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Xiaomi

Xiaomi Poco M5

4,0

Pro

  • Ansprechendes Design
  • Noch ansprechenderer Preis
  • Ordentliche Performance
  • Sehr gute Akkulaufzeit
  • 3
  • 5-mm-Klinkenanschluss
  • okaye Hauptkamera bei gutem Licht

Contra

  • kein AMOLED
  • viel Bloatware
  • kein 5G
  • nur 4 GB RAM
  • eher rudimentäres Kamerasystem
  • recht langsames Laden
Foto: Handy Xiaomi xiaomi-poco-m5

Pros des Xiaomi Poco M5

  • Ansprechendes Design
  • Noch ansprechenderer Preis
  • Ordentliche Performance
  • Sehr gute Akkulaufzeit
  • 3,5-mm-Klinkenanschluss
  • okaye Hauptkamera bei gutem Licht

Contras des Xiaomi Poco M5

  • kein AMOLED
  • viel Bloatware
  • kein 5G
  • nur 4 GB RAM
  • eher rudimentäres Kamerasystem
  • recht langsames Laden

Zum Abschnitt:

Preis und Verfügbarkeit

Das Poco M5 wird in Deutschland in zwei Konfigurationen mit 4 GB RAM und 64 bzw. 128 GB erweiterbaren Speicher angeboten. Dabei habt Ihr die Wahl, ob Ihr Euch das Modell in der Farbe Grün, Schwarz oder Gelb kauft. Der Preis für das Poco M5 beginnt bei 189,90 Euro.

  • Poco M5 mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher: UVP 189,90 Euro
  • Poco M5 mit 4 GB RAM und 128 GB Speicher: UVP 209,90 Euro

Verkaufsstart war am 12. September 2022. Bis zum 17. September 2022 um 13:00 Uhr wird das Poco M5 zum Promotion-Preis von 169,90 Euro bzw. 189,90 Euro bei po.co/de, mi.com/de und Amazon Deutschland erhältlich sein. Wer flott ist, spart also noch einmal 20 Euro!

Design und Display

Das Poco M5 mit 90-Hz-LCD-Panel kommt mit auffälliger Rückseite mit matter Textur in Lederoptik.  Oben erstreckt sich die Kameraleiste über die komplette Breite des Geräts. 


Gefällt:

  • ansprechendes Design 
  • gute Verarbeitung
  • 3,5-mm-Klinkenanschluss
  • 90 Hertz Bildwiederholrate

Gefällt nicht:

  • nur LCD-Panel
  • nur 500 Nits
Das Poco M5 auf dem Schreibtisch mit dem Display nach unten
Ich mag den Look der breiten Kameraleiste. / © NextPit

Nimmt man das Poco M5 erstmals in die Hand, fallen das kantige Design und die Textur auf der Kunststoff-Rückseite auf, die an die Optik von Leder erinnert. Dieses Muster verhindert Fingerabdrücke, die wiederum von der glänzenden Kameraleiste oben förmlich angezogen werden. Erfreulicherweise sehen wir oben Platz für eine 3,5-mm-Klinke, auf der linken Seite befindet sich der Slot für die SIM-Karten. Der Schlitten nimmt neben zwei SIM-Karten auch eine Speicherkarte auf. 

Blick von schräg unten auf die Rückseite des Poco M5
Hier seht Ihr nicht nur, wie das Poco M5 an der Unterseite bestückt ist, sondern auch die Lederoptik der Rückseite. / © NextPit

Schauen wir weiter ums Gerät, gibt es unten einen USB-C-Slot und den Monolautsprecher, auf der rechten Seite schließlich die Lautstärkeregelung und darunter den Power-Button. Letzterer beherbergt auch den flott reagierenden Fingerabdrucksensor. Für meine großen Pranken ist der Button sehr gut erreichbar, auch an die Lautstärkewippe komme ich recht bequem – für kleinere Hände könnte das durchaus schwieriger werden.

Mir gefällt der Look des Poco M5, wobei es für mich den fetten Poco-Schriftzug oben in der Kameraleiste nicht gebraucht hätte. Ich halte das M5 für ein sehr ordentlich verarbeitetes Gerät, welches sich diesbezüglich nicht hinter höherpreisigen Smartphones verstecken muss. Die Tasten bieten gute Druckpunkte: Nichts wackelt, nichts knarzt. 

Blick auf die obere Displayhälfte des Poco M5 mit der Tropfen-Notch
Oben im Display seht Ihr die Einkerbung in Tropfen-Form. / © NextPit

Lasst uns auch aufs Display schauen. Es handelt sich hierbei um ein durch Gorilla Glass geschütztes LC-Display mit FullHD+-Auflösung (2.408 x 1.080 Pixel) bei einer Bildschirmdiagonale von 6,58 Zoll. Der Display-Technologie sind die eher mäßigen Betrachtungswinkel geschuldet, die beim seitlichen Draufschauen die Farben verfälschen. 

Bilder werden immerhin mit bis zu 90 Hertz wiederholt, und die Touch-Sampling-Rate liegt bei 240 Hertz. Bei der Standard-Einstellung wechselt die Bildwiederholung automatisch zwischen 60 und 90 Hz, um den Akku zu schonen. Ihr könnt aber auch manuell 90 Hz festlegen. Zentral am oberen Rand sitzt die tropfenförmige Notch, in der sich die Selfie-Cam befindet.

Das Display ist im Großen und Ganzen okay, wirkt aber ein wenig zu blass auf mich. Die Farben kippen bei zu seitlicher Draufsicht, außerdem vermisse ich sowohl kräftige Farben als auch tiefes Schwarz. Zudem ist das Panel mit 500 Nits auch nicht sonderlich hell. Auch in dieser Preisklasse sehen wir bei anderen Geräten bereits knackige AMOLED-Displays. 

Aber nicht falsch verstehen: Fürs Surfen, YouTube-Glotzen und das gelegentliche Schauen einer Serie auf Netflix taugt das Display natürlich dennoch. Ihr dürft halt nichts zu Außergewöhnliches erwarten und solltet Videos besser nicht draußen im Sonnenlicht schauen.

Performance und Software

Das Poco M5 hat den brandneuen MediaTek Helio G99 an Bord, der für ordentlich Dampf auch in der Einsteigerklasse sorgen soll. Das SoC kommt ohne 5G aus, und Poco stellt ihm 4 GB RAM und 128 GB erweiterbaren Speicher zur Seite.


Gefällt:

  • Ordentliche Performance
  • kaum Hitzeentwicklung
  • NFC
  • MIUI 13 auf Basis von Android 12

Gefällt:

  • nur 4 GB RAM
  • kein 5G
  • zu viel nervige Bloatware

Poco schickt sein Einsteiger-Smartphone also mit einem neuen 4G-SoC ins Rennen. Der von MediaTek im 6-nm-Verfahren gefertigte Helio G99 taktet mit bis zu 2,2 GHz. Das System on a Chip soll nicht nur besonders energieeffizient sein, sondern auch eine für diese Preiseklasse besondere Gaming-Experience liefern. Das SoC wird begleitet durch bis zu 128 GB per microSD erweiterbaren UFS-2.2-Speicher und bis zu 6 GB LPDDR4X RAM. 

Für Kaufinteressierte kommt jetzt der Dämpfer: Die Version mit 6 GB RAM wird in Deutschland nicht angeboten. Mein Testgerät hat diese 6 GB RAM an Bord, Euch bleibt lediglich, in den sauren 4-GB-Apfel zu beißen. Auf 5G müsst Ihr auch verzichten, dafür ist NFC ebenso wie Bluetooth 5.3 am Start – derzeit zumindest für den deutschen Markt sicher auch wichtiger. 

Poco M5 auf einem Schreibtisch mit Display nach oben
Auf dem Display erwartet Euch der typische MIUI-Look. / © NextPit

Der Game Turbo 5.0 von Poco soll dafür sorgen, dass die Gaming-Performance des 200-Euro-Handys eine bessere ist, als Ihr es in dieser Preisklasse befürchtet. Der Helio G99, MediaTeks jüngstes 4G-SoC, hat ähnliche Pläne und was soll ich Euch sagen: Jau, das funktioniert! Natürlich ziehen die SoC-Flaggschiffe Kreise um den Helio G99, aber vergleichen wir das Poco M5 mit seinesgleichen, sieht es richtig gut aus:

  Poco M5
(Helio G99)
Oppo Reno 8 Lite
(Snapdragon 695)
Oppo A76
(Snapdragon 680)
3D Mark Wild Life 1240 1214 446
Geekbench 5 Single: 554
Multi: 1898
Single: 685
Multi: 1994
Single: 285
Multi: 1667

Wir vergleichen das Gerät hier mit zwei günstigen Oppo-Phones und da schlägt sich der MediaTek G99 richtig gut. Er ist auf Augenhöhe mit dem Snapdragon 695 im 100 Euro teureren Reno 8 Lite (Test) und deutlich besser als der Snapdragon 680 im Oppo A76 (Test), welches preislich ähnlich positioniert ist wie das Poco M5.

Weniger anspruchsvolle Spiele meistert das Budget-Smartphone ohne Murren, bei grafisch hochklassigen Titeln wie Genshin Impact müsst Ihr die Grafik-Einstellungen natürlich herunterschrauben, um einigermaßen ruckelfrei zocken zu können. Dennoch: Gaming funktioniert und das sogar ohne übermäßige Hitzeentwicklung. 

Wer nicht viel zockt, sondern hauptsächlich Instagram und Messenger nutzt und ein bisschen im Netz surft, wird gar keine Schwierigkeiten feststellen bei dieser Leistung. Aber ich erinnere Euch dennoch noch einmal daran: Ich hab das Handy mit 6 GB RAM testen können, Euch stehen da mit 4 GB deutlich weniger zur Verfügung. 

Die 4 GB halte ich im Jahr 2020 auch für 200 Euro ehrlich gesagt für zu wenig. Davon abgesehen passt die Hardware-Ausstattung aber. Die 64 bzw. 128 GB Speicher können erweitert werden, die Konnektivität passt auch – abgesehen halt von 5G. Aber bei einer Abdeckung von etwas mehr als 50 Prozent in Deutschland können wir das wohl vernachlässigen. 

Kurz noch zur Software: Natürlich setzt Poco auf MIUI. Konkret bekommt Ihr es mit MIUI 13 auf Basis von Android 12 zu tun. Wollt Ihr mehr zum Android-Overlay erfahren? Dann lest Euch dazu doch unbedingt auch unseren MIUI-13-Test durch. Ebenfalls vorhersehbar: Poco hat den Hobel wieder schön mit allerlei Bloatware vollgerümpelt. 

Poco ist bei Angaben zu Software-Updates immer ziemlich schüchtern unterwegs. Soll heißen: Garantie bekommt Ihr keine. Im verlinkten Artikel könnt Ihr aber lesen, dass sich bislang Update-technisch in der M-Klasse nicht mit Ruhm bekleckert wurde. Ein Android-Update, drei MIUI-Versionen und drei Jahre Sicherheits-Patches sind alles andere als rekordverdächtig. Aber wie gesagt: Eine Voraussage fürs Poco M5 lässt sich auf dieser Basis nicht treffen – vielleicht gibt es ja dennoch längeren Support. 

Die Kamera des Poco M5

Eine 50-MP-Kamera mit ƒ/1.8-Blende führt die Triple-Cam an. Allerdings sollten wir realistischerweise die Sensoren für Makro und Tiefe eher unter den Tisch kehren. 


Gefällt:

  • ordentliche Fotos möglich mit der Hauptkamera bei gutem Licht
  • okayer Porträtmodus der Hauptkamera

Gefällt nicht:

  • Überflüssige 2-MP-Sensoren
  • kaum brauchbarer Nachtmodus
  • schwacher 10x Digitalzoom
  • insgesamt zu wenig Details
Rückseite des Poco M5 mit Fokus auf die Kamerasektion
Der Look der Kameraleiste gefällt mir, der Look der geknipsten Bilder nicht immer. / © NextPit

Womit haben wir es hier konkret zu tun? Das Cam-Line-Up präsentiert sich wie folgt:

  • 50-MP-Hauptkamera mit ƒ/1.8-Blende und Phase-Detection-Autofokus
  • 2-MP-Makro mit ƒ/2.4-Blende
  • 2-MP-Tiefensensor mit ƒ/2.4-Blende
  • 5-MP-Selfie-Knipse mit ƒ/2.2-Blende

Sagen wir es mal so: Würde ich Euch jetzt erzählen, dass vermutlich wenige Fotografen dieses Smartphone kaufen, wäre das vermutlich nicht die ganz große Überraschung. Tatsächlich lassen sich mit dem Hauptsensor aber durchaus brauchbare Foto knipsen. Allerdings müsst Ihr die 50-MP-Option separat aktivieren.  

Foto der Dortmunder Innenstadt mit Blick auf ein Hotel und den U-Turm bei blauem Himmel
Das Foto vermittelt Euch einen ersten Eindruck der Hauptkamera im Normalmodus – und des derzeitigen Dortmunder Wetters. / © NextPit

Die Tiefen- und Makrosensoren sind mit ihren jeweils zwei Megapixeln leider wieder einmal kaum erwähnenswert. Tele- oder Ultraweitwinkelkameras sucht Ihr hier auch vergeblich. Ich glaube übrigens, ich muss mal eine Petition ins Leben rufen, die diese 2-MP-Sensoren verbietet. Hier in Dortmund konnte man jedenfalls in den letzten Tagen einen glatzköpfigen Mann weinen hören: Es handelte sich um den Autor dieser Zeilen, der bei dem Versuch verzweifelte, ein einziges vernünftiges Makrofoto zustande zu bringen. 

Neben dem Makro-Modus gibt es u. a. Modi für Nacht-, und Dokumentenfotografie. Da sprechen wir direkt mal über den nächsten Downer: Je schlechter eine Szene ausgeleuchtet ist, desto schwieriger wird der Spaß – so weit, so erwartbar. Aber auch der Nachtmodus ist meines Erachtens in weiten Teilen unbrauchbar. Klar, tagsüber fehlen auch Details und manche Bilder sind verrauscht. Aber nachts nimmt dieser Detailmangel mitunter freche Züge an. 

In seltenen Fällen sorgt der Nachtmodus mal dafür, dass Farben kräftiger dargestellt werden. In der Regel sieht es aber eher so aus, dass er die Szenerie unrealistisch aufhellt. In vielen Fällen erhaltet Ihr grobkörnige, verrauschte Ergebnisse. Probiert es nachts vielleicht auch einfach ohne Nachtmodus mit den vollen 50 Pixeln – hier und da sah dann ein Bild durchaus brauchbar aus. 

Ezequiel beim Fotografieren
Hauptkamera – hier seht Ihr den lieben Ezequiel bei der Arbeit, der für uns alle Videos und Fotos bearbeitet und auch unseren Podcast produziert.
Quelle: NextPit
Kirche
Hauptkamera
Quelle: NextPit
Kirche
Hauptkamera, 50-MP-Modus
Quelle: NextPit
Blumenladen
Hauptkamera
Quelle: NextPit
Graffiti
Hauptkamera
Quelle: NextPit
Shopping-Passage
Hauptkamera
Quelle: NextPit
Fußgängerzone Dortmund
Hauptkamera, 50-MP-Modus
Quelle: NextPit
Dämmerung in der Dortmunder Innenstadt
Hauptcam
Quelle: NextPit
Flaschen an der Bar im Soho-House Berlin
Hauptcam – welch prachtvolles Stillleben aus dem Berliner Soho House.
Quelle: NextPit
Werbeschilder im Bahnhof
Hauptkamera – ja, der Dortmunder Bahnhof ist noch trostloser als die Kamera des Poco M5.
Quelle: NextPit
nächtliche Kreuzung in Dortmund
Hauptcam ohne Nachtmodus
Quelle: NextPit
nächtliche Kreuzung in Dortmund
Hauptkamera mit Nachtmodus
Quelle: NextPit
Schaufenster bei Nacht
Hauptkamera mit Nachtmodus – der Nachtmodus macht die Farben viel knalliger.
Quelle: NextPit
Fußgängerzone bei Nacht
Hauptcam mit Nachtmodus
Quelle: NextPit
Fußgängerzone bei Nacht
Hauptkamera ohne Nachtmodus
Quelle: NextPit
Fußgängerzone bei Nacht
Hauptkamera mit Nachtmodus
Quelle: NextPit
Fußgängerzone bei Nacht
Hauptkamera ohne Nachtmodus
Quelle: NextPit
Dortmund HBF in der Nacht
Hauptkamera, 50-MP-Modus
Quelle: NextPit
Selfie von mir im IFA Sommergarten
Selfie-Cam
Quelle: NextPit
Selfie von mir vorm U-Turm
Selfie
Quelle: NextPit
Selfie von mir vorm U-Turm
Hauptkamera
Quelle: NextPit
Selfie von mir vorm U-Turm
Hauptkamera mit Porträtmodus
Quelle: NextPit
Selfie von mir im Fahrstuhl
Selfie
Quelle: NextPit

Denkt vorm Nutzen der 5-MP-Selfie-Cam dran, der Beautify-KI den Saft abzudrehen, um Weichzeichner-Verbrechen zu verhindern. Bei Radiogesichtern wie dem meinen ist es kein großes Handicap, wenn Ihr nicht die knackigsten Selfies hinbekommt. Der Porträtmodus geht sogar noch, aber wer kann, nutzt stattdessen lieber den Porträtmodus der Hauptkamera. 

Wie Ihr Euch denken könnt, erhaltet Ihr hier bei allen verfügbaren Kameras eine überschaubare Qualität – dafür zahlt Ihr halt auch deutlich weniger fürs Gerät. Aber zumindest die Fotos der Hauptkamera taugen allemal für flotte Schnappschüsse bei gutem Licht. Sind Nachtfotos Euer Steckenpferd und steht Ihr auf Makro- und Zoom-Fotos? Dann seid Ihr beim Poco M5 leider falsch. 

Checkt am Besten mal die Galerie und entscheidet selbst, ob Ihr mit diesen Ergebnissen leben könnt, oder ob sie Euer Interesse am M5 zum Erliegen bringen.

Der Akku des Poco M5

Der Akku des Poco M5 bietet satte 5.000 mAh Kapazität und kann mit bis zu 18 Watt geladen werden.


Gefällt:

  • Gute Akkulaufzeit
  • Ladegerät im Lieferumfang enthalten

Gefällt nicht:

  • Langsames "Schnellladen" 

5.000 mAh Akku sind bei günstigen Smartphones fast schon die Regel geworden, und auch das Poco M5 stellt da keine Ausnahme dar. In Kombination mit dem LCD-Panel und dem effizienten Helio G99 solltet Ihr mit dem Akku nicht nur über einen, sondern bestenfalls auch über den zweiten Tag kommen beim Normalgebrauch.

Bin ich beim Test morgens mit 100 Prozent gestartet, hab ich es stets spielend bis mindestens zum Nachmittag des nächsten Tages geschafft. Auch Vielnutzer brauchen sich in der Regel erst am zweiten Tag auf die Suche nach einer Steckdose begeben.

Es nervt lediglich, dass "Schnellladen" in diesem Fall nicht wirklich schnell ist. Bei 5.000 mAh und lediglich 18-Watt-Schnellladen dauert es knapp zwei Stunden, bis Ihr das Teil wieder auf 100 Prozent gebracht habt. Schade, dass der Hersteller – sonst eher von der ganz schnellen Auflad-Truppe – hier nicht wenigstens 33 Watt spendiert. Ladegerät samt Kabel sind dafür immerhin im Lieferumfang enthalten und nein: Das ist eben nicht mehr selbstverständlich. 

Das Poco M5 – Fazit

Poco möchte dieses Smartphone gerne als Performance-Hai im Teich der Einsteiger-Fischlein verstanden wissen. Der Helio G99 beherrscht zwar kein 5G, liefert aber in Sachen Gaming ordentlich ab. Generell ist die Performance als solide zu bezeichnen und überdurchschnittlich in der Preisklasse. 

Bei der Kamera genügt der Hauptsensor einfachen Ansprüchen, Foto-Enthusiasten sollten das Poco M5 aber meiden. Das Display überzeugt nicht wirklich. Der Akku hält lange durch, und Software-technisch seid Ihr mit Android 12 auf MIUI-Basis auch gut bedient (allerdings bei vermutlich kurzem Software-Support). 

Ich vergebe für das Smartphone glatte vier Sterne und möchte das erklären, weil ich befürchte, dass Ihr das für zu hoch gegriffen haltet. Wir müssen bei den genannten Defiziten eben den Preis entsprechend berücksichtigen. Wer schnell genug zuschlägt, erhält das Handy ab 169 Euro! Ja, für das Geld gibt es keine Weltklasse-Fotos, überragende Performance und Flaggschiff-Displays – aber Ihr bekommt mit dem Poco M5 ein Smartphone, mit dem Ihr hier und da mal zocken, Eure Social-Network-Plattformen nutzen und natürlich auch telefonieren könnt. 

Wollt Ihr dennoch lieber andere Geräte abchecken aus dieser Preisklasse? Dann werft bitte einen Blick auf die Alternativen in unserem Beitrag mit den besten Smartphones für unter 200 Euro. Wer einen günstigen Allrounder sucht, der zudem auch optisch einen feinen Eindruck macht, der darf sich das Poco M5 mal näher ansehen.

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