GEZ-Gebühren: So viel zahlen wir bald
Besonders Bayern und Sachsen-Anhalt haben sich in Stellung gebracht. Ihre Bedingung: ARD und ZDF sollen die Verfassungsklage zurückziehen, die sie wegen der ausgebliebenen Beitragserhöhung eingereicht haben. Ohne diesen Rückzieher: keine Zustimmung. „Aus unserer Sicht kann nicht von einem Zustandekommen des Staatsvertrages ausgegangen werden“, ließ die sächsische Staatskanzlei verlauten. Sachsen, derzeit Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz, sammelt noch Unterschriften ein. Aber schon jetzt ist klar: Fehlt eine einzige, war’s das mit der Reform.
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Und am Ende zahlt der Beitragszahler. Denn ohne Reform wird es teurer, und zwar nicht zu knapp. Noch liegt der Rundfunkbeitrag bei 18,36 Euro. Doch ab 2027 entfällt eine finanzielle Rücklage – und dann geht es spürbar nach oben. Experten rechnen mit einem Plus von mindestens 6,3 Prozent. Heißt: 19,51 Euro pro Monat. Klingt nach Kleingeld, summiert sich aber: statt 220 Euro im Jahr künftig knapp 234. Genau solche Sprünge hätte das neue Modell eigentlich abfedern sollen.
Rundfunkbeitrag soll sich automatisch anpassen
Geplant war ein Automatismus: kleine Erhöhungen bis zwei Prozent wären durchgewunken, es sei denn, drei Länder hätten widersprochen. Bei etwas größeren Anpassungen hätten schon zwei Länder gereicht, bis fünf Prozent sogar eins. Erst darüber hinaus wäre wieder das alte, politisch zähe Verfahren nötig geworden. Für die Sender: mehr Sicherheit. Für uns: moderate, kalkulierbare Anpassungen.
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Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk heißt die aktuelle Blockade: Dauerunsicherheit. Weniger Geld könnte am Ende weniger Programm bedeuten, während die Menschen gleichzeitig mehr zahlen müssen. Ein doppelter Schlag. Ob bald Klarheit herrscht, bleibt ungewiss. Sicher ist nur: Der Rundfunkbeitrag bleibt ein politisches Dauerprojekt – und die große Reform, einst als Befreiungsschlag gefeiert, droht am Widerspruch der Länder zu zerbrechen.
Codieren und wer es will soll es haben, die gehen natürlich sofort pleite
GEZ gehört abgeschafft.
Schon irre das man für Propaganda noch zahlen soll. Aber mit Widerstand der Zahler ist wohl nicht zu rechnen.
Ich nutze es viel und oft und finde es auch wichtig. Einen Preis von 25 € fände ich auch noch erträglich, allerdings sollte besser kontrolliert werden, wofür das Geld ausgegeben wird. Da geht im Moment zu viel für Verwaltung drauf.
@Tenten
25€ wären viel zu viel.
Wenn ich sehe, was ich dafür bekomme, finde ich den Preis mehr als gerechtfertigt.
Ich nutze es so gut wie gar nicht. Und wenn ich mal durchschalte und die Armada der 3. Programme sehe, die oft das Gleiche senden, dann könnte man schon einige Studios bzw. Sendeanstalten einsparen.