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So schlagt Ihr die KI-Einstellungsroboter im Jahr 2023

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© Andrey_Popov/Shutterstock.com

Wenn die Suche nach einem neuen Job Euer Vorsatz für 2023 ist, dann seid Ihr nicht allein. Eine Studie aus dem Jahr 2020 ergab, dass 44 % der Menschen wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich einen entsprechenden Vorsatz für das kommende Jahr fassen werden.

Abgesehen von den üblichen Versprechen an sich selbst, an der Gesundheit und der Fitness zu arbeiten, steht bei vielen Neujahrsvorsätzen die Arbeit im Mittelpunkt. Egal, ob Ihr befördert werden möchtet, Euch weiterbilden wollt oder eine neue Stelle sucht, Ihr werdet Euch wahrscheinlich über aktuelle Stellenangebote informieren, Eure Lebensläufe vorbereiten und Bewerbungen an die Stellen schicken, die Euch gefallen.

Aber es gibt etwas, woran Ihr vielleicht noch nicht gedacht habt: Untersuchungen haben gezeigt, dass 75 % der Personalverantwortlichen eine Art von Recruiting oder Applicant Tracking System (ATS) für den Einstellungsprozess nutzen.

Vereinfacht gesagt, ist ein ATS eine Software, die Lebensläufe nach bestimmten Schlüsselwörtern durchsucht und diejenigen aussortiert, die nicht zur Beschreibung der Stelle passen, auf die man sich bewirbt. ATS-Systeme allein führen oft dazu, dass Bewerber/innen schon an der ersten Hürde scheitern, denn wenn die Schlüsselwörter nicht stimmen, wird der Lebenslauf abgelehnt.

Wenn Ihr außerdem bedenkt, dass über 98 % der Fortune-500-Unternehmen bei der Einstellung neuer Mitarbeiter/innen ebenfalls ein ATS-Programm verwenden, ist es sinnvoll, sich auf den neuesten Stand zu bringen, damit Eure Bewerbung die besten Chancen hat.

Neue Komplexität

So weit, so einfach. Allerdings hat eine neue Ebene der Komplexität Einzug in den Chat gehalten. Im November letzten Jahres enthüllte ein durchgesickertes Memo von Amazon mit dem Vermerk "Amazon vertraulich", das auf Oktober 2021 datiert war, dass das Unternehmen eine interne KI-Rekrutierungstechnologie mit dem Namen Automated Applicant Evaluation (AAE) entwickelt.

AAE soll vorhersagen, welche Bewerber/innen für bestimmte Stellen erfolgreich sein werden, und sie dann für ein Vorstellungsgespräch vorschlagen, ohne dass ein/e menschliche/r Personalverantwortliche/r beteiligt ist.

Nach Angaben von Mercer setzen 44 % der Unternehmen bereits KI-Tools ein, um die besten Bewerber/innen auf der Grundlage öffentlich zugänglicher Daten, wie z. B. ihrer Social-Media-Profile, zu identifizieren. Weitere 40 % nutzen die Technologie, um Kandidaten während der Einstellung zu prüfen und zu bewerten.

Personalverantwortliche, die unter Zeitdruck stehen, können dank der vielen Möglichkeiten, Talente zu finden und zu akquirieren, einen riesigen Pool an qualifizierten Bewerbern verpassen. Personalverantwortliche sagen, dass die KI-Technologie es den Unternehmen ermöglicht, ihre Einstellungspraktiken zu rationalisieren. Sie senken die Kosten, beschleunigen den Prozess und helfen dabei, mehr qualifizierte Bewerber/innen zu identifizieren, und können oft auch direkt in bestehende ATS-Software integriert werden.

Die Technologie wird immer besser. Der jüngste Durchbruch von ChatGPT durch das KI-Unternehmen Open.ai hat viele in der Branche aufhorchen lassen. Berichten zufolge wird Microsoft im Rahmen einer Finanzierungsrunde 10 Milliarden Dollar in das Unternehmen investieren, wodurch die Bewertung von Open.ai auf 29 Milliarden Dollar steigen wird.

Optimieren für KI

Was könnt Ihr also tun, um sicherzustellen, dass Euer Lebenslauf den Anforderungen entspricht? Stellt zunächst sicher, dass er ein akzeptables Format hat: Vermeidet Tabellen und Grafiken, da diese manche Systeme verwirren und dazu führen können, dass Teile Eueres Lebenslaufs übersehen werden. Beschränkt Euren Lebenslauf auf zwei Seiten, da viele ATS ein Signal-Rausch-Verhältnis verwenden, das sich bei einem unübersichtlichen, textlastigen Dokument negativ auswirken kann.

Achte auf den genauen Wortlaut der Stellenbeschreibung, wenn Ihr Eure Fähigkeiten (Hard- und Soft Skills), Euere Ausbildung und Eure Erfahrung auflistet, denn die Software ist darauf trainiert, diese zu überprüfen. Je häufiger eine Fähigkeit oder ein Schlüsselwort vorkommt, desto wichtiger wird sie/es eingestuft.

Es ist klar, dass KI-gesteuerte Rekrutierungsprozesse auf dem Vormarsch sind. Jetzt, da Ihr wisst, womit Ihr es auf dem Personalmarkt 2023 zu tun habt, solltet Ihr Euch einige der derzeit verfügbaren Stellen ansehen. Viele weitere findet Ihr auf der NextPit Jobbörse.

Reporting Analyst – Sustainable Finance, N26, Berlin

N26 ist Europas erste mobile Bank mit 7,5 Millionen Kunden in 25 Märkten. Sie sucht einen Reporting Analyst – Sustainable Finance, der die Geschäftsbereiche und Funktionen dabei unterstützt, ESG-Prioritäten in die strategische Planung zu integrieren. Ihr werdet auch die Einbindung der Stakeholder in die ESG-Berichterstattung vorantreiben und mit Investor Relations und anderen Funktionen zusammenarbeiten, um den jährlichen ESG-Bericht und andere Offenlegungen zu verbessern und auf Anfragen und Anforderungen der Stakeholder zu reagieren. Um Euch zu bewerben, braucht Ihr einen Hochschulabschluss mit Schwerpunkt Finanzen, Controlling oder einen vergleichbaren Studiengang und etwa zwei Jahre Berufserfahrung bei den Big 4 oder in einem Beratungsunternehmen im Bereich Finanzdienstleistungen. Bewerbt Euch hier für diesen Job.

IT System Engineer (m/w/d), TeamViewer, Göppingen

TeamViewer ist ein weltweit führendes Technologieunternehmen, das eine Konnektivitätsplattform für Fernzugriff, -steuerung, -verwaltung, -überwachung und -reparatur von Geräten aller Art anbietet. Das Unternehmen sucht einen IT-Systemingenieur (m/w), der/die sich auf die Wartung und Verbesserung der IT-Infrastruktur des Unternehmens und der damit verbundenen Dienste in einer Umgebung mit mehr als 1.400 Benutzern weltweit konzentriert. Ihr braucht einen Hochschulabschluss in IT, Informatik oder einschlägige Erfahrung im IT-Bereich sowie zwei Jahre Berufserfahrung mit Windows Server 2019 und höher. Alle Anforderungen für diese Stelle findet Ihr hier.

Senior Agile Practitioner (M/W/D), Zalando, Ansbach

Bei Tradebyte, einem unabhängigen Unternehmen innerhalb der Zalando-Gruppe, arbeitet der Senior Agile Practitioner Hand in Hand mit den größten Playern im E-Commerce – von angesagten Modemarken bis hin zu großen Online-Shops. Ihr braucht eine professionelle Zertifizierung in Kanban, Scrum oder einem anderen anerkannten agilen Ansatz, z. B. einen zertifizierten Scrum Master (CSM, PSM I) und mindestens zwei Jahre Erfahrung in der Arbeit in agilen Teams. Praktische Erfahrungen mit dem Lebenszyklus der agilen Softwareentwicklung und der DevOps-Bereitstellung, einschließlich Quellcodeverwaltung, Continuous Integration, Continuous Delivery/Deployment und automatisierten Tests, sind ebenfalls erforderlich. Hier erfahrt Ihr mehr.

 

Für unzählige weitere Jobs bei großen Tech-Unternehmen werft unbedingt einen Blick in die Jobbörse von NextPit. Dieser Artikel wurde von Kirstie McDermott geschrieben.

5 Kommentare

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  • Sabrina vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Zu zitierten Stellenangebote

    Reporting Analyst – Sustainable Finance, N26, Berlin

    "zwei Jahre Berufserfahrung bei den Big 4"

    Warum sollten sich Leute, die zwei Jahre bei den Big 4 gearbeitet haben, ausgerechnet bei N26 bewerben?


    IT System Engineer (m/w/d), TeamViewer, Göppingen

    "TeamViewer ist ein weltweit führendes Technologieunternehmen"

    Hier wird es doch schon lächerlich.
    Die müssen bei der Formulierung von Bewerbungsschreiben für die Mitarbeitersuche noch üben.


  • Sabrina vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Die massive Beteiligung von sogenannten Führungskräften an der Corona-Inszenierung führt anschaulich vor Augen, welche Charaktere mit dieser Software rekrutiert werden:

    Es sind die angepassten Mitläufer, die jedes kritische Hinterfragen aus ihrem Leben verbannt haben, die Kriminalität wie die sogenannte "Impfpflicht" - eine sprachliche Perversion - als fachlich begründete Notwendigkeit anerkennen und durchsetzen.

    Genau solche Unfähigen haben unser Land an den Abgrund, vor dem es jetzt steht geführt.


  • Tenten vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Die Unternehmen scheinen ja dann doch noch genug Bewerber zu haben, wenn man es sich leisten kann, Menschen von einer Software aussortieren zu lassen und das noch nicht einmal besonders fundiert, sondern lediglich anhand von ein paar Buzzwords.


    • Martin vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Zuviele Bewerber ist wohl eher zutreffend. Daher wohl auch diese fixe Aussortierung bei vielen Arbeitsstellen.


      • Sabrina vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Zuviele Bewerber kann es eigentlich nur bei Stellen geben, die keine hohe Qualifikation erfordern.

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