Xiaomi Mi Note 10 im Kamera-Test: Der Bildsensor von morgen ...

Xiaomi Mi Note 10 im Kamera-Test: Der Bildsensor von morgen ...

... im Smartphone von heute, mit der Software von gestern. Das Kamera-Setup rund um den außergewöhnlich großen 108-Megapixel-Sensor des Xiaomi Mi Note 10 bringt zwar vielversprechende Voraussetzungen mit. Doch in der Praxis ist das Mittelklasse-Smartphone ständig mit den Möglichkeiten überfordert und leidet unter einem unklaren Kamera-Konzept.

In den Zeiten von auf Hauswand-Größe gedruckter Smartphone-Fotos schwingt bei Mobiltelefonen das ständige Versprechen mit: „Du brauchst gar keine ausgewachsene Kamera mehr. Dein Smartphone reicht.“ Genau das habe ich mit dem Xiaomi Mi Note 10 ausprobiert – und meine vertraute DSLR auf einer zweiwöchigen Reise durch Indonesien zu Hause gelassen.

Hauptverantwortlich für den Schritt war die Hauptkamera im Mi Note 10. Mit 1/1,3 Zoll ist der 108-Megapixel-Bildsensor der drittgrößte, der jemals in einem Smartphone verbaut wurde – nach dem legendären Nokia 808 PureView und dem rohrkrepierten Panasonic CM1. Meine Begeisterung hinsichtlich des Samsung Isocell HMX Bright habe ich bereits an anderer Stelle niedergeschrieben.

Hier findet Ihr eine Auswahl von Original-Testfotos mit dem Xiaomi Mi Note 10. Darüber hinaus sind natürlich auch unten in den Testbericht jede Menge Fotos eingebunden mit Kommentaren, Ausschnittsvergrößerungen und Hinweisen.

Fotoqualität

Der Sensor sticht aus dem ansonsten im Mittelklasse-Segment verankerten Mi Note 10 derart hervor – man mag das Gerät fast als Public Beta für Samsungs neuen Flaggschiff-Sensor ansehen. Jüngsten Gerüchten zufolge werden die Koreaner den Chip mit der Modellnummer S5KHMX auch im neuen Galaxy S11 verbauen. Der Sprung von den 12 Megapixeln der vergangenen Jahre auf nun 108 Millionen Bildpunkte will wohl überlegt respektive vorab getestet sein.

Hauptsensor

Die Fotos aus dem Hauptsensor begeistern fast immer. Die Vollautomatik destilliert aus den 108 Megapixeln in bester Quad-Bayer-Manier meist ausgezeichnete 27-Megapixel-Fotos. Gut gefällt die neutrale Farbwiedergabe bei Tageslicht, die sehr lebendige und natürliche Farben auf die Bilder bringt. Bei kontrastreichen Motiven leistet der HDR-Modus gute Arbeit und erhält sowohl in sehr hellen als auch dunklen Bildbereichen viele Details.

AndroidPIT xiaomi mi note 10 hdr comparison2
Der HDR-Modus leistet im Mi Note 10 grundsätzlich gute Dienste. / © NextPit

Allerdings hatte ich im Test immer wieder mit dem HDR-Modus zu kämpfen. Mit der "Auto"-Einstellung konnte ich mich nicht darauf verlassen, dass tatsächlich der Hochkontrast-Modus feuert. Entsprechend setzte ich am zweiten Tag der Reise das Häkchen bei HDR schlicht auf "on" und beließ es zumeist auch dabei. Meistens war eine gute Entscheidung, hätte das Mi Note 10 nicht auch bei Tageslicht in seltenen Fällen mit Geisterbildern zu kämpfen.

AndroidPIT xiaomi mi note 10 hdr doppler
Zugegeben: Derart starke Ghosting-Effekte sind selten, versauen aber ein ansonsten schönes Bild. Das Bewegungsartefakt im Wasser war im prallen Sonnenlicht auf dem Display nicht auszumachen, entsprechend gibt es keine weiteren Bilder von dieser Szene. / © NextPit

Leider traten diese Geisterbilder nicht nur bei stark bewegten Motiven, sondern auch bei Übergängen mit extremen Helligkeitsunterschieden zu Tage. 

AndroidPIT xiaomi mi note 10 hdr issue
Die allermeisten Fotos gelingen wirklich gut. Allerdings traten im Test hin und wieder auch Ghosting-Artefakte auf (siehe kleines Bild). / © NextPit

Um einen womöglich schiefen Eindruck zu korrigieren, habe ich tatsächlich nachgezählt: Durch (vermutlich) den HDR-Modus ausgelöste Artefakte machen sich bei 25 von 1845 Fotos störend bemerkbar. Das sind 1,4 Prozent. Wenn das eine oder andere ansonsten tolle Foto für die Tonne ist, sorgt das trotzdem für schlechte Laune.

AndroidPIT xiaomi mi note 10 hdr
Volle Lotte ins Gegenlicht: Die Sonne senkt sich hinter dem Berg Batok, und das Mi Note 10 hat dennoch irgendwie noch ein vernünftig belichtetes Bild zu Tage gefördert. Der Erfahrung nach hätte hier eine DSLR nur mit Belichtungsreihe signifikant mehr gerissen. / © NextPit

Bei Nacht schließlich spielt der große Bildsensor seine Performance voll aus. Mit dem dedizierten Nachtmodus gelingen auch bei schwierigen Lichtverhältnissen noch scharfe und erfreulich klare Fotos. Allerdings sollte man diesen Modus auch nutzen – die Ergebnisse sind deutlich besser als mit der Vollautomatik.

AndroidPIT xiaomi mi note 10 night mode
Der Nachtmodus im Xiaomi Mi Note 10 liefert sehr schöne Ergebnisse. / © NextPit

Wer nun wirklich die vollen 108 Megapixel ausfahren möchte, findet dazu einen separaten „108M“-Modus. Insbesondere bei guten Lichtverhältnissen ist die Detailwiedergabe wirklich atemberaubend. Es ist wirklich ein Vergnügen, in die riesigen Bilder hineinzuzoomen, Feinheiten zu entdecken und das eine oder andere Foto mit ungeahntem Freiraum neu zuzuschneiden.

AndroidPIT xiaomi mi note 10 108mp zoom
Die 108-Megapixel-Fotos weisen wirklich extrem viele Details auf. Zum Bildrand hin lässt die Schärfe allerdings etwas nach. / © NextPit

Eine für Smartphones eher ungewöhnliche Charakteristik bringt der vergleichsweise große Bildsensor noch mit: ein echtes, optisches Bokeh. Allerdings ist die Form der Lichtpunkte nicht so attraktiv, wie man es von deutlich größeren DSLR-Objektiven her kennt. Mit den Löchern in der Mitte erinnern die Unschärfekreise fast ein wenig an „Russentonnen“.

AndroidPIT xiaomi mi note 10 bokeh
Das Bokeh von Smartphone-Objektiven hat keine so gleichmäßige, sanfte Charakteristik wie das von größeren Linsensystemen. / © NextPit

Im Pro-Modus ist es übrigens nur möglich, entweder RAW oder 108 Megapixel auszuwählen – beides zusammen ist nicht möglich. Angesichts der zu erwartenden Dateigröße im dreistelligen Megabyte-Bereich ist das vielleicht gar nicht so schlecht. Abgesehen davon sind auch die 27-Megapixel-RAW-Bilder voll von den Problemen, die ein kleiner Sensor mit unendlich vielen Pixeln nun mal mit sich bringt. Der traditionelle Kamera-Workflow mit RAW und Adobe Camera RAW ist der Computational Photography unterlegen, sprich: HDR, Night Mode & Co.

Penta-Kamera

Abseits der fulminanten Hauptkamera wirkt das Kamera-Setup leider überhaupt nicht wie aus einem Guss. Nicht nur sieht die Rückseite aus wie ein Huawei P30 Pro, in das man kurzerhand zwei zusätzliche Löcher gebohrt hat. Auch die technischen Daten klingen irgendwie nach Sensor-Reste-Rampe. 

AndroidPIT Xiaomi Mi Note 10 Travel 5
Das Penta-Kamera-Setup lässt eine klare Linie vermissen, und das nicht nur beim Design. / © NextPit

Ultraweitwinkel

  • Sony IMX350
  • 20 Megapixel, Blende F2.2
  • 1,12 Mikron Pixel-Pitch 
  • kein optischer Bildstabilisator
  • 1/3-Zoll-Sensor

Hauptkamera

  • Samsung Isocell HMX Bright
  • 108 Megapixel, Blende F1.69
  • 0,8 Mikron Pixel-Pitch
  • optischer Bildstabilisator
  • 1/1,33-Zoll-Sensor

2x Telezoom

  • Samsung Isocell 2L7
  • 12 Megapixel, Blende F2.0
  • 1,4 Mikron Pixel-Pitch
  • kein optischer Bildstabilisator
  • 1/2,6-Zoll-Sensor

3,7x Telezoom

  • OmniVision OV08A10
  • 8 Megapixel, Blende F2.0
  • 1,0 Mikron Pixel-Pitch
  • optischer Bildstabilisator
  • 1/4,4-Zoll-Sensor

Makro-Kamera

  • unbekannter Sensor
  • 2 Megapixel
  • 1,75 Mikron Pixel-Pitch

Die Kollegen von AndroidAuthority bezeichnen das Mi Note 10 recht treffend als Schweizer Taschenmesser für Fotografen. Um bei der Analogie zu bleiben: Man mag sich die diversen Klingen messerscharf und teilweise beidseitig vorstellen: Man greift schnell daneben, insbesondere im Dunkeln.

2x Telezoom

Selbst bei guten Lichtverhältnissen ist ein Abfall bei der Bildqualität zu sehen, sobald man von der Haupt- auf eine der anderen Kameras wechselt. Die für Portraits häufig genutzte 2x-Telekamera hat mit immerhin 1/2,6 Zoll Sensorgröße noch sehr ordentliche Voraussetzungen. Schwächen machen sich hier insbesondere bei fein texturierten Flächen wie etwa Wasser oder Vegetation bemerkbar. Besonders störend ist, dass hier Bildteile mit guter Detailwiedergabe direkt an Bildteile mit schlechter Detailwiedergabe anschließen. Weiterhin gab es auch immer mal wieder Probleme mit Posterisation.

2x 1x comparison
Bei Verwendung des zweifachen optischen Zooms gehen Bereiche mit guter Detailwiedergabe häufig direkt in vermatschte Bereiche über (links). Die Hauptkamera hat dieses Problem nicht (rechts). Der Effekt ist beim 5x-Zoom noch stärker. / © NextPit

Bei Portraits dagegen ist die Qualität in der Regel hervorragend. Feine Details wie Augen arbeiten die Algorithmen gestochen scharf heraus. Die Wiedergabe von Hauttönen gelingt in der Regel ordentlich, allerdings gibt es auch hier immer wieder Aussetzer, insbesondere bei nicht-optimalen Lichtverhältnissen. Im Dunkeln gehen schließlich immer mehr Feinheiten verloren. Die Bilder sehen dann zunehmend wie gemalt aus.

AndroidPIT xiaomi mi note 10 2x sharpness
Wundertüte: Beim 2x-Objektiv ist die Detailwiedergabe teilweise großartig, teilweise enttäuschend. Da kann man nur erschreckt gucken. / © NextPit

Das Bokeh-Feature zum Weichzeichnen des Hintergrunds leistet bestenfalls durchschnittliche Dienste. Probleme beim Freistellen sind bereits bei verkleinerter Betrachtung spürbar. Im Übrigen eignet sich der Portrait-Modus auch, um beliebige Gegenstände vom Hintergrund freizustellen.

Weiterhin werden leider immer wieder Gesichter nicht korrekt erkannt, und die Kamera fokussiert statt auf die Person auf den Hintergrund. Ich kann mich nicht erinnern, mit einem Smartphone derart viele fehlfokussierte Portraitbilder geschossen zu haben. Mit einem Fingertipp lässt sich das zwar korrigieren, es ist aber einfach lästig.

AndroidPIT xiaomi mi note 10 bokeh2
 Die Trennung zwischen Vorder- und Hintergrund klappt leider nur bei anspruchsloseren Motiven gut. / © NextPit

3,7x Telezoom

Weiter geht's mit dem Fünffach-Zoom und seinem Bildsensor mit 8 Megapixeln und dem 1/4,4-Zoll-Format. Diese ohnehin schon ungünstigen Voraussetzungen verschlechtert Xiaomi noch durch einen Kunstgriff: Das Objektiv vor dem Mini-Chip bietet nämlich nur einen 3,7-fachen Zoom. Um nun auf „5x“ zu kommen, wird ein 5-Megapixel-Ausschnitt aus der Sensormitte wieder auf 8 Megapixel hochinterpoliert. Jaul.

Bei perfekten Lichtverhältnissen und verkleinerter Betrachtung sind die Ergebnisse schon halbwegs brauchbar. Bei allem, was nicht direkt von der Sonne beleuchtet wird, vermatschen Details jedoch bis zur Unkenntlichkeit. Wie beim „2x“-Sensor liegen auch hier immer wieder Bildbereiche mit akzeptabler direkt neben Bildbereichen mit völlig vermatschter Detailwiedergabe. Erschwerend kommt noch hinzu, dass der Autofokus oft katastrophal agiert.

AndroidPIT xiaomi mi note 10 5x sharpness
Mal auf den Hintergrund fokussiert (links oben), mal gar nicht richtig scharf (links unten), mal fokussiert aber doch irgendwie matschig (rechts) – von insgesamt 38 Fotos sieht das große Bild noch mit am besten aus. Die Details sind teilweise okay, teilweise geraten die Texturen aber sehr matschig. / © NextPit

Ein weiteres Problem der 5x-Telezoom-Kamera sind die häufig sehr starken chromatischen Aberrationen. Dabei handelt es sich um violette und grüne Farbsäume, die meist an kontrastreichen Übergängen im Bild auftauchen.

Ultra-Weitwinkel

Das Ultra-Weitwinkel-Modul finde ich prinzipbedingt toll. Egal, ob Landschaft, Innenräume oder auch mal Portraits: Der große Bildwinkel ist praktisch und hat mir schon viele interessante Bilder beschert – und im Übrigen auch tolle Videos.   

In Sachen Bildqualität siedelt sich das 20-Megapixel-Modul ungefähr auf einem Niveau mit dem 2x-Telesensor an: Die Farbwiedergabe ist gelungen, und grundsätzlich ist die Detailwiedergabe gut. Leider kämpfen auch die Ultra-Weitwinkel-Fotos mit den teilweise vermatschten Texturen, wie oben beim 2x-Telezoom-Modul beschrieben. Bei schwächeren Lichtverhältnissen macht sich schließlich der Größenunterschied zum Hauptsensor bemerkbar – die Bildqualität fällt dann insbesondere im direkten Vergleich deutlich ab.

AndroidPIT xiaomi mi note 10 ultra wide angle
Mehr aufs Bild: Der Ultra-Weitwinkel ist bei solchen Motiven einfach toll. / © NextPit

Sollte der Ultra-Weitwinkel dann tatsächlich einmal nicht ausreichen, hat das Mi Note 10 übrigens einen hervorragenden Schwenk-Panorama-Modus, der sehr hochauflösende und schöne Fotos schießt. Ausprobieren lohnt sich.

AndroidPIT xiaomi mi note 10 panorama
27 Megapixel und schöne Details: Dieses Panorama könnte man problemlos im Großformat ausdrucken. Bei sehr kontrastreichen Motiven kommt es allerdings prinzipbedingt zu überbelichteten Bildbereichen. / © NextPit

Makro-Kamera

Bleibt zu guter Letzt noch das Makro-Modul, das ich persönlich als überflüssig erachte. Wer in das Bild der Hauptkamera digital hineinzoomt, bekommt genauso viele, wenn nicht mehr Details. Der einzige Vorteil der 2-Megapixel-Makroknipse ist wohl, dass man gleich eine Vorschau für das finale Bild erhält und nicht nachträglich noch vergrößern muss. Das ließe sich aber auch per Software lösen.

2mp vs 27mp 2
Es müssen noch nichtmal 108 sein: So groß ist das 2-Megapixel-Bild im Vergleich zu einem 27-Megapixel-Bild aus der Hauptkamera. / © NextPit

Performance

Bei der Performance weist insbesondere die Hauptkamera leider deutliche Defizite auf. Selbst im 27-Megapixel-Betrieb liegt mit aktiviertem HDR-Modus zwischen jedem Bild eine etwa zweisekündige Zwangspause. Hinzu kommt eine deutliche Auslöseverzögerung. Bei einer Actionszene genau den richtigen Augenblick festzuhalten, ist wirklich problematisch – ob mit oder ohne HDR-Modus. Hier sollte man unbedingt den Serienbildmodus nutzen, der etwa zehn Bilder pro Sekunde auf den internen Speicher schaufelt. Die Auflösung liegt hier bei 27 Megapixeln, die Kompression ist aber deutlich höher, was die Dateigröße verkleinert.

AndroidPIT xiaomi mi note 10 shutter delay
Aus dem fahrenden Auto daneben geschossen: Lustigerweise war das Flugzeug bei der Bildvorschau zunächst mittig angezeigt. Nach abgeschlossener Bildverarbeitung war die Nase ab. / © NextPit

Noch schwieriger gestaltet sich das Fotografieren bei voller Auflösung. Zwar hat sich die Verarbeitungszeit mit einem kürzlich ausgespielten Update halbiert. Mit etwa drei bis fünf Gedenksekunden zwischen jedem Bild muss man dennoch rechnen. Zu guter Letzt reagierte die Kamera-App selbst nicht immer stabil, gelegentlich war sogar ein Neustart erforderlich, um sie wieder zum Laufen zu bringen. 

Selfie-Kamera

Die Selfie-Kamera bringt auf dem Papier ordentliche Voraussetzungen mit – und hat sich auch im Praxiseinsatz unter verschiedenen Bedingungen wirklich gut geschlagen.

AndroidPIT xiaomi mi note 10 selfie bokeh
Selfie mit Bokeh-Effekt: Die Frontkamera liefert sehr schöne Fotos. / © NextPit

Selfie-Kamera

  • Samsung S5KGD1
  • 32 Megapixel, Blende F2.0
  • 0,8 Mikron Pixel-Pitch
  • kein optischer Bildstabilisator
  • 1/2,8-Zoll-Sensor

Bei guten Lichtverhältnissen sehen die Fotos gestochen scharf aus und weisen natürliche und lebendige Farben auf. Wer im Portrait-Modus auf die Selfie-Kamera wechselt, kann hier auch Bokeh-Effekte nutzen. Auch bei durchwachsenen Lichtverhältnissen fördert Xiaomi noch schöne Aufnahmen aus dem Sensor zu Tage, die mit weitgehend natürlichen Farben und guten Details glänzen. 

AndroidPIT xiaomi mi note 10 selfie
Arschkalt im Zug: Auch bei suboptimalen Bedingungen wie hier unter Kunstlicht liefert die Selfie-Kamera noch gute Ergebnisse. / © NextPit

Videoqualität

Der eingangs angesprochene Kamera-Salat zeigt seine Auswüchse auch im Videomodus. Es ist nicht möglich, während der laufenden Videoaufnahme die Kamera zu wechseln. Wer also im Ultra-Weitwinkel-Modus die Aufnahme startet, zoomt stets nur digital in dem Bild eben jener Kamera herum. Wer dagegen im Telemodus die Aufnahme startet, kann nicht bis zum Weitwinkel herauszoomen. Ausgehend von der Hauptkamera ist das Hineinzoomen dank Pixelmasse und Sensorgröße jedoch kein Problem – man sollte das aber vor dem Start der Aufnahme bedenken.

Abgesehen davon zeigt sich im Videomodus ein ähnliches Bild wie beim Fotografieren: Die Hauptkamera liefert tolle Ergebnisse, Weitwinkel und 2x-Zoom sind gut, und das 3,7x/5x-Telezoom-Modul kann nicht so recht überzeugen. Erfreulich ist noch die gute Videostabilisierung, die nur bei schlechten Lichtverhältnissen unangenehme Unschärfeartefakte auf die Bilder bringt.

Ich habe für Euch ein Video mit ein paar Szenen aus Indonesien zurechtgeschnitten. Es sind bewusst weder Effekte noch Musik über das Video gelegt, um Euch ein möglichst unverfälschtes Bild der Videoqualität zu geben.

Akkulaufzeit

Auch wenn es dem allgemeinen Test vorgreift, so hat es dennoch hier eine Erwähnung verdient: Die Akkulaufzeit ist bei fleißiger Verwendung der Kamera katastrophal. Der mit 5260 mAh wirklich potente Akku übersteht beim regelmäßigen Einsatz der Kameras nicht einmal einen ganzen Urlaubstag.

Fazit

Zurück zur plakativen Eingangsfrage: Kann das Smartphone, hier repräsentiert durch das Xiaomi Mi Note 10, also die DSLR ersetzen? Ich kann schon den Aufschrei in den Kommentaren spüren, aber trotzdem! Mehr als jeder andere jüngst in Smartphones verbaute Bildsensor hat der 108-Megapixel-Chip das Zeug dazu, zumindest für den Durchschnittsnutzer.

Wenn ich mir nun ein Xiaomi Mi Note 10 ohne die durchwachsene Performance, ohne die gelegentlichen Vollaussetzer und dafür mit einem aufgeräumten Kamera-Setup und noch etwas Feintuning bei den Algorithmen vorstelle, dann lautet die Antwort für mich: Ja, ich würde meine DSLR dann bei einer solchen Reise wohl nicht mehr vermissen. 

Bis wir den Bildsensor von morgen nun auch mit dem Smartphone und der Software von morgen bekommen, da müssen wir, nunja, wohl bis zum "morgen" warten. Neben dem zuvor erwähnten Samsung Galaxy S11 ist das Xiaomi Mi Mix Alpha ein heißer (und allerdings auch hart teurer) Kandidat. Das Potenzial, die Smartphone-Kamera-Welt im Jahr 2020 auf den Kopf zu stellen, hat der Sensor auf jeden Fall.

Zum Abschluss sei noch einmal erwähnt: Die allermeisten Fotos und Videos habe ich vor den beiden jüngsten Firmware-Updates geschossen. Allerdings konnte ich alle im Test erwähnten Probleme – sofern nicht explizit erwähnt – in der einen oder anderen Form auch nach dem Update beobachten. In den sehr dürftigen Change Logs war bei beiden Updates nichts von der Kamera zu lesen, auch wenn sich zumindest die Performance im 108M-Modus spürbar verbessert hat.

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Top-Kommentare der Community

  • Nick Jaxx 09.12.2019

    Als allererstes: vielen Dank für den tollen und ausführlichen Bericht :) Hatte bereits mit dem Not 10 geliebäugelt, werde jetzt aber erst mal beim Mi Mix 2s bleiben.

    Und jetzt zu den Kommentaren die mancher "Experte" hier ablässt. Es war die Rede vom Durchschnittsuser, der Schnappschüsse machen will.... nicht von professionellen Fotografen und ja, da ist ein Smartphone in den meisten Fällen sinnvoller und besser als eine DSLR. Wenn ich manche seh, die sich ne DSLR kaufen, das Standard-Objektiv drauf lassen, in Vollautomatik fotografieren und meinen nur weil sie die DSLR haben machen sie bessere Bilder..... DA macht meiner Meinung nach ein Smartphone definitiv mehr Sinn. In erster Linie bestimmt erst mal der, der das Bild macht wie gut es wird. Wenn und nur wenn er sich auskennt, dann ist natürlich eine DSLR besser.

    Just my 2 Cent :D

67 Kommentare

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  • Simon S.
    • Blogger
    vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Wir sind jetzt zwar schon 8 Monate her und MIUI 12 steht vor der Tür - aber ich habe scheinbar die Ursache für das Ghosting ausgemacht - und ich schätze nicht, dass dieses Problem jemals durch die Software gelöst werden kann.

    Ich frage mich nur, ob es sich dabei um vereinzelte Hardwareprobleme (bei meinem?) oder um ein generelles Problem im Konzept handelt.

    @Stefan Möllenhoff

    Man nehme ein Motiv - z. B. einen Schwarzen Kopfhörer mit weißer Markenaufschrift.

    Einmal dabei bitte den Schriftzug Mittig im Bildausschnitt - also optisch zentriert - und dann den Schriftzug, bzw. Kopfhörer außerhalb der optischen Mitte und mit Tap den "Fokus" korrigieren.

    Egal in welchem Ausschnitt - bei mir hatte der Schriftzug immer Ghosting - außer er war wirklich in der Mitte. Der Fokus hat auch sonst sichtlich "scharf" gestellt. Die Distanz hat dabei bei mir auch keinerlei Rolle gespielt.

    Mein Kopfhörer war von Jabra - Schwarz mit weißer Schrift. Das Problem ist dabei bei mir immer zu 100% reproduzierbar.

    Würde mich wundern, ob das beim Mi 10 auch der Fall ist?


  • mp5 vor 7 Monaten Link zum Kommentar

    Echt guter Artikel!
    Hat sich denn mittlerweile nochmal was getan und haben Updates Besserung gebracht?


    • Vielen Dank für das Feedback – ich hab gerade nochmal Testbilder aus den vergangenen Wochen durchgesehen. Es sieht so aus, als habe Xiaomi den Sensor gut in den Griff bekommen. Zumindest ist das Problem mit den eklatanten Bildfehlern und Bewegungsartefakten wohl gut in den Griff bekommen worden.

      mp5


      • mp5 vor 7 Monaten Link zum Kommentar

        Danke für die Antwort! Hab das Note 10 mittlerweile selbst und bin teilweise sehr zufrieden mit der Fotoqualität, jedoch bin ich echt zwigespalten bezüglich der Kamera, da 108 MP Fotos auch schon über eine Minute Speicherzeit hatten oder aber gleich zu einem Absturz der Kamera und Erhitzen des Geräts führten. Ist das bei euren Modellen auch so extrem?


      • Wir hatten auch gelegentlich Kamera-Abstürze, das ist in letzter Zeit aber sehr selten aufgetreten. Auch die 108-MP-Speicherzeit hatte sich mit einem Update relativ bald nach dem Marktstart deutlich verbessert hinein in den einstelligen Sekundenbereich.

        Abgesehen von explizierten "Jetzt test ich mal die Auflösung"-Momenten hab ich die 108-MP-Kamera aber sehr sehr selten benutzt. Platzbedarf der Fotos und Handling sind das Plus an Auflösung in den allermeisten Fällen nicht wert.

        mp5


  • Hallo,
    Danke für den sehr nahen Praxisbericht.
    Sollten die Bildfehler bei dem Gerät durch evtl. Softwareupdates behoben werden würde ich nicht zögern es mir zu kaufen.
    Aber so warte ich lieber etwas, zuverlässige Aufnahmen sind mir einfach wichtig.
    Olli


  • China Handy: Gut und günstig und der Chinese liest die Nachrichten mit :)


  • Dein ausführlicher Bericht und die vielen Bild- und Video-Beispiele haben meine Entscheidung massgeblich beeinflusst. Ich kaufe das Note 10 nun doch nicht. Ich habe hohe Ansprüche und mit dem Note 10 hätte ich mir nur Ärger eingehandelt. Herzlichen Dank für diesen, für mich grossartigen, und informativen Bericht.


  • Als allererstes: vielen Dank für den tollen und ausführlichen Bericht :) Hatte bereits mit dem Not 10 geliebäugelt, werde jetzt aber erst mal beim Mi Mix 2s bleiben.

    Und jetzt zu den Kommentaren die mancher "Experte" hier ablässt. Es war die Rede vom Durchschnittsuser, der Schnappschüsse machen will.... nicht von professionellen Fotografen und ja, da ist ein Smartphone in den meisten Fällen sinnvoller und besser als eine DSLR. Wenn ich manche seh, die sich ne DSLR kaufen, das Standard-Objektiv drauf lassen, in Vollautomatik fotografieren und meinen nur weil sie die DSLR haben machen sie bessere Bilder..... DA macht meiner Meinung nach ein Smartphone definitiv mehr Sinn. In erster Linie bestimmt erst mal der, der das Bild macht wie gut es wird. Wenn und nur wenn er sich auskennt, dann ist natürlich eine DSLR besser.

    Just my 2 Cent :D


  •   31
    Gelöschter Account 09.12.2019 Link zum Kommentar

    Also mir ist es relativ schnurz-egal, welche Kameratechnik in den Smartphones verbaut wird. Mir ist es wichtig, schöne Schnappschüsse damit machen zu können und auch, dass dabei die Dateigrößen im Rahmen bleiben.


    • Ich hab in zwei Wochen gut 60 GByte Fotos und Videos aufgenommen ;-)

      Wobei daran zu 2/3 die 4K-Videos Schuld tragen. Mit 1846 Fotos und 16,72 GByte komme ich über alle Kamera-Module hinweg auf einen Schnitt von etwa 9 MByte pro Foto.

      Gelöschter Account


  • Egal welche professionelle Kamera, sie sind für ihre Zwecke alle besser als ein Smartphone!

    Gelöschter Account


    • Für welche Zwecke denn? Um mit der Vollautomatik im JPEG-Modus ein Foto zu schießen? Ich hab das neulich mit sechs aktuellen Smartphones und einer Sony Alpha A7s II ausprobiert. Die JPEGs (mit Automatik und auch mit dem Nachtmodus geschossen) der Sony hatten nicht den Hauch einer Chance. Selbst bei den RAW-Bildern der Sony musstest Du schon hart kurbeln, bis Du auf einem Niveau mit den Smartphones warst.

      Sicher: Mit Stativ, Belichtungsreihe, RAW & Co. hast Du mit der DSLR immer mehr Potenzial auf bessere Bilder. Aber tun sich das die meisten User an?


      • Und warum baut man denn dann nicht die so tolle Smartphone Technik in die professionellen Kameras? Wenn sie denn so viel besser ist?
        Sinnlose Diskussion, jeder soll damit Fotografieren mit dem er glücklich wird.
        Und für Urlaubs Schnappschüsse ist es doch auch ok, aber wie hier diskutiert wird das Smartphones alle Kameras ersetzen können ist Entschuldigung Lachhaft!


      • @Sportivo
        Weil man genau DAS macht? Weißt du wie eine Kamera aufgebaut ist? Es wird in beiden genau die gleiche Technik verbaut, in teuren Kameras ist sie lediglich größer, da mehr Platz dafür vorhanden ist.
        Aber Sony und Co. verbauen dennoch mehr und mehr Software, die vornehmlich in Smartphones eingesetzt wird.
        Dass sowas wie Nachtbilder bei Smartphones besser sind, liegt schlicht an der Automatik und der Software. Professionelle Kameras sind aber nun mal nicht dazu da, dass man im Automatikmodus aufnimmt, deshalb wird sowas nicht eingebaut.

        Gelöschter Account


      • Und es geht nicht nur um Spiegel Kameras ! Die Spiegellose 6000 Serie ist nicht umsonst so erfolgreich, sind das alles Idioten und haben keine Ahnung, es scheint mir so. Und ich mach auch Fotos mit dem Smartphone wo es sinnvoll ist, für alles andere nehm ich meine Sony. Wer nur sein Smartphone nutzt und damit glücklich ist bitte.


      • Ich weiß dieses sehr gut, ihre Argumentation das ein Smartphone besser sei als eine 5000 euro Kamera Ausrüstung stellt aber so einiges in Frage!


      • Sie behaupten doch das ein Smartphone besser sei als professionelle Kameras, jetzt sagen sie eh alles das gleiche. Was denn nun ? Wenn es das gleiche ist und dann noch mit nem lichtstarken Objektiv, dann muss es doch um Längen besser sein ! Aber nein ,Tim schlau meint Smartphone besser. Verwirrung


      • Und Nachtbilder mit einem Smartphone sind nicht besser!


      •   75
        Gelöschter Account 09.12.2019 Link zum Kommentar

        Mit keiner DSLR oder DSLM kann man derzeit freihändig ohne Stativ solche Nachtaufnahmen machen wie es aktuelle Smartphones wie Huawei, Apple oder Google zeigen. Selbst wenn Sensor und Objektiv stabilisiert sind kommt man nicht auf solche Ergebnisse ohne zu verwackeln oder unter zu belichten.


      •   75
        Gelöschter Account 09.12.2019 Link zum Kommentar

        @Sportivo, jetzt würde mich mal interessieren welches Smartphone du nutzt.?


      • Noch dazu , wenn man beim Smartphone den Pro Modus nutzt und ein Mini Stativ in der Tasche hat, kann man wahnsinns Bilder machen. Habe bei nächtlichen Touren, zb im Landschaftspark Duisburg, die Kamera Jungs gesehn, welche Ausrüstung die mit schleppen und wie lange die brauchen um mal ein Foto im Kasten zu haben. Steht in keiner Relation zum Ergebnis.

        TimGelöschter Account


      • @Stefan Möllendorf,
        du hast die Sony schlicht falsch bedient. Die Smartlhonehersteller, ebenso wie die Kamerahersteller, haben alle einen eigenen Jpeg-Entwicklungsmodus, der die jeweilige Firma nach aussen darstellt. Bei der Sony und allen anderen "richtigen" Kameras kann man diesen, nach eigenem Geschmack, einstellen. Wenn also, egal bei wem, die Jpegs aus der Kamera, egal welcher Hersteller nicht gefallen, war sie nur nicht "richtig" eingestellt. Der veränderbare Algorithmus bestimmt die Jpeg-Qualität, mit identischem Algorithmus würden die Handys immer verlieren weil sie den viel kleineren Sensor und die viel schlechteren Linsen haben. Muss man so natürlich akzeptieren wollen. 🤨


      • Achso, dann war ich wohl zu blöd, die Schieberegler für "Katastrophales Bildrauschen reduzieren" und "alle Details vermatschen" zu finden. Und leider hab ich auch nicht das Interface gefunden, bei dem ich den Pixel-Algorithmus auf die Sony-Kamera überspielen kann.

        Es bestreitet doch überhaupt niemand, dass eine Kamera mit großem Sensor bessere Ausgangsvoraussetzungen hat und mehr Potenzial bietet. Aber wie viele Durchschnittsuser reizen das Potenzial denn vollständig aus?

        Ich hab die Fotos sowohl mit der DSLM als auch mit den Smartphones so gemacht, wie es die meisten User tun würden: Mit den Standardeinstellungen, Nachtmodus aktivieren und draufhalten – und das war der Maßstab. Das ist doch auch explizit im Artikel erklärt, oder?

        Mit Stativ, RAW, Mehrfachbelichtung, Nachbearbeitung kann man natürlich noch mehr herausholen, aber darum geht es hier doch gar nicht.


      • @Stefan Möllenhoff, das hat nichts mit Blödheit zu tun.
        Das habe ich Dir auch nicht unterstellt.
        Eben nur nicht die Sony so genutzt wie es möglich ist.
        Es ist natürlich immer notwendig, jedes Gerät richtig zu bedienen. Kamera wie Handy.
        Aber wenn Du schreibst Zitat:
        "Die JPEGs (mit Automatik und auch mit dem Nachtmodus geschossen) der Sony hatten nicht den Hauch einer Chance."
        Kann diese Aussage nicht stimmen, weil die Sony den physikalischen Vorteil auf ihrer Seite hat. Die Jpeg-Engine hat die Informationen nur anders bewertet. Vielleicht weniger gefällig dafür wahrscheinlich richtiger.

        Allzeit gut Licht!


      • Der Vorteil beim Smartphone ist das "immer dabei haben" und man muss nicht (immer) eine xxxx € teure DSLR mitschleppen, ist läuft Gefahr, dass sie aus dem Auto geklaut wird, wenn man nur Mal eben einen Cafe trinken geht.
        Und ansehnliche Bilder schaffen die Smartphone Kameras inzwischen auch, da erübrigt sich jede Diskussion


      • phou vor 11 Monaten Link zum Kommentar

        " Sony hatten nicht den Hauch einer Chance"
        Also, wer ernsthaft nachts fotografieren will (cityscapes o.ä.) und das möglichst auch noch ohne Stativ, der findet z.B. mit einer A7iii und einem 1.4/24GM definitv die fähigere Kamera. Dank IBIS kann ich lange belichten (bei 24mm sicher 1/5s oder länger) und bis ISO 3200 sieht das sicherlich besser als jeder night mode aus.
        Im Automatik Modus mit dem Kitobjektiv bei f5.6 und 1/60s und ISO 256000 natürlich nicht mehr.
        Wenn vergleichen dann sinnvoll (d.h. die Technik auch ausreizen, machen die Smartphones schließlich auch).


  • Eine DSLR hat sowieso bald keiner mehr, so viel erstmal dazu. Eine DSLM wird es wohl nur für denjenigen vollwertig ersetzen können, der nie die Bedienungsanleitung der Systemkamera gelesen hat und keinen Dunst hat, wie sie Funktioniert, und der sie nur mit dem mitgelieferten Standard Zoom Objektiv benutzt, mit einer maximalen Lichtstärke irgendwas im f5.0er Bereich :-D Für alle anderen ist dieser Vergleich einfach affig :)
    Ein Handy ersetzt weder eine Vollformat DSLM wie die Sony Alpha 7R III noch eine APS-C wie die Fujifilm X-T3.


  • Ich finde es immer wieder lustig wie solche "Tests" eine vollwertige Kamera in Frage stellen! Fotografen aller Welt schmeißt eure Objektive und Kameras weg! Einfach lächerlich!😆


    •   75
      Gelöschter Account 09.12.2019 Link zum Kommentar

      Selber mal so eine hochwertige Smartphonekamera in Verwendung gehabt? Bei mir stand letztes Jahr eine Fujifilm XT-2 gegenüber dem Huawei p20 pro gegenüber. Das Smartphone hat bei mir den Vorzug bekommen. Die XT-2 wurde verkauft.


      • 🤣 Du hat die Kamera, mit dem besten APSC-Sensor am Markt, gegen ein Smartphone getauscht? Bist Du Kitobjektiv-user? 🤣🤪


      • Mit dieser Antwort haben sie sich selbst disqualifiziert! Wer sein Foto in nem Telefon sucht soll damit glücklich werden 🤭


      •   75
        Gelöschter Account 09.12.2019 Link zum Kommentar

        @Laazaruslong, ich hab in der Tat das Kitobjektiv genutzt. Die Kitobjektive bei Fujifilm, in meinem Fall das XF 18-55 ist sehr hochwertig und Leistungsstark.

        @Sportivo, einfach mal beide Systeme ausgibt testen und dann einen qualifizierten Kommentar abgeben und nicht nur "Smartphones sind sowie immer schlechter"..

        Tim


      • @Laazaruslong
        Du bist wohl auch einer von denen, die glauben, eine 5000€-Kamera macht bessere Bilder, weil sie war ja teuer.

        Dirk1109Gelöschter Account


      • Tim schlau, Warum bauen die Kamera Hersteller dann nicht die Smartphone Technik für 100 euro in die Kameras ein wenn sie so viel besser ist und verkaufen sie dann für 8000 Euro?


      •   75
        Gelöschter Account 09.12.2019 Link zum Kommentar

        @Sportivo, ganz einfach, weil bei einer DSLR allein schon der Sensor so groß ist das man hier Softwareseitig nicht mehr so viel machen muss. Aber die Kamera Hersteller müssen sich trotzdem immer wieder was einfallen lassen um Kunden zu gewinnen und zu behalten. Prozessorleistung, was vorrangig bei Smartphones wichtig war spielt jetzt auch bei den "richtigen" Kameras wieder mehr Rolle.

        Tim


      • @Tim, eben nicht, ich fotografiere mit einer 4 Jahre alten Olympus M1 mit 16 Megapixel. Die hat 2016 "nur" noch 950 Euro gekostet. Die meisten meiner Objektive kosten unter 500 Euro (6 von 7) sie macht immer bessere Bilder. Muss man natürlich bedienen können und wollen. 😎 Schade, dass man hier keine Bilder einstellen kann. ☹


    • Zeig mir doch mal, wo Du eine solche Aussage im Artikel gelesen hast? Oder bist Du einfach gleich nach Lektüre der Einleitung zum Stänkern in die Kommentare gekommen?


  •   75
    Gelöschter Account 08.12.2019 Link zum Kommentar

    Sehr aufschlussreicher und schöner Bericht. Wie man sieht machen 108 MP durchaus Sinn, und dies ist ja erst das erste Smartphone mit so einem hochauflösenden Sensor. Potenzial ist auf jeden Fall da, aber viel Luft nach oben. Gerade auch die grottenschlechte Akkulaufzeit (laut dem Test hier) zeigt das bei der Software noch vieles nicht stimmt.


    • Das hat in dem Fall nicht unbedingt mit schlechter Software zu tun. 108MP wollen schlicht und ergreifend berechnet, verarbeitet und gespeichert werden. Das verbraucht nun mal um einiges mehr Saft, als ein 12MP-Bild.

      Und wo genau soll jetzt der Sinn von 108MP sein? ^^


      •   75
        Gelöschter Account 09.12.2019 Link zum Kommentar

        Bildschärfe und Details bei guten Lichtverhältnisse.


  •   36
    Gelöschter Account 08.12.2019 Link zum Kommentar

    Gut geschrieben 😊


  •   77
    Gelöschter Account 08.12.2019 Link zum Kommentar

    Samsung meint, beim S11 eine 108 Megapixel Kamera zu verbauen 🧐...


    • Nichts weiter als ein Gerücht, dessen einzige Basis ist, dass Samsung den 108MP-Sensor entwickelt hat. Und das sagt so ziemlich gar nichts.


  • Ich hoffe ehrlich gesagt nicht, dass das der Sensor von Morgen ist ^^ In Sachen Sensorgröße gern, keine Frage. Aber nicht dieser Quatsch mit 108MP... So eine Sensorgröße, aber dann nur mit 12-16MP, DAS wäre mal was...
    Aber leider sind die Hersteller ja aktuell eher so drauf, dass lieber die Auflösung hochgedrückt wird, sobald man den Sensor minimal größer machen kann.

    108MP sind einfach too much. Auch wenn ein QSD865 in der Theorie vielleicht mit 200MP zurecht kommt, macht es das nicht besser.


    •   77
      Gelöschter Account 08.12.2019 Link zum Kommentar

      Samsung ist genauso größenwahnsinnig optimistisch.... wollen bei S11 auch 108 Megapixel verbauen. 🙄


      •   75
        Gelöschter Account 08.12.2019 Link zum Kommentar

        Samsung wird vermutlich um einiges mehr aus den 108 MP rausholen.


    • Hier sind ja viele Experten unterwegs...


      • Kannst du auch was anderes beitragen, als so einen nichtssagenden Satz? ^^

        Gelöschter Account


  • Ich hätte auch garnicht die Ahnung eine Spiegelreflexkamera würdig zu behandeln, zumal gute Fotos für mich zwar wichtig sind aber ich mich ungern mit der Technik auseinander setze. Trotzdem knipse ich nicht jedes Motiv 50 mal und suche das beste Bild raus. Ich lasse mir Zeit und das Objekt, welches fotografiert werden muss, erscheint irgendwo und irgendwann. Da reichen dann auch zwei, drei gute Fotos. Wenn bei diesem Gerät die Software noch verbessert wird, warum nicht?


  • Respekt !

    Für den tollen Bericht und die viele schönen Fotos ,sowie das Video.

    Im Vergleich(wenn mann das so schreiben darf...ich habe ja nur eine Kompaktkamera Sony RX100 III) ist das Handy Spitze!

    Ohne jetzt eine Ziegelwand zu suchen,aber es ist schon erstaunlich was heutezutage aus den Handykameras rauskommt Dank auch guter Software,wenn ich mir das Apple 11 Pro Max ansehe ist schon fast eine digital DSLR überflüssig für Hobbyknipser wie mich;-)

    Danke und schöen zweiten Advent!


    • Nicht ihr Ernst ? DSLR überflüssig, bevor so etwas geäußert wird sollten Sie sich vielleicht mal kundig machen warum man solche Kameras benutzt und das kein Smartphone nur annähernd an solche Kameraleistungen heran kommt!


      •   75
        Gelöschter Account 09.12.2019 Link zum Kommentar

        Da hat ja ein Experte seine Meinung kundgetan....


      • Na, die Frage ist doch immer, wofür die Kamera genutzt wird. Man sieht an jeder Sehenswürdigkeit im Halbdunkel genug Touristen, die freihändig mit der DSLR mit aktiviertem Pop-Up-Blitz ein Foto von der 100 Meter entfernten Kirche schießen. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage: Mit einem aktuellen Smartphone wäre das Foto hinterher schöner, zumal bei den meisten wohl nicht der RAW-Converter angeworfen wird.

        Wir werden unsere Produktfotos nach wie vor überwiegend mit einer Vollformat-DSLR und 100er-Macro machen genauso wie Architektur-Fotografen nicht von einem Tag auf den anderen ihre Tilt-Shift-Objektive entsorgen.

        Dass Smartphones Spiegelreflexkameras nicht auf absehbare Zeit obsolet machen steht doch völlig außer Frage. Aber die Frage ist: Hat der Durchschnittsuser wirklich noch einen Mehrwert, wenn er seine DSLR mitschleppt?


      • Plus das Zubehör, verschiedene Objektive, riesiges Stativ, Fernauslöser usw usw. Also Kamera am Hals und ne Tasche an der Hüfte. Zumal auch mit der besten Kamera, keine ordentlichen Fotos zustande kommen, wenn der Typ hinter der Kamera, kein Auge für das Motiv hat. Motive zu erkennen und gut in Szene zu setzen, das ist die Kunst.


    • Ja, ich will in der Dämmerung noch das fotografierte Tier in 500 m Entfernung in Qualität auf dem Foto!


      •   75
        Gelöschter Account 09.12.2019 Link zum Kommentar

        Was ja ein typisches Alltagsszenario ist...


      • Die Affen waren teilweise nur auf Armlänge entfernt und es war helllichter Tag. Da würde ich schon ein halbwegs ordentliches Bild erwarten angesichts der beworbenen Features.


      • Herr Peter, es ging darum das Sie richtige Kameras in Frage gestellt haben! Und deshalb ist dies für Fotografen ein ganz normales Szenario!


      •   75
        Gelöschter Account 09.12.2019 Link zum Kommentar

        Ich habe nirgendwo richtige Kameras in Frage gestellt, wenngleich auch Smartphones
        richtige Kameras besitzen, sonst wäre es ja Spielzeug oder eine Attrappe. Ich habe lediglich aus eigener Erfahrung geschrieben das ich mit Smartphones im Alltag auch sehr gute Fotos machen kann.
        Und jetzt überleg mal welcher Fotograf im Alltag Tiere aus 500 m Entfernung in guter Qualität fotografiert. Das sind Wildtierfotografen in der afrikanischen Savanne.

        Tim


      • Ok, um ein deutsches Wildtier zu fotografieren muss ich als Hobbyfotograf jetzt wohl immer nach Afrika 😒


      •   75
        Gelöschter Account 09.12.2019 Link zum Kommentar

        Nein, aber näher als 500m.


      • Smartphone Nähe 😆


      •   75
        Gelöschter Account 09.12.2019 Link zum Kommentar

        Und Makroabstand.


    • Vielen lieben Dank für Deinen netten Kommentar und den Input, Gerry – Dir auch (nachträglich) einen schönen zweiten Advent ;-)

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