Neuralink: Elon Musk zieht Fäden ins Gehirn

Neuralink: Elon Musk zieht Fäden ins Gehirn

Neuralink, die geheime Firma von Elon Musk, die eine Schnittstelle zwischen Gehirn und Maschine entwickelt, hat erstmals einen Teil der geschaffenen Technik gezeigt. Damit sollen gelähmte Menschen Geräte wie Smartphones und Computer steuern können.

Der erste große Schritt nach vorne sind die so genannten "flexiblen Fäden", die das Gehirn weniger schädigen als die derzeit verwendeten Materialien, wenn Schnittstellen zwischen dem Gehirn und Maschinen geschaffen werden. Sie bieten auch die Möglichkeit, mehr Daten zu übertragen und können über 3.072 Mikroelektroden enthalten.

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Wissenschaftler sorgen dafür, dass dieses Konzept seine Größe erheblich reduzieren kann. / © Neuralink

Die Drähte haben eine Breite zwischen 4 und 6 μm, womit sie dünner als ein menschliches Haar sind. Laut Musk hat Neuralink diese Technik nicht gezeigt, um einen Hype entstehen zu lassen. Vielmehr will man so fähige Leute auf das Unternehmen aufmerksam machen und neue Mitarbeiter anwerben. Auch Max Hodak, Präsident von Neuralink, trat auf die Bühne und gab zu, dass er sich zunächst nicht sicher war, ob eine solche Technologie eine gute Idee sei. Musk hat ihn aber wohl überzeugt.

Musk gab ebenfalls Forschungsergebnisse bekannt. Demnach konnte ein Affe mit der Technik einen Computer mit seinem Gehirn steuern. In Zukunft soll Neuralinks Technik das menschliche Gehirn mit Künstlicher Intelligenz verschmelzen lassen.

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Dieser kleine Prozessor sitzt auf der Oberfläche des Schädels und erfasst Informationen. / © Neuralink

In Zukunft wollen die Neuralink-Wissenschaftler einen Laserstrahl erzeugen, der den Schädel durchdringen kann, anstatt Löcher zu bohren. Die ersten Experimente werden von einigen Neurowissenschaftlern der Stanford University durchgeführt. Sie hoffen, bis Ende nächsten Jahres einen Patienten zu finden, der die Technik testen möchte.

Neuralink hat auch einen Roboter entwickelt, der die Fäden automatisch ins Gehirn einsetzt. Der passende Chip, der Signale liest, ist derzeit über USB-C angebunden, soll aber in Zukunft natürlich kabellos arbeiten. Der Chip säße dann direkt im menschlichen Körper, wobei vier davon nötig wären. Diese würden dann mit einem kleinen Gerät hinter dem Ohr funken, das eine Batterie enthält und wiederum mit einer iOS-App kommuniziert. Die nötige FDA-Zertifizierung gibt es bisher nicht.

Was haltet Ihr von dieser Entwicklung?

Via: The Verge

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22 Kommentare

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  • Redaktion: erklärt mir mal die thematische Verbindung zwischen dem Artikel-Bild das ein Blutzuckermessgerät zeigt und dem Thema Neuralink, das ein ganz anderes Thema bespricht.


  • Für Menschen die ab Kopf abwärts gelähmt sind, sicher eine hilfe, noch toller wäre eine Erfindung, die die naturlichen nervenbahnen heilen kann, Samuel Koch und co dürfte das sehr, sehr freuen.

    Gelöschter Account


  • Absolut genial. Ich freue mich immer wieder so etwas lesen zu können. Das ist nun mal Fortschritt & man sollte das nicht gleich verteufeln.
    In 200 Jahren sind Dinge normal, die wir heute nicht mal richtig begreifen oder uns vorstellen können. (Falls die Menschheit dann noch da ist)
    Klar gibt immer negative Aspekte dabei, aber so ist das eben, man kann net alles haben.


  • Auf der einen Seite gruselig, auf der Anderen aber sehr interessant. Wen es Erfolg haben sollte und der Mehrwert die Strapazen oder ähnliches überwiegen, Kann ich mir gut vorstellen, dass es eine Bereicherung für die Betroffenen sein wird.


  •   42
    Gelöschter Account 18.07.2019 Link zum Kommentar

    Bestimmt lässt sich aus so etwas auch eine prima Fernsteuerung basteln.

    Gelöschter Account


  •   54
    Gelöschter Account 18.07.2019 Link zum Kommentar

    Hm, gelähmten bzw. eingeschränkten Menschen helfen, das begrüße ich grundsätzlich, aber ansonsten: NEIN DANKE, schrechklich und was muss man für Pillen nehmen, damit der Körper diese "Drähte" nicht bald abstößt?
    Das ist einach viel zu ungewiss im Moment.

    Gelöschter Account


    •   77
      Gelöschter Account 18.07.2019 Link zum Kommentar

      Stephen Hawking war ein Vorbild für alle die denken es geht nicht mehr.


    • Die Abstoßung ist vor allem bei Transplantationen ein Problem bei künstlichen Komponenten (z. B. Ersatzgelenke, Schrittmachern und ähnliches) gibt es inzwischen einiges an verträglichen Materialien (Titan, Keramik, spezielle Kunststoffe...).
      Du hast zwar recht, dass das im ersten Moment gruselig klingt. Aber wenn die Technik erstmal ausgereift und sicher ist, wird sie bestimmt so normal, wie eine künstliche Hüfte.

      Gelöschter Account


      •   77
        Gelöschter Account 18.07.2019 Link zum Kommentar

        Und so normal wie eine Organtransplantation.


      • Ich hab vor fünf Jahren einen Port implantiert bekommen, für Infusionen, da ist alles noch ok, ohne medis gegen abstoßen, aber in Kürze kann er entfernt werden, er ist nicht mehr nötig, ich freu mich total.

        Gelöschter Account


      • Herzlichen Glückwunsch.


  • Klingt gruselig aber auch sehr interessant.

    Gelöschter AccountGelöschter Account


    •   77
      Gelöschter Account 17.07.2019 Link zum Kommentar

      Herztransplantation klang auch vor dem ersten Mal gruselig, heute Standard genauso wie ne Lunge. Warte mal noch 10 Jahre, dann rollen die ersten Köpfe.


      • Grrr Kopftransplantation wäre dann doch daneben , Kopfkino


      • Mit Mäusen und Ratten wurde das schon gemacht.

        Gelöschter Account


      •   77
        Gelöschter Account 27.07.2019 Link zum Kommentar

        Wenn Menschen sich einfrieren lassen um in Zukunft wieder aufzutauen dann ist eine Kopftransplantation auch nicht gruselig.


  •   77
    Gelöschter Account 17.07.2019 Link zum Kommentar

    Stephen Hawking würde das bestimmt unterstützen. Ein geniales Genie unserer Zeit... Was der geleistet hat,... 👍

    Sarah

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