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Xiaomi Redmi Note 2

4,0

Pro

  • Einzigartige MIUI-Features
  • microSD-Support bis 32 GB
  • Austauschbarer Akku
  • Monolautsprecher mit guter Audioqualität
  • Unschlagbarer Preis

Contra

  • Schlechte Akkulaufzeit
  • Nicht in Deutschland erhältlich
Foto: Handy Xiaomi xiaomi-redmi-note-2

Pros des Xiaomi Redmi Note 2

  • Einzigartige MIUI-Features
  • microSD-Support bis 32 GB
  • Austauschbarer Akku
  • Monolautsprecher mit guter Audioqualität
  • Unschlagbarer Preis

Contras des Xiaomi Redmi Note 2

  • Schlechte Akkulaufzeit
  • Nicht in Deutschland erhältlich

Zum Abschnitt:

Xiaomi Redmi Note 2: Preis und Verfügbarkeit

Das Redmi Note 2 wurde wie gesagt im August auf den chinesischen Markt losgelassen. Das Modell mit 32 GB Datenspeicher kostet umgerechnet etwa 140 Euro - nein, wir haben uns nicht vertippt. Das ist ein unglaublicher Preis für ein Phablet. Leider ist die Verfügbarkeit des Redmi Note 2 für deutsche Nutzer ein Problem, denn nach Deutschland wird es fast mit Sicherheit nicht kommen. Wie man dieses Problem löst, könnt Ihr unter folgendem Link nachlesen:

Xiaomi Redmi Note 2: Design und Verarbeitung

Ausnahme-Design darf man beim Redmi Note 2 nicht erwarten, tatsächlich sieht das Gerät extrem schlicht aus - nicht aber schlecht. Das kann einem auch Möglichkeiten eröffnen, die man mit hochgradig edel gestalteten Geräten nicht hat, denn wenn hier Kratzer an das Gehäuse kommen, tut es nicht halb so sehr weh. Dass die Rückseite des Redmi Note 2 abnehmbar ist, ist ein besonderes Feature, das fast völlig aus der Mode geraten ist. So kommt man an den Akku heran, was Gold Wert sein kann.

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Xiaomi Redmi Note 2 im Test: Auf der Rückseite befinden sich der Monolautsprecher und die 13-MP-Kamera. / © nextpit

Die im Redmi Note 2 verwendeten Materialien sind Plastik und Glas. Dafür ist das Handy dann aber doch auffällig schwer. Es ist weder ungewöhnlich dick, noch herausragend schlank, in der Hand fühlt es sich aber gut an. Natürlich sind 5,5 Zoll nicht wenig, und das Redmi Note 2 hat zusätzlich noch relativ dicke Displayrahmen. Überraschenderweise lies es sich aber dennoch relativ gut mit einer Hand bedienen, was womöglich an den weichen Kanten liegt, sodass das Umgreifen leicht vonstatten geht.

Powerbutton und Lautstärkewippe sind auf der rechten Seite angebracht und gut zu erreichen. Wenn wir diese Tastenplatzierung mit Geräten wie dem Galaxy S6 Edge+ (zum Test) vergleichen, muss man Xiaomi loben, denn so ist es nicht nötig, eine zweite Hand heranzuziehen, nur um die Lautstärke zu verändern.

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Xiaomi Redmi Note 2 im Test: Die physischen Tasten liegen alle an der rechten Geräteflanke. / © nextpit

An der Gerätefront befinden sich die 5-MP-Kamera und das LED-Licht für Benachrichtigungen. Die Displayrahmen könnten wie gesagt kleiner sein. So erinnert das Redmi Note 2 fast an ein Sony Xperia Z2. Für ein 2015er Flaggschiff ist das nicht wirklich angemessen. Doch wir haben es hier schließlich auch nicht mit einem Flaggschiff zu tun. Am unteren Ende der Front sitzen die fixen kapazitiven Tasten. Manchen mögen sie, andere hassen sie, doch bei Xiaomi sind diese nicht wegzudenken.

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Xiaomi Redmi Note 2 im Test: Wenn das Display eingeschaltet ist, leuchten die Tasten rot auf. / © nextpit

Das Redmi Note 2 ist ohne Zweifel kein Kunstwerk, sein Design ist einfach und funktional. Aber für einen Preis weit unter 200 Euro ist das fast schon mehr als man erwarten kann.

Xiaomi Redmi Note 2: Display

Vielleicht liegt es nur am buchstäblich scharfen Kontrast zum schlichten Design, doch das 5,5 Zoll große, in Full HD auflösende LCD-Panel des Redmi Note 2 stellte sich im Test als eines der Highlights heraus. Tatsächlich lässt es sich ohne Weiteres mit dem Display des OnePlus 2 (zum Test) vergleichen, bietet dabei aber bessere Blickwinkelstabilität.

Die Darstellungsqualität ist absolut zufriedenstellend, und auch wenn das Display gut und gleichmäßig beleuchtet wird, könnten die Farben  etwas kräftiger und kontrastreicher sein. Auch einen leichten Grauschleier konnte ich feststellen, dieser verschwand jedoch, wenn die automatische Bildschirmhelligkeit deaktiviert wurde.

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Xiaomi Redmi Note 2 im Test: Das Display ist hell genug, doch die Farben könnten kontrastreicher und kräftiger sein. / © nextpit

Doch was bringt einem ein solches Display? Das Ansehen von YouTube-Videos oder Netflix-Inhalten ist eine echte Wonne, vor allem, weil die Audioqualität dazu auch noch richtig gut ist. Auch das Lesen und im Internet Surfen gestaltet sich angenehm, da das Display hell genug ist. Was auch sehr positiv im Test des Redmi Note 2 auffiel: Das Display ist softwareseitig für den Einsatz im Sonnenlicht optimiert und korrigiert Farben automatisch nach, wie es schon das Mi 4i tut. 

Xiaomi Redmi Note 2: Besonderheiten

Der Infrasrotsensor ist eines der besonderen Features des Redmi Note 2, vor allem in dieser Preisklasse. Leider beklagen einige Nutzer, dass die Xiaomi-App für den IR-Sensor nicht mit allen Fernsehern kompatibel sei, doch bis das Problem beseitigt ist, könnt Ihr Euch mit Drittanbieter-Apps behelfen. Einige Hersteller wie beispielsweise Sony haben sich mittlerweile dazu entschlossen, auf ein solches Feature zu verzichten. Deswegen ist es besonders erfreulich, dass Xiaomi die paar extra Cent in diesem Budget-Phone investiert hat.

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Xiaomi Redmi Note 2 im Test: Der IR-Sensor (rechts) macht es möglich, den Fernseher mit dem Smartphone zu steuern. / © nextpit

Xiaomi Redmi Note 2: Software

Das Redmi Note 2 kommt mit Android 5.0.2 Lollipop vorinstalliert, worüber Xiaomis Herstelleraufsatz MIUI 7 gestülpt ist. Das Benutzermenü ist sehr farbenfroh und erinnert fast gar nicht mehr an Android (dafür aber um so mehr an iOS). Das ist mehr als reine Kosmetik, denn MIUI bringt seine ganz eigenen Features mit. Die Codebasis ist und bleibt allerdings Android.

Unser Testgerät ist ein chinesisches, das lediglich Englisch als zusätzliche Sprache anbietet. Außerdem fehlen ihm die Google-Apps. Diese müssen separat geflasht werden. Wenn Ihr Euch also dazu entschließen solltet, das Redmi Note 2 importieren zu lassen, seid Euch darüber im Klaren, dass es mit ein paar Limitationen bei Software und Sprache kommt, wenn diese auch nicht unüberwindbar sind. 

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Xiaomi Redmi Note 2 im Test: Das Interface ist bunt und erinnert kaum noch an Android. / © nextpit

Auf dem Redmi Note 2 werden Nutzer keinen App Drawer finden, wie sie ihn von Android gewohnt sind. Stattdessen werden alle Apps auf den Homescreens abgelegt, genau wie man es von iOS kennt. Um eine App zu löschen, zieht sie einfach auf das Mülleimer-Symbol, das dann am oberen Bildschirmrand erscheint. Das System hat einen Nicht-Stören-Modus, der nach den eigenen Bedürfnissen konfiguriert werden kann, und auch das Verhalten bei Benachrichtigungen ist anpassbar.

Wer visuelle Abwechslung schätzt, darf sich über den MIUI-eigenen Theme Store mit Themes, Lock Screens, Icon Packs, Wallpapers und Widgets freuen. Features wie ein Datenvolumenmanager, Antivirus-Software, ein Audiorekorder, eine Notizen-App, ein Dateimanager und natürlich eine Wetter-App gehören zudem zumr Grundausstattung.

Alles in allem zeigte sich MIUI 7 in unserem Redmi-Note-2-Test überraschend flexibel, weitaus mehr als pures Android. Wer also gerne immer mal wieder Anpassungen vornimmt und den Look seiner Software verändert, macht mit dem Xiaomi-Preiskracher grundsätzlich nichts verkehrt.

Xiaomi Redmi Note 2: Performance

Im Redmi Note 2 arbeitet ein Achtkerner von MediaTek, der Helio X10, mit einer maximalen Taktrate von 2,2 GHz. Als Vergleich: Dieser Prozessor ist in etwa vergleichbar mit einem Snapdragon 810, nur kommt er ohne die Überhitzungsprobleme. Als Grafikprozessor dient der PowerVR G6200. 2 GB RAM gehören genau so dazu, wie die 16 bzw. 32 GB Datenspeicher, je Modell.

Insgesamt war das Xiaomi Redmi Note 2 im Test verlässlich in der Performance. Auch grafisch anspruchsvolle Spiele liefen, Multitasking war kein Problem, und Abstürze oder Schockstarren blieben in in meinem Test aus. Das Flashen der ganzen Google-Apps erforderte jedoch etwas Aufwand, den sich sicherlich nicht jeder machen möchte.

Gelegentlich wurde das Smartphone etwas warm, z.B. beim Aufladen oder während Spielen - generell bei hoher Systemauslastung. Doch die Hitzeentwicklung überstieg nie das Maß, das man von Smartphones allgemein gewohnt ist.

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So schlägt sich das Redmi Note 2 im Benchmark-Test. / © nextpit

Xiaomi Redmi Note 2: Audio

Ich bin kein Freund von Monolautsprechern, vor allem dann, wenn sie auf der Rückseite angebracht sind, sowieso nicht. Überraschenderweise war ich dann aber doch sehr zufrieden mit dem Sound des Redmi Note 2. Selbst wenn ich das Gerät mit dem Display nach oben ablegte, verschwand der Sound nicht, denn ein kleiner hervorstehender Knubbel unter dem Lautsprecher verhindert, dass dieser jemals völlig aufliegt und verdeckt wird.

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Xiaomi Redmi Note im Test: Der Lautsprecher auf dem Rücken wird glücklicherweise nie komplett abgedeckt, selbst wenn das Gerät auf dem Rücken liegt. / © nextpit

Sowohl Lautsprecher als auch Mikrofon leisten exzellente Arbeit. Der Sound ist klar und sauber, selbst in lauten Umgebungen und sogar wenn Wind das Mikro trifft.

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Xiaomi Redmi Note 2: Das Mikrofon befindet sich am Geräteboden neben dem micro-USB-Anschluss (v2.0). / © nextpit

Xiaomi Redmi Note 2: Kamera

Schon vor meinem Test des Redmi Note 2 las ich einige Reviews, die die Kamera und Bildqualität sehr negativ bewerteten. Ich muss widersprechen: Die Kamera des zweiten Redmi Note schlug sich überdurchschnittlich gut, wenn man sie mit heutigen Geräten unter 200 Euro vergleicht.

Werfen wir zuerst einen Blick auf die Software. Wie Ihr im unteren Screenshot sehen könnt, bietet die Kamera-App einen manuellen Modus, in dem der Fokus und die Belichtung in die eigenen Hände genommen werden können. Auch eine Reihe von Filtern stehen zur Verfügung. Aber Vorsicht bei der Nutzung dieser:

  • Hey Instagram-Hipster: Der beste Filter ist die Realität!
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Xiaomi Redmi Note 2 im Test: Das ist die UI der Kamera-App mit Hauptmenü, Sucher und Filtern. / © nextpit

Weiter unten findet Ihr eine Galerie mit Bildern, die mein Redmi Note 2 im Test produziert hat. Wie Ihr seht, geht der 13-MP-Sensor recht gut mit den Farben und dem Fokus um und bietet ein hohes Maß an Detail, selbst bei schlechtem Licht. Bei viel Licht hingegen patzt die Kamera, der Himmel wird zu einem weißen Brei, wobei das ein Problem ist, das man teils auch in 700-Euro-Smartphone-Kameras antrifft.

Auch die Frontkamera macht ihre Arbeit meiner Meinung nach gut und produziert gute Bild- und Videoqualität. Der 5-MP-Sensor fängt relativ viele Details ein, und so sollten die beliebten Groufies (Gruppen-Selfies) auch mit dem Redmi Note 2 kein Problem darstellen. Und wer noch etwas weiter experimentieren will,hat mit dem Slow-Motion- und Time-Lapse-Modus in Full-HD-Videos die Gelegenheit dazu.

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Bewölkter Himmel im Normalmodus.
Quelle: NextPit
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Normalmodus unter bewölktem Himmel.
Quelle: NextPit
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Normalmodus im Innern bei schwierigem Licht.
Quelle: NextPit
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Normalmodus im Innern bei schwierigem Licht.
Quelle: NextPit
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Normalmodus im Innern.
Quelle: NextPit
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Normalmodus im Innern.
Quelle: NextPit
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Normalmodus im Innern bei viel aber unregelmäßigem Licht.
Quelle: NextPit
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Normalmodus im Innern bei viel aber unregelmäßigem Licht.
Quelle: NextPit
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Normalmodus im Innern.
Quelle: NextPit
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Normalmodus im Innern mit Yesteryear Effekt.
Quelle: NextPit
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Normalmodus im Innern mit Vivid-Effekt.
Quelle: NextPit
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Normalmodus im Innern mit Spiegel-Effekt.
Quelle: NextPit
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Selfie draußen.
Quelle: NextPit
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Selfie draußen.
Quelle: NextPit
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Selfie draußen.
Quelle: NextPit
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Groufie draußen.
Quelle: NextPit

Xiaomi Redmi Note 2: Akku

Der Akku des Redmi Note 2 bietet 3.060 mAh, eine satte Kapazität für ein Smartphone dieser Preisklasse. Dazu hat Xiaomi eine Überraschung parat: Unterstützung von Quick Charge 2.0. Das bedeutet, das Phablet nimmt etwa 60 Prozent Leistung in einer halben Stunde auf. Leider braucht das Redmi Note 2 trotz dieses Oberklasse-Features fast zwei Stunden, um es auf volle Akkukapazität zu schaffen.

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Xiaomi Redmi Note 2 im Test: Der Akku ist wechselbar und unterstützt Quick Charge 2.0. / © nextpit

Hier kommt der größte Haken: Trotz des austauschbaren Akkus und der Schnellladeoption bleibt das Redmi Note 2 in Sachen Akkuleistung hinter den Erwartungen zurück. Keine sechs Stunden intensiver Nutzung schaffte ich im Test. Tatsächlich endete der Spaß bei durchschnittlich vier Stunden bei eingeschaltetem Display und WLAN.

All das bezieht sich allerdings auf den Standardbetrieb. MIUI 7 bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten für unterschiedliche Nutzerprofile und Akkumodi. Das ist gut so, denn die Voreinstellungen, bei denen viele Nutzer sicherlich intuitiv bleiben werden, sind zumindest in meinem Testergebnis nicht tragbar.

Xiaomi Redmi Note 2: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Wie eingangs erwähnt, kostet die 32-GB-Variante des Redmi Note 2 in China umgerechnet 140 Euro. Wer das Gerät nach Deutschland holt, zahlt selbstverständlich Importgebühren oben drauf, doch die ändern rein gar nichts daran, dass der Preis unanständig niedrig ist. Im Lichte dessen bietet das Xiaomi-Phablet alles, was man von einem Smartphone verlangen kann, sowohl in Sachen Hard- als auch in Sachen Software. Wenn Ihr also darüber nachdenkt, Euch ein chinesisches Smartphone anzuschaffen, das Ihr etwa zwei Jahre lang nutzen wollt, dann stellt das Redmi Note 2 eine gute Investition dar.

Auch wenn MIUI für Android-Nutzer ungewohnt ist, ist es ein Herstelleraufsatz, das Ihr lieben lernen werdet, wenn Ihr auf Abwechslung steht. Das Redmi Note 2 bewies sich im Test ohne Zweifel als das beste Smartphone, das man heute in dieser Preisklasse kriegen kann. Und um nun die Eingangsfrage zu beantworten, ob dieses Handy eine echte Alternative zu Galaxy S6 Edge+, LG G4 oder iPhone 6S Plus sein kann - sicherlich. Wenn Geld einem wichtig ist. Schließlich ist es kein Wunder, dass Xiaomi über eine Million Exemplare seit dem Launch verkauft hat.

Also, würdet Ihr dem Redmi Note 2 eine Chance geben?


Dieser Artikel wurde aus dem Portugiesischen übersetzt von Stephan Serowy.