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Sony Xperia XA1

3,0

Pro

  • sehr schmale seitliche Displayränder
  • Angenehme Bedienoberfläche

Contra

  • Langweiliges Design
  • nur HD-Auflösung
  • Minimum Helligkeit zu hoch
  • schwacher Sound
Foto: Handy Sony sony-xperia-xa1

Pros des Sony Xperia XA1

  • sehr schmale seitliche Displayränder
  • Angenehme Bedienoberfläche

Contras des Sony Xperia XA1

  • Langweiliges Design
  • nur HD-Auflösung
  • Minimum Helligkeit zu hoch
  • schwacher Sound

Zum Abschnitt:

Sony Xperia XA1: Preis und Verfügbarkeit

Auch in diesem Jahr hat Sony seine neue Mittelklasse auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentiert. Seit April 2017 ist das Xperia XA1 für 279 Euro im Handel erhältlich. Bei Online-Anbietern gibt es das neue Sony-Smartphone aber mitunter schon günstiger. In der Box befinden sich neben dem Smartphone noch ein Ladegerät und passende Kopfhörer.

Das Xperia XA1 ist in 4 Farben erhältlich: Schwarz, Weiß, Gold und Pink, welche alle mit 3 GByte RAM und 32 GByte internem Speicher ausgestattet sind.

Sony Xperia XA1: Design und Verarbeitung

Das Design des Xperia XA1 orientiert sich an der traditionellen Design-Sprache von Sony. Viele kritisieren Sony für das ewig gleiche Design, da sich alle Smartphones des Herstellers doch sehr ähnlich sehen. Mit 145 mm Höhe und 67 mm Breite ist es etwas größer als der Vorgänger, welches 143,3 mm hoch und 66,8 mm breit war. Dafür ist es mit 0,1 mm marginal dünner geworden und kommt auf glatte 8 mm. Mit 143 Gramm bringt es allerdings 6 Gramm mehr auf die Wage.

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Die Rückseite ist aus Kunststoff gefertigt. © NextPit

In der Praxis liegt das Smartphone gut in der Hand. An sich ist es auch in einer Hand gut zu bedienen, allerdings stört die Höhe mitunter. Die Ränder an den Seiten sind erfreulich schmal gehalten und das Gefühl eines randlosen Displays kommt an diesen Stellen durchaus auf.

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Sony setzt auch in der Mittelklasse auf USB-Typ-C. © NextPit

Hinsichtlich Anschlüssen und Bedienelementen gibt es keine Überraschungen. Auf der linken Seite finden wir die Schlitten für SIM- und MicroSD-Karte (jeweils ein eigener Schlitten). Sony bietet das neue Modell auch als Dual-SIM-Smartphone an, bei dem 2 SIM-Karten und eine MicroSD-Karte genutzt werden kann. Für unseren Test stand uns aber die normale Version zur Verfügung.

Sony verbaut keinen Fingerabdrucksensor

Auf der rechten Seite finden wir den typischen Power-Button und die Lautstärke-Tasten vor. Sony hat sich leider dazu entschieden, dem XA1 keinen Fingerabdrucksensor zu spendieren, was durchaus eine Enttäuschung ist. Am oberen Rand ist der Klinken- und am unteren Rand der USB-Typ-C-Anschluss untergebracht.

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SIM- und MicroSD-Karte haben jeweils einen eigenen Einschub. © NextPit

Auf der Rückseite hat sich Sony für ein nicht ganz so hochwertiges Material entschieden und verbaut Kunststoff. Auch wenn es sich durchaus gut anfühlt und nicht billig aussieht, hätte man sich auch in dieser Klasse ein etwas moderneres Material gewünscht. Das ist mitunter das größte Problem beim Design des Xperia XA1. Auch wenn es typisch Sony an sich gut aussieht und das Smartphone wirklich gut verarbeitet ist, ist es alles andere als innovativ. Auf der Vorderseite fallen direkt die wirklich sehr großen Ränder oben und unten auf, was vor allem durch die gewünschte Symmetrie entsteht. Aber dieses Design passt schlichtweg in Zeiten von Galaxy S8 und G6 nicht mehr in das Jahr 2017. Ein Honor 5X hatte zum Beispiel ein ähnliches Problem, was aber durch die Platzierung des Herstellerlogos zumindest etwas verschleiert wurde.

Sony Xperia XA1: Display

Der IPS-Bildschirm des Xperia XA1 misst 5 Zoll. Das Smartphone-zu-Bildschirm-Verhältnis liegt bei 70,9 %, was an sich nicht ganz schlecht ist. Das Design mit seinen sehr dünnen Rändern an den Seiten des Bildschirms und den sehr großen Rändern oben und unten wirkt aber etwas komisch. Das Display löst in HD auf und kommt so auf eine Pixeldichte von 294 ppi. Für einen Kaufpreis von 279 Euro, geht das in Ordnung, eine höhere Auflösung wäre aber natürlich wünschenswert gewesen. Auch günstigere Konkurrenten können das klar besser, wie zum Beispiel das Honor 5C.

In der Praxis liefert das Display gute Ergebnisse. Die Farben werden größtenteils sehr gut wiedergegeben und auch wenn das Display nicht perfekt ist, ist es angenehm zu nutzen. Bis auf einen Faktor: Die Helligkeit. Auch bei der geringsten Helligkeitsstufe ist das Display noch immer recht hell und stört in dunklen Umgebungen, zum Beispiel in der Nacht oder wenn man gerade aufgewacht ist. Wie Ihr Euch vorstellen könnt, ist das nicht gerade angenehm. In helleren Umgebungen ist die Helligkeit aber natürlich sehr angenehm.

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Die Helligkeit stört in dunkleren Umgebungen. © NextPit

Euch stehen verschiedene Konfigurationen zur Verfügung, um den Weißabgleich, die Bildschirmgröße und die automatische Backlight-Regelung einzustellen. Nicht unbedingt besonders, aber durchaus nützlich.

Sony Xperia XA1: Software

Sony installiert auf dem Xperia XA1 Android 7.0 Nougat mit dem Sicherheitspatch von April 2017. Dass nicht Android 7.1 vorinstalliert ist, enttäuscht natürlich, sollte aber niemanden wirklich überraschen. Des Weiteren bietet Sony auch seinen Nachtmodus auf diesem Smartphone nicht an, welcher Blau-Töne herausfiltert, um die Augen zu schonen.

Wie immer installiert Sony auch seine eigene Oberfläche, Xperia UI, welche sehr nah an Stock-Android ist. Sie setzt sich aber über Form und Farben der Icons, Veränderung der Menüs und natürlich der Sony-Apps vom puren Android ab. So gibt es zum Beispiel eine PlayStation-Apps, einen Sony Store (“What’s new” genannt) und eine eigene News-App, welche Nachrichten und Wetterinfos vereint. Die gute Nachricht: Viele der vorinstallierten Apps können deinstalliert werden.

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Die Sony-Oberfläche ist zurückhaltend. © nextpit

Sony Xperia XA1: Performance

Das Sony Xperia XA1 ist ein Mittelklasse-Smartphone, erwartet also keine Wunder. Es kann nicht mit aktuellen Flaggschiff-Smartphones a la Samsung Galaxy S8 oder LG G6 mithalten. Das soll es mit seinem MediaTek MT4757 Helio P20 Prozessor und Mali-T880MP2-GPU aber auch gar nicht. Hinsichtlich Speicher stehen Euch 3 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte interner Speicher zur Verfügung, welche mit einer MicroSD-Karte um bis zu 256 GByte erweitert werden kann. Zum Vergleich, das Xperia XA war mit einem Helio P10 Prozessor, einer Mali T860MP2 GPU und 2 GByte Arbeitsspeicher ausgestattet.

Im Alltag ist das Xperia XA1 kein Rennpferd, offeriert aber insgesamt eine zufriedenstellende Performance, die den alltäglichen Aufgaben gewappnet ist. Solltet Ihr an Highend-Smartphones gewöhnt sein, wird Euch die geringere Geschwindigkeit auffallen. Käufern von Mittelklasse-Smartphones sind aber gewillt, diesen Deal einzugehen. Während meiner Testphase sind 2-3 Apps abgestürzt, wobei sich hier natürlich die Frage stellt, ob das System oder die App Schuld trägt. Insgesamt sind aber keine größeren Probleme aufgetreten.

Wenig überraschend, fallen die Benchmark-Ergebnisse nicht gerade berauschend auf.

Sony Xperia XA1 Benchmarkergebnisse

  3DMark SlingShot ES 3.1 3DMark SlingShot ES 3.0 3DMark Ice Storm Unlimited Geekbench Single Core Geekbench Multi Core PCMark Work Performance PCMark Storage Google Octane 2.0
Sony Xperia XA1 646 937 1376 827 3720 4837 2985 4453

Sony Xperia XA1: Audio

Der Lautsprecher auf der Front ist ausschließlich für Telefonate gedacht, der Lautsprecher am unteren Rand für Multimedia. Letzterer ist leider nur ein Mono-Lautsprecher (das Gegenteil wäre für ein Mittelklasse-Smartphone doch überraschend gewesen). Die Audio-Qualität ist akzeptabel, gehört aber eindeutig nicht zu den Stärken des Smartphones, da vor allem die Kraft fehlt.

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Der untere Lautsprecher ist für Sound aus Videos, Musik und Spiele gedacht. © NextPit

Das Problem besteht leider auch beim Einsatz von Kopfhörern. Während des Musikhörens müsst Ihr die Lautstärke auffällig hoch einstellen, damit Ihr in lauteren Umgebungen auch anständig Musik hören könnt. In den Einstellungen finden sich verschiedene Möglichkeiten den Sound anzupassen, zum Beispiel sorgen die dynamischen Einstellungen für etwas mehr Lautstärke.

Bei Telefonaten sind keine auffälligen Probleme zu berichten. Man wird gut verstanden und auch das Verständnis des Gegenübers funktioniert reibungslos.

Sony Xperia XA1: Kamera

Das Xperia XA1 ist mit einer 23 Megapixel-Hauptkamera mit einer Blendenöffnung von f/2.0, Phasenerkennung, LED-Blitz und Laser-Autofokus ausgestattet. Sony hat dem neuen Smartphone auch weitere Funktionen wie das Erkennen von Lächeln und einem HDR-Modus spendiert. Theoretisch hätten wir hier also eine wirklich interessante Smartphone-Kamera vor uns.

Die Praxis enttäuscht allerdings etwas. Grundsätzlich sind die Kontrastwerte nicht wirklich gut und auch wenn der Kamera ganz 23 Megapixel zur Verfügung stehen, fehlen oftmals überraschend Details in Bildern. Werden die Lichtverhältnisse schlechter, leidet auch die Bildqualität, das Rauschen ist aber allgemein nicht so dramatisch wie bei manchen Konkurenten.

Unserem Foto-Experten Stefan ist aber noch etwas sehr interessantes aufgefallen: Im manuellen Modus werden Bilder nicht mit dem eingestellten ISO-Wert aufgenommen, was nur in den EXIF-Daten ersichtlich ist. Wir werden uns das noch genauer ansehen und Euch auf dem Laufenden halten, wenn wir neue Informationen dazu erhalten.

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Sony setzt mit 23 Megapixel wieder auf eine hochauflösende Kamera. © NextPit

Die Bild-Leistung des Xperia XA1 ist insgesamt aber ganz gut und Käufer, die sich für ein Mittelklasse-Smartphone entscheiden werden durchaus zufrieden sein. Videos können in Full-HD-Auflösung und 30 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden.

Als Frontkamera kommt eine 8-Megapixel-Linse zum Einsatz, auch mit einer Blendenöffnung von f/2.0. Die Bilder sind nicht gerade beeindruckend, die Qualität reicht aber für das ein oder andere Selfie aus. 

Sony Xperia XA1: Akku

Der Akku des Sony Xperia XA1 misst 2300 mAh, was nicht gerade viel ist, auch für ein Mittelklasse-Smartphone. Den Alltag überlebt Ihr damit ohne größere Probleme, vor allem dank der niedrigen Auflösung des Displays. Solltet Ihr Euer Smartphone stärker beanspruchen, kann es gegen späten Nachmittag oder frühen Abend aber knapp werden.

Kurz gesagt, die Akkuleistung ist nicht außerordentlich und die Konkurrenz bietet mitunter deutlich mehr. Wie immer bei Sony ist auch hier der sogenannte STAMINA- und sogar auch der Ultra STAMINA-Modus an Bord, die für bessere Laufzeiten sorgen sollen.

Das Xperia XA1 braucht ca. 2 Stunden um komplett geladen zu werden.

Abschließendes Urteil

Sony hat seine Mittelklasse seit dem Xperia XA weiterentwickelt, aber sie bieten noch immer nicht ein perfektes Smartphone für den Preis. Das Design weiß noch immer zu gefallen, auch wenn es schon lange nicht mehr frisch daher kommt und die großen Balken oben und unten nerven. Die Kamera des neuen Smartphones kann hingegen leider nicht überzeugen. Die Performance übersteht locker den Alltag und Sonys Oberfläche ist angenehm zu bedienen, aber eine HD-Auflösung für 300 Euro anzubieten, ist in 2017 zumindest gewagt.

Wenn Euch das Sony Xperia XA1 nicht überzeugen kann, lohnt sich ein Blick auf das Samsung Galaxy A3 (2017) oder das Huawei P8 Lite (2017).

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