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Samsung Galaxy Note 8

4,0

Pro

  • Hervorragendes Display
  • Schnelle Performance
  • Gute Kamera mit blitzschnellem Autofokus
  • S-Pen

Contra

  • Groß
  • schwer und unhandlich
  • Akku nur guter Durchschnitt
  • Biometrische Schutzmechanismen nicht alltagstauglich
Foto: Handy Samsung samsung-galaxy-note-8

Pros des Samsung Galaxy Note 8

  • Hervorragendes Display
  • Schnelle Performance
  • Gute Kamera mit blitzschnellem Autofokus
  • S-Pen

Contras des Samsung Galaxy Note 8

  • Groß, schwer und unhandlich
  • Akku nur guter Durchschnitt
  • Biometrische Schutzmechanismen nicht alltagstauglich

Zum Abschnitt:

Samsung Galaxy Note 8: Preis und Verfügbarkeit

Das Samsung Galaxy Note 8 ist sei dem 15. September in Deutschland zu kaufen. Die UVP liegt bei stolzen 999 Euro für die Variante mit 64 GByte Speicher. Alle Vorbesteller des Galaxy Note 8 erhielten die DeX-Station, die aus dem Smartphone einen Ersatz-PC macht, ohne Aufpreis dazu. Interessant für die Reiselustigen: Samsung verkauft das Galaxy Note 8 als Duos-Version mit Dual-SIM direkt zum Start im eigenen Onlineshop. In Deutschland bietet Samsung die Farben Midnight Black und Maple Gold an, das neue Deepsea Blue wird eventuell nachgeliefert. Das Galaxy Note 8 in Orchid Gray wird hingegen nicht nach Europa kommen.

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Samsung Galaxy Note 8: Design und Verarbeitung

Wer das Galaxy S8 kennt, kennt auch das Galaxy Note 8, zumindest was das Design angeht. Die aktuelle Formensprache der Galaxy-Smartphones setzt sich hier fort. Das ist auch gut so, denn mit den gebogenen Glasflächen und dem schlanken Alu-Rahmen gibt das Galaxy Note 8 eine richtig gute Figur ab. Die Verarbeitung ist ausgezeichnet und auf dem selben hohen Niveau wie bei der Galaxy-S-Klasse. Mit 8,6 Millimeter ist das Note 8 nicht übermäßig schlank ausgefallen, es bringt zudem satte 195 Gramm auf die Waage – das merkt man in der Hand und in der Tasche.

Die Bedienelemente sind angeordnet wie beim Galaxy S8. Einen Homebutton gibt es nicht mehr, dafür einen Fingerabdrucksensor rechts neben dem LED-Blitz der rückwärtigen Kamera. Wie beim Galaxy S8+ ist das Modul auch beim Note 8 selbst für meine großen Hände ungünstig platziert und nicht wirklich bequem zu erreichen - hier hat Samsung noch Nachholbedarf. Powerbutton und Lautstärkewippe funktionieren problemlos.

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Das Galaxy Note 8 sieht dem S8 zum Verwechseln ähnlich. / © NextPit

An der linken Seite des neuen Note befindet sich der Bixby-Button, der derzeit nichts anderes tut als den Bixby-Homescreen anzuzeigen oder die Spracheingabe dafür starten. Mittlerweile kann man den Knopf auch abschalten, um sich vor ungewolltem Drücken zu schützen. Vollmundig gestartet, beherrscht der digitale Assistent hierzulande immer noch nicht die gesprochene Sprache, schon gar nicht auf Deutsch. Immerhin ist Bixby nun in Deutschland auf Englisch bedienbar. Ein schwacher Trost angesichts der Tatsache, wie lange die Konkurrenten schon fleißig auf deutsch vor sich hin parlieren.

Für die Tolpatsche unter uns wichtig: Das Samsung Galaxy Note 8 ist nach IP68 gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt, gleiches gilt für den S-Pen, der wie gewohnt in einer Vertiefung im Gehäuse seinen Platz findet.

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USB-C-Anschluss und Kopfhörerbuchse haben ihren Platz unten. / © NextPit

Das Design des Samsung Galaxy Note 8 ist insgesamt stimmig, das Smartphone wirkt gleichermaßen elegant und modern. Trotzdem ist die Optik immer ein wenig Geschmackssache, und zumindest mir fehlt – wenn man vom Display absieht – ein bisschen der Wow-Effekt. Das neue Note sieht gut aus und liegt angenehm in der Hand, aber es reißt mich optisch nicht wirklich vom Hocker. Die schwarze Version sieht in meinen Augen ziemlich schlicht und ein wenig langweilig aus, die blaue Variante ist mir zu eintönig, während sie anderen Kollegen gut gefällt. Ich würde mich wohl für das goldene Galaxy Note 8 entscheiden. Diese Geschmacksfrage ist aber im Test nur eine Randnotiz.

Samsung Galaxy Note 8: Display

Das Display des Samsung Galaxy Note 8 misst rekordverdächtige 6,3 Zoll. Der Vorgänger hatte noch ein 5,7 Zoll großes Display an Bord. Dank des neuen, nahezu randlosen Designs und des Infinity Displays schlägt sich das aber kaum auf die Gesamtgröße nieder, lediglich in der Länge ist der Zuwachs von knapp einem Zentimeter spürbar. Die Auflösung des Super-AMOLED-Panels im neuen Galaxy Note beträgt 2.960 x 1.440 Pixel. Um die nutzen zu können, muss der Anwender aber in die Systemeinstellungen, denn standardmäßig wählt Samsung nur die mittlere der drei möglichen Auflösungen, nämlich FHD+.

Die Darstellung auf dem Bildschirm des Galaxy Note 8 lässt im Test keine Wünsche offen. Das Super-AMOLED-Panel zählt zu den besten Bildschirmen, die man kaufen kann. Es bietet tiefes Schwarz, satte Farben und eine traumhafte Blickwinkelstabilität. Auf dem Always-on-Display stellt das Galaxy Note 8 im oberen Display-Viertel einen Sternenhimmel aus feinen Punkten auf schwarzem “Himmel” dar - das sieht auch noch ein paar Wochen noch jedes Mal toll aus. Das Breitbild-Format des Galaxy Note 8 sieht auch bei Filmen toll aus, wenn man das Bild komplett aufzieht, sonst bleiben schwarze Trauerbalken an den Seiten. Das längliche Seitenverhältnis von 18,5:9 mag gewöhnungsbedürftig sein, hat jedoch Vorteile beim Lesen von Websites und im Multi-Windows-Modus mit zwei parallel laufenden Anwendungen.

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Das Galaxy Note 8 hat ein Always-on-Display. / © NextPit

Man darf jedoch ruhigen Gewissens die Frage stellen, was das mit den gekrümmten Display-Kanten noch soll. Beim Galaxy Note 8 biegt sich das Panel nur noch ganz dezent um die Ecke, damit die Stiftbedienung darunter nicht leidet. Das tut sie aber doch, wenn man ganz am Rand des Bildschirm arbeiten möchte. Außerdem stören die Farbveränderungen am Rand des Bildes, die durch das gewölbte Glas entstehen. Das Zusatzmenü von Edge Sense würde genau so gut auf einem normalen, komplett planen Display funktionieren. Samsung muss sich daher die Frage stellen, was diese ganz leicht abgerundeten Kanten am Galaxy Note 8 eigentlich sollen, denn sie bringen keine Vorteile, aber zumindest kleine Nachteile mit. Von der Maxime “Form follows Function” ist das Galaxy Note 8 hier zumindest ein Stück weit entfernt.

Samsung Galaxy Note 8: Besonderheiten

Was das Samsung Galaxy Note 8 von allen anderen Smartphones abhebt, ist der S-Pen. Der Stift hat seinen Platz im Gehäuse und ist so immer dabei, wenn er gebraucht wird. Wie das Smartphone selbst ist auch der S-Pen übrigens nach IP68 gegen Wasser und Staub geschützt. Übrigens: Falsch herum lässt sich der S-Pen, der nach wie vor 4.096 Druckpunkte unterscheiden kann, nicht mehr in das Smartphone schieben.

Die Funktionen des Stifts hat Samsung mit dem Galaxy Note 8 noch einmal erweitert. Direkt auf dem Lockscreen lassen sich jetzt 100 Seiten lange Notizen aufschreiben und dann abspeichern. Eine Notiz lässt sich auch auf dem Lockscreen anpinnen, um etwa den Einkaufszettel immer im Blick zu behalten oder eine wichtige Information nicht aus dem Auge zu verlieren. Mit dem Stift lassen sich zudem animierte GIF-Bilder erstellen, Screenshots machen, Texte übersetzen und einiges mehr. Mit dem S-Pen unterstreicht Samsung den Charakter des Galaxy Note 8 als echtes Arbeitstier.

Das Galaxy Note 8 bringt gleich drei Möglichkeiten zur Entsperrung mit biometrischen Merkmalen mit: Iris-Scan, Gesichtserkennung und den Fingerabdruck. Im Test kann keine der drei Optionen vollständig überzeugen. Der Iris-Scan ist die sicherste, aber auch mit Abstand langsamste Art, das Smartphone zu entsperren. Bei Brillenträgern gibt es aber hin und wieder Probleme mit der Erkennung, ebenso wenn man eine Sonnenbrille trägt. Letzteres bringt auch die Gesichtserkennung zum Verzweifeln. Über diese Methode, die besonders mit der optionalen schnelleren Erkennung deutlich unsicherer ist und mit einem Foto überlistet werden kann, ist der Weg ins Galaxy Note 8 meist schnell freigeschaltet, aber eben auch nicht immer. Im Test kommt es immer wieder vor, dass das Galaxy Note 8 ein registriertes Gesicht nicht erkennt. Bei schlechten Lichtbedingungen gerät der Sensor generell an seine Grenzen.

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Mit dem S-Pen lassen sich Animated GIFs erstellen. / © NextPit

Und der Fingerabdruck? Nun, zunächst einmal ist der Sensor kaum zu erreichen. Er liegt viel zu weit oben, ist kaum abgesenkt und daher schwierig zu erfühlen und insgesamt außerderhalb der Reichweite für den Zeigefinger. Da ist schon ein wenig Hand-Gymnastik nötig. Aber selbst wenn der Finger den Sensor gefunden hat, ist die Erkennung weder zuverlässig noch schnell. Immer wieder meckert das Galaxy Note 8, der Finger liege nicht komplett auf dem Sensor oder sei nicht erkannt worden. Hier bieten nahezu alle Flaggschiffe der Konkurrenz bessere und schnellere Lösungen zum Entsperren. Man wünscht sich tatsächlich den guten, alten Homebutton mit Fingerabdrucksensor zurück, der mit einem Klick das Smartphone entsperrt. Am Ende landet man beim Galaxy Note 8 dann doch trotz aller feinen Sensoren wieder bei der guten, alten PIN.

Auch abseits der schlechten Platzierung des Fingerabdrucksensors und der Schwächen der Gesichtserkennung gibt es bei der Ergonomie des Galaxy Note 8 Probleme. Die liegen vor allem in den Ausmaßen des Smartphones. Selbst mit großen Händen kann man das Galaxy Note 8 in kaum einer Situation einhändig bedienen. Trotz des länglichen Displays ist das Smartphone recht breit, was es unbequem in der Hand macht. Zusammen mit dem rutschigen Material und dem recht hohen Gewicht steigt die Gefahr, dass man das Galaxy Note 8 herunter fallen lässt.

Samsung Galaxy Note 8: Software

Samsung liefert das Galaxy Note 8 mit Android 7.1.1 Nougat aus, ein Update auf Android 8.0 Oreo wird das Top-Modell natürlich erhalten. Einen Zeitplan gibt es dafür aber noch nicht. Über dem Google-System liegt die Samsung-Oberfläche, die früher Touchwiz hieß, mittlerweile aber nur noch Samsung Experience genannt wird. Die aktuelle Version 8.5 läuft auch auf dem Galaxy S8 und Galaxy S8+ und verändert Android optisch in allen Bereichen. Wem Samsungs vorinstallierte Optik nicht gefällt, der kann Icons, Schriftarten und das komplette Design an die eigenen Vorlieben anpassen.

Samsung hat ein neues Feature auf dem Galaxy Note 8 eingeführt, das für die gleichzeitige Nutzung zweier Apps eine Erleichterung bietet. Im Edge-Menü, das der Nutzer von der rechten Seite herein wischen kann, lassen sich Apps im Zweierpack verbinden, die dann gleichzeitig im Split-Screen gestartet werden. Das kann wirklich praktisch sein, um Daten zwischen den Apps hin und her zu schieben. Wie zuvor schon Huawei unterstützt Samsung bei manchen Apps nun auch eine doppelte Installation, um beispielsweise zwei WhatsApp-Instanzen auf einem Gerät nutzen zu können.

Anders als etwa HTC geht Samsung bisher nicht den Weg, eigene Apps zu Gunsten der ohnehin vorinstallierten Google-Anwendungen zu streichen. Da gibt es jeweils zwei Apps für den Kalender, die Kontakte, die Fotogalerie und einige weitere Dinge. Das muss nicht unbedingt sein. Immerhin die Kamera-App besitzt einige spezielle Funktionen, etwa zum nachträglichen Anpassen des Bokehs.

Samsung Galaxy Note 8: Performance

Samsung hat dem Galaxy Note 8 für den europäischen Markt einen Chip Marke Eigenbau spendiert. Der Exynos 8895 hat acht Rechenkerne, arbeitet mit bis zu 2,3 GHz und wird im 10-Nanometer-Verfahren gefertigt. Für die Grafik ist eine Mali-G71 MP20 zuständig. Zum Chip gehören zudem ein LTE-Cat 16-Modem, GPS-, Glonass- und Beidou-Unterstützung und LPDDR4X-RAM. Im Falle des Galaxy Note 8 beträgt der Arbeitsspeicher 6 GByte. Der Speicher ist dank UFS 2.1 ordentlich flott.

Nimmt man die üblichen Benchmarks zur Hand, fällt auf, dass der Samsung-Chip gegenüber der Konkurrenz von Qualcomm nicht auf allen Gebieten mithalten kann. Das OnePlus 5, HTC U11 oder LG V30 mit ihren Snapdragon 835 sind bei grafiklastigen Tests schneller unterwegs und erreichen höhere Werte. Die Leistung der einzelnen Kerne jedoch ist mindestens auf der gleichen Höhe, wie der Geekbench-Test beweist.

Galaxy Note 8 im Benchmark-Vergleich

 
  Samsung Galaxy Note 8 LG V30 OnePlus 5
3DMark Sling Shot Extreme 2.591 3.420 3.341
3DMark Sling Shot39.153 3.449 4.136 4.337
3DMark Ice Storm Unlimited 32.670 39.153 39.419
Geekbench 4 Single-Core 2.018 1.921 1.944
Geekbench 4 Multi-Core 6.816 6.293 6.665
PCMark Work 2.0 5.151 6.297 6.545
PCMark Storage 4.449 4.952 5.044

Das sind allerdings eher theoretische Schwächen. In der Praxis erweist sich das Galaxy Note 8 jederzeit auf der Höhe und ist mit keiner Aufgabe überfordert. Im Gegenteil, man wird den Eindruck nicht los, dass der Exynoss 8895 noch jede Menge Leistungsreserven hat. Bei der Rechen- und Grafikleistung dürfte man mit dem Galaxy Note 8 auch in einigen Jahren noch auf der sicheren Seite sein - selbst wenn neue Chips wie der Apples A11 mit Bionic-Chip hier die Messlatte weiter nach oben schieben könnten. Für die Zukunftssicherheit sind auch die 6 GByte RAM von Vorteil, auch wenn deren Vorteil momentan noch kaum existiert.

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Elegante Optik, aber viel Power unter der Haube. / © NextPit

Samsung Galaxy Note 8: Audio

Das Samsung Galaxy Note 8 hat bei den Lautsprechern keine besonderen Qualitäten zu bieten, nach einem Pendant zu HTCs Boomsound sucht man vergeblich. Tatsächlich ist der Klang recht durchschnittlich und wenig aufregend. Das beiliegende Headset von AKG wiederum hat da schon etwas mehr zu bieten und erzeugt einen sehr ausgeglichenen Sound mit ordentlicher Lautstärke, und das ohne zu übersteuern. Dabei sollte man aber darauf achten, dass man die passenden Ohreneinsätze wählt, denn wenn der Kopfhörer nicht gut im Ohr sitzt, verliert er schnell jeglichen Bass. Auch für den Einsatz beim Sport sind die AKG-Kopfhörer weniger gut geeignet, da sie nicht sicher genug im Ohr halten.

Die Sprachqualität beim Telefonieren ist eines der Highlights des Galaxy Note 8. Die Verständigung mit dem Gegenüber am anderen Ende der Leitung ist durchweg einwandfrei, die Sprache natürlich und die Unterdrückung der Umgebungsgeräusche außergewöhnlich gut. Hier gibt es nichts zu meckern.

Samsung Galaxy Note 8: Kamera

An der Rückseite des Samsung Galaxy Note 8 ist eine Premiere zu sehen. Zum ersten Mal setzt Samsung auf eine Dual-Kamera, und die hat es durchaus in sich. Beide Kameras haben einen optischen Bildstabilisator und einen 12-Megapixel-Sensor, unterscheiden sich aber in der Blende und in der Brennweite. Die Weitwinkelkamera hat eine Blende von f/1.7 und einen Dual-Pixel-Autofokus, die Tele-Optik mit doppelter Brennweite arbeitet mit f/2.4. Die Frontkamera hat ebenfalls eine lichtstarke Blende von f/1.7 und macht Bilder mit einer Auflösung von 8 Megapixel.

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Die Dual-Kamera am Galaxy Note 8 ist eine Premiere für Samsung. / © NextPit

Die Bildqualität der Kamera des Galaxy Note 8 ist ausgezeichnet. Die Farben werden naturgetreu abgebildet, nur Rot ist hier und da ein wenig überbetont. Schärfe, Bilddynamik und Belichtung trifft das Galaxy Note 8 in der Regel sehr gut. Wer selber gerne Hand anlegt, kann das über den manuellen Modus und die Nachbearbeitung der RAW-Bilder tun. Wenn das Licht weniger wird, steigt das Bildrauschen zunächst moderat, bei zunehmender Dunkelheit dann aber recht stark an. Der optische Zweifach-Zoom  Der Autofokus von Samsung arbeitet zudem rasend schnell und macht das Galaxy Note 8 zu einer hervorragenden Schnappschuss-Kamera. Auch die Selfies mit der Frontkamera wissen zu gefallen, auch wenn hier die Qualität merklich abfällt.

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Je weniger Licht, desto mehr Bildrauschen - das gilt auch für das Galaxy Note 8. / © NextPit

Der Bokeh-Effekt, den Samsung mit der Funktion Live-Fokus in die Bilder rechnet, ist stark von der fotografierten Szenerie abhängig. Nicht immer gelingt es der Software, hier Fehler zu vermeiden. Die Aufnahmen mit der - wenn sie gut gemacht ist - so hübschen Tiefenunschärfe werden übrigens immer mit der Tele-Linse aufgenommen, eventuell muss man also ein wenig vom Objekt weg rücken, damit der Ausschnitt stimmt. Als Bonus speichert das Galaxy Note 8 zusätzlich das normale Weitwinkel-Foto ab, damit der Nutzer die Wahl hat.

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Die Kamera arbeitet auch im Gegenlicht gut. / © NextPit
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Der Autofokus am Galaxy S8 ist rasend schnell. / © NextPit

Im Test des Galaxy Note 8 kommt es immer wieder einmal vor, dass eine solche Aufnahme mit Live-Fokus nicht funktioniert. Das Smartphone gibt etwa eine Meldung aus, dass der Abstand zum Objekt nicht weit genug ist. Ab und an spuckt die Galerie auch die Fehlermeldung “ungültige Bilddatei” aus und verweigert die Bearbeitung des Fotos. Bei anderen Dual-Kamera-Smartphones, etwa den aktuellen Huawei-Modellen, macht die Bokeh-Funktion weniger Fehler und erzielt häufig auch schönere Ergebnisse. Hier muss Samsung noch eine Menge lernen. Mit Hilfe von Software-Updates kann der Hersteller hier aber künftig nachlegen.

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Auch Selfies beherrscht das Galaxy Note 8 gut. / © NextPit
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Hier hat der Bokeh-Effekt gut funktioniert. / © NextPit
  • Weitere Test-Fotos in voller Auflösung findet Ihr hier

Bei Videoaufnahmen schafft das Galaxy Note 8 eine 4K-Auflösung bei 30 fps, mit Full-HD sind 60 Bilder pro Sekunde möglich. Die Aufnahmen sind dank des optischen Bildstabilisators vergleichsweise ruhig anzusehen und gefallen ebenso mit einem schönen Bild und satten Farben. Der Ton hingegen kommt etwas flach daher, das ist aber ein Problem vieler Smartphones.

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Samsung Galaxy Note 8: Akku

Für Samsung ist der Akku des neuen Galaxy Note der sensibelste Bereich am ganzen Smartphone. Kein Wunder, nach dem Debakel mit den explodierenden Zellen im unglücklichen Vorgänger. Nur konsequent daher, dass Samsung beim Akku des Note 8 konservativ vorgeht und nicht die maximal irgendwie mögliche Energie in das Gehäuse quetscht. So wären mit einem radikaler designten Akku sicher mehr als die 3.300 mAh drin, die den Stromspender des Galaxy Note 8 sogar noch ein bisschen schwächer machen als den 3.500 mAh starken Akku im Galaxy S8+.

Frühere Generationen der Note-Smartphones hatten den Ruf, echte Ausdauerwunder zu sein - klar, schließlich waren die Note-Smartphones auch immer große Teile mit viel Platz für starke Akkus. Dem Note 8 geht im Test die Puste nie vor dem Abend aus, doch das schaffen mittlerweile die allermeisten Smartphones. Mit aktiviertem Always-on-Display ist der Ladestand abends in der Regel zwischen 30 und 40 Prozent. Ein zweiter Tag ist jedoch nicht drin, und das liegt unter anderem daran, dass das Galaxy Note 8 einen recht hohen Standby-Verbrauch hat. Über Nacht verliert das Smartphone in der Regel zwischen 12 und 15 Prozent. Spätestens wenn man wieder im Büro angekommen ist, muss dann das Ladekabel her. Besonders ausdauernd ist das Galaxy Note 8 im Test also nicht.

Dank Quick Charge und integrierter Qi-Technologie für das kabellose Aufladen des Akku ist das Galaxy Note 8 zwar schnell wieder bei 100 Prozent. Trotzdem ist der Akku des neuen Galaxy-Smartphones ein wenig enttäuschend. Klar, wenn man das Always-on-Display abschaltet und einige andere Stromsparmechanismen aktivieren. Doch damit schränkt man die Fähigkeiten des Galaxy Note 8 in gewisser Weise ein, und das ist für ein Smartphone, das für Power-User gedacht ist, nicht optimal.

Samsung Galaxy Note 8: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Das Samsung Galaxy Note ist ein sehr gutes Smartphone. Es hat eines der besten Displays und die schnellste Kamera auf dem Markt, einen starken Prozessor, aktuelle Software und ist perfekt verarbeitet. Samsung setzt auf edles Design und hochwertige Materialien und muss sich nicht vor Apple und den neuen iPhones verstecken. Mit dem S-Pen hat das Galaxy Note 8 zudem ein Alleinstellungsmerkmal, das der Konkurrenz fehlt und das für viele Fans den Unterschied zu vielen anderen großen Smartphones macht. Bei den Spezialfunktionen des S-Pen hat Samsung mit dem Note 8 noch einmal sinnvoll nachgelegt.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Der Akku des Galaxy Note 8 überzeugt im Test nicht so recht. Das Smartphone ist zudem arg groß, schwer und teuer. Von den drei biometrischen Entsperr-Methoden funktioniert keine völlig problemlos, die Position und Qualität des Fingerabdrucksensors sind nicht nicht alltagstauglich.

Unter dem Strich bleibt das Galaxy Note 8 aber trotzdem eines der besten großen Smartphones auf dem Markt. Mit dem Huawei Mate 10 kommen in Kürze jedoch spannende Konkurrenten auf dem Markt, die Samsung die Phablet-Krone nicht kampflos überlassen werden.

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