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Xiaomi

Xiaomi Black Shark

Pro

Contra

Foto: Handy Xiaomi xiaomi-black-shark

Zum Abschnitt:

Nichts für Introvertierte

Mit herkömmlichen Smartphones wird es von Tag zu Tag schwieriger Geld zu verdienen, denn der Markt ist gesättigt, die Verkaufszahlen stagnieren oder gehen gar zurück. Was kann man als Hersteller also machen, um die sinkenden Absatzzahlen abzufangen? Neue Märkte erobern, sowohl geografisch, als auch mit auf die Bedürfnisse spezieller Kundenschichten ausgelegte Produkte. So etwas kennen wir schon aus unzähligen Bereichen, angefangen mit Bekleidung, Lebensmittel und bis hinzu unseren mehrrädrigen Transportmitteln wie Fahrrädern, Rollern, bis hin zum Automobil. Überall gibt es spezialisierte Produkt-Kategorien.

Bei den Smartphones oder Handys gibt es ebenfalls seit längerer Zeit gesonderte Produkte für unterschiedliche Zielgruppen. Senioren-Handys oder Outdoor-Smartphones sind nur zwei dieser Zielgruppen-spezifischen Smartphones. An Mobile Games Devices hatten sich ebenfalls schon mehrere Hersteller versucht. Der gute alte Gameboy von Nintendo, Nokias N-Gage oder Nvidias Shield Portable oder das spätere Shield Tablet sind nur einige Beispiele für portable Games Devices. Aber die jüngeren Produkte sind bisher kläglich gescheitert, trotz einem rasant wachsendem Mobile-Games-Markt. Der Markt für Spiele-Apps soll laut dem Verband der deutschen Games Branche e.V.  bis 2020 auf einen Umsatz von satten 74,6 Milliarden US-Dollar steigen. Das entspräche einer Steigerung von über 114 Prozent im Vergleich zu 2015.

Game Marktdaten 2018 01 06 Umsatz Apps
Der Markt für Mobile Games wächst und wächst. / © Verband der deutschen Games-Branche e.V.

Mobile Games endlich auf hohem Niveau

Der Mobile-Games-Markt wächst und wächst, aber warum stürzen sich gerade jetzt die Hersteller auf diese Zielgruppe? Sagen wir es mal diplomatisch, bis vor kurzem war der App Store sowohl für iOS, als auch Android noch unattraktiv für die eingefleischten PC- oder Konsolen-Spieler. Bis auf Arcade-lastige Rennspiele, zahlreiche Candy-Crush-Klone, hundertfache Endless Runner und Strategie Spiele gibt es kaum attraktive Spiele für einen Konsolen- oder PC-Spieler. Aber aller spätestens mit den Hits wie Fortnite Battle Royal für iOS und auch PUBG Mobile fühlen sich Grafik-verwöhnte Spieler, zu denen ich mich selbst auch zähle, wirklich abgeholt. Klar kann man solche Spiele immer noch mit guten Mittelklasse-Smartphones zocken, aber man will doch solche Spiele in der höchsten von den Entwicklern vorgesehenen Detailstufe erleben. 

Gamer wollen auffallen

Wenn ich mir das Design des Xiaomi Black Sharks anschaue, dann fallen mir die Analogien zu Gaming-PCs auf. Schwarz ist doch ebenfalls die dominierende Farbe und als Akzente werden grelle Farben und hochwertige Materialien verwendet. Irgendwo muss dann noch eine Komponente eingebaut werden, die blinkt und somit noch eine extra Portion Aufmerksamkeit erhascht.

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Smartphone, GamePad und ein Bumper liegen im Lieferumfang. / © NextPit

Das Black Shark von Xiaomi folgt der Gaming-PC-Rezeptur sehr genau , vor allem wenn man die Rückseite betrachtet. Metall wechselt sich mit Glas ab und in der Mitte prangt ein grün-eingefasstes S, dass bei eingehenden Anrufen oder Benachrichtigungen kurz aufblinkt. Die Metallplatte in der Mitte gehört zu einem Kühlsystem, damit das Smartphone die Abwärme im Dauereinsatz großflächig abtransportieren kann. Keine Sorge, Ihr werdet Euch nicht die Finger verbrennen, denn während meines Tests wurde der schwarze Hai von Xiaomi zwar warm, aber nicht unangenehm heiß.

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Xiaomi Black Shark mit aufgestecktem GamePad / © NextPit

Auffällig ist an dem Design des Gaming-Smartphones von Xiaomi noch die dedizierte Shark-Taste. Betätigt man diese, dann schaltet das Smartphone ins Querformat um und öffnet eine Gaming-Umgebung. Hier kann man dann seine Games verwalten, das Gamepad konfigurieren und das System wird auf Höchstleistung geschaltet.

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Fokus auf die Games im Shark Space. / © NextPit

Leistung satt

Im Inneren des Black Shark verwendet Xiaomi wie schon Sony, OnePlus oder LG Qualcomms schnellsten SoC mit acht Prozessorkernen, den Snapdragon 845. Der Chip enthält eine Octacore-CPU (4x 2,7 GHz Kryo 385 Gold und 4x 1,7 GHz Kryo 385 Silver), 8 GByte RAM und die Adreno 630 GPU. Mit dieser Kombination an Hardware sollte das Smartphone kaum in Schwierigkeiten zu bringen sein.

Xiaomi Black Shark im Benchmark-Test

  Xiaomi Black Shark Razer Phone Huawei P20 Pro Galaxy S9+ (QHD+) Sony Xperia XZ2
Geekbench CPU
Single core
2.441 1.932 1.920 3.771 2.412
Geekbench CPU
Multicore
8.498 6.700 6.780 8.923 8.420
3D Mark
Sling Shot ES 3.1
4.644 3.731 2.972 3.257 4.679
3D Mark
Sling Shot ES 3.0
5.056 5.007 3.346 3.910 6.140
3D Mark
Ice Storm Unlimited ES 2.0
60.450 42.526 30.602 38.302 63.589
PassMark Memory
(RAM)
11.038 14.630 14.087 24.164 12.418
PassMark Disk
(Storage)
73.561 74.882 64.144 67.765 73.208

Das Xiaomi Black Shark kommt in unserem Benchmark-Parcours auf sehr ähnliche Resultate wie das Sony Xperia XZ2.

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Zocken auf dem Xiaomi Black Shark ist ein Genuss. / © NextPit

In Games wie PUBG Mobile und auch Shadow Gun Legends kommt kaum ein Gefühl auf, dass das Black Shark ins Schwitzen kommt. Es läuft alles sehr flüssig und die Frameraten sind stabil. Interessanterweise ist das Kühlsystem sehr wirkungsvoll, denn das Black Shark wurde während der Benchmarks nur warm und die Wärmverteilung war zwar am oberen Bereich leicht höher, aber es wurde nicht heiß.  

Xiaomi Black Shark: Technische Daten

Vorläufiges Urteil

Nach dem Leistungscheck des Black Shark von Xiaomi, ist das Gamer Phone mehr als ausreichend ausgestattet, um die modernen grafikintensiven Games flüssig darzustellen. In den nächsten Tagen schauen wir uns noch die Akkuleistung an und betrachten das Display durch unser unbestechliches Messinstrument. 

Was haltet Ihr von dem Xiaomi Black Shark? Würdet Ihr Euch ein Smartphone als Gaming-Instrument holen wollen? Schreibt uns Eure Meinung in die Kommentare.