Pros des Apple iPhone Air

  • Besonderes, hochwertiges Gehäuse
  • Tolles Display mit 6,5″ und 120 Hz
  • Innovative neue Frontkamera
  • Solide Akkuleistung trotz Platzmangel

Contras des Apple iPhone Air

  • Nur eSIM
  • Nur eine Kamera auf der Rückseite
  • A19 Pro stark gedrosselt wegen Hitzeentwicklung
  • Keine RAW-Foto, kein RAW-Video

Zum Abschnitt:

Preis & Verfügbarkeit

Preislich reiht sich das iPhone Air dort ein, wo letztes Jahr noch das Plus-Modell war. Also zwischen dem Standard-Modell und der Pro-Version. Heißt in diesem Falle:

  • Ab 1.199 € für 256 GB Speicherplatz
  • Ab 1.449 € für 512 GB Speicherplatz
  • Ab 1.669 € für 512 GB Speicherplatz

Ich habe das „ab“ aus Apples Preisliste einmal übernommen, da es recht wahrscheinlich ist, dass Ihr beim iPhone Air noch mindestens einen Zusatzkauf tätigt. Denn da Apple beim Akku Kompromisse eingehen muss, bietet der Hersteller einen exklusiven MagSafe-Zusatzakku zum Air an. Dieser kostet 115 € und sorgt für bis zu 65 % mehr Akkulaufzeit via kabellosem Laden mit 12 W. Oder wie Apple schreibt: „Verwende die MagSafe Batterie mit deinem vollgeladenen iPhone Air, damit Du es den ganzen Tag nutzen kannst“. Well, well …

Design des iPhone Air

  Design und Verarbeitungsqualität
Display
  • 6,5-Zoll Super Retina XDR OLED
  • 2736 × 1260 Pixel
  • ProMotion bis zu 120 Hz
Abmessungen und Gewicht
  • 156,2 × 74,7 × 5,6 mm, 165 g
Widerstandsfähigkeit
  • IP68 Wasser- und Staubschutz
  • Titanrahmen
  • Vorderseite aus Ceramic Shield 2, Rückseite aus Ceramic Shield

Im Netz gab es viele Diskussionen um die auffälligste Eigenschaft des iPhone Air. Denn das „dünnste iPhone aller Zeiten“ ist nur an der dünnsten Stelle des Gehäuses 5,64 mm dick. Apple verschiebt die meiste Elektronik sowie die einzelne (!) Kamera dafür in einen Balken an der Oberseite des Handys. Und diese verdoppelt die Dicke des iPhone Air ungefähr.

Im Alltag bietet das dünne Gehäuse aber dennoch Mehrwerte. Denn Apple schafft es besser als bei den Pro-Modellen, das Gleichgewicht des Handys nicht zu sehr kopflastig werden zu lassen. Das iPhone Air liegt wirklich gut in der Hand und fühlt sich dann wirklich ein wenig besonders an. Es ist, als würde man nur ein Display in der Hand halten, das in einen besonders hochwertigen Rahmen aus Titan eingelassen ist.

Ein weißes Apple iPhone Air liegt auf einer Holzoberfläche.
Der Rahmen ist aus Titan und glänzt ordentlich. Passt aber meiner Meinung nach zur Ästhetik des iPhone AIr.
Quelle: nextpit
Ein iPhone mit einem bunten App-Layout auf einer Holzoberfläche, das Wetter- und Kalender-Widgets anzeigt.
120 Hertz und eine hohe Pixeldichte – hier bleiben kaum Wünsche offen.
Quelle: nextpit
Ein Apple iPhone auf einer Holzoberfläche mit einer grünen Pflanze im Hintergrund und einem bunten App-Bildschirm.
Das Display ist mit 6,5′ angenehm groß. Die dünnen Displayränder lassen das Handy besonders modern wirken.
Quelle: nextpit
Nahaufnahme eines Apple iPhone Air, das auf einer Holzoberfläche liegt und die Kamera und das Logo zeigt.
Da lässt sich kaum drüber streiten: Mit nur einer Kamera fällt das iPhone Air hinter der Konkurrenz zurück.
Quelle: nextpit
Nahaufnahme der Unterkante eines Apple iPhones mit Ladeanschluss und Lautsprecheröffnungen.
Apple nutzt ein 3D-Druckverfahren für den Ladeanschluss. Technisch beeindruckend, aber nicht weiter relevant.
Quelle: nextpit

Während man sich an die Gehäusedicke schnell gewöhnt, fiel mir ein anderer Aspekt immer wieder positiv auf: Das Handy wiegt nur 165 g und ist damit immerhin 12 g leichter als das iPhone 17 und beachtliche 39 g leichter als das diesjährige Pro-Modell. Ich nutze sonst das iPhone 16 Pro, das 199 g –  34 g  mehr – wiegt und das geringe Gewicht ist mir immer wieder aufgefallen. Frei nach Bruno Latour nehmen schwere Gegenstände auch mehr Platz im Alltag ein. Und wegen dieses Vorteils hatte ich mir vor Jahren einmal das iPhone 13 mini (zum Test) gekauft.

Davon abgesehen ist das iPhone Air mit seinem 6,5″ großen Display ein wenig größer als das iPhone 17 (zum Test) und das diesjährige Pro-Modell. Es ist zudem jetzt das einzige iPhone, das mit einem polierten Rahmen aus Titan glänzt. Apple will zudem die Haltbarkeit des Ceramic Shields über dem Display verbessert haben, das nun eine dreimal bessere Kratzfestigkeit hat. Auf der gläsernen Rückseite kommt das herkömmliche Ceramic Shield zum Einsatz. Insgesamt gibt’s eine IP68-Zertifizierung.

Display mit 6,5″

Das iPhone Air fühlt sich häufig an, als würde man nur ein Display in der Hand halten. Und dazu auch noch ein sehr hochwertiges. Stolze 6,5″ misst das Pro-Resolution-Display im aktuell dünnsten iPhone und liegt damit zwischen dem Pro mit 6,3″ und dem Pro Max mit 6,9″. Erfreulicherweise schafft das neue Display auch Bildwiederholraten von 120 Hz und erreicht Spitzen-Helligkeiten von bis zu 3.000 Nits in der Spitze.

Das erreicht das iPhone Air dank des Supports für HDR10, die Pixeldichte ist dank 1.260 x 2.736 px zudem extrem hoch. Bei 460 ppi erkenne ich auch mit dem Makroobjektiv kaum Pixel. Die zum Teil echt hübschen Effekte in iOS 26 kommen dabei wirklich erstklassig rüber. Noch ein nettes Detail, was einem nur im direkten Vergleich auffällt: Die Dynamic-Island ist beim Air-Modell gespiegelt. Heißt, die Kamera sitzt links und nichts rechts, wie bei allen anderen iPhones

Sonst gibt’s nur die antireflektierende Beschichtung zu erwähnen, die Apple in diesem Jahr allen iPhone-Modellen spendiert. Sie macht einen kleinen Unterschied, den man im Alltag aber nicht wirklich wahrnimmt.

Leistung des iPhone Air wird stark gedrosselt

  Leistung
Prozessor
  • Apple A19 Pro Bionic Chip
Speicher
  • 12 GB RAM
  • 256 GB / 512 GB / 1 TB Speicher
  • Keine microSD-Erweiterung
Konnektivität
  • 5G, nur eSIM
  • Wi-Fi 7
  • Bluetooth 6
  • NFC (Apple Pay)
  • USB 2
  • Satellitenkonnektivität (Notfall-SOS)
  • Ultra Wideband (UWB) Chip

„Dünnstes iPhone mit Pro-Performance“ schreibt Apple über das iPhone Air. Und tatsächlich findet mit dem A19 Pro ausgestattet, der bis 6-CPU-Kernen und einer 5-Kern-GPU arbeitet. Das iPhone 17 Pro (zum Test) und das iPhone 17 Pro Max bieten einen zusätzlichen Grafikkern und sollten somit ein Quäntchen mehr Leistung bringen. Schauen wir uns gleich in den Benchmarks nochmal genauer an.

Denn vorher will ich einmal auf die generelle Ausstattung des iPhone Air zu sprechen kommen. Denn einer der größten Kompromisse des dünnen Gehäuses ist der fehlende Stereoklang. Während alle anderen iPhones in diesem Jahr Musik und Filme sowohl am Ohrhörer als auch unten aus dem Gehäuse strahlen, funktioniert das beim iPhone Air nur am Ohrhörer. Der Sound ist dadurch weniger räumlich, vor allem bei horizontalem Videoschauen. Im Vergleich zu den sehr guten Speakern meines iPhone 16 Pro (zum Test) fiel mir das im Alltag immer wieder negativ auf.

Bei der Datenübertragung orientiert sich Apple zudem am Standard-Modell. Heißt: wir profitieren nicht von USB-3, sondern finden mit USB-2 einen ziemlich veralteten Übertragungsstandard vor. Dass WiFi 7 und Bluetooth 5.6 unterstützt, werden ist hingegen positiv anzumerken. Ein weiteres Problem wird in den Benchmark-Ergebnissen deutlich:

  iPhone Air iPhone 17
(Apple A19 Bionic)
iPhone 16
(Apple A18 Bionic)
Galaxy S25 Ultra
(Snapdragon 8 Elite)
AnTuTu 2.188.058 2.224.609 1.701.457 2.341.216
3DMark Wild Life Extreme
Stresstest
Beste Schleife: 3.395
Schlechteste Schleife: 3.035
Stabilität: 89,4 %
Beste Schleife: 5,010
Schlechteste Schleife: 3,141
Stabilität: 62,7%
Bester Loop: 3,643
Schlechteste Schleife: 2,082
Stabilität: 57,1%
Beste Schleife: 6,986
Schlechteste Schleife: 3,253
Stabilität: 46,6%
3DMark Steel Nomad Light
Stresstest
Bester Loop: 1.793
Schlechteste Schleife: 1.520
Stabilität: 84,8 %
Bester Loop: 2,173
Schlechteste Schleife: 1,111
Stabilität: 51,1%
Beste Schleife: 2,581
Schlechteste Schleife: 1,363
Stabilität: 52,8%

Denn hier ist die Stabilität in den Stresstest-Benchmarks durch die Bank besser als beim iPhone 17, allerdings liegt das Leistungsniveau des SoCs auch deutlich unter dem Standard-Modell. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass Apple recht aggressives Thermal-Throttling nutzt, damit das iPhone Air nicht überhitzt. Auf dem Papier bekommen wir also die bessere Hardware – in der Praxis können wir diese aber nicht ausnutzen.

Natürlich muss Apple Abstriche machen, wenn sie ein derart dünnes Handy anbieten wollen. Im dünnen Gehäuse ist kein Platz für eine Vapor-Chamber, um Wärme abzuleiten und beim diesjährigen Pro-Modell ist man wieder auf ein Aluminiumgehäuse gewechselt, da Titan der schlechtere Wärmeleiter ist. Interessiert Ihr Euch für das iPhone Air, heißt das: 

Lasst Euch nicht vom Datenblatt und von den Leistungsvergleichen blenden – in der Praxis ist das iPhone Air in diesem Jahr laut Benchmarks das schwächste Modell trotz Pro-SoC. Das ist enttäuschend intransparent!

Wie sehr nervt die Single-Cam im iPhone Air?

  Kamera
Hauptkamera
Ultra-Weitwinkelkamera
  • keine
Telekamera(s)
  • keine
Selfie-Kamera
  • 18 MP, f/1.9, Multi-Aspect-Ratio
Max. Videoauflösung
  • 4K bei 60 fps (Dolby Vision HDR)

Im Testzeitraum habe ich das iPhone Air mehreren Leuten in die Hand gedrückt und gefragt, was ihnen auffällt. Alle erwähnten dabei zunächst die geringe Dicke – und als nächstes die einzelne Kamera auf der Rückseite. Ja, wir kaufen mit dem iPhone Air zu Preisen ab 1.199 € ein Smartphone, das nur eine Kamera auf der Rückseite hat. Und da kann Apples Marketing-Coup einer „Fusion-Kamera“ auch nix dran drehen.

Dabei stimmt es natürlich, dass der rückseitige Sensor mit 48 MP auflöst und wir damit im Vergleich zu früheren iPhone-Modellen einen verlustfreieren Digitalzoom bekommen. Daran kann man sich aber nicht Jahre später noch aufhalten, wie Apple es ja auch bei der Leistung gerne macht. Dass eine zusätzliche Telelinse fehlt, ist zudem nicht das Problem beim Kamera-Setup des iPhone Air. Im Alltag habe ich eher den fehlenden Weitwinkel vermisst.

Eisenbahnschienen führen zu einem Bahnhof mit einem Gebäude im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.
Hauptkamera 2-fach-Zoom
Quelle: nextpit
Ein junger Mann in einer grünen Jacke und rosa Hoodie steht auf einer Stadtstraße bei bewölktem Himmel.
Selfie-Kamera weit und vertikal
Quelle: nextpit
Ein Schienenweg, der sich unter einem bewölkten Himmel in die Ferne erstreckt, mit grünen Signalen und Stadtgebäuden im Hintergrund.
Hauptkamera Tageslicht
Quelle: nextpit
Eine Person mit einem rosa Hoodie und einer Mütze steht auf einer Straße mit Bäumen und geparkten Autos.
Selfie-Kamera nah horizontal
Quelle: nextpit
Silhouette eines Gebäudes mit grüner Kuppel und Sonnenuntergang im Hintergrund.
Hauptkamera HDR
Quelle: nextpit
Eine Person trägt einen rosa Hoodie und eine grüne Jacke und steht im Freien mit Autos und Bäumen im Hintergrund.
Selfie-Kamera nah und vertikal
Quelle: nextpit
Sonnenuntergang über einer Stadtlandschaft mit Menschen auf dem Gras, Fahrrädern in der Nähe.
Hauptkamera HDR
Quelle: nextpit
Eine leere Baustelle, beleuchtet von einer einzelnen Lichtquelle, mit Betonsäulen und einem großen Werbebanner.
Nachtaufnahme Hauptkamera
Quelle: nextpit
Straße mit parkenden Autos und Bäumen mit Herbstblättern unter einem klaren Himmel.
Hauptkamera Tageslicht
Quelle: nextpit
Ein schwach beleuchteter urbaner Durchgang mit Postern an den Betonwänden und geparkten Fahrrädern an der Seite.
Nachtaufnahme Hauptkamera
Quelle: nextpit
Silhouette von drei Baukränen vor einem bewölkten Himmel.
Hauptkamera 2-fach-Zoom
Quelle: nextpit
Ein hoher Gebäudekomplex mit Glasfassade vor einem bewölkten Himmel.
Hauptkamera bewölkt
Quelle: nextpit
Nahaufnahme eines nassen Autofensters mit Wassertropfen und einigen gefallenen Blättern.
Nahaufnahme Hauptkamera
Quelle: nextpit
Reflexion eines Bauplatzes in einem Glasgebäude mit TK Maxx-Beschilderung.
Hauptkamera Tageslicht Belichtungskorrektur -1
Quelle: nextpit
Eingang zur U-Bahn-Station Alexanderplatz mit gefliesten Wänden und Beschilderung.
Hauptkamera Tageslicht
Quelle: nextpit
Schild der U-Bahn-Station Frankfurter Tor mit wolkigem Himmel und Treppe, die nach oben führt.
Hauptkamera Abenddämmerung
Quelle: nextpit
Ein hoher Glasturm im Bau mit einem Kran an der Spitze an einem bewölkten Tag.
Hauptkamera 10-fach-Zoom
Quelle: nextpit
Eine Person steht auf einer Straße mit einem Rucksack, trägt einen rosa Hoodie und eine grüne Jacke, mit Autos und Bäumen im Hintergrund.
Selfie-Kamera weit horizontal
Quelle: nextpit

Dass ich das im Jahr 2025 überhaupt schreiben muss, ist ein Wunder: Es ist wirklich praktisch, beim Fotografieren mit dem Handy eine Stufe herauszoomen zu können, wenn ich vor größeren Menschengruppen oder vor großen Gebäuden stehe. Selbst mit schlechten Ultraweitwinkelkameras, wie sie in allen Einsteiger-Smartphones zu finden sind, kann ich so Momente festhalten, die ich mit dem iPhone Air verpasse. Und das ist wirklich einfach nur nervig.

Die Bildqualität der 48-MP-Fusion-Kamera geht insgesamt in Ordnung. Wir können die recht aggressive Nachbearbeitung mit den fotografischen Stilen ein wenig drosseln und den Look der Fotos an unsere eigenen Vorlieben anpassen. Wer mag, findet zudem auch die ein wenig kontroverse Kamerasteuerung vor, die Apple im letzten Jahr eingeführt hat. Was ich im Vergleich zu den Pro-Modellen schmerzlich vermisse, sind RAW-Aufnahmen.

Zwei interessante Dinge gibt’s dann doch am Kamera-Setup des iPhone Air. Zum einen hat Apple es irgendwie geschafft, eine Sensor-Shift-Stabilisierung in den Sensor der Hauptkamera einzubauen. Üblicherweise bewegen sich bei Smartphones die Linsenelemente, um Verwacklungen auszugleichen. Bei den neuen iPhones bewegt sich wie bei ausgewachsenen Kameras allerdings der Sensor. Und da dieser im Vergleich leichter ist, führt das zu einer besseren optischen Stabilisierung. Wirklich bemerkbar macht sich das aber bei den meisten Aufnahmen nicht.

Ganz anders die neue Frontkamera. Denn die verfügt über einen 18 MP auflösenden, quadratischen Sensor und erlaubt so die Aufnahme von Bildern und Videos im Hochformat als auch im Querformat. Wir können also beim vertikalen Halten des Handys Selfies im Querformat aufnehmen – das ist wirklich genial.

Eingang zur U-Bahn-Station Alexanderplatz mit gefliesten Wänden und Beschilderung.
Hauptkamera Tageslicht
Quelle: nextpit
Schild der U-Bahn-Station Frankfurter Tor mit wolkigem Himmel und Treppe, die nach oben führt.
Hauptkamera Abenddämmerung
Quelle: nextpit
Ein hoher Glasturm im Bau mit einem Kran an der Spitze an einem bewölkten Tag.
Hauptkamera 10-fach-Zoom
Quelle: nextpit
Eine Person steht auf einer Straße mit einem Rucksack, trägt einen rosa Hoodie und eine grüne Jacke, mit Autos und Bäumen im Hintergrund.
Selfie-Kamera weit horizontal
Quelle: nextpit

Videotechnisch kann das iPhone Air zu guter Letzt nicht mit dem Pro-Modell mithalten. So bekommen wir 4K bei maximal 60 Bildern pro Sekunde und kein 4K/120p. RAW-Video gibt’s auch nicht, dafür unterstützt das iPhone Air die simultane Aufnahme von Selfie-Videos und klassischen Videos. Ein Feature, das es bei Android schon seit mehreren Jahren gibt!

Akkulaufzeit des iPhone Air

  Batterie
Akku-Kapazität
  • 3.149 mAh
Kabelgebundene Ladegeschwindigkeit
  • Bis zu 40 W (50% in ~20 Minuten mit Schnellladegerät)
Kabellose Ladegeschwindigkeit
  • Bis zu 20W mit MagSafe
  • Qi2-Unterstützung

Der Akku im iPhone Air ist ein kleines Mysterium. Denn er ist nur 3.149 mAh groß und damit deutlich kleiner als der 4.252 mAh große Akku des iPhone 17 Pro – zumindest in den USA. Denn in Europa muss Apple das Pro-Modell in diesem Jahr noch mit einem SIM-Karten-Slot ausstatten. Und dadurch sinkt die Kapazität der europäischen iPhone-17-Pro-Akkus auf nur 3.998 mAh.

Anders als im Pro-Modell konnte Apple die Hardware und die Leistungsaufnahme des iPhone Air allerdings auf den kleineren Akku optimieren. Und das führt zu einer überraschend zufriedenstellenden Akkulaufzeit im Alltag. Ich hatte eingangs damit gerechnet, den Zusatzakku immer irgendwie mitnehmen zu müssen. Im Endeffekt hielt das iPhone Air aber auch ohne Powerbank einen Tag lang durch.

Zugegeben habe ich aber auch nicht allzu lange Bildschirmzeiten. Die längste betrug im Testzeitraum 6h 48m, wobei ich das Handy circa um 19 Uhr noch einmal aufladen musste. Schaut mal in Eure Bildschirmzeiten – ich würde sagen, wenn Ihr zwischen fünf und sechs Stunden liegt, hält der Akku des iPhone Air locker einen Tag lang. Allerdings ohne Mobile Games und sonstige intensive Anwendungen.

Power-User:innen bekommen dann mit dem Zusatzakku noch einmal 65 % mehr Akkulaufzeit. Da Apple dabei einfach denselben Akku wie im iPhone Air nutzt, sehen wir hier einmal deutlich, wie ineffizient kabelloses Laden auch im Jahr 2025 noch ist. Stolze 35 % der Energie gehen einfach verloren. Doch auch kabelgebunden ist das iPhone Air nicht allzu effizient. Schauen wir uns mal die Ladezeiten beim Schnellladen an:

Ladezeiten iPhone Air

Prozent Zeit
5 % Start
31 % 0h 53m
50 % 0h 22m
70 % 0h 43m
100 % 1h 29m 45s

Für wen lohnt sich der Kauf des iPhone Air?

Ich hatte nach der Vorstellung richtig Bock, das iPhone Air zu testen. Denn ich wollte verstehen, warum es plötzlich wieder einen Wettkampf um das dünnste Smartphone gibt. Und nach meinem Testzeitraum finde ich diesen Trend noch unsinniger als vor einigen Jahren.

Allerdings beweist Apple mit dem iPhone Air durchaus Ingenieurskunst. Beim Teardown-Video des YouTubers JerryRigEverything ist es faszinierend zu sehen, wie elegant Apple mit dem geringen Platz im Gehäuse umgeht. Der Hersteller nutzt etwa 3D-Druckverfahren für Titan beim USB-Anschluss, um diesen möglichst robust und dünn zu gestalten.

Davon kriegt man im Alltag aber nix mit. Hier ist das iPhone Air ein durchaus besonderes Smartphone, da es so schön, leicht und dünn ist. Es ist aber auch das iPhone ohne Weitwinkelkamera. Das iPhone mit dem geringsten Leistungsniveau trotz A19-Pro-SoC. Und das iPhone mit einem Lautsprecher. Das iPhone ohne SIM-Karten-Slot in Europa und zu guter Letzt das iPhone, zu dem Ihr womöglich noch eine Zusatzbatterie kaufen müsst.

Meine Bewertung fällt daher in diesem Jahr überraschend mau aus, wenn ich das iPhone Air mit den Schwestermodellen vergleiche. Vor allem das iPhone 17 ist mit 120-Hz-Display in diesem Jahr so stark, dass ich dem iPhone Air keine Top-Bewertung geben kann. Mit vier Sternen ist das Air ein iPhone für Enthusiast:innen, die was Besonderes wollen. Das Gros der User:innen ist mit dem iPhone 17 aber wohl besser dran und hätte auch in diesem Jahr ein Plus-Modell verdient!

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