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Sony Xperia M2

4,0

Pro

  • Design und Verarbeitung
  • Benutzeroberfläche
  • Akkuleistung

Contra

  • Display
  • Kamera
Foto: Handy Sony sony-xperia-m2

Pros des Sony Xperia M2

  • Design und Verarbeitung
  • Benutzeroberfläche
  • Akkuleistung

Contras des Sony Xperia M2

  • Display
  • Kamera

Zum Abschnitt:

Sony Xperia M2: Design und Verarbeitung

Sony hat inzwischen bei all seinen Smartphones eine klare Designsprache durchgesetzt: Auch ein Mittelklassegerät wie das M2 ähnelt äußerlich deutlich der aktuellen Sony-Oberklasse, der Z-Reihe. Das OmniBalance-Design bestimmt das Bild, der silberne Power-Button in der Mitte ist vertraut. Die Gehäuserückseite ist aus Glas (oder glattem Kunststoff), eine eigene Kamerataste ist auch dabei, die Steckplätze für microSD und SIM-Karte liegen hinter einer länglichen Klappe.

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Sonys OmniBalance-Design findet auch im Xperia M2 Anwendung. / © nextpit

Erst einmal ungewohnt: Die Lautstärkewippe ist in die untere Gerätehälfte gewandert, was sich beim Telefonieren als unpraktisch erweisen könnte. Lautsprecher und Telefonmikrofon liegen an der Unterseite hinter einem feinen Gitter, der Kopfhörersteckplatz liegt an der Oberseite. Die Kameralinse ist, anders als bei den Spitzenmodellen, in die Mitte des Gehäuses gewandert.

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Die Lautstärkewippe liegt beim Xperia M2 in der unteren Gerätehälfte. / © nextpit

Sony Xperia M2: Display

Kein Zweifel, das M2 kommt nicht an die Oberliga heran, das 4,8-Zoll-Display ist mit einer Auflösung von 960 x 540 Pixel nicht besonders scharf, die Pixeldichte von 229 ppi ist nicht hoch genug, um einzelne Bildpunkte verschwinden zu lassen. Das fällt besonders bei der Darstellung von kleinen Schriften auf, die nicht richtig scharf erscheinen.

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Das Display des Xperia M2 is leider nicht besonders gut gelungen. / © nextpit

Die geringe Auflösung ist aber nicht das einzige Problem: Das Display ist zwar ausreichend hell, hat aber einen deutlichen Gelbstich, klare Weißtöne vermag es nicht darzustellen. Die Farbsättigung ist aber gut, Schwarztöne sind schön kräftig, die Blickwinkelstabilität ist ebenfalls zufriedenstellend. Kleines Manko: Bei automatischer Helligkeitsanpassung ist das Display meist etwas dunkel.

Sony Xperia M2: Software

Auch hier setzt Sony auf den Einheitslook. Die Benutzeroberfläche des Xperia M2 ähnelt in weiten Teilen der Oberfläche der aktuellen Top-Geräte. Im App-Drawer öffnet sich durch einen Wisch nach rechts das Sidebar-Menü mit praktischen Optionen, die System-Apps von Sony (Walkman, Album, Filme, Sony Select) kommen im Einheitslook, andere Apps wie zum Beispiel die Kamera bieten ebenfalls den vertrauten Look und Funktionsumfang - abzüglich besonderer Features wie der 4K-Videoaufnahmefunktion.

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Sidebar-Menü und vertraute Kamerafunktionen: ein Blick in die Benutzeroberfläche des Xperia M2. / © nextpit

Ob es zeitnah ein Update auf die aktuellste Android-Version geben wird, ist offen, aktuell kommt Version 4.3 zum Einsatz.

Sony Xperia M2: Performance

Ein Rennpferd ist das Xperia M2 nicht, doch für Alltagsaufgaben zeigt es sich im Test gut gerüstet. Längere Wartezeiten muss man nicht in Kauf nehmen, Apps öffnen zügig, der Browser läuft ebenfalls mit akzeptablen Wartezeiten, die Kamera aber löst einen Tick zu langsam aus, um für Schnappschüsse zu taugen. Ruckler und kleine Aussetzer kamen im Test nicht vor. Bei etwas Beanspruchung wird das Gerät allerdings schnell warm, eine kleine Foto-Session mit der Kamera reichte aus, um die obere Gerätehälfte ordentlich aufzuwärmen.

Die Soundqualität über Kopfhörer ist gut, in der Walkman-App hat man per Equalizer die Möglichkeit, den Klang seinen Bedürfnissen anzupassen. Der interne Lautspreche ist hingegen unteres Mittelmaß, er ist zwar laut, bietet aber vor allem bei hoher Lautstärke schlechte Klangqualität. Auch beim Telefonieren über die Freisprechfunktion bietet das M2 schlechten Sound in beide Richtungen - Im Test konnten sich beide Gesprächspartner nicht gut verstehen.

Sony Xperia M2: Kamera

Die Bedienoberfläche der Kamera gleicht der von Sonys Top-Modellen bis ins Detail. Auf Toucheingaben für Fokus oder Aufnahme reagiert sie jedoch mit leicher Verzögerung von rund einer Sekunde - zu lang für echte Schnappschüsse. Auch die Makrofunktion ist nur Mittelmaß, da die Naheinstellungsgrenze nicht klein genug ist, um wirklich nah an Objekte heranzugehen.

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Die Kamera des Xperia M2 ist auf der Rückseite mittig angebracht. / © nextpit

Die Bildqualität der 8-Megapixel-Kamera (5 Megapixel bei 16:9-Format) ist in Ordnung und ausreichend für spontane Aufnahmen aus dem Alltag - bei Tageslicht. Suboptimale Lichtverhältnisse zwingen das M2 schnell in die Knie. Bei genauem Hinsehen erkennt man außerdem selbst bei Tageslicht störende Artefakte und das für Sony Smartphone-Kameras typische Farbrauschen. Brillante Fotos bleiben, wenn überhaupt mit einem Smartphone möglich, der teuren Oberklasse vorbehalten.

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Die Timeshift-Burst-Funktion aus der Z-Reihe hat es auch auf das M2 geschafft. / © nextpit

Die Aufnahmemodi zeigen einige von den Flaggschiffen bekannte Funktionen wie Timeshift Burst, bei dem man aus einer Reihe von 20 Fotos das beste auswählen kann. Die intelligente Aufnahmeautomatik erkennt recht zuverlässig das Szenario und wählt den passenden Modus, Spielereien wie die Augmented-Reality-Erweiterung und ein eigener Filtermodus mit zahlreichen teils besonderen Filtern kommen dazu, direkte Verknüpfungen zu Vine und Evernote direkt aus der Kamera-App runden das Feature-Angebot ab. 

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Auf der Straße kann das Xperia M2 mit seiner Kamera nur mäßig überzeugen. / © nextpit

Sony Xperia M2: Akku

Der Akku des Xperia M2 ist erfreulich groß: Eine Kapazität von 2.300 Milliamperestunden ist für die Ausstattung des Smartphones ein guter Wert, die geringe Auflösung spielt einer langen Akkulaufzeit in die Karten.

Sony Xperia M2: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Das M steht für Mittelklasse, ganz klar. Doch mit dem M2, das mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 279 Euro an den Start ging, wird es Sony nicht leicht haben, sich in diesem Segment durchzusetzen. Die Konkurrenz ist groß, und mit Geräten wie dem Moto G beweisen die Wettbewerber, dass es möglich ist, bessere Leistung auch für weniger Geld anzubieten. Das gilt vor allem für Display und Kamera: Das Display des M2 ist nicht richtig überzeugend, Auflösung und Farbdarstellung lassen zu wünschen übrig. Auch die Kamera liefert keine überzeugende Leistung. Positiv hervorzuheben sind vor allem Design, Akkuleistung und die Benutzeroberfläche - hier schafft es Sony, gute Qualität abzuliefern und an die eigene Oberklasse anzuschließen. Wer also mehr Wert auf Benutzeroberfläche, Verarbeitung und Design sowie Leistung legt, sollte das M2 in Erwägung ziehen. Wem ein hochauflösendes Display und eine gute Kamera wichtig sind, der sollte die Finger vom M2 lassen.