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Sony Xperia M5

3,5

Pro

  • Starke Kameras
  • Wasserfest

Contra

  • Verhältnismäßig teuer
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Zu wenig interner Speicher
Foto: Handy Sony sony-xperia-m5

Pros des Sony Xperia M5

  • Starke Kameras
  • Wasserfest

Contras des Sony Xperia M5

  • Verhältnismäßig teuer
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Zu wenig interner Speicher

Sony Xperia M5: Preis und Verfügbarkeit

Das Sony Xperia M5 wird in den Farben Schwarz, Weiß oder Gold zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 399 Euro angeboten. Damit kostet es so viel wie die 2015er Topmodelle. Mit dem Z3+ hat das M5 auch aus dem eigenen Unternehmen einen starken Konkurrenten.

Sony Xperia M5: Design und Verarbeitung

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Und so hat Sony dem Xperia M5 zwar das edle Aussehen der Z-Klasse gegeben, dafür bei den Materialien gespart. Der Rahmen ist aus Plastik und verleiht dem M5 eine etwas weniger edle Haptik als etwa ein Z3+ mit einem Vollmetallrahmen. Das Gehäuse ist komplett wasser- und staubdicht nach IP65/68.

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Das Sony Xperia M5 ist wasserdicht. / © nextpit

Das Xperia M5 sieht einem Xperia der Z-Serie zum Verwechseln ähnlich. Es ist mit seinen Maßen 145 x 72 x 7,6 mm und einem Gewicht von 143 Gramm fast so kompakt und leicht wie ein Galaxy S6.

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Die Ecken des Gehäuses sind aus Metall und federn Stöße ab. / © nextpit

Das Design der Sony-Smartphones heißt OmniBalance und hat sich seit 2013 kaum verändert. Damit sehen sich alle Geräte recht ähnlich. Die Innovation steckt im Detail: Hier sind es die Metallecken, die das Xperia M5 bei Stürzen schützen.

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Das Xperia M5 ist nur 7,6 mm dünn. / © nextpit

Die Glasscheiben an Vorder- und Rückseite bestehen aus gehärtetem Mineralglas. Der Rand des Rahmens ragt etwas hinaus, so dass sich die Glasscheiben etwas eingesunken anfühlen. Der Vorteil dieser Bauweise liege laut Sony darin, dass ein Glasbruch weniger wahrscheinlich ist.

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Der Micro-USB-Anschluss ist auch ohne Deckel wasserfest. / © nextpit

Das Sony Xperia M5 ist wasserdicht. Anders als die Z5-Modelle hat Sony das M5 nach IP65/68 zertifizieren lassen. Damit hält es Belastungen durch Staub und Wasser stand. Ihr könnt es 30 Minuten lang bis zu 1,5 m tief in Süßwasser tauchen, ohne dass die Elektronik beschädigt wird. Während die Einschübe für SIM-Karte und MicroSD-Karte durch einen gummierten Deckel geschützt werden, hat der Micro-USB-Anschluss eine wasserabweisende Beschichtung und kommt so ohne Deckel aus.

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Ein Bad im Wasser macht dem M5 nichts aus. / © nextpit

Sony Xperia M5: Display

Sony verwendet im Xperia M5 ein hervorragendes Display mit brillanter Wiedergabe. Kontrast und Farben sind umfangreich und satt. Im subjektiven Eindruck kommt die Bildqualität des Xperia M5 nahe an die eines OLED-Screens von zum Beispiel Samsung heran.

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Der IPS-Bildschirm des Xperia M5 liefert ein hervorrangendes Bild. / © nextpit

Beim Display des Xperia M5 handelt es sich um ein 5-Zoll-IPS-Panel mit der Full-HD-Auflösung 1.920 x 1.080 Pixeln. Damit erreicht es 441 ppi und übertrifft das Auflösungsvermögen eines durchschnittlichen Auges; zumindest aus einem normales Betrachtungsabstand von 50 Zentimetern.

Sony optimiert die Bildqualität außerdem mit der Software-Optimierung X-Reality. Diese soll Bildrauschen reduzieren. Zusammen mit der Triluminous-Engine wird die Farbpalette künstlich vergrößert und es werden realistischere Abstufungen und Zwischentöne realisiert, die die Bildqualität des Sony-Displays ein bisschen besser aussehen lässt als die anderer Smartphones.

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Beim Xperia-M5-Display werden Pixel nur mit der Lupe erkennbar. / © nextpit

Sony Xperia M5: Software

Sonys Software-Oberfläche Xperia UI wurde im Laufe der Jahre erfreulich vereinfacht. Im getesteten Xperia M5 basierte sie im Februar 2016 auf Android 5.1 mit Sicherheitspatch-Ebene Januar 2016. Sony liefert regelmäßige Software-Updates mit Bugfixes und Sicherheits-Updates.

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Die Software des Sony Xperia M5 wird regelmäßig aktualisiert. / © nextpit

Sony experimentiert mit noch weiter vereinfachter Software, die annähernd so minimalistisch ist wie Stock-Android, also die Software-Vorlage von Google. Schon jetzt ist die Zahl der vorinstallierten Apps zurückgegangen. Sie ist aber noch nicht auf dem Niveau der Motorola-Geräte wie dem Moto X Style. Jenes kommt auf nur vier nicht-deinstallierbare Motorola-Apps.

Hier ist eine Liste der vorinstallierten Sony-Apps, die Ihr nicht deinstallieren könnt:

  • Album
  • AR Effect
  • Backup & Restore
  • Camera
  • File Commander
  • Lounge
  • Movie Creator
  • Music
  • PS Video
  • Sketch
  • Smart Connect
  • Support
  • Video
  • What's New

Falls Ihr diese Apps nicht nutzt, sind sie unnötiger Ballast. Immerhin sind von den 16 GByte internem Speicher nur rund sieben für Euch verwendbar. Ohne die unnötigen Apps hättet Ihr mehr freien Speicher zur Verfügung.

Sony Xperia M5: Performance

Die Benchmarkleistung des Xperia M5 fällt sehr gering aus. In der Praxis zeigt sich das bei der vereinfachten Grafik der Spiele. Der knappe interne Speicher sollte von Beginn an mit einer MicroSD-Karte erweitert werden und Ihr solltet Spiele und Fotos auf ihr Speichern, damit Ihr bei Software-Updates keine Fehlermeldung wegen vollen Speichers erhaltet.

Sony hat im Xperia M5 den schnellsten verfügbaren MediaTek-Prozessor verbaut. Der Helio X10 ist ein Octa-Core-Prozessor mit acht CPU-Einheiten ARM Cortex-A53. Diese kommen auch im niedriger getakteten Qualcomm Snapdragon 615 zum Einsatz, den wir aus Smartphones wie dem Sony Xperia M4 Aqua, dem Alcatel OneTouch Idol 3 oder dem Motorola Moto X Play kennen. Im viel günstigeren Honor 5X kommt der fast identische Snapdragon 616 zum Einsatz.

Und tatsächlich lagen die Werte der CPU-Benchmarks in der Nähe derer der Snapdragon-Geräte. Geekbench 3.3.2 Single gibt dem Xperia M5 828 und dem Moto X Play 717 Punkte. In Geekbench Multi erreicht das Xperia M5 2801, das Moto X Play 2558 Punkte. Auch die Gaming-Leistung ist laut Basemark X 1.1 Medium mit 12558 (Xperia M5) zu 10.637 (Moto X Play) Punkten in etwa gleich. Das deutlich preiswertere OnePlus X ist schneller (910 in Geekbench Single, 20207 in Basemark Medium).

Während das Sony Xperia M5 im alltäglichen Betrieb anfangs keine Schwächen zeigt, könnte es langfristig für Frust und Ärger sorgen. Mit 16 GByte hat Sony sehr wenig internen Speicher verbaut. Direkt nach dem ersten Einschalten und Einrichten Eures Google-Kontos sind davon nur rund sieben GByte für Euch verwendbar. Das sind nur wenige Dutzend Apps mit App-Daten, wenige Hundert Fotos oder nur wenige Stunden Full-HD-Videos. Also solltet Ihr so früh wie möglich eine MicroSD-Karte kaufen und Bilder, Video und verschiebbare Apps auf die MicroSD-Karte auslagern. Nur so erhaltet Ihr Euch genügend freien Speicherplatz für anstehende Updates.

INSTALLIEREN (com.a0soft.gphone.app2sd)

Sony Xperia M5: Audio

Anders als den Sony-Smartphones der Z-Serie liegt dem Xperia M5 kein Headset bei. Die integrierten Lautsprecher sind gegenüber denen in der der teuren Z-Klasse vereinfacht, so dass Ihr auf Stereoklang verzichten müsst. Die maximale Lautstärke fällt recht gering aus. Die Mikrofone hingegen zeichnen Video-Sound in Stereo auf.

Sony Xperia M5: Kamera

Die Kameras des Sony Xperia M5 sind eindeutig die Stärke des Smartphones. Die Hauptkamera liefert kontrastreiche, scharfe Bilder in 21,5 Megapixeln und die Selfie-Kamera macht erfreulich weitwinklige Aufnahmen in 13 Megapixeln. Die Schnellstartfunktion weckt das Smartphone aus dem Standby direkt in die Kamera-App.

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Sony verbaut im Xperia M5 einen ähnlichen Sensor wie im Z5. / © nextpit

Die Kameras sollen das Kaufargument für das ansonsten wenig besondere Xperia M5 werden. Sony hat ihm deshalb einen der besten verfügbaren Sensoren gegeben. Der Exmor RS zeichnet sich insbesondere durch einen schnellen Autofokus aus, der in nur 30 Millisekunden scharf stellt. Dank Gesicht- und Lächelerkennung könnt Ihr Eure Selfies schießen, ohne den Auslöser zu betätigen.

Wie bei den meisten Xperia-Smartphones hat Sony auch beim Xperia M5 einen physischen Kamera-Button verbaut. Haltet Ihr ihn gedrückt, während das Smartphone im Standby ist, wacht es sofort im Kameramodus auf.

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Der Selfie-Cam fehlt leider ein Blitz. / © nextpit

Sony hat dem Xperia M5 zwar hervorragende Kamerasensoren gegeben, jene aber leider nicht mit den besten Blitzen bestückt. Für Hauptkameras sind inzwischen Dual-Tone-LEDs branchenüblich. Durch einen zweiten, rötlicheren Blitz werden vor allem Hauttöne weniger verblasst, so dass Gesichter in Blitz-Aufnahmen natürlicher aussehen. Inzwischen gibt es auch zahlreiche Smartphones mit Blitz auf der Vorderseite für Selfies im Dunkeln. Das Xperia M5 hat keine der beiden Besonderheiten, sondern nur einen einfachen, weißen Blitz auf der Rückseite.

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In schwachem, künstlichen Licht produziert die M5-Kamera kein sichtbares Rauschen. / © nextpit
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Der Sensor der Hauptkamera zeigt sich erfreulich lichtempfindlich. / © nextpit
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Auch Bilder im Makro-Bereich werden sehr gut fokussiert. / © nextpit
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Der Fokus fängt bewegliche Objekte zuverlässig ein. / © nextpit
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Auch für Aufnahmen bei Nacht eignet sich die Kamera des Xperia M5. / © nextpit

Die Standard-Kamera-App von Sony ist recht kompliziert zu bedienen. Insbesondere bei schwachem Licht versagen ihre Standardeinstellungen und man muss nachjustieren. Dies dauert mitunter sehr lange und außerdem arbeitet der Fokus erheblich langsamer in schwachem Licht.

Als wir einige alternative Kamera-Apps ausprobiert haben, konnten wir im Dunkeln bessere Schnappschüsse machen. Insgesamt zeigt sich die M5-Kamera als als zuverlässiges und gelungenes Werkzeug.

INSTALLIEREN (net.sourceforge.opencamera)

INSTALLIEREN (com.google.android.GoogleCamera)

Sony Xperia M5: Akku

Entgegen Sonys Zwei-Tage-Versprechen musste ich das Xperia M5 in meinem Test jeden Tag aufladen. Der Energiesparmodus Stamina verhilft zu erhöhten Standby-Zeiten. Im aktiven Einsatz jedoch erreichten wir nur rund dreieinhalb Stunden Display-on-Time.

Im Sony Xperia M5 steckt ein 2.600-mAh-Akku, was für ein Fünf-Zoll-Smartphone durchschnittlich ist. Das Samsung Galaxy S6 oder das HTC One M9 erreichen mit gleich oder ähnlich großen Akkus ähnliche Laufzeiten, arbeiten jedoch aufgrund potenterer Hardware erheblich schneller. Beide Geräte werden in den Monaten März und April voraussichtlich günstiger.

Mit etwas Glück kann Sony das M5 noch etwas effizienter und ausdauernder machen, wenn das Upgrade auf Android 6.0 kommt. Der integrierte Doze-Modus liefert einen optimierten Energiesparmodus und hat in manchen Geräten zumindest die Standby-Zeit erhöht. Wie Sony die Display-on-Time des Xperia M5 verbessern will, ist uns derzeit aber noch nicht bekannt.

Sony Xperia M5: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Es ist kompliziert, das Xperia M5 richtig einzuordnen und ihm dementsprechend eine Bewertung zu geben. Seine Positionierung am Markt ist recht fragwürdig, da Sony offenbar versucht, es an der Stelle des Xperia Z3+ zu platzieren. Letzteres sieht fast identisch aus, hat aber schwächere Kameras und ist wegen seiner Hitzeprobleme in die Kritik geraten. Das Besondere ist aber, dass der Preis des Z3+ trotz hochwertigerer Hardware unter dem des Xperia M5 liegt, so dass Sony an dem Z3+ vermutlich weniger Geld verdient.

Das weniger schnelle M5 zu einem höheren Preis auf den Markt zu bringen, ist jedoch eine sehr heikle Entscheidung. Seine Performance liegt deutlich unter der ähnlich teurer Geräte und die Kameras liefern keine außergewöhnlich guten Ergebnisse. 2015er Top-Geräte wie das LG G4 sind inzwischen ähnlich günstig und liefern in wichtigen Kriterien (Akkulaufzeit, Arbeitstempo, Foto-Qualität) ein bisschen mehr. Falls jedoch der Preis des Xperia M5 noch etwas näher an die 300- Euro-Marke herankommt, könnte es ein Preistipp werden.