Nachdem Apple im Rennen um die Vormachtstellung im Bereich der künstlichen Intelligenz zuletzt ins Hintertreffen geraten schien, leitet der Konzern seit kurzem eine strategische Wende ein. Die angekündigte, tiefgreifende Partnerschaft mit Google zur Integration der Gemini-Technologie ist dabei mehr als nur ein Software-Update; sie ist das Ergebnis einer bewussten strategischen Entscheidung unter Druck. Der gewöhnlich gut informierte Bloomberg-Reporter Mark Gurman skizziert nun einen ambitionierten, gestaffelten Fahrplan, wie es mit Siri weitergeht.

Spannend: Schon im Februar könnten wir einen Blick auf die neue Siri werfen! Die von Gurman prognostizierte Roadmap für die Siri-Neuerungen lässt sich in drei klar definierte Phasen unterteilen.

Apples Fahrplan für die „neue“ Siri

Los geht’s mit der Präsentation im Februar. In der zweiten Februarhälfte plant Apple, die ersten Ergebnisse der Kooperation mit Google vorzustellen. Ob dies im Rahmen eines großen Medien-Events oder eines diskreteren Briefings für die Presse geschieht, ist derzeit noch unklar. Fest steht jedoch, dass in diesem Zeitraum auch die Beta-Version von iOS 26.4 ansteht. Das ist dann die erste Version des Betriebssystems, welche die neuen, von Gemini unterstützten Siri-Funktionen enthält.

Phase 2 steht dann mit dem Rollout im Frühjahr an. Der öffentliche Release von iOS 26.4 und damit der ersten Stufe der neuen Siri ist für März oder Anfang April geplant. Diese Version wird sich auf grundlegende Verbesserungen konzentrieren, die dem Assistenten ein tieferes Verständnis für den Nutzerkontext verleihen. Dazu gehört die Fähigkeit, Informationen app-übergreifend zu verknüpfen. So kann Siri beispielsweise Flugdaten aus einer E-Mail mit einer Restaurantreservierung in den Nachrichten abgleichen.

Eine Infografik zeigt die Roadmap zur neuen Siri.
Jetzt könnte es mit der neuen Siri wirklich flott gehen! Bildquelle: nextpit / KI-generiert mit Nano Banana Pro

Auch eine verbesserte Bildschirmerkennung („On-Screen Awareness“) wird eingeführt. Technisch setzt Apple hier auf eine hybride Infrastruktur: Einfache Anfragen werden direkt auf dem Gerät verarbeitet („On-Device“), während komplexe Aufgaben an Apples „Private Cloud Compute“-Server ausgelagert werden. Diese leistungsstarken Funktionen haben jedoch ihren Preis: Sie bleiben dem iPhone 15 Pro sowie den neueren Modellen der 16er- und 17er-Serie vorbehalten.

Der nächste und wohl entscheidende Schritt soll auf Apples alljährlicher Entwicklerkonferenz WWDC im Juni erfolgen. Im Rahmen der Vorstellung von iOS 27 wird die Enthüllung einer „komplett neu gestalteten Siri“ erwartet. Diese Version, intern unter dem Codenamen „Campos“ entwickelt, soll Siri zu einem vollwertigen Chatbot machen. Es entsteht quasi eine Gemini-basierte Siri, die fähig ist, fortlaufende, dynamische Konversationen zu führen. Dies markiert einen potenziell fundamentalen Wandel in Apples Infrastruktur-Philosophie, denn laut aktuellen Informationen könnte diese fortschrittliche Version direkt auf der Infrastruktur von Google laufen, um mit modernsten KI-Systemen konkurrieren zu können.

Apple scheint also wirklich wild entschlossen, die jahrelangen Defizite seines Sprachassistenten jetzt wirklich zeitnah zu beheben. Seid Ihr gespannt, oder lässt Euch das bis hierhin (noch) komplett kalt?