Horror-Rechnung: 1.000 Euro Lehrgeld für vergessenen Flugmodus

Horror-Rechnung: 1.000 Euro Lehrgeld für vergessenen Flugmodus

Flugmodus nicht vergessen! Sowohl in Flugzeugen als auch auf Schiffen in internationalen Gewässern können mobile Datenverbindungen schnell teuer werden. Diese und weitere Kostenfallen gelten auch trotz EU-Regulierung und auch in Gewässern zwischen EU-Staaten. Das Schlimmste: Die hohe Rechnung nach dem Urlaub droht Euch auch dann, wenn Ihr das Handy an Bord gar nicht aktiv genutzt habt.

Die Vorfreude ist riesig. Ihr geht an Bord, verstaut Gepäck und Jacke in der Ablage, lest ein Buch oder schaut einen Film mit dem Bord-Entertainment bis Ihr einschlaft. Nach dem Urlaub kommt das böse Erwachen: Auf Eurer Telefonrechnung erscheint ein Posten über mehrere hundert Euro: Roaming in Flugzeugen und Schiffen ist extrem teuer und entzieht sich den in der EU geltenden Regulierungen!

Sowohl der Guardian als auch c't konnten anhand mehrer Beispiele zeigen, dass Reisende erstaunlich schlecht geschützt sind, wenn es um hohe Verbindungsgebühren auf Reisen geht. Auch die Verbraucherzentralen schlagen Alarm: Wenn Ihr nicht eine Rechnung von über 1.000 Euro erhalten wollt, müsst Ihr selbst vorbeugen.

Was kostet Roaming im Flugzeug oder auf dem Schiff?

In den Beispielen des Guardian beziehungsweise der c't waren Fluggäste mit dem Netzbetreiber AeroMobile verbunden. Auf seiner Website erklärt der Partner vieler Airlines, dass "Roaming-Gebühren entstehen". Deren Höhe variiere jedoch abhängig von Eurem heimischen Provider. Was Ihr also unterm Strich für die Nutzung von WhatsApp im Flugzeug bezahlt, hängt von Eurem Mobilfunkvertrag ab.

Der eigentlich weltweit geltende Kostendeckel für Roaming-Gebühren in Höhe von 59,50 Euro für Mobilfunkverträge aus der EU ist bei AeroMobile und seinem Pendant auf Kreuzfahrtschiffen und Fähren ausgehebelt. Und die Rechnungen werden sehr schnell sehr hoch. Die Verbraucherzentrale rechnet vor:

"Je nach Roaming-Abkommen Ihres Netzbetreibers mit dem jeweiligen Schiffsnetz-Satellitennetzbetreiber gelten ganz unterschiedliche Preise: Ein Megabyte (MB) kann bis zu 30 Euro kosten. Ein MB reicht beispielsweise um 20 E-Mails ohne Fotos zu versenden oder zu empfangen oder fünf Webseiten zu öffnen. Für Telefonate nach Deutschland werden ‒ je nach Anbieter ‒ Beträge zwischen 3 und 7 Euro pro Gesprächsminute verlangt. Teilweise kann zusätzlich auch noch eine Einwahlgebühr anfallen."

Die Beispielrechnung aus demselben Artikel zeigt gleich zwei schockierende Tatsachen:

  1. Nur 48 MByte Datentransfers treiben die Gesamtkosten auf über 1.100 Euro.
  2. Die Hälfte der Datentransfers betrugen nur 10 KByte, entstanden also offenbar im Stand-by, d.h. ohne dass das Gerät aktiv genutzt wurde.

Manche deutsche Mobilfunkprovider beugen diesem Wucher vor. Die c't-Recherche hatte erheben, dass …

  • … die Telekom die EU-Kostengrenze von 59,50 Euro auch in Schiffen und Flugzeugen anwendet.
  • … bei Vodafone die Roaming-Nutzung hinzugebucht werden muss, und die Kostengrenze von 59,50 Euro gilt.
  • … bei O2 nur Vertragskunden Bordnetze nutzen können, nicht jedoch Prepaid-Kunden. Das mobile Internet ist per Default für Privatkunden gesperrt, kann aber auf Wunsch entsperrt werden. Dann gibt es aber keine Kostenobergrenze. Besonders fatal: Die Verbindungen werden bei O2 mit Zeitverzögerung abgerechnet (Offline-Billing), sodass hohe Beträge auflaufen können.
  • Drillisch-Marken (simply, WinSim, smartmobil, PremiumSIM, etc.) Roaming ungehindert zulassen, also unendlich hohe Rechnungen ermöglichen.

Eigentlich sollten Provider ihre Kunden zeitnah darüber informieren, welche Roaming-Kosten anfallen. Doch ergab die c't-Recherche auch, dass solche SMS zum einen oft viel zu spät eintrafen (also wenn schon die ersten KBytes Daten zum Wucherpreis übertragen wurden), und sie zum anderen keine Informationen zu den eigentlich Kosten enthielten.

Wie kann ich diese Mobilfunk-Kosten an Bord vermeiden?

Da rechtlich keine Regulierung gegen die Horror-Rechnungen vorhanden ist, müsst Ihr selbst vorbeugen.

  • Informiert Euch, welchen Netzbetreiber Eure Airline oder Euer Schiff verwenden.
  • Fragt bei Eurem Netzbetreiber, welche Roaming-Gebühren damit anstehen.

Und damit es erst gar nicht so weit kommt:

  • Schaltet an Bord in den Flugmodus und aktiviert wenn nötig separat WLAN und Bluetooth bei weiterhin eingeschaltetem Flugmodus.
  • Legt in den Verbindungseinstellungen fest, dass Ihr manuell nach Netzen sucht.
  • Deaktiviert Datenroaming (außerhalb der EU oder nahe der EU-Außengrenzen).
  • Bei Huawei: Deaktiviert Wi-Fi+.
  • Deaktiviert die Mailbox oder leitet sofort alle Anrufe an sie weiter.
roaming deaktivieren 2020 01 13
In den Verbindungseinstellungen beugt Ihr Roaming-Kosten vor. / © NextPit

Die Verbraucherzentrale rät des Weiteren, auf WLAN-Verbindungen auszuweichen. Denn die dort anfallenden Gebühren werden offen kommuniziert und Ihr zahlt sie unabhängig von Eurer Telefonrechnung; oft im Voraus.

Auch die Mailbox kann kosten verursachen, wenn Ihr eine bedingte Rufweiterleitung aktiviert habt. Werdet Ihr an Bord angerufen und nehmt nicht ab, zahlt Ihr dann doppelt Roaming-Gebühren: Sowohl die Gebühr für den eingehenden Anruf aus Deutschland als auch die für den abgehenden Anruf vom Handy an Bord auf die Mailbox in Deutschland müsst Ihr zahlen.

Kann ich einer Roaming-Rechnung widersprechen?

Innerhalb von acht Wochen könnt Ihr gegen die hohe Rechnung widersprechen. Zudem könnt Ihr ein technisches Protokoll über die einzelnen Datenverbindungen anfordern. Besonders aussichtsreich wird die Angelegenheit, wenn Euer Provider der Informations- bzw. Fürsorgepflicht nicht nachkommt, etwa indem die Informations-SMS zu spät bei Euch eintrifft. Euer Ansprechpartner für Rechtsberatung ist eine lokale Verbraucherzentrale.

Fazit: Der Pirat in Eurem SIM-Slot

Fassen wir zusammen: Eine beachtliche Zahl an Smartphone-Verträgen und fast alle Smartphones sind ab Werk so eingerichtet, dass in Flugzeugen und auf See enorme Kosten entstehen. Dabei ist es nahezu gleichgültig, ob Ihr Euer Smartphone aktiv nutzt oder nicht: Selbst geringste Datenmengen aus empfangenen Chat-Nachrichten oder verpasste und dann an die Mailbox weitergeleitete Anrufe treiben unbemerkt Eure Rechnung in die Höhe.

Manche Mobilfunk-Provider haben von sich aus Obergrenzen für derlei Kostenfallen definiert. Aber vor allem der für ansonsten preiswerte Tarife bekannte Anbieter Drillisch nimmt den finanziellen Ruin seiner Kunden billigend in Kauf. Und weder Telefon-Hersteller noch der fürs Betriebssystem-verantwortliche Konzern Google implementieren wirkungsvolle Automatismen und buchen Smartphones mit den Werkseinstellungen in das lokal stärkste Netz ein; koste es, was es wolle.

Auch wenn die Kosten maßgeblich von Providern wie AeroMobile und ihren nautischen Pendants definiert werden, sollten unsere heimischen Provider uns Kunden mehr Kontrollmöglichkeiten bieten. Es sollte ein Knopfdruck im Online-Service-Center oder ein Anruf bei der Service-Nummer ausreichen, um Übersee-Roaming zu deaktivieren und Anrufe an die Mailbox zu schicken – letzteres idealerweise nur für die geplante Dauer der Reise.

Stattdessen bleibt der Kunde im Dunkeln darüber, was wieviel kostet und wie er sich vor den Kosten schützen kann, ohne ganz auf Handy oder SIM-Karte zu verzichten. So lange diese Masche weiter betrieben wird, verwandelt sich Euer Smartphone auf Reisen potenziell zum Piraten in Eurer Tasche – und manch ein Mobilfunkbetreiber macht sich zum Komplizen.

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Top-Kommentare der Community

  • Tim vor 8 Monaten

    Ein Smartphone ist kein reines Telefon und war's auch nie. Ich würde allein schon wegen der Kamera auch im Urlaub nicht ohne Smartphone unterwegs sein.

  • Reinhard Schäfer vor 8 Monaten

    Ein Smartphone mitzunehmen bedeutet ja auch, Fotos ohne schwere Umhängekamera schießen zu können und Musik ohne CD-Walkman oder MP3-Player zu hören, den Übersetzer nutzen zu können und Routen einfach zu planen, sich über Veranstaltungen vor Ort zu informieren und gute Restaurants zu finden. Übersicht über den ÖPNV vor Ort, schnelles Finden von Taxi- und Minicardiensten und Einsicht in Änderungen der Fahrpläne sind weitere Vorteile. Nicht die dauernde Erreichbarkeit, sondern den Komfort, den so ein Gerät mitbringt, weiß ich im Urlaub zu schätzen. Auch im Notfall (zumindest außerhalb von Funklöchern) jemanden herbeirufen zu können oder ggfs. einfach Buchungsänderungen vornehmen zu können ist eine gute Sache. Ein Smartphone ersetzt halt viele umständliche oder zusätzlich erforderliche Geräte und so manchen zusätzlichen Weg und kann so auch den Urlaubswert erhöhen. Hängt immer davon ab, wie man es einsetzt.

  •   75
    Gelöschter Account vor 8 Monaten

    Wenn man nicht erreichbar sein will kann man es ja auch ausschalten oder zumindest auf lautlos machen. Ich würde im Urlaub allein schon deshalb ein Smartphone mitnehmen wenn ich selber mal Hilfe brauche um dann schnell jemanden kontaktieren zu können. Oder wegen der Navigation und erkundigen fremder Städte. Und als Fotoapparat sowieso.

  • Eric Ferrari-Herrmann vor 8 Monaten

    Nur um beim off-topic zu bleiben: Ich (der Autor, btw.) habe noch nicht einmal WhatsApp, lol.

  •   42
    Gelöschter Account vor 8 Monaten

    Meine Güte! :-/ Jetzt fang noch an mit neutralem Genderblödsinn dann passt es. Oben im Artikel habe ich den Begriff Provider gefunden, das muss ganz neutral Provider:Innen heißen. Und die reden von Smartphones... dabei sind altmodische Knochenhandys genauso gefährdet...

47 Kommentare

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  • In Asien gibt's überall freies WiFi.
    Und im Flugzeug besorg ich mir eine WiFi Zugangskarte.
    Im Extremfall eine Prepaid SIM Card im Ausland.
    Null problemo in Thailand 🤠


  • Solche Artikel gehen anscheinend immer davon aus dass man einen Vertrag hat, tatsächlich kann einem sowas nicht passieren wenn man nur begrenzt Geld auf einer Prepaid Karte hat (wenn überhaubt) und die Allnetflat inkl. Internet nur in Deutschland gilt.

    Gelöschter AccountGelöschter Account


  •   54
    Gelöschter Account vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Also, ich kennen einen Fall aus der Familie, wo 400 € entstanden sind über Schiffsnetz (Ostssee) .... sie hat sich gewehrt und Drillisch hat einen großen Teil erstattet. Man kann bei Drillisch also durchaus was erreichen.

    Gelöschter AccountTim


    •   77
      Gelöschter Account vor 8 Monaten Link zum Kommentar

      Natürlich hilft meistens nur die Klage.


  • Der *Flugmodus* heißt deshalb "Flugmodus" , weil man ihn im Flugzeug aktiviert. Nicht zuletzt aus den oben genannten Gründen. 😉🙄

    Gelöschter Account


    • Tim vor 8 Monaten Link zum Kommentar

      Deswegen hieß er früher so ^^
      Der Flugmodus ist ein einfacher Offline-Modus, er wird nur weiterhin so genannt, weil sich die Leute an den Namen gewöhnt haben ^^

      Klaus E.Gelöschter Account


      • Nun kluge Leute schalten im Flugzeug schon beim Start in den Flugzeugmodus.

        a) Weil eine nette Stimme einen daran erinnert und
        b) weil man im Flugzeug meist eh keinen Empfang haben dürfte und
        c) weil es leicht teuer wird, wie sich jeder denken kann.

        Und extra weil es so viel dumme Noobs gibt, hat man den ja sogar "Flugzeugmodus" genannt und mit einem ✈ Flugzeug-Symbol in die Schnell-Einstellungen integriert, damit auch die Oma im Flugzeug aufs Flugzeug drückt!

        Was soll man da eigentlich noch alles machen?... Solchen Leuten ist einfach kaum noch zu helfen. 🙄
        Viele sind beim Fliegen vermutlich aufgeregt.

        Trotzdem: Eigentlich braucht es noch ne Strafe der Fluggesellschaft oben drauf. Bei Start und Landung *muss* ein Smartphone ausgeschaltet werden. Das wird jedes Mal extra gesagt.

        Und wer denkt nicht an die Kosten, wenn man nach dem Start den Flugmodus wieder ausschaltet oder sein Handy ein? Sorry, aber die Leute sind auch unglaublich doof. 🙄

        NobodyGelöschter Account


      •   77
        Gelöschter Account vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        Oder ein Smartphone ausschalten...


      • Kamui vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        Was nützt das ausschalten alleine? Da gibt's leider noch eine Kostenfalle, nämlich Mailbox, die sollte man auch vorher komplett ausschalten. Was am besten wäre, man lässt seine SIM-Karte zu Hause und kauft im Ausland eine, egal wo man dann ist die Vorort, dann sollte man keine hohe Rechnung haben.


  • A. K.
    • Mod
    vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Und ich rege mich über 20€ für 5 Minuten Internetnutzung in der Schweiz auf :) informativer Artikel, der gut sensibilisiert. Danke dafür

    Gelöschter AccountGelöschter AccountAnja Bergner


  • Einfach vor Ort eine SIM-Card kaufen, habe ich letztes Jahr in Kanada gemacht. Ist nicht teuer.

    Davor war ich mit dem Schiff im Roten Meer unterwegs, über Marinedata. com jeden Tag ein paar Minuten online gewesen (WA, Mail). Für eine Woche ca. 83 $.
    Zumindest eine rasend schnelle Verbindung 👍👍


  • Eine etwas spitze Bermerkung: Drillisch ist auch 1und1... aber die Tipps hier sind gut und relativ einfach umzusetzen.

    Gelöschter AccountMario W.


  • Bei Android kann man die "Daten" für Roaming sperren und dies ist/wäre sinnvoll außerhalb EU 😜👍

    Für Reisende gibt's bei Ankunft im Hotel oder Zielort in der Regel "Free" WLAN und damit bleibt die Rechnung nach dem Urlaub im monatlichen Rahmen 📱💶

    Die Nutzung dieser Hotspots beschränke ich persönlich allerdings aufs Nötigste! Im Urlaub will man ja bissel Urlaub haben 🏖

    Gelöschter Account


    • Tim vor 8 Monaten Link zum Kommentar

      Kann man bei iOS auch ^^ Aufpassen sollte man dennoch. Gerade auch bei "Free Wifi" bin ich persönlich immer SEHR skeptisch und verzichte lieber auf sowas.

      Gelöschter AccountGelöschter AccountMr. Android


      • Ein gutes Hotel sollte natürlich auf deren WiFi-Sicherheit achten.

        In solchen Netzen rufe ich aber höchsten nur WA Nachrichten ab, lese bissel News und das wars 📱

        Finde es immer lustig wie viele in der Hotellobby am Tablet/Smartphone Games suchten um ja alle Coins zu bekommen 😁😅

        Da spiele ich lieber auf meiner PS Vita im Flug oder gar nicht, ist ja Urlaub angesagt 🔆😎

        Gelöschter AccountGelöschter Account


      • Oh, wie toll. ;-)


      • Tim vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        @Mr. Android
        Die Betonung liegt auf "sollte" ^^

        Gelöschter Account


  • Ich würde mein Smartphone erst garnicht mitnehmen. Sonst brauche ich keinen Urlaub zu machen wenn ich für jeden erreichbar sein soll.


    • Tim vor 8 Monaten Link zum Kommentar

      Ein Smartphone ist kein reines Telefon und war's auch nie. Ich würde allein schon wegen der Kamera auch im Urlaub nicht ohne Smartphone unterwegs sein.


      • Google Maps kann in fremden Städten auch eine wertvolle Hilfe sein. Dazu Übersetzungsprogramme, die Fahrpläne öffentlicher Verkehrsmittel usw. usw.


      • Ihr immer mit eurer Smartphone-Kamera. Als gäbe es nichts anderes. 😉

        Über sowas kann man sich auch vorher informieren.

        Gelöschter Account


      •   77
        Gelöschter Account vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        Im Urlaub möchte ich Bilder machen für mein Fotoalbum und da nehme ich doch lieber eine richtige Kamera mit.


      •   75
        Gelöschter Account vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        Smartphones machen auch sehr gute Bilder und sind absolut Fotoalbum tauglich.


      • Tim vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        Über was kann man sich vorher informieren? Dass du ein Navi brauchst? Respekt, wenn du den gesamten Umkreis im Vorfeld akribisch abklapperst und heraussuchst, was wo ist und wann du mal eine Übersetzer-App usw. brauchst.

        Und niemand redet davon, dass es nichts anderes, als die Kamera gäbe. Aber wenn ich im Urlaub bin, will ich nun mal auch was davon festhalten und eine unhandliche Kamera schleppe ich dafür schon länger nicht mehr mit - die Qualität ist vor allem tagsüber schon lange nicht mehr besser - dank der Rechenleistung von Smartphones bei Point-and-Shot eher sogar teils deutlich schlechter.


      • Wie soll man den sonst Fotos machen ohne Kamera. Ich zb habe keine Kamera. Das heißt wenn ich im Urlaub Bilder machen möchte so wie die meisten halt benutze ich mein Handy.


    •   75
      Gelöschter Account vor 8 Monaten Link zum Kommentar

      Wenn man nicht erreichbar sein will kann man es ja auch ausschalten oder zumindest auf lautlos machen. Ich würde im Urlaub allein schon deshalb ein Smartphone mitnehmen wenn ich selber mal Hilfe brauche um dann schnell jemanden kontaktieren zu können. Oder wegen der Navigation und erkundigen fremder Städte. Und als Fotoapparat sowieso.


  •   77
    Gelöschter Account vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Sehr schöner informativer Artikel. Ich war mal vor ein paar Jahren das erste und bisher einzige Mal richtig im Ausland,auf den Bahamas für 2 Wochen. Hätte mich nicht meine Tante drauf hingewiesen, das ich mich bei o2 unbedingt erkundigen soll ob die da zusätzlich ein Datenpaket haben oder ähnliches, dann wäre mir wahrscheinlich auch so ne teure Rechnung ins Haus geflattert. Aber wenn ich in den Urlaub fahre, dann möchte ich auch meine Ruhe haben und so nehme ich dann nur ein einfaches Handy mit und lass mein Smartphone zu Hause. Meine Switch kam mit.Auf Internet kann ich im Urlaub getrost verzichten. Heißt ja nicht umsonst der Urlaub auch Urlaub. 🍹😎☀️


    • Ein Smartphone mitzunehmen bedeutet ja auch, Fotos ohne schwere Umhängekamera schießen zu können und Musik ohne CD-Walkman oder MP3-Player zu hören, den Übersetzer nutzen zu können und Routen einfach zu planen, sich über Veranstaltungen vor Ort zu informieren und gute Restaurants zu finden. Übersicht über den ÖPNV vor Ort, schnelles Finden von Taxi- und Minicardiensten und Einsicht in Änderungen der Fahrpläne sind weitere Vorteile. Nicht die dauernde Erreichbarkeit, sondern den Komfort, den so ein Gerät mitbringt, weiß ich im Urlaub zu schätzen. Auch im Notfall (zumindest außerhalb von Funklöchern) jemanden herbeirufen zu können oder ggfs. einfach Buchungsänderungen vornehmen zu können ist eine gute Sache. Ein Smartphone ersetzt halt viele umständliche oder zusätzlich erforderliche Geräte und so manchen zusätzlichen Weg und kann so auch den Urlaubswert erhöhen. Hängt immer davon ab, wie man es einsetzt.


      •   77
        Gelöschter Account vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        Jedem das seine. Meine Englischkenntnisse haben mir gut geholfen bei der Verständigung ,wo man auch mal Fragen kann und so ins Gespräch kommt und vorherige Planung, was will ich sehen und machen, vermeiden Stress vor Ort. Fotos mach ich mit meiner Spiegelreflexkamera. Die Bilder mögen ja auch entwickelt ins Fotoalbum wandern. Zum navigieren nehme ich mein TomTom mit. Da habe ich schon sämtliche Karten drauf und braucht kein Internet.


      • @Karsten
        Kamera hab ich keine mehr. Und vorher planen mach ich auch nicht. Ich entscheide im Urlaub gerne spontan wonach mir ist und was ich unternehmen will oder wo und was ich esse. Und genau dafür nehme ich mein Smartphone mit. Nicht zum telefonieren sondern zum Informieren ! Wenn du eine riesige Spiegelreflexkamera mit Objektiven mitschleppen willst ist das ok aber das hat heutzutage nicht mehr jeder weil für viele die Qualität der Fotos vom Handy gut genug sind. Und für 10x13cm für das Fotoalbum sind sie das meiner Meinung auch.

        Helmut HGelöschter AccountGelöschter Account


      •   77
        Gelöschter Account vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        Meine ist noch aus den 90er und hab da so ein Multiobjektiv. Natürlich machen Smartphones mittlerweile echt tolle Bilder aber gerade wenn es Richtung Sonnenuntergang geht oder ganz früh morgen, können selbst die besten Smartphones noch nicht mithalten. Das liest man überall, das da Bildrauschen und Unschärfe alles stört.


      • Das stimmt schon. Aber wenn man keine Kamera hat dann muss man halt damit leben oder eben in diesen Situationen keine Bilder machen.


      •   77
        Gelöschter Account vor 8 Monaten Link zum Kommentar

        Es gibt doch schon günstige Kameras unter 100 € und selbst die machen bessere Bilder bei Dunkelheit oder wenig Licht als ein Smartphone.


  • Kann mir nicht passieren. Ich habe jegliches Roaming betreiberseitig abgestellt. Mobil und Daten. Sollte ich jemals doch im Ausland unterwegs sein, kann ich das bewusst aktivieren, geht über die Betreiber-App sehr flott. Genauso habe ich alle kostenpflichtigen Rufnummern gesperrt, nur für den Fall, dass ich mit 2,5 Promille einmal eine Wette abschließe, dass ich mich nicht traue, eine Stunde lang mit Madame S. zu reden.


  •   75
    Gelöschter Account vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    Ist nicht seit Jahren schon die Rede gewesen das die Roaming Gebühren endlich abgeschafft werden?
    Ich selber nutze einen Wertkartentarif (Prepaid), da kann nur das verbraucht werden was aktuell aufgeladen ist. Aber mein Tarif ist sowieso nicht Roamingfähig.

    Gelöschter Account


    • Nur innerhalb der EU, mit Ausnahme von Flugzeugen und Hochseeschiffen, wie im Artikel beschrieben. Wer das zu den Preisen dort nutzt, und wie man damit dann Gewinne macht, ist mir allerdings ein Rätsel.
      Ausserdem gibt es Verträge, die Roaming ausschließen.


  • C. F.
    • Blogger
    vor 8 Monaten Link zum Kommentar

    "Was Ihr also unterm Strich für die Nutzung von WhatsApp im Flugzeug bezahlt, hängt von Eurem Mobilfunkvertrag ab."

    Warum kann man WhatsApp nicht neutral ausdrücken? Nicht jeder hat WhatsApp, manch einer benutzt eben eine sichere Alternative. Auch suggeriert diese Wortfindung, dass das nur bei WhatsApp der Fall ist, nicht aber bei Threema,wire, Signal und Co.

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