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Samsung Galaxy S5 Mini

4,0

Pro

  • Ausstattung wie beim S5
  • Software-Features
  • Haptik und Verarbeitung

Contra

  • Display nur Mittelmaß
  • (ehemals hoher Preis)
Foto: Handy Samsung samsung-galaxy-s5-mini

Pros des Samsung Galaxy S5 Mini

  • Ausstattung wie beim S5
  • Software-Features
  • Haptik und Verarbeitung

Contras des Samsung Galaxy S5 Mini

  • Display nur Mittelmaß
  • (ehemals hoher Preis)

Zum Abschnitt:

Samsung Galaxy S5 Mini: Preis und Verfügbarkeit

Das Samsung Galaxy S5 Mini startete in Deutschland im August 2014 und kostete zum Markstart rund 450 Euro. Ein Jahr nach dem Launch liegt der Preis bei rund 250 Euro. Und es gibt gerade einen Rabatt auf das kompakte Samsung-Smartphone: Ihr könnt es Euch bei Media Markt aktuell für 199 Euro kaufen. 

Samsung Galaxy S5 Mini: Design und Verarbeitung

Die Verwandtschaft mit dem S5 ist auffällig. Die gleiche perforierte, matt-gummierte Akkuabdeckung ziert die Rückseite des S5 Mini. Die Haptik ist ähnlich handschmeichelnd, auch wenn sich hier geschmacklich wie schon beim S5 die Geister scheiden werden. Ein breiter Kunststoffrahmen in Chrom-Optik umfasst das Gehäuse, der Homebutton unterhalb des Displays ist ebenfalls silbern umfasst - vertrauter Samsung-Look also. Positiv ist, dass beim S5 Mini die Kameralinse ins Gehäuse eingefasst ist und fast gar nicht mehr hervorsteht. So liegt es auch mit dem Display nach oben flächig auf, Kratzer auf der Linse sind weniger wahrscheinlich.

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Von hinten gleicht das Galaxy S5 Mini dem S5 fast wie ein Ei dem anderen. / © nextpit

Das Verhältnis zwischen Display und Gesamtfläche ist ähnlich wie beim S5. Das heißt, die Ränder um das Display sind im Vergleich zu den Vorgängermodellen wieder etwas breiter geworden. Ein kleines Smartphone ist das Mini mit seinen 4,5 Zoll nicht, aber von der Gleichung "Mini = Klein" haben wir uns schon lange verabschiedet. Mit einer Hand lässt es sich trotzdem gut bedienen und bietet sich so als Alternative für alle an, die keine 5 Zoll oder mehr wollen. Die Verarbeitung ist tadellos, alle Elemente sitzen fest und sind perfekt eingefasst, die Tasten haben einen sehr angenehmen Druckpunkt. 

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Wo beim S5 ein USB-3.0-Steckplatz hinter einer Klappe verborgen liegt, ist der USB-2.0-Anschluss beim S5 Mini offen. / © nextpit

Samsung Galaxy S5 Mini: Display

Das Display hat bei einer Diagonale von 4,5 Zoll und einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln 326 ppi. Das ist ausreichend, um auch kleine Schriften und Details scharf darzustellen. Aus einem normalen Betrachtungsabstand sind keine Bildpunkte zu erkennen, auch wenn die zum Einsatz kommende PenTile-Matrix dafür sorgt, dass im direkten Vergleich ein LCD-Panel mit der gleichen Auflösung schärfer wirkt. Das Display ist recht hell, die Farben kräftig. Auch wenn Samsungs AMOLED-Displays bekanntermaßen bei direkter Sonneneinstrahlung das Nachsehen haben, ist der Bildschirm des S5 Mini hell genug, um auch in direktem Licht noch ablesbar zu sein - freilich nur bei maximaler Helligkeit. Bei Bedarf kann die Anzeige angepasst werden, zum Beispiel, um die traditionell kräftige Sättigung etwas zu reduzieren. 

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Kräftige Sättigung, tiefes Schwarz, gute Ablesbarkeit: Das Display des Galaxy S5 Mini ist gut gelungen. / © nextpit

Farbsättigung, Kontraste und Blickwinkelstabilität sind gut, im direkten Vergleich mit Top-Modellen von Samsung oder HTC wird aber deutlich, dass das Display seine Nachteile hat - neutrale Farben werden mit einem grünlich-gelben Farbstich dargestellt, die maximale Helligkeit kann mit den Spitzen-Smartphones nicht mithalten.    

Samsung Galaxy S5 Mini: Besonderheiten

Das S5 Mini hat die gleichen Extra-Features wie das S5: Ein Fingerabdruck-Scanner ist im Home-Button verbaut, auf der Rückseite findet sich der Pulsmesser, ein Infrarotsensor ist ebenfalls an Bord, und gegen Wasser und Staub ist das S5 Mini nach IP67-Zertifizierung auch geschützt. Dass ein Mini-Ableger die gleichen Features wie das große Original bekommt, ist nicht selbstverständlich und soll deshalb hier hervorgehoben werden. Auch das ist also ein Kaufargument für alle, die sich aufgrund von Größe und/oder Preis gegen das S5 entscheiden, aber die Ausstattungsmerkmale schätzen.

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Wie beim S5 kann man die Rückseite des Galaxy S5 Mini abnehmen. Wassergeschützt ist es trotzdem. / © nextpit

Samsung Galaxy S5 Mini: Software

Auch hier gibt es keinen nennenswerten Unterschied zum S5, und das ist eine gute Nachricht für die Klasse der Minis. Samsung hat mit dem S5 das Aussehen seiner TouchWiz-Oberfläche deutlich angepasst und modernisiert. Der neue, frische Look mit den runden, flachen Symbolen hat es auch aufs S5 Mini geschafft. Genauso wie das generell immer noch grell-bunte Erscheinungsbild und die verschachtelten, etwas unübersichtlichen Menüs. Auch die Software-Funktionen sind bei beiden Geräten nahezu identisch. Hier bekommt man also das gleiche Paket - egal, ob man zum S5 oder zum S5 Mini greift: S Voice, S Health, Smart Remote und Toolbox, Einfacher Modus sowie Gestensteuerung und Air View sind mit an Bord, ebenso wie der Ultra-Energiesparmodus, mit dem man bei niedrigem Akkustand noch ein paar Stunden Extra-Laufzeit aus dem Gerät herausholen kann kann. Der Download-Booster fehlt jedoch, auch das Multi-Window-Feature von Samsung ist nicht dabei - allerdings ergibt ein geteilter Screen auf den großen Displays vom S5 oder Note 3 auch mehr Sinn als beim S5 Mini. 

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Vertrautes Bild: Auch die Benutzeroberfläche sieht beim Galaxy S5 Mini so aus wie beim S5. / © nextpit

Der Fingerabdruck-Scanner hat im Test die gleichen Schwächen wie der Scanner beim S5 - nicht immer erkennt er den Finger, auch wenn die Wischbewegung exakt so ausgeführt wird, wie bei einem der 8 Wischvorgänge, die zur Registrierung nötig sind. Bei fünf Fehlversuchen muss man 30 Sekunden warten oder das alternative Passwort eingeben - wie gut die Erkennung funktioniert, ist von Nutzer zu Nutzer unterschiedlich, doch im Vergleich zu Apples Fingerabdruck-Scanner wirkt das Feature bei Samsung noch unausgereift. Bis zu drei Fingerabdrücke können registriert werden.  

Der Pulsmesser erwies sich im Test als weniger akkurat als beim S5, aber auch hier ist dieses Feature ohnehin eher ein Gimmick als eine verlässliche Mess-Station, man sollte vom S5 Mini also nicht mehr erwarten. Auch sein persönliches Stress-Level kann man jetzt mit dem Pulsmesser ermitteln, doch da dieser Test mehrere Anläufe benötigte, wird er am Ende selbst zum größten Stressfaktor. 

Samsung Galaxy S5 Mini: Performance

Das S5 Mini ist naturgemäß nicht ganz so bärenstark ausgestattet wie sein großer Bruder, doch im Alltagstest konnte mich die Geschwindigkeit überzeugen. Bei einer Proberunde Real Racing 3 kam es zu minimalen Rucklern. Apps wie Google Maps oder Chrome laden Inhalte nicht ganz so schnell wie das S5. Die Kamera fokussiert und knipst zudem einen Tick langsamer. Insgesamt ist die Leistung des Mini aber stabil. Größere Aussetzer oder ärgerliche Wartezeiten gab es in meinem Test nicht. 

Ein kleiner Kritikpunkt ist der interne Lautsprecher. Bei akustischem Feedback vibriert schell die ganze Geräterückseite, anstatt den Schall nur aus dem dafür vorgesehenen Lautsprecher zu schicken. Das ist unangenehm und lässt sich nur vermeiden, indem man das akustische Feedback deaktiviert (was aus Rücksicht vor den Mitmenschen sowieso dringend zu empfehlen ist). Insgesamt ist der Sound aus dem Lautsprecher aber recht gut, zumindest im Vergleich zu Konkurrenzmodellen - blechern bleibt er trotzdem.

Samsung Galaxy S5 Mini: Kamera

Im Vergleich zum S5 schaltet Samsung hier einen Gang zurück: Die quasi unmittelbare Auslösezeit des S5 erreicht das S5 Mini nicht, vom Fokussieren bis zum fertigen Foto vergeht meistens rund eine Sekunde. Schnappschüsse lassen sich damit nicht so gut erstellen. Auch hat die Kamera im 4:3-Format nur eine Auflösung von 8 Megapixeln, bei 16:9 sind es sogar nur 6 Megapixel. Das sind aber Standardwerte für Mittelklasse-Geräte, und die Bildqualität kann in jedem Fall überzeugen. 

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Die Kamera des Galaxy S5 Mini ist für ein Mittelklassegerät hervorragend. / © nextpit

Makroaufnahmen gelingen aus sehr kleinen Abständen, Tageslichtaufnahmen sind richtig ausgeleuchtet, die Farbdarstellung ist realistisch. Der HDR-Modus greift behutsam, aber wirksam ein und spielt seine Stärken bei starken Kontrasten besonders aus. Das Bildrauschen hält sich im Rahmen, was aber auch an der relativ starken automatischen Nachbearbeitung liegt.

Insgesamt macht die Kamera gute Fotos und kann sich mit anderen Top-Modellen aus höheren Preisklassen messen - einziger Knackpunkt ist das Fehlen eines manuellen Modus. Die wenigen Aufnahmemodi sind auf bestimmte Szenarien abgestimmt, ein "mitdenkendes" Eingreifen der Software ist aber nicht immer erwünscht - abstellen lässt sich diese Automatik nicht. So muss man in Kauf nehmen, dass, zum Beispiel bei schlechten Lichtverhältnissen, Bilder im Nachhinein stark weichgezeichnet werden, wodurch zwar das Rauschen reduziert wird, aber auch Details verlorengehen. 

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Erste Testfotos mit dem Samsung Galaxy S5 Mini.
Quelle: NextPit
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Erste Testfotos mit dem Samsung Galaxy S5 Mini.
Quelle: NextPit
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Erste Testfotos mit dem Samsung Galaxy S5 Mini.
Quelle: NextPit
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Erste Testfotos mit dem Samsung Galaxy S5 Mini.
Quelle: NextPit
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Erste Testfotos mit dem Samsung Galaxy S5 Mini.
Quelle: NextPit
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Erste Testfotos mit dem Samsung Galaxy S5 Mini.
Quelle: NextPit
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Erste Testfotos mit dem Samsung Galaxy S5 Mini.
Quelle: NextPit
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Erste Testfotos mit dem Samsung Galaxy S5 Mini.
Quelle: NextPit
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Erste Testfotos mit dem Samsung Galaxy S5 Mini.
Quelle: NextPit
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Erste Testfotos mit dem Samsung Galaxy S5 Mini.
Quelle: NextPit
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Erste Testfotos mit dem Samsung Galaxy S5 Mini.
Quelle: NextPit
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Erste Testfotos mit dem Samsung Galaxy S5 Mini.
Quelle: NextPit

Samsung Galaxy S5 Mini: Akku

Im Testzeitraum konnte uns die Akkuleistung des S5 Mini zufriedenstellen. Im Standby-Modus ist der Verbrauch minimal, im WLAN mit automatischer Synchronisierung verlor der Akku über mehrere Stunden kaum Ladung. Beim ersten Testdurchlauf von knapp 3 Stunden verlor der Akku rund 20 Prozent Ladung, davon war das Display rund eine Stunde auf maximale Helligkeit eingeschaltet, Testfotos wurden aufgenommen, ein Google-Konto eingerichtet und synchronisiert, Apps heruntergeladen und angespielt (Real Racing) und der Browser und Maps genutzt. Im Ganztagseinsatz und bei moderatem Wechsel zwischen WLAN und mobilem Internet erreichten wir Laufzeiten von rund 15 Stunden mit einer Display-on-Zeit von rund 4 Stunden. Mit ausgeschaltetem mobilen Netz kamen wir auf gut zwei Tage Laufzeit.  

Der Akku hat eine Kapazität von 2.100 mAh. Das ist ein guter Wert für ein Smartphone dieser Größenordnung. Wenn die Laufzeit doch nicht mehr ganz reicht, gibt es den Ultra-Energiesparmodus, mit dem sich Extra-Laufzeit herauskitzeln lässt. Zudem ist der Akku austauschbar. Auch das ist ein Vorteil für viele Nutzer. 

Samsung Galaxy S5 Mini: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Auch wenn Samsung mit dem S5 Mini die Kritik einstecken musste, die schon seine Vorgänger und die Minis der Konkurrenz zu hören bekamen (Mogelpackung, schwache Hardware, irreführender Name, viel versprochen, nichts gehalten), konnten wir beim S5 Mini kaum Schwachstellen ausmachen. Die Performance ist gut und flüssig, die Ausstattung steht dem S5 in kaum etwas nach und ist für ein Mini-Modell vorbildlich, der Akku hat genug Saft und die Kamera zählt in dieser Geräteklasse ebenfalls zu den besten. Einziges Manko war der Preis zum Marktstart, der wie von Samsung gewohnt, recht hoch ausfällt - 449 Euro lautete die unverbindliche Preisempfehlung von Samsung. Jetzt, ungefähr ein Jahr nach dem Release, kostet das S5 Mini nur noch 199 Euro, ein absolutes Schnäppchen also.