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ZTE

ZTE Axon 7 Mini

3,0

Pro

  • Alltags-Performance
  • Display

Contra

  • Kamera
Foto: Handy ZTE zte-axon-7-mini

Pros des ZTE Axon 7 Mini

  • Alltags-Performance
  • Display

Contras des ZTE Axon 7 Mini

  • Kamera

Zum Abschnitt:

ZTE Axon 7 Mini: Preis und Verfügbarkeit

Das ZTE Axon 7 Mini kostet derzeit im Online-Handel rund 250 Euro. Es ist in den Gehäusefarben Gold und Grau erhältlich.

ZTE Axon 7 Mini: Design und Verarbeitung

Das Axon 7 Mini wird in einem Metall-Unibody gefertigt und liegt durch die abgerundete Rückseite gut in der Hand. Mit 5,2 Zoll hat das Display eine angenehme Größe. Insgesamt erscheint die Größe des Axon 7 Mini angenehm und das Smartphone ist etwas kleiner als der große Bruder Axon 7.

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Ober- und unterhalb des Displays sind zwei Balken angebracht / © NextPit

Die Front zeigt über und unter dem Display zwei Balken, die eine gewöhnungsbedürftige Riffelung aufweisen - dahinter stecken die Stereolautsprecher. Die Rückseite hingegen ist optisch ansprechender - hier ist die Materialwahl auf mattes Aluminium gefallen.

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Rückseite des Axon 7 Mini / © NextPit

Auf der Rückseite befindet sich der Fingerabdrucksensor und die rund eingefasste Kamera. Oben sehen wir den Kopfhöreranschluss, während unten der USB-Anschluss untergebracht ist. ZTE setzt dabei auf einen USB-C-Anschluss. Das ZTE Axon 7 Mini ist mit seinen knapp 8 Millimetern angenehm dünn.

ZTE Axon 7 Mini: Display

Das Display des Axon 7 Mini ist 5,2 Zoll groß. Es ist schon witzig, ein Smartphone mit 5,2 Zoll großem Bildschirm als Mini zu bezeichnen, aber die Displays der Smartphones sind in den vergangenen Jahren eben stark gewachsen. Weil aber auch die seitlichen Ränder schmaler geworden sind, kann heute selbst ein Smartphone mit mehr als 5 Zoll noch vergleichsweise kompakt wirken.

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Das Display ist ziemlich gut / © NextPit

Glücklicherweise sind die Zeiten vorbei, in denen Hersteller Displays verbauen, die größer als 5 Zoll sind, gleichzeitig aber nur in HD auflösen. Das AMOLED-Display des Axon 7 Mini löst dementsprechend in Full-HD auf. Im Test war es hell genug für alle Situationen und die Schärfe der Anzeige ist gut. Natürlich gibt es keine Spezialfunktionen à la HDR. Das Display des Axon 7 Mini ist keine Schwäche - im Gegenteil.

ZTE Axon 7 Mini: Software

Das Axon 7 Mini wird mit Android 6.0.1 Marshmallow und ZTE’s eigenem Skin ausgeliefert. Da dieses Smartphone vor allem für den europäischen Markt gedacht ist, sind natürlich alle wichtigen Google-Apps vorinstalliert. Ansonsten gibt es noch ein paar ZTE-eigene Apps, wie einen eigenen Musik-Player und eine Email-App. Die Anzahl an vorinstallierten Apps hält sich aber erfreulicherweise in Grenzen. Wie von ZTE gewohnt, gibt es allerdings keinen App-Drawer.

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Die UI von ZTE / © Screenshots: nextpit

Es gibt einige erwähnenswerte Besonderheiten. In der Navigationsleiste ist links ein Pfeil nach unten zu sehen. Dieser erlaubt es, die Navigationsbuttons auszublenden. Die Icons hinterlegt ZTE mit einem grauen Kasten, wie oben auf dem Screenshot zu sehen.

ZTE Axon 7 Mini: Performance

ZTE ist beim Axon 7 Mini im Gegensatz zum Axon 7 einen Kompromiss eingegangen. Der Prozessor ist nicht ganz so leistungsstark wie beim großen Bruder. Zum Einsatz kommt der Mittelklasse-Prozessor Snapdragon 617, beim Axon 7 war es noch ein Snapdragon 820. Das Axon 7 Mini hat 3 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte internen Speicher.

Technische Daten auf dem Datenblatt sind interessant - es zählt aber natürlich der Alltag. Hier macht der Acht-Kern-Prozessor einen guten Eindruck. Klassische Smartphone-Anwendungen wie Chatten, Telefonieren oder Surfen sind komplett unproblematisch. App-Starts sind recht schnell und Ruckler gibt es nicht.

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Benchmark-Werte des ZTE Axon 7 Mini / © Screenshots: nextpit

Die Benchmark-Werte des ZTE Axon 7 Mini liegen auf dem Niveau, das für den Snapdragon 617 zu erwarten ist. Die Ergebnisse sind fast auf den Punkt genau die gleichen, wie sie auch beim Moto G4 Plus zu sehen waren.

Bei Spielen hatte ich mitunter mit Abstürzen und Problemen zu kämpfen. Deus Ex GO beispielsweise bereitete derartige Probleme, dass das Hauptmenü nicht bedienbar war. Erst ein App-Update brachte hier Linderung. Trotzdem ruckelt selbst dieses grafisch nicht besonders aufwändige Spiel.

ZTE Axon 7 Mini: Audio

Beim Sound zeigt das Axon 7 Mini seine wahren Stärken. Stereo-Lautsprecher sind recht selten zu finden, vor allem in der Preisklasse von unter 300 Euro. Allerdings hat das Axon 7 Mini hinsichtlich des Sounds sogar noch mehr zu bieten.

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Dolby Atmos / © NextPit

Denn auf der Rückseite prangt ein Dolby-Atmos-Logo. Hierbei handelt es sich um einen Audiocodec der aktuellsten Generation, der nicht mehr nach Output-Kanälen gegliedert ist (Stereo, 5.1 oder 7.1), sondern Soundobjekte definiert. Diese werden dann auf das jeweilige Ausgabemedium angepasst ausgegeben. Vor allem sich bewegende Tonquellen sind so sehr detailliert abspielbar. Nun hat ein Smartphone aber nur einen Stereo-Output. Trotzdem hat Dolby Atmos einen Mehrwert. Die auf dem Smartphone gespeicherten Trailer klingen wuchtig und präsentieren diese bewegenden Soundobjekte. Um diese auszuprobieren, habe ich schnell Kopfhörer aufgesetzt. Tatsächlich sind Bewegungen recht präzise wahrzunehmen. Dolby-Trailer-typisch ist der Bass stark und wuchtig. Stellt sich halt noch die Frage, wie Atmos-Content abseits der Trailer auf das Smartphone kommt. 

Zur Sprachqualität bei Telefonaten: Hier gibt es nicht viel Erbauliches zu berichten. Das Axon 7 Mini hat beim klassischen Telefonieren eine bestenfalls als solide zu bezeichnende Qualität zu bieten. Blechern und schal klangen Stimmen. Zum Telefonieren reicht es aber. VoLTE unterstützt das Dual-SIM-Smartphone nicht. Die Empfangsqualität war im Test nicht zu beanstanden (SIM-Karte im o2-Netz). WLAN-Freunde wird es schmerzen zu erfahren, dass Netze im 5-GHz-Spektrum nicht unterstützt werden.

ZTE Axon 7 Mini: Kamera

Im Gegensatz zu den Lautsprechern, kann die Kamera des Axon 7 Mini nicht überzeugen. Die Hauptkamera löst mit maximal 16 Megapixeln auf und hat eine f/1.9 Blende und einen Autofokus. Die Frontkamera löst mit 8 Megapixeln auf und hat eine f/2.2 Blende.

Die technischen Daten der Kameras sind also nicht schlecht, aber die Qualität der Bilder sind nur mittelmäßig. Schon bei Tageslicht machen Fotos wenig her - weder die Farbwiedergabe noch die Detailqualität können überzeugen. Feine Details verschluckt die Komprimierung fast komplett - in unserer Bildergalerie ist das bei einigen Mauern deutlich zu sehen. Knallige Farben holt das ZTE Axon 7 Mini aus dem Berliner Winter nicht hervor, was aber weder verwunderlich noch verwerflich ist. Dass allerdings selbst grüne Wiesen matt rüber kommen, ist wenig erbaulich. Unter schlechten Lichtbedingungen bleibt ebenfalls nicht mehr viel von dem Motiv übrig.

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Die Kamera-Software ist einfach zu bedienen. / © NextPit

Immerhin: Die Kamera-App ist ganz gut gestaltet und lässt sich leicht bedienen. Aber was hilft das, wenn die Ergebnisse am Ende nicht so recht stimmen? Ein bisschen ärgerlich ist, dass die App im Vollbildmodus startet und somit die Navigationstasten ausblendet. Natürlich sorgt das für mehr Platz auf dem Display, allerdings ist die Navigation so etwas nervig: Um auf den Homescreen zurückzukehren muss man zunächst mit einer Wischgeste die Buttons anzeigen lassen. Problematisch ist allerdings, dass die Steuerung von Fokussierung und Belichtung nicht selbsterklärend ist. Der Autofokus ist unzuverlässig und etwas Nachhilfe sorgt vor allem für eine veränderte Belichtungseinstellung.

Der manuelle Modus erlaubt eine unter anderem eine händische Fokussierung, aber auch die Anpassung von Belichtungszeit, ISO-Wert und Weißabgleich. Trotzdem bleiben auch hier die Ergebnisse unter den Erwartungen, zumal erneut die Bearbeitung des Bildes starke Artefakte hinterlässt. Ein Versuch, eine andere Kamera-App zu verwenden, bringt keine Besserung, weil das Smartphone die dafür nötige Camera2-API nicht unterstützt. Schade, denn vielleicht hätten Bilder im RAW-Format mit nachträglicher Bearbeitung etwas reißen können.

ZTE Axon 7 Mini: Akku

Mit seinem Qualcomm Snapdragon 617 macht das Axon 7 Mini diesen spannenden Spagat: Einerseits hat der Prozessor im Alltag wie beschrieben alle nötigen Leistungsreserven. ZTE gibt die Kapazität des nicht wechselbaren Akkus mit 2.705 mAh an. Insgesamt hält der Akku richtig lange durch. Allen voran, wenn es um Standby-Zeiten und geringe Auslastung geht. Bei extrem zurückhaltender Verwendung hielt das Smartphone locker mehrere Tage durch, bei moderater Nutzung immerhin gerne mal zwei Tage. Weniger imposant fällt die Laufzeit hingegen aus, wenn Spiele und andere fordernde Tasks hinzukommen. Dann ist schon nach wenigen Stunden Schluss.

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ZTE Axon 7 Mini: Unibody-Design verhindert wechselbaren Akku / © NextPit

Den Akkutest PCMark hält das Axon 7 Mini nur durchschnittliche 5:07 Stunden aus. Das ist ein nur mittelprächtiger Wert, der vor allem auf den nicht idealen Stromverbrauch bei Belastung zurückzuführen ist. 

ZTE Axon 7 Mini: Technische Daten

Abschließendes Urteil

Beim ZTE Axon 7 Mini handelt es sich um ein Mittelklasse-Smartphone mit Stereolautsprechern - eine Eigenschaft, die durchaus Seltenheitswert besitzt. Viel falsch macht das Axon 7 Mini insgesamt nicht: Das Display ist angemessen gut, die Performance für alle Alltagsaufgaben vollkommen ausreichend. Und auch die Akkulaufzeit ist bei der wahrscheinlichen Nutzung dieser Usergruppe ordentlich.

Eine zentrale Schwachstelle ist sicher die Kamera, die keine besonders ansehnlichen Bilder produziert. Auch Spieler sollten sich bei leistungsfähigeren - aber teureren - Geräten umsehen. Ein potenzieller Konkurrent wäre das Moto G4 (Plus). Dieser ist günstiger, aber auch deutlich größer.