnte bei vielen schnell knapp werden. Samsung hat zum Glück einen microSD-Slot verbaut, sodass Ihr Eure Fotos nicht auf dem knappen internen Speicher horten müsst.

Die Kamera hat leider nicht so sehr überzeugt wie im (eigentlichen) Vorgänger Galaxy S5 mini. Da die Kamera neben dem starken (damals austauschbaren) Akku das Kaufargument für das S5 mini war, kann man das A3 (2016) auf Grund des Patzers an dieser Stelle nicht als würdigen Nachfolger bezeichnen.

Es wird also Zeit für eine Alternative. Legt Ihr Wert auf gute Schnappschüsse mit einem günstigen Smartphone, solltet Ihr zum Moto G (2015) greifen. Denn das liefert in dieser Preisklasse eine überragende Kamera-Performance ab und wartet ebenfalls mit guter Akkulaufzeit auf.