Wenn Ihr täglich zwischen 10 und 25 Kilometern zur Arbeit pendelt, kostet Euch das mit einem Benziner oder Diesel im Schnitt bei einer normalen Fünf-Tage-Woche laut E.ON-Analyse rund 1.037 Euro Treibstoffkosten im Jahr. Wer stattdessen elektrisch unterwegs ist, spart ordentlich: Mit einem E-Auto, das Ihr zu Hause ladet und mit einem passenden Stromtarif betreibt, fallen nur etwa 300 Euro pro Jahr an. Das bedeutet: 735 Euro Ersparnis jährlich! Selbst wenn Ihr keinen speziellen E-Auto-Stromtarif habt, bleibt immer noch ein Plus von rund 500 Euro gegenüber dem Verbrenner.
Vielfahrer sparen noch mehr!
Und wenn Ihr zu den Vielfahrern gehört, die täglich 50 Kilometer oder mehr zur Arbeit fahren? Dann lohnt sich der Umstieg noch mehr! In diesem Fall könnt Ihr – mit einem Nachtladebonus im Stromtarif – über 1.650 Euro pro Jahr sparen. Das ist schon fast ein kleiner Urlaub oder ein Jahr Autoversicherung gratis!
Laut Fraunhofer-Institut laden rund 82 Prozent aller E-Auto-Fahrer ihr Fahrzeug zu Hause – also bequem an der eigenen Wallbox in der Garage oder Einfahrt. Das ist nicht nur komfortabel, sondern auch günstig. Denn wer beim Arbeitgeber lädt, zahlt laut E.ON-Berechnungen im Schnitt rund 559 Euro im Jahr (bei 33 Cent pro kWh) – also rund 480 Euro weniger als ein vergleichbarer Verbrennerfahrer.
Ebenfalls beachtlich: 46 Prozent aller berufstätigen E-Mobilisten können direkt am Arbeitsplatz laden, 24 Prozent davon sogar komplett kostenlos. Dann fallen für das Pendeln gar keine Kosten mehr an.
Öffentliche Ladesäulen: Auch hier kann sich das Laden lohnen
Selbst wenn Ihr keine eigene Wallbox habt, müsst Ihr nicht auf die Vorteile eines E-Autos verzichten. Öffentliche AC-Ladestationen (also die mit Wechselstrom bis 11 oder manchmal sogar 22 kW Ladeleistung) bieten ebenfalls eine solide Ersparnis. Wer ausschließlich dort lädt, kommt laut E.ON-Analyse im Jahr auf rund 914 Euro Antriebskosten – das sind immerhin 120 Euro weniger als beim Verbrenner.
Nur bei ausschließlicher Nutzung von Schnellladestationen (DC- und HPC-Lader) kann sich der Kostenvorteil aufheben, da hier die Strompreise pro kWh oft deutlich höher liegen. Aber auch das lässt sich mit einem passenden Vielfahrer- oder Schnellladetarif abfedern. Wer smart plant, zahlt auch hier weniger!
Extra-Tipp: Mit Nachtstrom noch günstiger laden
Ein echter Geheimtipp für alle, die eine Wallbox zu Hause haben: Ladet Euer E-Auto nachts! Viele Anbieter bieten günstige Nachtstromtarife an – und das spart bares Geld. Bei optimaler Nutzung dieser Ladezeiten könnt Ihr bis zu 240 Euro Bonus im Jahr herausholen. Das bedeutet: Ihr spart nicht nur beim Fahren, sondern ladet Euer Auto genau dann, wenn der Strom am günstigsten ist.
Gut fürs Klima – und für Euren Geldbeutel
Neben den finanziellen Vorteilen gibt’s noch ein echtes Plus für die Umwelt: Ein klassischer Verbrenner verursacht bei einer Pendeldistanz von 10 bis 25 Kilometern im Jahr etwa 1,9 Tonnen CO₂. Das entspricht rund einem Fünftel des durchschnittlichen persönlichen CO₂-Fußabdrucks.
Fahrt Ihr hingegen elektrisch und ladet mit heimischem Strom, liegt Euer Ausstoß laut E.ON-Analyse bei nur rund 382 Kilogramm CO₂ pro Jahr – also 80 Prozent weniger Emissionen! So spart Ihr nicht nur Geld, sondern helft auch aktiv dabei, den Straßenverkehr klimafreundlicher zu machen.
Fazit: Wallbox installieren, sparen, entspannter pendeln
Ihr seht: Mit einem E-Auto und einer eigenen Wallbox zu Hause seid Ihr nicht nur umweltfreundlich, sondern auch günstiger unterwegs. Ob Ihr kurze oder lange Strecken pendelt – das E-Auto zahlt sich langfristig aus. Und mit einem passenden E-Auto-Stromtarif, Nachtladebonus und eventuell einer kostenlosen Lademöglichkeit beim Arbeitgeber könnt Ihr das Sparpotenzial noch weiter steigern.
Also: Warum noch an der Tankstelle die Hände schmutzig machen, wenn Ihr Euer Auto einfach über Nacht in der eigenen Einfahrt vollladen könnt? Wallbox anschließen, Stromtarif checken – und losfahren!
Wieviel Prozent der Autofahrer, die derzeit noch einen Verbrenner fahren, hätten die Möglichkeit, eine eigene Wallbox zu installieren? Genau: die Eigenheimbesitzer mit entsprechender Parkinfrastruktur. Aber was ist mit all den Autofahrern, die zu Miete in Mehrfamilienhäusern wohnen und der Vermieter in der Tiefgarage z.B. keine Wallboxen installiert, weil er das parken und laden von e-Autos aus sicherheitstechnischen Grünen dort nicht gestattet? Oder was ist mit den Mietern, die überhaupt keinen festen Parkplatz haben? Oder den Pendlern, die beim Arbeitgeber oder in der Nähe keine Möglichkeit haben zu laden? „Günstig“ ist die e-Mobilität nur für diejenigen, die einen eigenen Parkplatz mit Wallbox ihr Eigen nennen, oder der Arbeitgeber Parkplätze mit Wallboxen zu Verfügung stellt. Der Rest fährt seinen Verbrenner weiter. Und daran scheitert auch der Wunschtraum der 100%-igen e-Mobilität.
Ich sehe leider nicht, dass sich eMobilität bis 2035 soweit durchsetzt, wie es sich die Politik in ihren Träumen vorstellt. Ich prognostiziere, dass Verbrenner immer länger gefahren und dank steigender Kosten auch immer seltener gewartet werden, sodass der Schadstoff Ausstoß ins unermessliche steigt. Ich selbst bin gerade dabei, mich nach einem neuen Fahrzeug für die nächsten 15-20 Jahre umzuschauen. Ja, so lange fahre ich meine Autos in der Regel. Elektrisch kommt überhaupt nicht in Frage, da ich zu Hause (urbaner Raum mitten in Berlin) keine Möglichkeit habe, dieses an einer eigenen Wallbox zu laden. Was ich kann: 1,2 Kilometer entfernt an öffentlichen Ladepunkten zu bekannt hohem Preis oder auf einem extra angemieteten Parkplatz (95 € im Monat + 13,25 € Grundgebühr + 0,39 €/KWh) laden. Die Firma fällt wegen geldwertem Vorteil ebenfalls flach, die Ladepunkte werden für die Firmenfahrzeuge gebraucht.
Ein Plugin-Hybrid fällt aus genau diesem Grund ebenfalls ins Wasser. Der würde die meiste Zeit eh nur mit Benzin fahren und die Batterie mitschleppen. Einzige Kandidaten. Ein Mild-Hybrid oder ein Benziner. Ein Diesel habe ich jetzt und dieser hat außer, dass ich zu Firmenkonditionen tanken kann und so 5 Cent pro Liter spare, keinen Vorteil. Dafür ist der Arbeitsweg wieder zu kurz.
Und bevor mir einer mit Öffis kommt: Ich fahre lieber 15-20 Minuten mit dem Auto als 60-90 Minuten im Berliner ÖPNV. Ist angenehmer und sicherer 😉
Ich „fürchte“ mal, dass es so wie dir vielen gehen wird! Solange nicht überall – und ich meine an jeder Straße, egal wo – billige Ladepunkte existieren gibts Probleme mit eAutos. Leider gilt in der EU mal wieder das Henne/Ei-Prinzip. Kurz gesagt gab es zuerst eAutos und irgendwann kommen mal Ladepunkte (ok, zuerst kamen Grün-NGOs, dann Grün-Politiker, dann EU-Politiker, dann sprangen die ganzen Politiker der EU-Staaten mit auf, und erst dann kamen Fahrzeughersteller auch auf den „Trend“ – alles gilt für Tesla natürlich nicht)
Tu Dir einen Mild-Hybrid nicht an. Wir hatten einen für ca 2 Wochen als Ersatzwagen. Ist eine merkwürdige Fahrweise, wenn der eMotor zur Unterstützung immer wieder zuschaltet. Dann lieber einen reinen Verbrenner.
Das ist auch meine Befürchtung. Inzwischen schauen wir nach einem Tiguan II mit 190 PS 2.0 TSI.
Ja, der Tiguan ist chick.
@C.F bei einem Mildhybrid schaltet sich der Verbrenner nicht dazu, der läuft die ganze Zeit. bei einem fullhybrid fährt man bis ca 50 k/h rein elektrisch und dann setzt der Verbrenner ein. deswegen hat man bei den fullhybriden auch einen geringeren Verbrauch.
und störend ist das nicht wenn das System gut aufeinander abgestimmt ist. wir fahren selbst einen fullhybrid.
Hier wird bei der ganzen Kalkulation jedoch nicht der weitaus höhere Anschaffungspreis eines e-Autos im Vergleich zum ähnlichen Verbrenner Model zugrunde gelegt. Die Differenz sollte in der Kalkulation mit einfließen und dann sieht das schon etwas anders aus m.M.n.
Die Kalkulation ändert sich solbald man auch chin. Fahrzeuge mit einbezieht! Und da meine ich echte, rein chinesische Firmen! Denn sehr viele europ. Hersteller sind ja oft an chin. Firmen verkauft worden – siehe z.B: Volvo/Polstar
Polestar ist ein Joint-Venture mit Geely, wobei Geely die Mehrheit hat. Also kein reines chinesisches Unternehmen.
@Ronja
ich hatte geschrieben: „wenn der eMotor zur Unterstützung immer wieder zuschaltet“.
@C.F. den e-motor merkst du doch gar nicht. bzw nur wenn du rein elektrisch fährst. und dann merkst du eben – nichts. denn dann ist es absolut ruhig und du hast keine Motorengeräusche.
wenn dann schaltet sich der Verbrenner ab oder ggf. zu und du fährst stellenweise rein E. aber eben nicht bei einem Mild-Hybrid.