Parler: Ist die konservative Twitter-Alternative am Ende?

Parler: Ist die konservative Twitter-Alternative am Ende?

Parler hat sich als ernstzunehmende Alternative bei denjenigen etabliert, die der Meinung sind, dass sie auf Plattformen wie Twitter zu stark zensiert werden. Jetzt droht aber Ungemach, denn nicht nur die Tech-Riesen Google, Apple und Amazon machen Parler derzeit das Leben mehr als schwer. 

Parler – Spielwiese von Rechtsextremen

Noch vor wenigen Tagen jubelte Parler-CEO John Matze über den riesigen Zuspruch für seine App. Parler wird als konservative Twitter-Alternative betrachtet und hat tagelang die Download-Charts in den App-Stores dominiert. Erst recht seit der Verbannung des US-Präsidenten Donald Trump ziehen seine Supporter in Scharen zu dieser Ersatz-Plattform. Die ist allerdings nicht wirklich "konservativ", denn der wesentliche Unterschied zu Twitter ist das Fehlen von Regeln und Moderation. 

Damit hat man Hetzern, Querdenkern, Verschwörungstheoretikern, Impfgegnern und nicht zuletzt Rassisten eine herrliche Spielwiese gegeben, auf der sie sich nach Herzenslust austoben konnten. Hier können sie sich austauschen, ohne dass ständig vermeintliche Gutmenschen dazwischengrätschen, hier sollen auch die Angriffe auf Capitol Hill besprochen und koordiniert worden sein. 

Harter Gegenwind für Parler

Jetzt aber wird der Gegenwind für Parler härter und härter. In den letzten Tagen haben sich die News überschlagen, beginnend mit Apple und Google, die diese App aus ihren Stores verbannten. So wurde es möglichen Interessenten deutlich erschwert, sich Parler zu installieren und Teil des Netzwerkes zu werden. Seitens Google begründete man diesen Schritt damit, dass dort weiterhin Beiträge gepostet würden, die die Gewalt weiter anstacheln.

Als wäre das noch nicht schlimm genug für Parler, meldete sich mit Amazon der nächste Tech-Gigant und traf den Dienst noch empfindlicher: In der Nacht auf Montag hat man dem bei den Amazon Web Services (AWS) gehosteten Service die Server ausgeknipst. Seitdem sind die Lichter also aus bei Parler und jüngsten Erklärungen des CEO zufolge sitzt man auch länger als gedacht daran, dieses Problem beseitigt zu bekommen. 


Niemand will mit Parler spielen

Bislang hat es Parler nichts ausgemacht, dass man so ein bisschen die Schmuddelkind-Version von Twitter war, was jetzt aber anders aussehen dürfte. Parler findet nämlich keinen Hoster, kein Unternehmen bietet sich an, um mit Parler gemeinsame Sache zu machen und selbst die eigenen Anwälte wollen nicht mehr. Genau dieser Zeitpunkt ist also der richtige für – exakt – einen Datenschutzskandal!

Ja, richtig gehört. Wenig überraschend ist man ziemlich nachlässig mit dem Datenschutz umgegangen und mit der Sicherheit des Dienstes, so dass es Aktivisten jetzt gelungen ist, 70 TByte an Daten der Parler-Nutzer zu erbeuten, wie unsere Kollegen von golem.de berichten. Postings, Fotos, Videos – alles war dabei und es dürfte gerade für die Personen, die an den Geschehnissen des letzten Mittwochs in Washington beteiligt waren, noch haarig werden. 

Um sich bei Parler den "Verified Citizen"-Status zu sichern, mussten die Nutzer Vorder- und Rückseite ihres Führerscheins hochladen – die zuständigen Strafverfolgungsbehörden, denen all diese Daten zugänglich gemacht werden, reiben sich vermutlich längst begeistert die Hände. Auf Reddit könnt ihr nachlesen, wie dieser ganze Coup über die Bühne gegangen ist. 

War es das schon für Parler?

Damit können wir festhalten, dass Parler aktuell down ist, dass die Plattform nicht über Google Play oder den Apple App Store herunterzuladen ist, niemand mit Parler zusammenarbeiten möchte und ein riesiger Berg Nutzerdaten mit zum Teil strafrechtlich relevanten Inhalten in den Händen der ermittelnden Strafverfolgungsbehörden landen wird. Vermutlich nicht die beste Woche im Leben des Parler-CEO John Matze. 

Wir können jetzt spekulieren, wie es diese Plattform jemals wieder schaffen möchte, auch nur in die Nähe der Relevanz zu gelangen, die man in den letzten Wochen und Monaten erreichen konnte. Gut möglich, dass sich Parler von diesem Schlag nicht mehr erholen wird und die pöbelnde, hetzende Karawane weiterzieht zum nächsten Service, der sich sicher finden wird. 

Wir werden zu dem Thema noch weiter berichten und dann auch hinterfragen, ob die Tech-Unternehmen, die hier gemeinschaftlich agiert haben, nicht genau mit diesem Vorgehen bewiesen haben, dass sie längst zu übermächtig geworden sind. Teilt uns in den Comments ruhig eure Meinung dazu mit und wie ihr Parler und den Umgang mit Parler seht. 

Neueste Artikel bei NextPit

Top-Kommentare der Community

  • Aries vor 2 Wochen

    Twitter und Facebook waren früher auch nicht moderiert. Aber die zunehmende Verbreitung von Falschmeldungen, Gewaltverherrlichung und die unterschiedliche Gesetzeslage in den Staaten hat Moderation erforderlich gemacht. Das nutzen Polemiker aus und unterstellen Zensur, dabei sind sie es, die soetwas hervorgerufen haben.

    Dass Parler am Ende zu sein scheint, ist gut, aber es wird ein neues Netzwerk auftauchen. Das ist nur eine Frage der Zeit. Fabien stellt in seinem Kommentar das Dilemma sehr gut dar. Es liegt letztlich an uns allen, wirklich querzudenken, dabei aber auch darauf zu achten, wo uns Leute nur halbe Tatsachen mitteilen. Mit dem harten Kern wird man leben müssen, aber die Mitläufer, die sich durch Halbwahrheiten und Lügen einfangen lassen, muss man zurückgewinnen.

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    vor 2 Wochen

    Aaah, verstehe.

    Nein, es gibt natürlich auch dort Rechtsradikale. Aber Parler hat den Extremen mit Absicht eine Heimat gegeben. Das ist natürlich ein Unterschied.

  • Aries vor 2 Wochen

    Warum muss man in Kommentaren eigentlich immer Quellen angeben, wenn der fragende sich diese doch selbst suchen kann?

    In Deutschland gibt es eine Übersterblichkeit von etwa 23% im Vergleich zum Mittelwert 2016 bis 2019:

    https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/Gesellschaft/bevoelkerung-sterbefaelle.html

    https://de.statista.com/infografik/21523/anzahl-der-sterbefaelle-in-deutschland/

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/114349/USA-Uebersterblichkeit-uebertrifft-die-Zahl-der-gemeldeten-Todesfaelle-an-COVID-19

    Die endgültigen Zahlen kommen erst noch, der Trend ist aber mehr als eindeutig!

    Diese Quellen kann man natürlich als unseriös bezeichnen, aber dann sind wir im Bereich der Reichsbürger, die ja auch nichts staatliches akzeptieren. Dann ist aber jegliche Diskussion zum Scheitern veruteilt.

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    vor 2 Wochen

    Die Wahrheit basiert auf Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das gilt für alle Menschen. Die Frage ist nur oftmals, ob man sie anerkennen mag oder nicht.

  • Aries vor 2 Wochen

    > Natürlich ist Corona tödlich, das ist der Grippevirus aber auch, und da wurde/wird nix gemacht.

    Ich versuche Dir den Unterschied zur Grippe zu erklären, aber Du nimmst gar nichts davon an. In der Grippesaison von 2017/2018 sollen 25000 an der Grippe gestorben sein. Das ist aber nur eine Hochrechnung anhand der Übersterblichkeit in diesem Jahr. Tatsächlich nachgewiesene Grippetote gab es 1674
    https://influenza.rki.de/Saisonberichte/2017.pdf

    Corona ist bei uns noch nicht einmal ein Jahr aktiv und wir haben bereits über 40000 nachgewiesene Tote in Deutschland zu beklagen.

    Der Vergleich mit der Grippe sollte damit eigentlich widerlegt sein.

    Die Übersterblichkeit im letzten Jahr ist zudem deutlich erhöht, was auf Corona zurückzuführen ist.
    https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/deutschland-uebersterblichkeit-bei-bis-zu-55-prozent-13374538

    > Und auch wenn der Tod durch Corona eventuell schlimmer ist (das kann ich nicht beurteilen, weil über den Grippetod wird ja sehr wenig berichtet), ist der Tod generell nichts schönes.

    Eine Erkältung oder ein grippaler Infekt sind keine Grippe. Wer eine echte Grippe hat, der ist auch ein paar Wochen wirklich krank. Bei jeder Grippe besteht das Risiko einer Lungenentzündung, genauso wie bei Corona. Nur dass bei einer Grippe die Lungenentzündung durch das Grippevirus hervorgerufen wird und damit durch Antibiotiker behandelbar ist. Dennoch sterben jährlich Menschen an einer Lungenentzündung in Folge einer Grippe.

    Bei Corona (genauer Covid-19) entsteht die Lungenentzündung aufgrund der körpereigenen Abwehr. Deshalb lässt sich diese Art der Lungenentzündung nicht so einfach behandeln. Außerdem bekommen viele Patienten, die Intensivbehandlung benötigen, eine Blutvergiftung, die ebenfalls auf die körpereigene Abwehr zurückzuführen ist und nicht durch eine Verletzung oder Operation.

    > Dass die Maßnahmen bisher recht wenig gebracht haben wird ausgeblendet,

    Welche Maßnahmen haben nichts gebracht? Da ist doch schlicht falsch!

    Mein Landkreis war vor Weihnachten bei einen 7-Tage-Inzidenz-Wert von über 200. Heute ist er unter 100 (OK, nur ganz knapp).

    Wenn Du den Verlauf der Infektionen anschaust, dann ist daraus sehr wohl für die meisten Landkreise eine deutliche Abflachung erkennbar. Aber der Effekt tritt eben mit etwa zwei Wochen Verzögerung auf. Die Toten werden oft monatelang intensiv behandelt. Das heißt, eine Senkung der Verstorbenenzahlen ist noch viel länger verzögert.

    > bzw. die Schuld auf die paar 100 Menschen geschoben die zum Ski fahren gegangen sind
    Und der nächste sagt, sein Sport wäre genauso ungefährlich. Ausnahmslos jeder Kontakt beinhaltet ein Risiko. Also muss man die Kontakte auf das absolut notwendige beschränken und Skifahren ist nicht lebensnotwendig.

    > Selbst Tübigens Oberbürgermeister verlangt jetzt schon die Rückkehr in ein normales Leben, ich kann mir nicht vorstellen dass er ein Querdenker ist.

    Mit seiner Ansicht bin ich auch nicht immer einverstanden. Vielmehr hat er mit Frau Dr. Lisa Federle eine sehr engagierte privat organisierte Hilfe. Boris Palmer ist auch ein guter Selbstvermarkter. Mein Heimat-Landkreis lag immer unterhalb der Zahlen von Tübingen, aber dessen Landrat war nie im TV.

    > Wir werden sehen was die Zeit bringt, und ob nicht immer mehr Menschen sich fragen ob diese drastischen Maßnahmen überhaupt notwendig und nützlich sind.

    Das sind die Folgen des steigenden Frustfaktors. Es ist aber gefährlich, sich dadurch von Halbwahrheiten leiten zu lassen.

    > Und dass die Zahlen der Covid Toten frisiert sind sollte eigentlich auch jedem klar sein

    Welche Beweiskraft hat Dein Link? Da hat eine Bürgermeisterin eine Behauptung aufgestellt. Welche Qualifikation hat sie?

    Es ist doch nicht so, dass wir nur in Deutschland mit dem Virus unsere Mühen haben. Die ganze Welt ist betroffen. Pan bedeutet Welt und demie leitet sich von Demos, das Volk ab. Aber das müsste Ich Dir wahrscheinlich nicht erklären, denn Du hast ja griechische Wurzeln.

    > Und unabhängig von den sogenannten "Verschwörungstheorien" habe ich, was meinen Umkreis betrifft, schon von mehreren Krankenschwestern gehört (ja, ich kenne so einige, hat etwas damit zu tun dass ich sehr häufig in Kliniken bin ^^), dass die Intensivstationen leer stehen.

    Es kann sein, dass Du in einer wenig betroffenen Gegend wohnst. Es gibt aber auch andere Gegenden. Als Beispiel sei der Ministerpräsident von Sachsen genannt, der während der ersten Welle vieles als überzogen angesehen hat, aber erst vergangene Woche zugegeben hat, sich geirrt zu haben. Möglicherweise ist wgen seiner leichtfertigen Einschätzung die Lage in Sachsen jetzt so brisant geworden? Das gilt auch für Deine Gegend. Wenn nämlich bei Euch die Regeln gelockert werden, hättet ihr mehr Kontakte und dann sind die Krankenhäuser ganz schnell voll. Wer einmal eine Intensivbehandlung benötigt, belegt ein Bett viele Wochen, während die täglcih Neuerkrankungen hereinkommen. Das führt auch dazu, dass leere Betten innerhalb von Tagen belegt sein können.

    20% freie Betten, wie es derzeit heißt, klingt viel, ist aber gar nichts, wenn Du mal Graphen für Exponentialfunktion > R = 1 zeichnest.

72 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  •   14
    Gelöschter Account vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Telegram soll jetzt auch aus den App Stores entfernt werden, die Diktatur schreitet voran ^^


  • Twitter und Facebook waren früher auch nicht moderiert. Aber die zunehmende Verbreitung von Falschmeldungen, Gewaltverherrlichung und die unterschiedliche Gesetzeslage in den Staaten hat Moderation erforderlich gemacht. Das nutzen Polemiker aus und unterstellen Zensur, dabei sind sie es, die soetwas hervorgerufen haben.

    Dass Parler am Ende zu sein scheint, ist gut, aber es wird ein neues Netzwerk auftauchen. Das ist nur eine Frage der Zeit. Fabien stellt in seinem Kommentar das Dilemma sehr gut dar. Es liegt letztlich an uns allen, wirklich querzudenken, dabei aber auch darauf zu achten, wo uns Leute nur halbe Tatsachen mitteilen. Mit dem harten Kern wird man leben müssen, aber die Mitläufer, die sich durch Halbwahrheiten und Lügen einfangen lassen, muss man zurückgewinnen.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      > Mit dem harten Kern wird man leben müssen, aber die Mitläufer, die sich durch Halbwahrheiten und Lügen einfangen lassen, muss man zurückgewinnen.

      Das bringt es für mich auf den Punkt.


    • Stimme Dir da zu - wir alle sind gefragt, mitzuhelfen. Wir brauchen mehr öffentliche Gegenrede, mehr Medienkompetenz und es steht zu befürchten, dass es kontraproduktiv ist, wenn sich "die anderen" in ihre Filterblasen und Echokammern zurückziehen. Und ja, zweifellos wird es immer wieder Apps und Plattformen geben, die ihnen die perfekte Heimat bieten, zumindest für eine gewisse Zeit.


      • Ich hatte dabei an die Medienkompetenz gedacht. Halbwahrheiten verbreiten auch die sogenannten renomierten Medien. Deshalb sind sie aber noch lange keine Lügenpresse, sondern da hat jemand nicht richtig recherchiert. Fehler kommen wohl an jedem Arbeitsplatz vor.

        Gegenrede hat nach meiner Erfahrung - auch hier - wenig Erfolg. Argumente werden schlicht nicht aufgenommen.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Ja, da stimme ich zu. Beim Thema Medienkompetenz müsste man allerdings sehr früh, also spätestens in der Schule ansetzen. Das aber würde voraussetzen, dass es dafür geeignete Lehrkräfte gäbe. Hier sehe ich noch großen Nachholbedarf.

        Medienkompetenz in der Erwachsenenbildung stelle ich mir noch schwieriger vor.

        Ist das nicht auch eine Domäne von C.F.?


      • Weihnachten habe ich mich mit meiner Nichte (17 Jahre) unterhalten. Ich war bezüglich ihrer Medienkompetenz sehr positiv überrascht! Sie macht aber dieses Jahr Abitur und auf Gymnasien wird soetwas mehr gefördert als auf anderen Schulen, wie ich selbst aus dem Freundeskreis weiß, die von der Realschule aufs Gymnasium gewechselt sind. Auf Mittelschulen (wie es jetzt heißt) dürfte das noch weniger ausgeprägt sein.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 1 Woche Link zum Kommentar

        "Ist das nicht auch eine Domäne von C.F.?"

        Bedingt ja. Meine Frau hat das letzte halbe Jahr ein Nachhilfeinstitut gegründet und jetzt im Januar eröffnet. Letzten Sommer dachte ich noch: "Voll digital mit den neusten Mitteln. Kein Problem".

        Denkste!

        Bei Interesse kann ich gerne mehr über meine Erfahrungen berichten.

        Was die Medienkompetenz angeht: ein Smartphone in der Hand eines Kindes kann genau so gefährlich sein, wie ein geladener Revolver - Thema Mobbing bereits in der Grundschule. Von daher bin ich nach wie vor der Meinung, das Thema Medienkompetenz und der Umgang mit den dazugehörigen technischen Mitteln sollte Prüfungspflichtfach in der Schule werden und gleichzeitig gehörten die Eltern entsprechend gecoacht. Denn nur, was ich gelernt und auch verstanden habe, kann ich entsprechend benutzen und mein Wissen an andere weiter geben.


      • ...Thema Medienkompetenz und der Umgang mit den dazugehörigen technischen Mitteln sollte Prüfungspflichtfach in der Schule werden und gleichzeitig gehörten die Eltern entsprechend gecoacht...
        Das Problem sind leider zu oft die Eltern. Was ich manchmal bei Facebook so lesen muss. Von Rechtschreibung und Grammatik mal ganz abgesehen (ich versuche mich immer noch daran zu gewöhnen, dass das Internet offensichtlich ein rechtschreib- und grammatikregelfreier Raum ist), betrachten viele Eltern/Erwachsene das Internet und diverse Foren offensichtlich als rechtsfreien Raum. Was da an Beleidigungen, Unterstellungen, Unverschämtheiten, Halb- und Unwahrheiten von den Schreiberlingen vom Stapel gelassen wird erschreckt mich immer wieder und zeichnet kein gutes Bild unserer Gesellschaft.

        C. F.


  • Ich finde, da muss echt was geschehen. Es entstehen regelrechte "Schattengesellschaften", die der Meinung sind, dass nur sie im Besitz der reinen Wahrheit sind.
    MMn gibt es das überall, auch bei Facebook und anderen Plattformen.
    Von mir aus könnte man den ganzen Kram auch verbieten, den Einfluss, den diese Beiträge haben, sehen wir ja immer mehr (Einflussnahme auf Wahlen, Querdenker und Corona-Leugner, Sturm auf das Kapitol, aber auch arabischer Frühling), auch wenn viele das sicher anders sehen. Die Verbreitung von Inhalten muss viel stärker reglementiert werden, wenn man den gesellschaftlichen Status Quo aufrecht erhalten will. Ansonsten schlittern wir in eine Spirale, an deren Ende Zerfall, Gewalt und Zerstörung liegt. Es muss nur jemand kommen, der genug Leute beeinflusst, und dann geht es los. Das haben wir jetzt schon oft genug gesehen.


    •   14
      Gelöschter Account vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Komisch, mir ist aufgefallen dass die "richtig" denkenden immer der Meinung sind dass sie im Besitz der Wahrheit sind. ^^ 🤔🤔🤔


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Die Wahrheit basiert auf Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das gilt für alle Menschen. Die Frage ist nur oftmals, ob man sie anerkennen mag oder nicht.


      • Es wird immer Menschen geben, die Fakten nicht anerkennen. Es gibt da welche, die behaupten steif und fest, die Erde sei eine Scheibe und sterben bei Versuchen eben jenes zu beweisen. Andere leugnen die Evolution und wieder andere verharmlosen und derzeitiges Problem. Das sind einfach Menschen, die sich ihre eigenen Fakten in der einen Hirnhaelfte schaffen und dann die andere davon ueberzeugen, dass sie der Wahrheit entsprechen. Da kommt man nicht gegen an.


      • In diesem Fall mag ich dem ITler sogar bedingt zustimmen, auch wenn er generell ganz andere Meinungen vertritt als ich. Aber ich sehe es in der Tat auch so, dass grundsätzlich ja jeder denkt, auf der richtigen Seite zu stehen. Der Knackpunkt ist, dass es zwar Themen gibt, bei denen verschiedene Standpunkte zulässig sind - beispielsweise, wenn wir darüber reden, ob Schulen geöffnet werden sollen oder geschlossen bleiben sollen. Da gibt es halt Argumente für beides. Aber es gibt nun mal auch Fakten und wir müssen dahin zurückfinden, dass die stets die Basis für alle Diskussionen und Überlegungen sind, egal welcher Meinung man persönlich ist. Um beim Beispiel zu bleiben, sollte es als Fakt zumindest mal gegeben sein, dass wir in einer Pandemie leben, dass wir Covid-19 nicht mit einem "Schnupfen" vergleichen sollten und dass es Sinn ergibt, Kontakt zu so vielen Menschen wie möglich zu vermeiden.

        trixiGelöschter Account


      •   14
        Gelöschter Account vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Die Frage ist wer erstellt diese Fakten? Und wie glaubwürdig sind diese? Wie weiter unten geschrieben, nicht jeder Covid geführte Tote ist AN Covid gestorben.
        Und du sagst ja schon wieder, dass die "anders" denkenden sich ihre eigenen Fakten erschaffen, insofern stellt sich mir die Frage ob die vermeintlich "richtig" Denkenden nicht etwas mehr nachdenken sollten.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Aus meiner Sicht stellst Du hier die falschen Fragen, ITler. Nein, nicht jeder geführte Covid-Tote ist wirklich an den Auswirkungen des Virus gestorben. Nimm Dir dann einfach die Übersterblichkeit her – und zack, würdest Du sehen, dass es gewaltig mehr Tote gibt als üblich.

        Wie heißt es so schön: Zahlen lügen nicht. Es gibt hier kein falsches und richtiges Denken, sondern eben nur den Beweis, dass Covid-19 Millionen von Menschen das Leben gekostet hat.


      • > Die Frage ist wer erstellt diese Fakten? Und wie glaubwürdig sind diese?

        Du stellst alles in Frage. Es betrifft doch die ganze Welt. Meinst Du wirklich, dass plötzlich alle Regierungen an einem Strang ziehen, die sich bekriegen?

        Wenn ich etwas nicht weiß, muss ich mich auf Fachleute verlassen. Das betrifft jeden Lebensbereich. Aber dank Internet kann sich jeder ja Wissen in Bereichen aneignen, mit denen er zuvor nie zu tun hatte.

        Du willst kritisch sein, aber postest Links mit Behauptungen ohne jegliche Grundlage. Alle Links konnte ich Dir innerhalb kürzester Zeit als falsch oder unvollständig nachweisen.


      • Ahoi again.

        Und schon sind wir wieder im Reich der Fantasie und der alternativen Fakten. Zum Einen gibt es keine Übersterblichkeit mit Millionen von Toten (falls doch bitte ich um seriöse Quellen), zum Anderen hat man eben nicht zack die Zahl der an Covid-19 gestorbenen, wenn man sich die Übersterblichkeit anschaut. Wir hatten vor zwei Monaten auch einen Corona-Toten (81 Jahre) in der Familie zu beklagen. Der ist allerdings nicht am Virus verstorben, sondern an einem Herzinfarkt, weil er sich geweigert hat, bei den ersten Anzeichen in die Klinik zu fahren, aus Angst, sich dort zu infizieren.
        Auf der anderen Seite hat es einen gesunden Freund (53 Jahre) von uns im März schlimm erwischt. Er wurde drei Wochen beatmet. Wir haben ihn dann für ein paar Wochen bei uns aufgenommen, weil der nicht einmal selbstständig die Toilette aufsuchen konnte. Er hätte sonst in eine Pflegeeinrichtung gehen müssen. Inzwischen kann er sich wieder selber ver- und entsorgen, ist allerdings noch schwer angeschlagen. Ob er je wieder arbeiten kann, wird bezweifelt. Statistisch wird er als "von Corona geheilt" geführt. Fakten


      • Warum muss man in Kommentaren eigentlich immer Quellen angeben, wenn der fragende sich diese doch selbst suchen kann?

        In Deutschland gibt es eine Übersterblichkeit von etwa 23% im Vergleich zum Mittelwert 2016 bis 2019:

        https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/Gesellschaft/bevoelkerung-sterbefaelle.html

        https://de.statista.com/infografik/21523/anzahl-der-sterbefaelle-in-deutschland/

        https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/114349/USA-Uebersterblichkeit-uebertrifft-die-Zahl-der-gemeldeten-Todesfaelle-an-COVID-19

        Die endgültigen Zahlen kommen erst noch, der Trend ist aber mehr als eindeutig!

        Diese Quellen kann man natürlich als unseriös bezeichnen, aber dann sind wir im Bereich der Reichsbürger, die ja auch nichts staatliches akzeptieren. Dann ist aber jegliche Diskussion zum Scheitern veruteilt.


      • Aus deinen Quellen kann ich genau so wenig herauslesen, dass es eine ÜBERSTERBLICHKEIT von Millionen von Toten gibt, wie aus anderen Quellen, die ich selbst gesucht habe. Was siehst du, was ich nicht gefunden habe?

        Marcus J.Gelöschter Account


      • Dan gibt es ein grundsätzliches Problem, das wir hier nicht lösen. Die Graphen haben Legenden. Es steht Begleittext dabei und im Ärtzeblatt steht ein Artikel.


      • Bei meiner Suche stieß ich sogar auf einen wesentlich aktuelleren Artikel im Ärzteblatt, als du. Dort wird von einer Übersterblichkeit in den USA von 225.530 zwischen 01. März und 01. August berichtet, wovon 150.541 auf Corona zurückzuführen seien. Über den Rest ließe sich nur spekulieren. So kommen wir nie auf Millionen von Toten. Ich gebe dir recht. Es gib ein grundsätzliches Problem, das wir hier nicht lösen.

        www.aerzteblatt.de/nachrichten/117404/USA-Uebersterblichkeit-uebertrifft-Zahl-der-gemeldeten-Todesfaelle-an-COVID-19


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Die Welt besteht aber nicht nur aus den USA?! Man muss das Ganze schon global betrachten. Würde man in Indien, der Türkei, Russland und anderen Staaten genauso viel testen und offen die Zahlen offenlegen, hätten wir diese Millionen. Wir werden am Ende der Pandemie die globale Übersterblichkeit sehen können.

        Und über 150.000, die Corona zugerechnet werden können - und das nur in den USA: Da ist eine komplette größere Stadt gestorben. Mit all dem Leid, das die Hinterbliebenen jetzt haben.


      • es gibt in jeder funktionierenden Gesellschaft einen wissenschaftlichen Minimalkonsens, auf dem alle aufbauen. Ohne das funktioniert es nicht.
        Wenn du jetzt morgen kommst und behauptest mein rotes Auto sei ab sofort schwarz, dann ist Schluss mit lustig, dass muss dann auch nicht mehr endlos diskutiert werden oder gar wissenschaftliche Beweise dafür gefordert werden.
        So läuft es aber bei Leugnern aller Art, Corona-Leugner, Klimawandel-Leugner, Quarkdenker usw., sie ignorieren die Wissenschaft, stellen sich selbst über die Wissenschaft und negieren den wissenschaftlichen Minimalkonsens. Genauso wie Rechte den gesellschaftlichen Minimalkonsens ignorieren, und zusätzlich noch den wissenschaftlichen Minimalkonsens. Beide haben nur eines im Sinn, die Zerstörung der Demokratie, der Gesellschaft, dass steckt dahinter um dann gewaltsam an die Macht zu kommen.
        Da kann man auch gerne den sonst ungeliebten Hitler-Vergleich bemühen, auch die Nazis haben mal klein angefangen. Auch bei den Nazis wurden zunächst Verschwörungstheorien verbreitet, die Juden die angeblich alles unterwandert und kontrolliert haben, dann Geschwurbel wie der Rassenwahn, Entmenschlichung aller politisch Andersdenkender,
        Verächtlichmachung der staatlichen Institutionen, der Regierenden, nur die eigene "Wahrheit" zählt (Fake News, nur oft genug wiederholt) usw...
        Erinnert alles frappierend an Trump oder die Quarkdenker.


      • @Ahoi
        willst du uns hier auf die Schippe nehmen ? In dem destatis-Link wird eine rote Linie der Übersterblichkeit angezeigt, die ist ja wohl eindeutig über dem Durchschnitt von 2016-2019, oder siehst du die auch nicht bzw. willst du sie nicht sehen?
        Dann kommen wir in den Bereich meines vorigen Kommentars, du behauptest also mein rotes Auto sei schwarz.
        Und von Millionen Toten war hier gar nicht die Rede, obgleich das weltweit sicher zutrifft.


      • Durch Lockdowns und Hygienemaßnahmen wird nicht nur die Ansteckung mit Corona verhindert, sondern natürlich auch mit anderen Krankheiten wie zum Beispiel der Grippe, an der dann zwangsläufig auch wesentlich weniger Menschen sterben. Das muss man bei solchen Vergleichen immer berücksichtigen, weil man sonst wieder nur Äpfel mit Birnen vergleicht, was keinerlei Rückschlüsse zulässt.


      • Hallo Fabien. Wenn du sagst, die USA seien nicht die Welt und 150.000 Tote sind viel Leid, bin ich absolut bei dir. Wobei ich in Abrede stelle, das sich das Corona-Leid nur auf die Toten und deren Angehörige beschränkt. Ich sah das Leid einige Wochen durch unser Haus kriechen. Und das gilt als von Corona geheilt. Allerdings störe ich mich daran, wenn du dich immer wieder darauf berufst, knallharte Fakten zu nennen, und dann Behauptungen von "Millionen von Toten" und "nimm die Übersterblichkeit und zack hast du die Zahl der Coronatoten" aufstellst, die sich mit Fakten nicht belegen lassen. In deinem zweiten Post relativierst du das dann auch mit "würde", "hätte" und "am Ende der Pandemie kennen wir die Zahlen". Am Ende der Pandemie würde, hätte, könnten oder werden wir tatsächlich Millionen von Toten haben. Wir wissen weder, wie lange sie noch andauert, noch wie sich die Mutationen auswirken, die jetzt im Anrollen sind.

        Die Johns Hopkins Universität meldet 1,96 Millionen Tote mit Corona weltweit (nicht Übersterblichkeit). Stand heute.


      • Ach Duffy. Das ist fast das gesamte Spektrum blödsinnigster Phrasen zu dem Thema, das aus dir eruptiert ist. Dabei hast du noch nicht einmal den Kommentar gelesen, auf den ich mich beziehe, folglich auch den meinen nicht verstanden. Wisch dir mal den Schaum vom Mund. Du bist komplett eskaliert und läufst total neben der Spur.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Die Johns Hopkins Universität hat den besten Datenpools weltweit. Knapp 2 Millionen Tote sind nun mal schon Millionen von Toten. Bis zum Ende der Pandemie werden noch sehr viele Tote dazukommen.

        Wir können das Ganze gerne päpstlicher als der Papst angehen und einigen uns auf einen Status Quo von 1,96 Millionen Tote. In England, die ja aktuell mit einer schlimmen Mutante zu kämpfen haben, sind die Totenahlen laut New York Times nun wohl höher als 1916 bei der Spanischen Grippe.

        Diese Mutante wurde letzte Woche auch in Deutschland nachgewiesen. Wir haben da ein dickes Brett vor der Brust.


      • Moin Tenten. Das ist völlig richtig. Bedeutet also, die Übersterblichkeit beschreibt nur einen Teil der im Zusammenhang mit Corona Verstorben. Ob die jedoch an Corona, oder an einer aus Angst nicht behandelten anderen Krankheit, oder an Einsamkeit verstorben sind, lässt sich aus den Zahlen nicht ableiten.


      • Fabien. Die knapp zwei Millionen sind nicht an, sondern mit Corona verstorben.

        Eine höchst ansteckende, erstmals in Südafrika nachgewiesene Mutation, hat uns in Deutschland ebenfalls erreicht. Jepp, wir haben da ein dickes Brett vor der Brust.


      • @Ahoi
        tja wenn du einen wissenschaftlichen Minimalkonsens als blödsinnige Phrase abtust, kann ich dir auch nicht helfen, aber du bist gefährlich nahe an einem typischen Leiden unserer Zeit, dem chronischen Filterblasensyndrom, verbunden mit totalem Realitätsverlust.
        Zum anderen bin ich ganz konkret auf die Statistik eingegangen, aus der du angeblich nichts herauslesen kannst, was andere aber können. Ich habe dir gezeigt, auf welche Linie du achten sollst und warum du dann trotzdem keine Übersterblichlichkeit erkennst. Das hast du mal geflissentlich ignoriert... was nicht sein darf, kann auch nicht sein ?
        Und das Geschwurbel ob an oder mit Corona verstorben ist völlig uninteressant. Vielleicht wären sie ein paar Jahre später auch an ihrem Bluthochdruck, Diabetes, Herzinfarkt...whatever gestorben, Fakt ist dass diese Leute zum heutigen Zeitpunkt ohne Corona nicht verstorben wären.


      • falsche Stelle


      • ITler.
        Fakten werden nicht erstellt, denn Fakten sind nun mal Fakten.

        ...nicht jeder Covid geführte Tote ist AN Covid gestorben...
        Wenn jemand eine Krankheit hat die sagen wir ein multiples Organversagen auslöst, ist er dann an der Krankheit gestorben oder am Organversagen? Wenn ein Alkoholiker an Leberzirrhose stirbt, ist er dann gestorben weil er Alkoholiker ist oder ist die Leberzirrhose ursächlich.
        Du siehst vielleicht, dass deine Argumentation sehr wackelig ist.


      • Die Annahme ein Corona-Positiver, der verstirbt, sei also wegen Corona verstorben ist falsch.

        Jemand, der mit einem Schlaganfall in die Klinik gebracht, und dort positiv auf Corona getestet wird, stirbt am nächsten Tag. Statistisch wird er dann als ein Toter MIT Corona geführt, unabhängig davon, dass er auch ohne Corona an diesem Tag verstorben wäre. Um zu erfassen, für wie viele Tote Corona die Ursache ist, bemüht man den Begriff der Übersterblichkeit. Man vergleicht die Zahl der Toten eines aktuellen Zeitraums mit der durchschnittlichen Todesrate des gleichen Zeitraums vorangegangener Jahre. Stellt man eine erhöhte Todesrate fest, schreibt man diese "Übersterblichkeit" genannte Zahl einer zum Beispiel gerade grassierenden Epidemie zu. Seit Corona halten wir Abstand, reduzieren unsere sozialen Kontakte und tragen Masken. Wie Tenten oben angedeutet hat, reduziert das natürlich auch andere, tödliche Infektionen, weshalb die Zahl der Übersterblichkeit die Zahl der Corona bedingten Toten weniger scharf abbildet. Wenn die JHU zwei Millionen Tote MIT Corona meldet, bedeutet es, dass weniger als zwei Millionen Menschen wegen Corona gestorben sind.


      • Ich habe einen Onkel, der gerade im Krankenhaus liegt und man weiß nicht, ob er es überlebt. Ich finde es etwas befremdlich, wie sich hier selbsternannte Halbexperten über ein, zwei oder was auch immer Millionen Toter an, mit oder wegen Corona streiten.


      • Ursprünglich ging es um Fabiens Aussage, der sich immer wieder auf Fakten beruft, und dann seine "Fakten" verbreitet, die sich nicht mit Fakten belegen lassen.

        Dass das von selbsternannten Halbexperten auf ein, zwei oder wie viel auch immer Millionen Tote herruntergebrochen wird, finde ich in der Tat auch befremdlich.
        Alles Gute für deinen Onkel. Corona ist eine fiese Seuche und es wird noch sehr, sehr viele Tote geben.

        Bleibt negativ.


  • Gleichgesinnte haben es zu allen Zeiten geschafft, miteinander zu kommunizieren und das wird auch in Zukunft so sein. Deshalb halte ich nichts davon, solche Plattformen einfach zu dezimieren, auch wenn es sich im ersten Moment wie ein Sieg für die Guten anfühlt. Diese Leute werden einen neuen Weg finden, sich auszutauschen und die Möglichkeiten, sie dabei im Auge zu behalten werden immer weniger. Hätte man Plattformen wie Parler oder den ganzen chans und kuns mehr Aufmerksamkeit geschenkt, hätte man vielleicht den Angriff auf das Capitol verhindern können.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Da sind wir einer Meinung. Unter einer normalen Regierung hätte das wahrscheinlich auch funktioniert. Allerdings wollte der US-Präsident eben das nicht, sondern im Gegenteil: Er wollte ja, dass eben das passiert. Er hat die Kraft von sozialen Netzwerken bewusst eingesetzt, um Menschen in Aufruhr zu versetzen. Er hat mit Lügen die Stimmung soweit aufgeheizt, dass Menschen losgelaufen sind, ohne darüber nachzudenken, was das eigentlich für sie selbst bedeutet.

      Soziale Netzwerke in den Händen von machtvollen Demagogen sind noch einmal gefährlicher, wie sich gezeigt hat.

      Deswegen auch mein Plädoyer weiter unten: Einfaches Sperren ist ein Bärendienst. Im Zweifel gründet sich etwas Neues und die Radikalen wittern noch zusätzlich weitere Verschwörung. Wir brauchen imho einen klaren Rahmen für die Netzwerke. Allerdings könnte ich nicht sagen, wie genau dieser Rahmen aussehen könnte.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 1 Woche Link zum Kommentar

      "Gleichgesinnte haben es zu allen Zeiten geschafft, miteinander zu kommunizieren und das wird auch in Zukunft so sein."

      Das ist ja auch gut so und soll auch so bleiben. Aber leider kann das - wie wir jetzt wieder mal gut erfahren konnten - unter dem Deckmantel der Anonymität und weltweiten Erreichbarkeit durch das www auch mal krass ausufern. Das würde anders aussehen, wenn man sich bei solchen Plattformen mit Klarnamen und z.B. Nummer des Personalausweis anmelden müsste. Man könnte nach wie vor unter Pseudonym schreiben, wäre aber im Fall der Fälle gleich zu ermitteln.


      • Hatten die sich bei Parler nicht ohnehin alle mit Führerschein angemeldet? Darum gings doch bei dem Datenreichtum oder hab ich da was durcheinander gebracht?


      • C. F.
        • Blogger
        vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Da habe ich wohl was verpasst...


      • Die Sache mit dem Führerschein ist etwas anders. Parler hat eine Verifikation angefordert, aber in den USA gibt es keine Ausweispflicht. Aber ein Führerschein muss alle paar Jahre erneuert werden. Der Führerschein wird daher in den USA üblicherweise zur Legitimation herangezogen.

        Bei uns ist ein Führerschein kein sogenanntes Legitimationspapier. Deshalb kann er auch noch das Jugendfoto enthalten, ohne ungültig zu werden.

        Bei dem Datenreichtum wurde die Verifikation auch abgegriffen und die bestand für die USA hauptsächlich aus Führerscheinen.


      • Ja, aber damit waren doch die angemeldeten Mitglieder aus den USA eindeutig identifiziert. Das war ja das, was C. F. meinte. Was bei uns der Personalausweis ist dort der Führerschein.


      • Ich habe Dich nicht widerlegen wollen. Vielmehr soll das eine Ergänzung sein.

        Es sind nicht nur Führerscheine, die abgefischt wurden, sondern auch andere Ausweisdokumente aus vielen Staaten. Also nichts mit Parler und Anonymität!

        Ich muss diesen Kommentar noch ergänzen:
        Es gab bei Parler den Status "Verified Citizen". Um den zu bekommen, musste man sich per Ausweis-/Führerscheinkopie ausweisen.


    • "Deshalb halte ich nichts davon, solche Plattformen einfach zu dezimieren, ... Diese Leute werden einen neuen Weg finden..."
      Klingt ein wenig wie: wozu Türschlösser - Einbrecher finden immer einen Weg; also: Tür auf!
      Wozu Polizei - die Verbrecher finden doch immer einen Weg...
      Resignation? Kapitulation?

      Mit Aufmerksamkeit fehlinformierten, gewaltbereiten und - ausübenden sowie mordenden Mob kurz vor der Explosion doch noch auf den rechten Weg bringen? Wie bitte sollte solche "Aufmerksamkeit" denn aussehen?

      Und das sagt jemand, der sich ein bisschen von der China-Überwachung auch hier wünscht?

      Ab einer gewissen Grenze: NULL Toleranz! Bis zu dieser Grenze: aktiv gegensteuern! Ob Politik, Rechtsstaat (gerne auch mal auf dem rechten Auge blind - noch, hoffentlich nicht mehr lang), ausübende oder richterliche Gewalt, Presse, Medien, Schule, Eltern, Kollegen, Freunde, Bekannte, ... da ist JEDER gefordert!

      "Ich würde sagen, es lohnt sich, in unserem Land zu leben. Da muss man für Werte eintreten. Und wer diese Werte nicht vertritt, der kann jederzeit dieses Land verlassen, wenn er nicht einverstanden ist."

      Da hat sich einer gerade gestellt, sich für Werte eingesetzt. Und genau deshalb bezahlte er dafür mit seinem Leben! So weit ist es schon gekommen! Es darf keinen Millimeter weiter gehen! HÖCHSTE Zeit zur Umkehr dieser Entwicklungen!

      Wann endlich wacht der Staat richtig auf, wann endlich wachen wir alle, die wir diese Werte schätzen, richtig auf? Wenn es zu spät ist?

      Es ist falsch zu sagen: lass die mal machen - sonst haben wir die nächste Verschwörungstheorie am Hals. NEIN! Es wäre richtiger zu sagen: es reicht!


      • Lies meinen Beitrag noch mal richtig im Zusammenhang und nicht nur einzelne, aus dem Kontext gerissene Sätze.


      • Das habe ich gemacht. Ich kann auch gerne den ganzen Beitrag zitieren:
        "Gleichgesinnte haben es zu allen Zeiten geschafft, miteinander zu kommunizieren und das wird auch in Zukunft so sein. Deshalb halte ich nichts davon, solche Plattformen einfach zu dezimieren, auch wenn es sich im ersten Moment wie ein Sieg für die Guten anfühlt. Diese Leute werden einen neuen Weg finden, sich auszutauschen und die Möglichkeiten, sie dabei im Auge zu behalten werden immer weniger. Hätte man Plattformen wie Parler oder den ganzen chans und kuns mehr Aufmerksamkeit geschenkt, hätte man vielleicht den Angriff auf das Capitol verhindern können."

        ...und nun denkst Du mir noch meinen darunter. Wenn´s einen großen Unterschied macht - bitte. Für mich ändert sich dadurch nichts. Weder an Deinen noch an meinen Worten.


      • 🙄


      • Was ist nun? Mit welcher Art von "Aufmerksamkeit" hätte man den Angriff auf das Capitol verhindern können?


      • Endlich mal eine konkrete Frage. Siehe hier: https://www.spiegel.de/netzwelt/web/parler-8kun-und-thedonald-sturm-auf-kapitol-wurde-online-sichtbar-geplant-a-64e757b8-a714-4535-91b4-0d3914c477e5

        Genau dafür sind diese Plattformen gut, nämlich um die entsprechenden Leute und Organisationen im Auge zu behalten. Sie alle rigoros zu verbieten ist kurzsichtig und treibt die Leute nur zu Kommunikationsformen, die man weitaus schlechter im Griff behalten kann.


      • ...hatte ich weiter oben auch schon gefragt:
        Wie bitte sollte solche "Aufmerksamkeit" denn aussehen?

        Seit Jahren wachsen solche Plattformen und seit Jahren ist bekannt, was dort abgeht. Was hat es gebracht? Nichts! Ein Feuer wird nicht dadurch gelöscht, dass ich dem Brandstifter auch noch Öl zur Verfügung stelle.

        Im Auge behalten wurde das schon; die Erkenntnisse sind ja nicht von gerade eben. Es wurde nur nicht gehandelt!

        Wir regen uns hier über NSA auf und dort werden die Verdächtigen auf dem Silbertablett serviert - öffentlich - der Traum eines jeden Ermittlers; ganz ohne NSA, CIA und wie sie alle heißen. Und trotzdem greift niemand zu.

        Mehr "Aufmerksamkeit" ändert daran nichts. Oder meinst Du mit "Aufmerksamkeit" ganz andere Handlungen als nur mehr zuschauen?


      • Naja, nur zusehen bringt nichts, wie du ja schon festgestellt hast. Es hilft ja niemandem, einfach nur zu dokumentieren, dass da eine radikale Gruppe einen Anschlag oder ein Attentat plant. Ich setze da natürlich auch entsprechendes Handeln voraus, um das dann zu verhindern. Warum das im vorliegenden Fall nicht passiert ist, lässt sich nur mutmaßen.


  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Ich finde, wir stecken in einem fürchterlichen Dilemma. Das Internet hat uns Menschen in den wenigen Jahrzehnten seiner Existenz viele tolle Dinge beschert. Wir können seither schnell und extrem kostengünstig miteinander kommunizieren – ganz gleich wo wir uns auf der Welt befinden, solange es dort Internet gibt. Wir können schnell und einfach Produkte suchen, miteinander vergleichen und mit einem Knopfdruck kaufen. Wir können schneller navigieren, arbeiten effizienter und brauchen keine Schallplatten, CDs oder DVDs mehr, um Musik oder Filme zu genießen.

    Es gibt aber auch diese unglaubliche Schattenseite des Internets. Damit meine ich nicht nur den Datenschutz, sondern vielmehr die Tatsache, dass sich Menschen auf den sozialen Netzwerken über egal was austauschen und Andere treffen können, die sie noch nie in ihrem Leben getroffen haben. Sie können sich befeuern, erzählen sich gegenseitig Lügen, teilen und verbreiten diese weiter.

    Da die Social Networks gerne die Verweildauern ihrer Nutzer steigern wollen, zeigen sie zu allem Unglück auch nur noch die Inhalte an, die die Menschen jeweils interessieren. In diesen "Filterblasen" bleiben die Menschen dann – quasi ohne Kontakt zur "Außenwelt". Schauen sie dann durch ihre digitalen Fenster, wirkt es so, als bestünde die restliche Welt ausschließlich nur aus ihrer Meinung.

    So entstehen dann plötzlich Vorstellungen, Wahlen seien gefälscht, es gäbe einen Deep State, tödliche Viren seien harmlos. Und noch kruder: Es gäbe Echsenmenschen, die Erde sei eine Scheibe, es gäbe einen Club von Mächtigen, die das Blut von Kindern trinken würden.

    Natürlich – diese Menschen gab es schon immer. Aber früher hatten diese keine Gelegenheit ihre seltsamen Phantasien besonders weit zu tragen. Eventuell gab es beim nächsten Stammtisch kurz die Gelegenheit ein paar wirre Gedanken loszuwerden. Aber spätestens am nächsten Morgen, wenn alle wieder nüchtern waren, hatten die Allermeisten vergessen, dass man am Vorabend eventuell kurz über die Option einer flachen Erde nachgedacht habe.

    Heute finden sich diese Menschen ganz einfach im Netz. Oft passen die Menschen gar nicht wirklich zusammen, wenn man an die "Querdenker" und ihre Demonstrationen denkt. Da treffen dann plötzlich Hippies und Rechtsradikale zusammen und liegen sich in den Armen und fordern den "zivilen Ungehorsam". Untern normalen Umständen hätten beide Fronten wahrscheinlich nur pure Verachtung füreinander übrig.

    Ich habe mich dabei ertappt, dass ich mich diebisch über den Trump-Twitter-Ban und auch das Abschalten von Parler gefreut habe – ohne vorher darüber nachzudenken, was das eigentlich bedeutet. Wo fängt man zukünftig damit an und wo hört man damit auf? Wer sagt, was Gut und was Böse ist?

    Es fehlt ein Diskurs und aus meiner Sicht ein klarer gesetzlicher Rahmen, wo und wie man solche Netzwerke ohne Regeln zulässt. Es muss irgendwie auch Konsequenzen geben, für das, was man im Netz sagt und tut. Wie das aber genau aussehen soll? Ich bin überfragt!

    Es wird eine Mammutaufgabe für alle Demokratien, den Bogen zwischen Redefreiheit, sozialen Medien und der Freiheit auf der anderen Seite zu bewahren.

    Vor allem wenn man eines will: Dass die Demokratie erhalten bleibt.


    •   14
      Gelöschter Account vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Eigentlich sollte das Internet uns ja Zeit ersparen, aber ich habe das Gefühl dass es uns eher Zeit wegnimmt.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Mit Zeit hat das aus meiner Sicht weniger zu tun. Vielmehr damit, dass das Internet dabei hilft Verschwörungen zu verbreiten und zu radikalisieren.


      •   14
        Gelöschter Account vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Na ja, zu deinem Satz "tödliche Viren seien harmlos" muss ich dir sagen dass ich weder im "realen" Leben noch im Netz jemanden gefunden der so etwas behauptet hat. Ich glaube viele Menschen hören das nur aus irgendwelchen Aussagen raus, befürchte sogar, weil sie diese "anderen" Menschen verurteilen, weil sie denken dass die "anderen" das so gemeint haben.

        Natürlich ist Corona tödlich, das ist der Grippevirus aber auch, und da wurde/wird nix gemacht. Und auch wenn der Tod durch Corona eventuell schlimmer ist (das kann ich nicht beurteilen, weil über den Grippetod wird ja sehr wenig berichtet), ist der Tod generell nichts schönes.
        Dass die Maßnahmen bisher recht wenig gebracht haben wird ausgeblendet, bzw. die Schuld auf die paar 100 Menschen geschoben die zum Ski fahren gegangen sind. Wäre mal interessant zu erfahren wieviele von den Neuinfizierten denn Ski fahren gegangen sind. Auch kann ich mir nicht vorstellen dass die Ski Fahrer danach durch ganz Deutschland gereist sind, aber die Neuinfizierten sind nunmal in ganz Deutschland vorhanden. Selbst Tübigens Oberbürgermeister verlangt jetzt schon die Rückkehr in ein normales Leben, ich kann mir nicht vorstellen dass er ein Querdenker ist.

        Wir werden sehen was die Zeit bringt, und ob nicht immer mehr Menschen sich fragen ob diese drastischen Maßnahmen überhaupt notwendig und nützlich sind. Zumal diese ja sehr absurd sind -> https://www.bilder-upload.eu/bild-73cc82-1610213036.jpg.html

        Und dass die Zahlen der Covid Toten frisiert sind sollte eigentlich auch jedem klar sein -> https://www.bilder-upload.eu/bild-db239b-1610212917.jpg.html

        Und unabhängig von den sogenannten "Verschwörungstheorien" habe ich, was meinen Umkreis betrifft, schon von mehreren Krankenschwestern gehört (ja, ich kenne so einige, hat etwas damit zu tun dass ich sehr häufig in Kliniken bin ^^), dass die Intensivstationen leer stehen. Hinzu kommt dass für Hunderttausende Euro Geräte zur Bekämpfung des Virus gekauft wurden, die aber niemand von den Ärzten und Schwestern bedienen dürfen, da es eine Spezialausbildung voraussetzt.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Bitte nicht schon wieder...


      • Mein Eindruck ist, dass viele sich im Internet selbst die Zeit wegnehmen. Nie waren Recherchen einfacher. Früher musste man in Bibliotheken gehen, die keinen auch nur halbwegs so genauen Index hatten wie die Googlesuche oder beliebige andere Suchmaschine.


      •   14
        Gelöschter Account vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Och Mensch Fabien, mir kommt es echt vor dass du nur an deine Fakten glaubst und nicht an andere

        Hier, bitte schön, ich hoffe du glaubst wenigstens denen:

        https://correctiv.org/faktencheck/2020/04/23/coronavirus-ja-auch-infizierte-die-gewaltsam-sterben-werden-in-die-statistik-aufgenommen/

        Wenn nicht, hilft googlen weiter.


      • In dem von Dir verlinkten Bericht steht auch, warum dem so ist und dass diese Fälle keine statistische Relevanz haben, wenn man sie herausrechnet.


      • > Natürlich ist Corona tödlich, das ist der Grippevirus aber auch, und da wurde/wird nix gemacht.

        Ich versuche Dir den Unterschied zur Grippe zu erklären, aber Du nimmst gar nichts davon an. In der Grippesaison von 2017/2018 sollen 25000 an der Grippe gestorben sein. Das ist aber nur eine Hochrechnung anhand der Übersterblichkeit in diesem Jahr. Tatsächlich nachgewiesene Grippetote gab es 1674
        https://influenza.rki.de/Saisonberichte/2017.pdf

        Corona ist bei uns noch nicht einmal ein Jahr aktiv und wir haben bereits über 40000 nachgewiesene Tote in Deutschland zu beklagen.

        Der Vergleich mit der Grippe sollte damit eigentlich widerlegt sein.

        Die Übersterblichkeit im letzten Jahr ist zudem deutlich erhöht, was auf Corona zurückzuführen ist.
        https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/deutschland-uebersterblichkeit-bei-bis-zu-55-prozent-13374538

        > Und auch wenn der Tod durch Corona eventuell schlimmer ist (das kann ich nicht beurteilen, weil über den Grippetod wird ja sehr wenig berichtet), ist der Tod generell nichts schönes.

        Eine Erkältung oder ein grippaler Infekt sind keine Grippe. Wer eine echte Grippe hat, der ist auch ein paar Wochen wirklich krank. Bei jeder Grippe besteht das Risiko einer Lungenentzündung, genauso wie bei Corona. Nur dass bei einer Grippe die Lungenentzündung durch das Grippevirus hervorgerufen wird und damit durch Antibiotiker behandelbar ist. Dennoch sterben jährlich Menschen an einer Lungenentzündung in Folge einer Grippe.

        Bei Corona (genauer Covid-19) entsteht die Lungenentzündung aufgrund der körpereigenen Abwehr. Deshalb lässt sich diese Art der Lungenentzündung nicht so einfach behandeln. Außerdem bekommen viele Patienten, die Intensivbehandlung benötigen, eine Blutvergiftung, die ebenfalls auf die körpereigene Abwehr zurückzuführen ist und nicht durch eine Verletzung oder Operation.

        > Dass die Maßnahmen bisher recht wenig gebracht haben wird ausgeblendet,

        Welche Maßnahmen haben nichts gebracht? Da ist doch schlicht falsch!

        Mein Landkreis war vor Weihnachten bei einen 7-Tage-Inzidenz-Wert von über 200. Heute ist er unter 100 (OK, nur ganz knapp).

        Wenn Du den Verlauf der Infektionen anschaust, dann ist daraus sehr wohl für die meisten Landkreise eine deutliche Abflachung erkennbar. Aber der Effekt tritt eben mit etwa zwei Wochen Verzögerung auf. Die Toten werden oft monatelang intensiv behandelt. Das heißt, eine Senkung der Verstorbenenzahlen ist noch viel länger verzögert.

        > bzw. die Schuld auf die paar 100 Menschen geschoben die zum Ski fahren gegangen sind
        Und der nächste sagt, sein Sport wäre genauso ungefährlich. Ausnahmslos jeder Kontakt beinhaltet ein Risiko. Also muss man die Kontakte auf das absolut notwendige beschränken und Skifahren ist nicht lebensnotwendig.

        > Selbst Tübigens Oberbürgermeister verlangt jetzt schon die Rückkehr in ein normales Leben, ich kann mir nicht vorstellen dass er ein Querdenker ist.

        Mit seiner Ansicht bin ich auch nicht immer einverstanden. Vielmehr hat er mit Frau Dr. Lisa Federle eine sehr engagierte privat organisierte Hilfe. Boris Palmer ist auch ein guter Selbstvermarkter. Mein Heimat-Landkreis lag immer unterhalb der Zahlen von Tübingen, aber dessen Landrat war nie im TV.

        > Wir werden sehen was die Zeit bringt, und ob nicht immer mehr Menschen sich fragen ob diese drastischen Maßnahmen überhaupt notwendig und nützlich sind.

        Das sind die Folgen des steigenden Frustfaktors. Es ist aber gefährlich, sich dadurch von Halbwahrheiten leiten zu lassen.

        > Und dass die Zahlen der Covid Toten frisiert sind sollte eigentlich auch jedem klar sein

        Welche Beweiskraft hat Dein Link? Da hat eine Bürgermeisterin eine Behauptung aufgestellt. Welche Qualifikation hat sie?

        Es ist doch nicht so, dass wir nur in Deutschland mit dem Virus unsere Mühen haben. Die ganze Welt ist betroffen. Pan bedeutet Welt und demie leitet sich von Demos, das Volk ab. Aber das müsste Ich Dir wahrscheinlich nicht erklären, denn Du hast ja griechische Wurzeln.

        > Und unabhängig von den sogenannten "Verschwörungstheorien" habe ich, was meinen Umkreis betrifft, schon von mehreren Krankenschwestern gehört (ja, ich kenne so einige, hat etwas damit zu tun dass ich sehr häufig in Kliniken bin ^^), dass die Intensivstationen leer stehen.

        Es kann sein, dass Du in einer wenig betroffenen Gegend wohnst. Es gibt aber auch andere Gegenden. Als Beispiel sei der Ministerpräsident von Sachsen genannt, der während der ersten Welle vieles als überzogen angesehen hat, aber erst vergangene Woche zugegeben hat, sich geirrt zu haben. Möglicherweise ist wgen seiner leichtfertigen Einschätzung die Lage in Sachsen jetzt so brisant geworden? Das gilt auch für Deine Gegend. Wenn nämlich bei Euch die Regeln gelockert werden, hättet ihr mehr Kontakte und dann sind die Krankenhäuser ganz schnell voll. Wer einmal eine Intensivbehandlung benötigt, belegt ein Bett viele Wochen, während die täglcih Neuerkrankungen hereinkommen. Das führt auch dazu, dass leere Betten innerhalb von Tagen belegt sein können.

        20% freie Betten, wie es derzeit heißt, klingt viel, ist aber gar nichts, wenn Du mal Graphen für Exponentialfunktion > R = 1 zeichnest.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Danke, Aries, für diesen wirklich guten Kommentar. Ich fürchte zwar, dass die Saat keinen fruchtbaren Boden findet. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.


      •   14
        Gelöschter Account vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        @Aries:

        Jetzt versuche ich mal dir zu zeigen wie und warum ich so denke:

        > Ich versuche Dir den Unterschied zur Grippe zu erklären, aber Du nimmst gar nichts davon an. In der Grippesaison von 2017/2018 sollen 25000 an der Grippe gestorben sein. Das ist aber nur eine Hochrechnung anhand der Übersterblichkeit in diesem Jahr. Tatsächlich nachgewiesene Grippetote gab es 1674
        https://influenza.rki.de/Saisonberichte/2017.pdf

        Corona ist bei uns noch nicht einmal ein Jahr aktiv und wir haben bereits über 40000 nachgewiesene Tote in Deutschland zu beklagen.

        Der Vergleich mit der Grippe sollte damit eigentlich widerlegt sein.

        Ich vergleiche nicht die Anzahl der Grippetoten mit der Anzahl der Covidtoten, habe ich nie gemacht, aber der Ansteckungswege ist der Gleiche, und die Gefahr als Älterer oder Vorerkrankter ist auch bei der Grippe gegeben.

        https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-022012/grippekrank-trotz-impfung/

        > Die Übersterblichkeit im letzten Jahr ist zudem deutlich erhöht, was auf Corona zurückzuführen ist.

        Ach ja? https://www.heise.de/tp/features/Keine-Uebersterblichkeit-trotz-Covid-5001962.html?seite=all

        > Bei Corona (genauer Covid-19) entsteht die Lungenentzündung aufgrund der körpereigenen Abwehr. Deshalb lässt sich diese Art der Lungenentzündung nicht so einfach behandeln. Außerdem bekommen viele Patienten, die Intensivbehandlung benötigen, eine Blutvergiftung, die ebenfalls auf die körpereigene Abwehr zurückzuführen ist und nicht durch eine Verletzung oder Operation.

        Ich muss mich wiederholen, der Übertragungsweg ist der selbe.

        > Welche Maßnahmen haben nichts gebracht? Da ist doch schlicht falsch!

        Du ignorierst also bewusst die täglichen Fallzahlen?

        > Welche Beweiskraft hat Dein Link? Da hat eine Bürgermeisterin eine Behauptung aufgestellt. Welche Qualifikation hat sie?

        Da sind wir wieder beim Thema dass auch Tote mit Covid als Covidtote geführt werden, und deine Behauptung dass das nur wenige sind stimmt nicht, das bezog sich in dem Artikel nur um Leute, die beim Fallschirmspringen sterben, was ist mit den Älteren die wegen etwas anderem gestorben sind? Das findest du doch nun zuhaufe bei Google.

        > Mit seiner Ansicht bin ich auch nicht immer einverstanden. Vielmehr hat er mit Frau Dr. Lisa Federle eine sehr engagierte privat organisierte Hilfe. Boris Palmer ist auch ein guter Selbstvermarkter. Mein Heimat-Landkreis lag immer unterhalb der Zahlen von Tübingen, aber dessen Landrat war nie im TV.

        Der Friedrich Merz hat sich jetzt auch dazugesellt.

        https://www.google.com/amp/s/www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/merz-will-kleine-unternehmen-aus-dem-lockdown-holen-1242026401.html%3famp

        > Es ist doch nicht so, dass wir nur in Deutschland mit dem Virus unsere Mühen haben. Die ganze Welt ist betroffen. Pan bedeutet Welt und demie leitet sich von Demos, das Volk ab. Aber das müsste Ich Dir wahrscheinlich nicht erklären, denn Du hast ja griechische Wurzeln.

        Pandemie... weltweit.... Und dann diese lächerlichen Maßnahmen? Man müsste alles dicht machen.

        Hier noch zwei Links denen ihr wahrscheinlich eh nicht glauben werdet, deswegen wäre es mir Recht wenn wir diese Diskussion an dieser Stelle beenden.
        Selbstverständlich darfst du darauf antworten, glaube aber bitte nicht dass ich sprachlos bin, weil ich nicht antworte.

        Ich warte jetzt lieber noch ab was die Zeit so an Veränderungen bringt, um dann zum gegebenen Zeitpunkt nochmal darüber zu diskutieren.

        https://www.wochenblick.at/studie-bestaetigt-schwerere-covid-verlaeufe-durch-die-impfung/

        Jhttps://unser-mitteleuropa.com/causa-fehlende-promotion-von-drosten-uni-frankfurt-raeumt-falschaussage-ein-fall-landet-vor-gericht/


      • @ITler
        Alter, Wochenblick.at als Quelle für auch nur irgendwas anzuführen, dazu gehört aber echt Mut. 90% dieses Machwerkes bestehen aus Corona-Leugnen, Impfgegnern und ähnlichem Geschwurbel, dann findet sich noch ein Bericht über "sogenannte Flüchtlinge" in Bosnien und den Messermord eines Ausländers an einer Österreicherin. Bildzeitung für Rechte - nicht dein Ernst oder? Seriöse Quellen liest du anscheinend gar nicht mehr...sind bestimmt nur "Mainstream"oder "Systemmedien", denen Angela Merkel persönlich die Nachrichten diktiert :D
        Meine Einschätzung: Sinnnlos mit so einem Zeitgenossen zu diskutieren, reine Zeitverschwendung. Ich meine, was willst du gegen wochenblick.at auch argumentieren, wenn dieses Machwerk und seine Leser offensichtlich gar nicht an Argumenten interessiert sind ;-)
        P.S.: die andere Quelle ist noch dämlicher, da habe ich jetzt keinen Bock mehr drauf einzugehen, bringt eh nichts ;-)


      • @ITler
        "Eigentlich sollte das Internet uns ja Zeit ersparen, aber ich habe das Gefühl dass es uns eher Zeit wegnimmt."
        Wenn ich dein Geschwurbel so lese, habe ich vor allem das Gefühl dass es Dir zu viel Zeit wegnimmt.


      • @Aries
        Recherchen sind in der Tat schneller und einfacher geworden, wenn man gelernt hat, seriöse Quellen von Schwurbler-Quellen zu unterscheiden. Diese Gabe ist leider offensichtlich nicht allen Mitmenschen gegeben ;-)
        Bei Recherchen zum Shopping wird es aber wirklich unübersichtlich. Testberichte wälzen, Foren durchwühlen, Preisvergleiche (die gehen in der Tat recht schnell), Lieferzeiten, wo ist der Haken beim besonders günstigen Preis, und ganz übel wird es beim Thema Bewertungen, die größtenteils alle gekauft sind z.T. sogar die schlechten von Mitbewerbern. Versuch nur einfach mal einen neuen TV zu finden, der aktuellist und deine Ansprüche erfüllt. 2-3 Stunden Recherche ist mindestens angesagt. Ich kann die Leute verstehen die sagen, da geh ich lieber zum nächsten Media-Discounter und lass mir was aufschwätzen, da werde ich zwar auch beschissen aber geht wenigstens schneller ;-)


  •   14
    Gelöschter Account vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Als wenn es bei anderen Diensten und Messenger keine Rechte geben würde...

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!