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Sony Xperia Z3

5,0

Pro

  • Design und Verarbeitung
  • Multimediatalent
  • Kamera
  • Performance

Contra

  • 16 GB interner Speicher für ein Flaggschiff nicht mehr zeitgemäß
Foto: Handy Sony sony-xperia-z3

Pros des Sony Xperia Z3

  • Design und Verarbeitung
  • Multimediatalent
  • Kamera
  • Performance

Contras des Sony Xperia Z3

  • 16 GB interner Speicher für ein Flaggschiff nicht mehr zeitgemäß

Zum Abschnitt:

Sony Xperia Z3: Preis und Verfügbarkeit

Das Sony Xperia Z3, wie wir es getestet haben, gibt es in den Farben Weiß, Schwarz, Grün und Kupfer. Bei Notebooks Billiger bezahlt man inzwischen unter 486 Euro.

Sony Xperia Z3: Design und Verarbeitung

Sony hat Anfang 2013 mit dem Xperia Z das sogenannte OmniBalance-Design eingeführt, das klare Linien definiert und auf Premium-Materialien wie Aluminium und Glas setzt. Mit jeder neuen Z-Generation hat Sony das Design und die Verarbeitungsqualität stetig überarbeitet und verbessert. Das Xperia Z3 unseres heutigen Tests stellt den bisherigen Höhepunkt dieser Evolution dar.

Front und Rückseite aus Glas sind nahezu unverändert, beim Rahmen hat Sony aber auf die negativen Stimmen gehört und dafür gesorgt, dass es besser in der Hand liegt, indem der Rahmen nun abgerundet und leicht konvex ist. Ein Handschmeichler wie das HTC One M8 wird das Xperia Z3 dadurch zwar nicht, aber es fühlt sich dank des konvexen Rahmens deutlich besser an und liegt auch viel natürlicher in der Hand. Sony tat gut daran, auf harte Kanten zu verzichten.

xperia z3 back
Ein gelungenes Smartphone: Das Xperia Z3 von Sony. / © nextpit

Apropos Rahmen: Sony hat an allen vier Ecken Gummipolster (“Bumper”) angebracht, die dafür sorgen sollen, dass im Falle eines Sturzes weniger Druck auf das Display ausgeübt wird, sodass die Gefahr eines gebrochenen Displays verringert wird. Optisch unterscheiden sich diese kaum vom Alurahmen, dadurch bleibt der Anschein eines Unibody-Rahmens gewährt, gleichzeitig wird aber auch mehr Stabilität und Sicherheit vermittelt. Zum Test einfach mal fallen lassen sollte man das Xperia Z3 aber natürlich trotzdem nicht.

xperia z3 bumper
Hier gut zu erkennen: Einer der Gummi-Bumper, der an allen vier Ecken des getesteten Xperia Z3 angebracht ist. / © nextpit

Sony Xperia Z3: Display

Sony setzt beim Xperia Z3 anders als andere Hersteller statt auf ein WQHD-Display noch auf ein Full-HD-Display (1.920 x 1.080 Pixel) bei einer Größe von 5,2 Zoll. Durch die verwendeten Technologien TRILUMINOS und "X-Reality for mobile" ist das Display sehr hell und lässt sich im Test des Z3 auch noch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesen. Die Blickwinkel sind ausgezeichnet und Fotos und Videos wirken plastisch, aber nicht übersättigt, sondern immer noch natürlich. Im direkten Vergleich zum Z2 wirkt das auf dem Papier identische Display noch mal ein kleines Stück besser.

xperia z3 homescreen
Knackige, aber dennoch natürliche Farben beim Display des getesteten Z3. / © nextpit

Sony Xperia Z3: Besonderheiten

Das Sony Xperia Z3 ist wasser- und staubdicht nach Zertifizierung IP65 und IP68. Das bedeutet: Sind alle Schutzklappen am Gerät verschlossen, ist das Xperia Z3 vollständig staubdicht und gegen Wasserstrahlen mit geringem Druck aus allen Richtungen geschützt. Darüber hinaus kann es für maximal 30 Minuten bis zu 1,5 Meter in Süßwasser getaucht werden.

xperia z3 schutzklappen
Wie bei Sony üblich, sind alle Anschlüsse (außer Kopfhörerausgang) hinter Schutzklappen. / © nextpit

Ebenfalls erwähnenswert sind die auf der Front angebrachten Stereo-Lautsprecher. Diese klingen noch mal deutlich besser als beim Xperia Z2 und auch bei Anrufen ertönt im Test des Xperia Z3 der Rufton aus beiden Lautsprechern.

Sony Xperia Z3: Software

Sony hat beim Xperia Z3 wieder ein rundes Gesamtpaket geschnürt, das das Z3 im Test zu einem wahren Multimedia-Talent macht. Im Musik-Bereich sorgen die Technologien DSEE HX (Digital Sound Enhancement Engine) und Hi-Res Audio für eine verbesserte Soundqualität, die vor allem bei MP3s mit niedriger Bitrate greifen und das Sounderlebnis bereichern. Anzumerken ist jedoch, dass DSEE HX nur in der Walkman-App von Sony zur Verfügung steht, bei Google Play Music oder alternativen MP3-Playern aus dem Play Store muss man leider auf diese Verbesserungen verzichten. Andere Soundeffekte wie der Equalizer oder virtueller Surround-Sound stehen aber auch dort bereit.

xperia z3 soundeffekte
Neue Soundeffekte des Xperia Z3 im Test. / © nextpit

Für Gamer bietet das Z3 mit der neuen Funktion PS4 Remote Play die Möglichkeit, auf der PlayStation 4 angefangene Spiele einfach auf dem Z3 fortzuführen, indem der PS4-Controller an das Z3 angedockt wird. Laut Sony soll dieses Feature ab November 2014 verfügbar sein, sodass wir PS4 Remote Play leider noch nicht selbst ausprobieren konnten. Wir werden das aber nachholen.

sony ps4
PS4 Remote Play auf der IFA ausprobiert. / © nextpit

Eine weitere Neuerung bietet Sony mit dem Ultra-Stamina-Modus: Ist dieser aktiviert, verwandelt sich das Z3 im Test quasi in ein Dumbphone, das über keinen Internetzugriff verfügt, den Homescreen auf eine Seite reduziert und nur noch Zugriff auf die folgenden Funktionen bietet: Telefon, Kontakte, SMS/MMS, Kamera, Album, Kalender, Wecker und Uhr, Rechner, UKW-Radio, Einstellungen. In diesem Modus beträgt die Akkulaufzeit mehrere Tage, je nach Nutzungsverhalten muss das Xperia Z3 erst wieder nach 3 bis 5 Tagen an die Steckdose. Sinnvoll ist dieser Modus zum Beispiel auf langen Reisen oder Rucksacktouren, sofern man nicht auf Internet angewiesen ist.

Sony Xperia Z3: Performance

Der Vorgänger Xperia Z2 hat uns in Sachen Performance schon nicht enttäuscht, und obwohl die Hardware beim Z3 nahezu identisch zu der des Z2 ist, wurde die Gesamtperformance noch mal deutlich verbessert. Zum Vergleich: Im beliebten Benchmark AnTuTu kommt das Xperia Z3 im Test auf durchschnittlich 43.000 Punkte, das Xperia Z2 liegt im Schnitt knapp unter der 40.000er-Grenze.

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Sony Xperia Z3 im AnTuTu-Benchmark-Test. / © nextpit

Und auch in Sachen 4K-Videos gibt es erfreuliche Nachrichten: Brach beim Z2 die Aufnahme aufgrund von Überhitzung nach maximal 5 Minuten ab, beträgt die Aufnahmezeit beim Z3 im Schnitt 10 Minuten. Anschließend bricht die Aufnahme ab, auch wenn das Z3 im Test nicht sonderlich heiß wird. Das ist zwar immer noch ärgerlich, aber trotzdem ist es Sony anzurechnen, dass sie das Problem zumindest verbessert haben, auch wenn so etwas bei einem Premium-Smartphone von knapp 500 Euro erst gar nicht auftreten sollte.

xperia z3 kamera 4k ausschalten
Im Test des Xperia Z3 hat sich die Kamera bei 4K-Videos nach knapp 10 Minuten ausgeschaltet. / © nextpit

Sony Xperia Z3: Kamera

Die Hauptkamera löst mit 20,7 Megapixeln auf und hat einen Exmor-RS-Bildsensor mit einer Größe von 1/2,3 Zoll und ist somit identisch zur Kamera des Z2. Neu ist jedoch der höhere maximale ISO-Wert von ISO 12800 (der maximale ISO-Wert des Z2 beträgt 3200), was vor allem in lichtschwachen Aufnahmesituationen zum Tragen kommen soll. Kurzum: Die ohnehin schon gute Kamera des Z2 wurde beim getesteten Z3 noch mal leicht verbessert. Hier sind ein paar Beispielfotos, alle Fotos in voller Auflösung findet Ihr auf meinem Google+-Profil.

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© nextpit
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© nextpit
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xperia z3 camera sample 02
© nextpit
xperia z3 camera sample 04
© nextpit

Sony Xperia Z3: Akku

Obwohl die Akkukapazität beim Z3 im direkten Vergleich mit dem Xperia Z2 um 100 mAh abgenommen hat, liegt die Laufzeit gleichauf und überzeugt somit auf ganzer Linie. Im Praxistest des Xperia Z3 betrug die Laufzeit bei automatischer Displayhelligkeit mit 3 automatisch synchronisierten Konten, 1 Stunde Musik hören, 2 Stunden im Internet surfen (Web, Twitter und Feedly), 15 Minuten Gaming sowie gelegentlichen Schnappschüssen im Modus “Überlegene Automatik” nach einem 13-Stunden-Tag immer noch mehr als 50 Prozent, sodass eine Akkuladung locker für 1,5 Tage reicht.

Sony Xperia Z3: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Sony hat schon ein halbes Jahr zuvor mit dem Xperia Z2 ein durchaus überzeugendes Smartphone abgeliefert und sich mit dem getesteten Z3 noch mal selbst überboten, wenn auch nur minimal. Die selbsternannte Smartphone-Revolution (“The Smartphone revolution starts here”) ist Sony nicht gelungen, richtige Alleinstellungsmerkmale bleiben aus, womit Sony auch selbst unter Beweis gestellt, dass alle 6 Monate für ein neues Flaggschiff ein viel zu kleiner Abstand ist, um große Änderungen an einem ohnehin schon sehr guten Gerät vorzunehmen. Viele Details wurden verbessert, die meisten Verbesserungen bei der Software hätte man jedoch sicherlich auch beim Z2 mit einem Update nachrüsten können. Trotzdem: Unterm Strich ist das Z3 ein absolut empfehlenswertes Smartphone für alle, die auf der Suche nach einem eleganten Look in Kombination mit potenter Hardware und einem stimmigen Software-Gesamtpaket sind. Besitzer eines Z2 müssen sich jedoch nicht ärgern, denn für die gibt es keinen Grund zum Upgrade.