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Rechte-Apostel der Bild klauen Live-TV-Bilder von ARD und ZDF

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Rechte-Apostel der Bild klauen Live-TV-Bilder von ARD und ZDF

Der Axel-Springer-Konzern dürfte eigentlich über genügend finanzielle Mittel verfügen, um auf dem neuen Fernsehsender des Flaggschiffes "Bild" einen ordentlichen Wahlabend zu senden. Die Macher kopierten teils aber einfach die Bilder von ARD und ZDF.

Es gibt durchaus einige private Angebote, die schlicht nicht über ausreichend Geld verfügen, um sich komplett eigene Daten bei den großen Marktforschungs-Instituten einzukaufen. Da ist es dann relativ normal, dass man unter Berufung auf die öffentlich-rechtlichen Sender die von diesen veröffentlichen Informationen kurze Zeit später wiedergibt.

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Der neue Bild-Fernsehsender band pünktlich um 18 Uhr aber einfach die Bilder der Konkurrenten in das eigene Fernsehbild ein. Anfangs beschränkte sich die Sache auch auf die Momente, in denen die Diagramme der ersten Prognosen und Hochrechnungen zu sehen waren. Später übertrug Bild-TV auch ein Interview des ZDF mit SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Besonders dreist wurde es dann um 20:15 Uhr, als man einfach die ersten 15 Minuten der "Berliner Runde" als Live-Kopie auf den eigenen Kanal aufschaltete.

Rechtliche Schritte werden geprüft

Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern zeigte man sich ziemlich verwundert über die Sache. "Wir haben keine Vereinbarung mit der Bild zur Übernahme unserer Inhalte. Die Übernahme ist also ohne Absprache mit uns erfolgt", erklärte ein Sprecher des Ersten gegenüber dem Medienmagazin DWDL. Und auch von Seiten des ZDF betonte man, dass man dem Bild-Sender die Nutzung der eigenen Inhalte nicht erlaubt habe. Jetzt wolle man rechtliche Schritte prüfen.

Die Sache ist natürlich in zweierlei Hinsicht besonders pikant: Bild gehört schon lange zu jenen Privatmedien, die regelmäßig gegen die Institution der öffentlich-rechtlichen Rundfunkfinanzierung schießen. Außerdem setzte der Axel-Springer-Verlag über Jahre seine Lobbymacht ein, um das Leistungsschutzrecht für Presseverlage durchzudrücken - mit der ständigen Behauptung, Online-Services wie die Google-Suchmaschine würden sich an den Inhalten des Unternehmens bereichern, wenn sie unter Übernahme kurzer Text-Schnipsel auf die Anbieter verlinken.

Dieser Inhalt kommt von unserem Partner WinFuture und ist am 2021-09-27 unter dem Titel erschienen. Hat er euch gefallen? Dann schaut doch bei unseren lieben Kollegen von WinFuture vorbei und findet weitere großartige Inhalte wie diesen!

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4 Kommentare

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  • V. G. vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Ganz ehrlich, was hat so ein Artikel auf der Seite von Nextpit zu suchen? Und gleich wird wieder die Nazi-Keule geschwungen (Rechte Apostel). Natürlich ist es Dumm, dreist, und was weiß ich was, wenn man einfach Grafiken, oder gleich Minutenlang eine Live-Sendung in die eigene einbaut. Und ja, so etwas gehört bestraft. Aber bitte: Lasst solche Artikel weg. Darum sollen sich andere Blätter und Journalisten kümmern und sich das Maul zerreißen.
    Danke


    • Benjamin Lucks
      • Admin
      • Staff
      vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Glaube "Rechte" bezieht sich hier auf "das Recht" und soll keine Nazi-Keulen in Schwingung bringen. ;)
      Ich habe den Artikel von unserem Partner WinFuture importiert, da ich das Thema spannend fand und wir zum Jahresende hin ein bisschen mehr über Streaming und TV berichten wollen.
      Natürlich bin ich für Dein Feedback dankbar und denk dran, wenn ich den nächsten Artikel importiere!

      LG
      Ben


    • trixi vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Das "Rechte Apostel" wird sich darauf beziehen, dass unter anderem Springer mit die lautesten waren, die nach einer neuen Urheberrechtsreform geschrien haben.
      Und jetzt machen die genau das, was sie anderen immer angeprangert haben.


  • torsten hofmann vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    In Papierform liefert dieser Verlag schon ein erbärmliches Bild. Es scheint das Journalismus in diesem Haus als Dip zu den Kartoffeln serviert wird, denn in deren Presseerzeugnis ist davon nichts zu finden.
    Man trötet lieber Halbwahrheiten in die Welt anstatt einmal mit der journalistischen Sorgfalt zu arbeiten die im Studium vermittelt wird.
    Ja, Journalismus kann man richtig erlernen und studieren, bei Springer reicht es von 26 Buchstaben mal gehört zu haben.
    Warum sollte das bewegte Bild von dieser Institution der Unwahrheit anders agieren?
    Sie klauen jetzt auch noch.
    Selbst zum Fisch einwickeln taugt kein Produkt aus diesem Haus. Der Fisch kann noch so frisch sein, einmal im Kontakt mit Springer sollte er nichtmal mehr untergepflügt werden.

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