Möchtet Ihr den ganzen Tag eine KI-Kamera um Euren Hals tragen, die jede Eurer Bewegungen filmt? Wahrscheinlich lautet Eure Antwort „Nein!“. Aber genau das macht Looki. Ich habe mir das Teil auf der CES 2026 in Las Vegas für Euch angeschaut und verrate Euch, warum ich meine Meinung ändern musste.
Eine verrückte Idee, die erstaunlich gut umgesetzt ist
Die Idee hinter Looki ist sehr ausgefallen. Wie all diese KI-Transkriptionstools beruht sie auf dem Wunsch, KI direkt mit allen Facetten unseres Lebens zu verknüpfen. Warum sollte man ein langes Gespräch in ChatGPT eintippen, um später eine Zusammenfassung zu erhalten, wenn man es einfach in Echtzeit transkribieren lassen kann?
Doch während sich die meisten derzeit auf dem Markt befindlichen Produkte auf Sprache und Text konzentrieren, schaut Looki buchstäblich auf Bilder. Es wurde mir als „Auge der KI“ beschrieben. Während man es um den Hals trägt, kann Looki entweder 4 Stunden lang kontinuierlich aufzeichnen oder den ganzen Tag über kurze Schnipsel erstellen. Anschließend analysiert es die aufgenommenen Videos mithilfe von KI und erstellt eine Zusammenfassung des Tages.

Als ich zum ersten Mal von Looki hörte, dachte ich, es handele sich um einen dieser düsteren KI-Begleiter, die versuchen, einen menschlichen Freund zu kopieren. Zu meiner Überraschung tut Looki genau das nicht. Man kann ihm zwar Fragen zu den aufgenommenen Bildern oder zu seinem Verhalten stellen, aber es ist eher ein digitales Tagebuch als ein echter Begleiter.
Und als jemand, der schon immer ein Tagebuch führen wollte, aber nie die Zeit oder die Geduld dafür gefunden hat, finde ich diese Idee faszinierend. Zumal man am Ende eines jeden Tages oder einer Aufnahmesitzung manuell auswählen muss, welche Clips man in die Cloud hochladen möchte.

Dadurch wird verhindert, dass sensibles Filmmaterial direkt hochgeladen wird, und es bleibt auf dem Gerät, bis es manuell freigegeben wird. Looki löscht außerdem alle Aufnahmen, die nicht innerhalb von 24 Stunden hochgeladen wurden, um Eure Privatsphäre weiter zu schützen.
Looki AI: Ich weiß (noch) nicht recht, was ich davon halten soll
Alles in allem klingt Looki auf dem Papier nach einem interessanten Konzept und nicht nur nach einem weiteren KI-Begleiter. Vielleicht kann ich bald ein Testmuster in die Finger bekommen. Sobald das der Fall ist, werde ich meine ehrlichen Ansichten und Erfahrungen mit Euch teilen. Im Moment weiß ich wirklich nicht, ob Looki nur eine coole Idee oder ein tatsächlich funktionierendes Produkt ist. Aber eines ist sicher – ich hasse dieses Gerät nicht, auch wenn ich dachte, ich würde es hassen.