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Oppo Find N: Das perfekte Format für faltbare Smartphones?

Oppo Find N: Das perfekte Format für faltbare Smartphones?

Wer wird das perfekte Foldable-Format Find-N? Es war vermutlich nicht genau dieser Kalauer, der Oppo dazu gebracht hat, sein jüngstes faltbares Smartphone größentechnisch genau zwischen Galaxy Z Flip 3 und Z Fold 3 zu installieren. Dennoch ist der Formfaktor spannend: Zumindest den ersten Bildern nach macht das Format mit 7,1 beziehungsweise 5,49 Zoll Lust auf mehr.


  • Das Oppo Find N bietet innen 7,1 Zoll und außen 5,49 Zoll
  • Damit liegt das Find N genau zwischen Samsung Z Fold 3 und Flip 3
  • Top-Ausstattung mit Snapdragon 888, Find-X3-Pro-Kamera & Co.

Samsung hat dieses Jahr seine Note-Serie durch die faltbaren Smartphones der Galaxy-Z-Serie ersetzt – und ist damit der aktuell einzige Hersteller, der wirklich konsequent auf faltbare Mobiltelefone setzt. Nun bekommen die Koreaner mit dem Oppo Find N Konkurrenz aus China. Mit aufgeklappt 7,1 Zoll und geschlossen 5,49 Zoll liegt das Smartphone zwischen Samsungs beiden Formfaktoren Z Fold 3 (7,6 / 6,2 Zoll) und Z Flip 3 (6,7 / 1,9 Zoll). Oppo will damit den Sweet Spot gefunden haben: geschlossen kompakt, aber noch voll nutzbar und geöffnet ein handliches Tablet.

Wie alle aktuellen Foldables setzt auch das Find N auf das resistentere UTG, also ultradünnes Glas. Gegenüber dem in frühen faltbaren Smartphones verwendeten Kunststoff ist UTG kratzfester. Eine IP-Zertifizierung bietet das Find N jedoch leider nicht. Das innenliegende LTPO-Display soll eine Helligkeit von 1000 Nits erreichen. Gamer freuen sich über bis zu 120 Hz Bildwiederholrate und eine Touch-Sample-Rate von 1000 Hz.

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Dieses Bild zeigt die Größe im geschlossenen und offenen Zustand. Ist das der Sweet Spot für faltbare Smartphones? / © Oppo

Bei der Software will Oppo ebenfalls punkten. So gibt's ein paar neue Gesten: Ein vertikaler Zwei-Finger-Wisch nach unten beispielsweise teilt das Display in zwei Hälften. Eine Vier-Finger-Pinch-Geste verwandelt eine App in ein Fenster. Fans von winzigen Notebooks dürften sich darüber freuen, dass sich das Find N wie ein – nunja – winziges Notebook auf dem Tisch aufstellen lässt. Das Scharnier soll sich in jedem Winkel zwischen 50 und 120 Grad feststellen lassen.

Um den Antrieb kümmert sich der Snapdragon 888 mitsamt 8 oder 12 GB LPDDR5-RAM. Der interne UFS-3.1-Speicher fasst wahlweise 256 oder 512 GByte. In den Akku passen 4500 mAh, Schnellladen klappt via SuperVooc kabelgebunden mit maximal 33 Watt, per AirVooc sind 15 Watt drin. Im seitlichen Powerbutton verbaut Oppo einen Fingerabdrucksensor.

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Das Find N wird's in drei Farben geben. Das Design erinnert stark an das Find X3 Pro – die geschwungene Rückseite ist aus Gorilla Glass Victus gebaut. / © Oppo

Bei den Kameras schließlich gibt's ebenfalls keine Enttäuschungen. Die Hauptkamera bietet 50 Megapixel, den Sensor IMX766 kennen wir bereits aus dem Find X3 Pro. Dazu verbaut Oppo noch eine Telekamera mit 13 Megapixeln und ein Ultraweitwinkelmodul mit 16 Megapixeln. In den beiden Displays findet sich schließlich noch jeweils eine Selfie-Kamera mit 32 Megapixeln Auflösung.

Und Ben, das wird Dich besonders freuen: Um Vibrationen kümmert sich im Find N ein X-Achsen-Linearmotor. Warum das besonders fein ist? Weil in der X-Achse viel Platz für kräftige Schwingungen ist – und sich diese Kraft dann idealerweise auch wohldosiert einsetzen lässt. Die Kollegen von Eurohandys haben den Vibrationsmotoren auf ihrem YouTube-Kanal übrigens dieses fantastische Video gewidmet:

Bleibt zum Schluss noch das große Fragezeichen: der Preis. Mit einem Marktpreis von umgerechnet 1100 Euro (7699 Yuan) für die kleine beziehungsweise 1250 Euro (8999 Yuan) für die große Version ist das Foldable deutlich günstiger als Samsungs Galaxy Z Fold 3. Bedenkt aber, dass auf die Preise hierzulande noch diverse Abgaben und Steuern fällig werden. Auf dem Heimatmarkt von Oppo soll das Find N am Tag vor Weihnachten starten. Für den Rest der Welt verspricht Oppo ganz lose: „2022“. Bis auf weiteres heißt es also wohl doch: Samsung oder nix.

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6 Kommentare

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  • rolli.k vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Was habt ihr denn bitte immer mit eurem Vibrationsmotor?


  • Tim vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Also vom Falt-Design ist es genau das, was ich immer am Fold kritisiert habe. Das ist hier einfach bedeutend intelligenter gemacht. Man sieht sogar am Akku, dass ein so platzierter Faltmechanismus viel weniger Platz wegnimmt.
    Leider ist aber quasi alles andere an dem Ding absurd hässlich 😂 keine Ahnung, wer diesen Design-Alptraum im Tablet-Format abgewunken hat, aber wie 4 Jahre Entwicklung und angeblich vorher 6 Prototypen sieht das Ding nicht aus. Viel mehr sieht das Ding aus wie der aller erste Prototyp... im Tablet-Modus sieht selbst das aller erste Fold hundert mal besser aus, als das Ding hier mit seinen nicht zusammenpassenden Display-Rundungen und der völlig random platzierten Punch Hole Kamera.

    Und nebenbei: Ja herzlichen Glückwunsch, Oppo. Nach gerade mal 6 Jahren habt ihr endlich herausgefunden, warum Apple beim Thema Vibrationsmotor so viele Lichtjahre vor allen anderen Herstellern war und Samsung und Co. jetzt erst ganz langsam zu Apple von 2015 aufschließen 😅


    • Nik M. vor 1 Monat Link zum Kommentar

      G.s. :D


    • Chris BS vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Was findest du daran hässlich? Das ist so ziemlich das erste Gerät, dass mich tatsächlich anspricht. Vermutlich wäre es mir aber zu dick.
      Der Kamerabuckel sieht auf den Fotos immer komisch aus, in Natura allerdings sehr elegant. Kenne das Prinzip mit dem gebogenen Glas ja schon von meinem X3 Pro. Persönlich finde ich das die eleganteste Lösung die ich bisher gesehen habe.


  • Sebo vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Sieht sehr interessant aus. 5,49 Zoll geschlossen finde ich sehr gut, will man mehr klappt man es eben auf. Allzu dick wird es wohl auch nicht sein.


  • Benjamin Lucks
    • Admin
    • Staff
    vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Ich bin sehr gespannt auf den Vibrationsmotor im Find N! Hoffe es wird gut Vibrate N! 🤓

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