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Sony Xperia Z Ultra

4,0

Pro

  • Display
  • Stiftbedienung
  • Prozessor
  • wasserabweisend

Contra

  • Kamera
  • Preis
Foto: Handy Sony sony-xperia-z-ultra

Pros des Sony Xperia Z Ultra

  • Display
  • Stiftbedienung
  • Prozessor
  • wasserabweisend

Contras des Sony Xperia Z Ultra

  • Kamera
  • Preis

Zum Abschnitt:

Sony Xperia Z Ultra: Design und Verarbeitung

Dass das Z Ultra kaum jemand in die Tasche stecken wird, haben wir in unserem Xperia Z eingeführte OmniBalance-Design ist auch hier tonangebend, außerdem ist das Z Ultra wasserdicht. Der silberne Powerknopf, das gläserne schwarze Gehäuse und die hinter Klappen verborgenen Anschlüsse geben ein vertrautes Bild ab. Der Rahmen ist aus Glasfaser-Polyamid und wirkt wie Aluminium.

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Erkennungszeichen: Der silberne Power-Knopf in der Gerätemitte, daneben die Klappe, die microSD-Steckplatz und Micro-SIM verbirgt. / © NextPit

Telefonlautsprecher und Mikrofon sind hinter schmalen Schlitzen versteckt, so dass auch diese Öffnungen das schlichte Design nicht stören. Die Kopfhörerbuchse liegt frei, was Musikfans freuen wird, ist allerdings seitlich angebracht, was ich persönlich unpraktisch finde. 

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Der Kopfhörereingang ist nicht mehr hinter einer Klappe versteckt, ist an der Seite aber nicht besonders gut aufgehoben. / © NextPit

Das Z Ultra ist kaum dicker als das Ascend P6 von Huawei, wirkt aber aufgrund des gewaltigen Displays sogar noch etwas schmaler. Die Verarbeitung ist makellos. Durch die abgerundeten Ecken liegt das Z Ultra gut in der Hand, man muss aber dazu sagen, dass es für die Einhandbedienung ungeeignet ist. Auch vom Tisch lässt es sich mit einer Hand nur schwer aufheben.   

Sony Xperia Z Ultra: Display

Größter Pluspunkt bei einem derart großen Phablet sollte natürlich das Display sein. Das ist Sony gelungen. Die 6,4-Zoll-Mattscheibe des Z Ultra bietet eine Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) mit einer Pixeldichte von 341 ppi - einzelne Bildpunkte sind somit nicht mehr auszumachen. Sony setzt beim Z Ultra auf die sogenannte Triluminos-Technologie und die Bild-Engine “X-Reality for mobile”, was das Anschauen von Bilder und Videos zu einem wahren Vergnügen macht.

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Brillant, scharf und hell: Das Display ist das Filetstück des Xperia Z Ultra. / © NextPit

Die Farbdarstellung des Z Ultra ist ähnlich kräftig wie beim AMOLED-Display des S4, zudem ist das Display sehr hell und stellt Bild- und Videoinhalte sehr scharf und kontrastreich dar, die Rauschreduzierung leistet ebenfalls gute Dienste. Im Vergleich zum Xperia Z zeigt sich die Qualität des Displays noch in einem weiteren Punkt: Die Blickwinkelstabilität ist vorbildlich, auch bei sehr schrägen Betrachtungswinkeln bleiben Farben und Kontraste konstant. 

Sony Xperia Z Ultra: Software

Das Xperia Z Ultra kommt mit Android 4.2.2 und Sonys Herstelleraufsatz Xperia UI. Die Anpassungen der Android-Oberfläche fallen, wie immer bei Sony, dezent aus. Neben einigen nützlichen Dingen wie den kleinen Multitasking-Apps, die wir schon vom Xperia Z oder dem Tablet Z kennen, bringt das Z Ultra aber noch eine Reihe weiterer Neuerungen. Im App-Drawer gelangt Ihr zum Beispiel mit einem Wisch nach rechts in ein Menü, mit dem Ihr die Apps sortieren oder löschen könnt. Die Farbsprache im Einstellungsmenü ist zudem freundlicher, anstelle des dunklen Hintergrundes ist ein freundliches Hellgrau getreten, auch viele Apps wurden aufgehellt.

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Das seitliche Menü zum Sortieren der Apps ist neu, außerdem wurde das Einstellungsmenü aufgehellt. / © NextPit

Neu ist die Stiftbedienung und die dazugehörigen Apps. Das Z Ultra kann dank eines hochsensiblen Touchscreens auch mit leitenden Gegenständen wie mit einem Kugelschreiber bedient werden. Das funktioniert im Großen und Ganzen gut. In meinem Test konnte das Display aber zum Beispiel meine Eingaben mit dem Kugelschreiber nicht immer richtig interpretieren, mit einem Kopfhörerstecker oder einem Bleistift funktionierte das besser, jedoch mit einer leichten Verzögerungszeit. 

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Schreiben mit dem Bleistift ist beim Xperia Z Ultra (fast) kein Problem. / © NextPit

Die Handschrifterkennung ist noch ausbaufähig, handschriftliche Notizen lassen sich nicht wirklich komfortabel erstellen. Spezielle Anwendungen wie die Skizzen-App sind zudem nicht viel mehr als eine nette Spielerei. Praktisch ist aber, dass sich das gesamte Smartphone komplett mit dem Stift bedienen lässt und sich die Eingabe nicht auf bestimmte Bereiche oder Apps beschränkt. Das ist zum Beispiel beim Browsen im Netz praktisch, da sich mit einem spitzen Bleistift gerade kleine Schaltflächen und Buttons oder Links in Texten leichter und präziser anwählen lassen. 

Sony Xperia Z Ultra: Performance

Das Xperia Z Ultra hat einen der besten Smartphone-Prozessoren an Bord, die es zurzeit auf dem Markt gibt. Der Vierkernprozessor Snapdragon 800 von Qualcomm taktet mit 2,2 Gigahertz und enttäuscht in Sachen Leistung und Reaktionsgeschwindigkeit zu keinem Zeitpunkt. Grafisch aufwändige Spiele und rechenintensive Apps meistert das Z Ultra mühelos, auch beim Browsen im Netz und beim Blättern durch Menüeinträge und App-Drawer fiel mir keine Verzögerung oder Ruckeln auf. Einziges Manko war die leicht verzögerte Reaktion bei Eingaben mit einem Stift.

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Im AnTuTu-Benchmark erzielt das Xperia Z Ultra Bestnoten. / © NextPit

Sony Xperia Z Ultra: Kamera

Die Kamera ist die große Schwachstelle des Xperia Z Ultra. Leider hat Sony auch mit dem letzten Modell der Z-Reihe die bekannten Probleme mit dem starken Bildrauschen bei schlechten Lichtverhältnissen nicht lösen können.

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Mein Bürokaktus gibt im Glühlampenlicht kein gutes Bild ab - und das liegt weniger am Kaktus als am Xperia Z Ultra. / © NextPit

Die Auflösung hat Sony von den 13 Megapixel beim Xperia Z auf 8 Megapixel zurückgeschraubt. Zusätzlicher Schwachpunkt: Dem Z Ultra fehlt ein Blitz. Während andere Hersteller statt LED- schon auf Xenon-Blitzlicht setzen, lässt Sony den Blitz einfach komplett weg. 

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Fragwürdige Entscheidung: Die Kamera-Linse ist auf der Rückseite ganz alleine, einen LED-Blitz hat Sony beim Xperia Z Ultra weggelassen. / © NextPit

Bei Tageslicht und guten Lichtverhältnissen sind auch die Fotos des Z Ultra gut, im schummrigen Licht lässt die Qualität stark nach, der Touchfokus hat zudem große Probleme, auf den gewünschten Punkt scharf zu stellen. Insgesamt hinterlässt die Kamera einen gemischten Eindruck. Hier hat Sony nach wie vor Nachholbedarf.   

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Gutes Licht ist beim Xperia Z Ultra extrem wichtig. Dann klappt's auch mit dem Foto. / © NextPit
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Der Blick aus dem Fenster durch die Linse des Xperia Z Ultra. / © NextPit

Sony Xperia Z Ultra: Akku

Im Gegensatz zur Kamera-Technologie scheint Sony in Sachen Akku dazugelernt zu haben. Die Batterie ist mit 3.050 Milliamperestunden angemessen groß, im Zusammenarbeit mit dem Stromsparpotential des Snapdragon 800 kam das Xperia Z Ultra in meinem Test auf gut 27 Stunden Nutzung, bevor es bei 8 Prozent Restakku wieder an die Steckdose musste. In der Zeit habe ich Musik gehört, bin mobil und über WLAN im Netz gesurft, habe telefoniert und SMS- und WhatsApp-Nachrichten geschrieben, Fotos gemacht, Apps und Spiele heruntergeladen und ein bisschen gezockt. Per Stamina-Energiesparmodus lassen sich zusätzliche Reserven aus dem Z Ultra herauskitzeln, die volle Akkuleistung dürfte nach ein paar Ladezyklen noch steigen. 

Sony Xperia Z Ultra: Technische Daten

Die Hardware ist State of the Art. Prozessor und Grafikeinheit gehören zum Besten auf dem Markt, das Display ist hochauflösend und brillant, der Akku angemessen groß. Einzig die Kamera kann mit anderen aktuellen Top-Smartphones nicht mithalten. Die Premium-Ausstattung hat jedoch auch ihren Preis: Mit derzeit 679 Euro sprengt das Z Ultra jede Preis-Obergrenze für Smartphones.   

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Mehr Tablet als Smartphone: Im direkten Größenvergleich mit dem HTC One wird nochmal deutlich, wie riesig das Z Ultra tatsächlich ist. / © NextPit

Abschließendes Urteil

Das Xperia Z Ultra ist ein richtig gutes kleines Tablet. Für ein Smartphone ist es schlicht zu groß, in der Phablet-Kategorie belegt es mit dem zu zocken oder einfach im Internet zu surfen. Das Z Ultra könnte vielleicht besser Tablet Z Mini heißen. Als solches würde man ihm die schlechte Kamera dann auch eher durchgehen lassen. Diese ist neben dem hohen Preis dann auch das einzige wirkliche Manko am Z Ultra.