Erinnert Ihr Euch noch an die Zeiten, als Smartglasses nur klobige Gestelle mit schlechter Kamera waren? Diese Ära ist vorbei. Auf der CES 2026 in Las Vegas hat Meta gezeigt, dass die Kooperation mit Ray-Ban weit mehr ist als ein reines Lifestyle-Accessoire. Mit den neuesten Software-Updates verwandelt sich die Meta Ray-Ban Display in ein echtes Produktivitäts-Tool, das direkt aus einem Sci-Fi-Streifen stammen könnte.

Der unsichtbare Assistent im Sichtfeld

Das Highlight für alle, die oft vor der Kamera stehen oder Präsentationen halten: der neue Teleprompter-Modus. Über die Display-Gläser werden Texte oder Stichpunkte direkt in Euer Sichtfeld eingeblendet. Das Geniale dabei: Niemand sieht, was Ihr seht. Gesteuert wird das Ganze diskret über das neue Neural Band am Handgelenk. Das Armband misst elektrische Muskelimpulse (EMG) und lässt Euch durch Skripte scrollen, ohne dass Ihr eine Hand bewegen müsst.

Doch Meta geht noch einen Schritt weiter. Unter dem Namen „Neural Handwriting“ ermöglicht das Armband das Verfassen von Nachrichten, indem Ihr Buchstaben einfach mit dem Finger auf eine beliebige Oberfläche (oder sogar in die Luft) zeichnet. Die Sensoren übersetzen die Muskelbewegungen in digitalen Text für WhatsApp oder den Messenger.

Zusätzlich spendiert Meta der Brille ein Update für die Navigation, die nun Abbiegehinweise direkt ins Sichtfeld projiziert. Dank einer Helligkeit von bis zu 1.500 Nits (im Peak sogar mehr) bleibt die Anzeige auch bei praller Sonne in Las Vegas lesbar.

Ein Wermutstropfen für Europa

Klingt alles zu schön, um wahr zu sein? Ein bisschen vielleicht. Während die Software-Features weltweit ausgerollt werden, gibt es bei der Hardware einen Dämpfer. Aufgrund der massiven Nachfrage in den USA verzögert sich der breite Marktstart des Neural Bands in Europa um einige Monate.

Dennoch zeigt Meta eindrucksvoll: Smartglasses sind kein Spielzeug mehr, sondern die nächste große Computing-Plattform.